Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen
Ingenieur/in - Rettungswesen
Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Deutsche Akademie der TechnikwissenschaftenForschung im Ingenieurwesen. Engineering ResearchIM EINSATZingenieur.deRetten, schützen, erkunden: Lernende Systeme in lebensfeindlichen UmgebungenRettungsdienstRettungs-Magazinthink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichten
▶ Trends
Energy Harvesting - Nachhaltige EnergieernteEnergy Harvesting beschreibt die Rückgewinnung kleinerer Mengen umgewandelter Energie aus Licht, Wärme, Bewegung und Vibration - ohne Batteriewechsel. Dadurch reduzieren sich neben der Umweltverschmutzung auch mögliche Betriebskosten durch den geringeren Wartungsaufwand. Kleinere Geräte und Anwendungen lassen sich durch die autarke Energieversorgung an schwer zugänglichen Orten betreiben, z.B. in der Landwirtschaft, der Raumfahrt und im Katastrophenschutz. Fachkräfte im Ingenieurwesen und in erneuerbaren Energien werden sich mit den Anwendungsfeldern näher beschäftigen.Digitales Katastrophen-ManagementWeltweit vernetzte digitale Plattformen helfen dabei, gut auf Katastrophen zu reagieren und ihnen vorzubeugen. Dabei kommen Künstliche Intelligenz (KI), Geografische Informationssysteme (GIS), Drohnentechnik und Big Data zum Einsatz. Satellitenbilder zeigen z.B. Brände, Überschwemmungen oder Erdrutsche, bewerten die Situation und geben mögliche Entwicklungsszenarien. Dadurch können Fachkräfte die Lage schnell und umfänglich einschätzen und über Gegenmaßnahmen entscheiden. Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen, Entscheidungsträger bzw. -trägerinnen und Beschäftigte im Katastrophenschutz beschäftigen sich eingehend mit den technologischen Neuerungen und ihrer Anwendbarkeit.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überprüfen der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge im Fuhrparkz.B. Kontrollieren der Arzneimittelbeständez.B. Organisieren des Personaleinsatzes bei RettungseinsätzenInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Erarbeiten von Konzepten zur Absicherung von Veranstaltungenz.B. Analysieren und Optimieren verschiedener RettungseinsätzeInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Warten und ggf. Reparieren von Berge- und Transportgeräten
▶ Arbeitsorte
Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Einsatzzentralen und Leitstellenim Freienin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Betriebsmitteleinsatz planenEinsatzleitung (Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr)Einsatzrecht, -taktik, -planungEntwicklungGefahrenanalyseGefahren-Management-Systeme - GMSKatastrophenschutzNotfall-Informations- und Dokumentations-Assistent - NIDARettungsdienstorganisationSicherheitstechnikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Arbeitsschutz, UnfallverhütungBergung (Rettungswesen)BetriebswirtschaftslehreBrandschutzElektrotechnikForschungGefahrenabwehr (Prävention)Gutachter-, SachverständigentätigkeitKalkulationLehrtätigkeit (Hochschule)LogistikMaschinentechnikProjektmanagementQualitätsmanagementStrahlenschutz
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Evakuierungskonzepte digital erstellen)Drohnentechnik (z.B. Drohnen einsetzen, die in unwegsamem Gelände vermisste Menschen auffinden können)Gefahren-Management-Systeme - GMS (z.B. an der Entwicklung von GMS mitarbeiten)Low Power Wide Area Network - LP-WAN (z.B. Systemarchitektur eines LP-WAN-Systems für die Überwachung kritischer Infrastruktur entwerfen)Lösch- und Rettungsroboter (z.B. den Einsatz von Rettungsrobotern planen und koordinieren, um Personen aus Gefahrzonen in Sicherheit zu bringen; an der Entwicklung von Rettungsrobotern mitwirken)Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistent - NIDA (z.B. für Notfalleinsätze optimierte NIDA-Pads entwickeln)Predictive Analytics (z.B. Großbrände oder Massenunfälle simulieren und mittels Datenauswertungen das Rettungswesen entsprechend optimieren)
▶ Arbeitssituation
Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen übernehmen eigenverantwortlich planerische, organisatorische und koordinierende Aufgaben bei Rettungs-, Zivilschutz- oder Katastrophenschutzdiensten. Sie tragen Verantwortung für die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Menschen und Sachwerte am Einsatzort. Sie arbeiten mit medizinischen, psychologischen oder anderen technischen Fachkräften zusammen, wobei sie durch Team- und Kommunikationsfähigkeit überzeugen. Wenn sie ein Team führen, motivieren sie ihre Mitarbeiter und koordinieren deren Zusammenarbeit. Aufgrund ihres technischen Verständnisses und ihrer analytischen Fähigkeiten erkennen sie bei Fehlern oder Defekten an den technischen Geräten und Ausrüstungen die Ursachen und entscheiden über die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten. Bei großen Katastrophen arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen mit Hilfskräften anderer Nationen zusammen und sprechen sich mit diesen ab, üblicherweise in Englisch oder einer anderen Fremdsprache. Neben sozialer Kompetenz ist hierbei psychische Belastbarkeit wichtig. Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen brauchen sie, wenn sie Unternehmen beraten.Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen sind meist in Büroräumen tätig, wo sie am Bildschirm Dienst- und Einsatzpläne erstellen, Übungen für Großeinsätze planen, Konzepte zum vorbeugenden Brandschutz und zur Gefahrenabwehr entwickeln, das Budget überwachen oder Kostenblätter erstellen. Finden Übungen oder Katastrophene...
▶ Existenzgründung
Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen haben verschiedene Möglichkeiten sich selbstständig zu machen:z.B. durch eine Tätigkeit als Gutachter/in oder Sachverständige/rInformationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.670 € bis 6.177 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
GesundheitswesenSonstiges Gesundheitswesen a. n. g., Rettungsdienste, auch: Erste-Hilfe-Einrichtungen großer Industrieunternehmen, Blutspendedienste, medizinische Dienstleistungs- und LogistikunternehmenSicherheit, Brandschutz, VerteidigungFeuerwehren, z.B. städtische FeuerwehrVerteidigung, z.B. zentraler Sanitätsdienst der BundeswehrÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Gesundheitswesens, z.B. kommunal organisierte RettungswachenSozialwesenSonstiges Sozialwesen a. n. g. (ohne Jugendarbeit und soziale Beratungsdienste), z.B. KatastrophenhilfswerkePolitische Parteien, Verbände, OrganisationenAlle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g., z.B. Träger von Lehr-RettungswachenTechnische, physikalische, chemische UntersuchungTechnische, physikalische und chemische UntersuchungMaschinenbau, WerkzeugbauHerstellung von allen anderen Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige a. n. g., hier: Geräte der Notfallrettung und SicherheitstechnikHerstellung sonstiger Werkzeuge a. n. g., hier: Werkzeuge und Geräte der Notfallrettung
▶ Zugang zur Tätigkeit
Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Rettungsingenieurwesen.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Rettungsingenieurwesen (grundständig)Rettungsingenieurwesen (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen finden Beschäftigung in erster Liniebei Rettungsdiensten und Rettungswachenbei Berufsfeuerwehrenbei Hilfswerkenbei Herstellern von Geräten und Verfahren der Notfallrettung oder Sicherheitstechnik
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Ingenieur/in - RettungswesenAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymRettungsingenieur/in
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Den Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" dürfen Personen führen, die mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen vorweisen können.
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert sowie örtlich und zeitlich flexibel Hilfseinsätze zu leiten und zu koordinieren)Sorgfalt (z.B. gewissenhaftes Überprüfen der Einsatzbereitschaft der technischen Geräte und Ausrüstungen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. hohe Verantwortung für Leben und Gesundheit von Katastrophenopfern, aber auch von Einsatz- und Rettungskräften)Entscheidungsfähigkeit (z.B. schnelles Entscheiden für Schutz- und Rettungsmaßnahmen)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Organisieren und Durchführen von Übungen für Großeinsätze)Umsicht (z.B. Achten auf Veränderungen der Gefahrensituation bei Großschadeneinsätzen)Flexibilität (z.B. situationsgerechtes und schnelles Reagieren bei Konfrontation mit unvorhersehbaren Einsatzsituationen)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Geräte der Notfallrettung sowie der Sicherheitstechnik)Psychische Belastbarkeit (z.B. Koordination der Rettungseinsätze bei Naturkatastrophen, Flugzeugabstürzen oder Massenkarambolagen mit vielen Verletzten)Psychische Stabilität (z.B. Konfrontiert...
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen planen, organisieren und koordinieren den Einsatz von Rettungskräften, Ausrüstungen und Hilfsgütern. Sie arbeiten in verschiedenen Bereichen, z.B. im Rettungsdienst oder Katastrophen- und Zivilschutz.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
BIngK BundesingenieurkammerFeuerwehr.deget in (Engineering)ingenieur.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNet
▶ Verbände und Organisationen
Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. für Einsatzkräfte sowie für Menschen am Einsatzort)Gruppen-, Teamarbeit (z.B. am Einsatzort mit verschiedenen Rettungskräften koordiniert zusammenarbeiten)Kundenkontakt (z.B. als Berater/in für Unternehmen tätig sein)gefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (Konfrontation mit Opfern bei Großschadeneinsätzen wie Flutkatastrophen, Erdbeben, Bränden, Massenkarambolagen)häufig wechselnde Aufgaben und Arbeitssituationen (z.B. häufiger Wechsel zwischen Verwaltungstätigkeit im Büro und Einsätzen im Freien)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Einsatzbereitschaft der technischen Geräte und Ausrüstungen sicherstellen)Bildschirmarbeit (Einsatz- und Terminpläne, Konzeptpapiere, Kostenabrechnungen sowie Berichte und Dokumentationen am Computer erstellen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzhelm und Sicherheitskleidung im Einsatz)Arbeit in BüroräumenArbeit im Freien (bei Einsätzen, Übungen oder im Rahmen von Veranstaltungen)Arbeit im/am Wasser (z.B. bei Hochwassereinsätzen)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (bei Einsätzen)Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaftunregelmäßige Arbeitszeiten (bei Einsätzen Mehrarbeit auch in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Lehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinRettungsdienstEinsatzleiter/Einsatzleiterin (Rettungsdienst)Leiter im Rettungsdienst/Leiterin im RettungsdienstSchutz, Sicherheit und ÜberwachungEinsatzleiter/Einsatzleiterin (Feuerwehr)Verfahrens-, ProduktentwicklungForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Geräte, Ausrüstung und Hilfsstoffe, z.B.: Warn- und Signalgeräte, Berge- und Transportgeräte, Sauerstoffflaschen, Beatmungsgeräte, Geräte der Medizin- und Sicherheitstechnik, Feuerlöschmittel, ÖlbindemittelUnterlagen, z.B.: Konzepte zum vorbeugenden Brandschutz und zur Gefahrenabwehr, Evakuierungskonzepte, Einsatz- und Terminpläne, Bedarfs- und Kostenpläne, Abrechnungsunterlagen, Gutachten, Checklisten, Rechtsvorschriften (z.B. Sicherheitsbestimmungen)Büroausstattung und Kommunikationsmittel, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Funkgeräte
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen konzipieren die Abläufe von routinemäßigen Notfalleinsätzen. Dabei übernehmen sie Logistikaufgaben für nationale und internationale Einsätze, z.B. bei Naturkatastrophen, Großbränden oder Großveranstaltungen. Sie koordinieren die Bereitstellung und den Einsatz von Rettungskräften, Hilfsgütern und technischer Ausrüstung. Daneben entwickeln sie Evakuierungskonzepte und Flucht- und Rettungspläne, planen effiziente Abläufe und den optimalen Einsatz von Ressourcen. Bei Herstellerunternehmen von Geräten und Sicherheitstechnik sind sie an der Produktentwicklung beteiligt und arbeiten im Kundenservice. Auch Gutachten für Krankenversicherungen können sie erstellen.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Rettungsdienst, Brand-, Explosions- und Katastrophenschutz, Forschung und Entwicklung).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Rettungsingenieurwesen, Sicherheitsmanagement oder Sicherheitstechnik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Organisation von GroßeinsätzenÜbungen für Großeinsätze planen, organisieren und durchführenEinsatzbereitschaft der technischen Geräte und Ausrüstungen sicherstellen (Fahrzeuge, Geräte, Hilfsmittel usw.)Dienst- und Einsatzpläne der Einsatzkräfte erstellenAus- und Weiterbildungsmaßnahmen, z.B. zum Einsatz von Drohnen und Robotern, planen und durchführenGroßschadeneinsätze koordinieren (z.B. bei Flutkatastrophen, Erdbeben, Bränden, Massenkarambolagen, internationalen Hilfsprojekten zum Wiederaufbau)Vorbeugende MaßnahmenGroßveranstaltungen absichernKonzepte zum vorbeugenden Brandschutz und zur Gefahrenabwehr innerhalb eines Industrieunternehmens entwickelnProduktentwicklung und -serviceGeräte und Verfahren der Notfallrettung sowie der Sicherheitstechnik entwickelnim Kundenservice bei Herstellerunternehmen in den Bereichen Notfallrettung und Sicherheitstechnik arbeiten, Kunden beratenVerwaltung und Organisationspezielle Bedarfs- und Kostenpläne für unterschiedliche Einsätze ermitteln, Budget überwachenPersonal beschaffen, bei der Personalentwicklung im Bereich Aus- und Weiterbildung mitwirkenSach- und Investitionsgüterbeschaffung überwachenbeim Qualitätsmanagement mitwirkenForschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirkenVorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht nachbereiten, ggf. Prüfungen abnehmenForschungsberichte verfassen
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in im Rettungswesen an:Tätigkeitsfeld Medizin-, Orthopädie- und RehatechnikIngenieur/Ingenieurin für MedizintechnikIngenieur/Ingenieurin für Orthopädie- und RehatechnikGemeinsamkeit:Betriebsüberwachung bzw. Herstellung von medizinischen Geräten und Anlagen planen und projektierenTätigkeitsfeld Sozial-, GesundheitsmanagementQualitätsbeauftragter/Qualitätsbeauftragte im Gesundheits- und SozialwesenGesundheitsmanager/GesundheitsmanagerinGemeinsamkeiten:Qualitätsstandards im Gesundheitswesen bzw. im Rettungsdienst erarbeitenwirtschaftliche Lösungen unter Einbeziehung der neuesten technischen Erkenntnisse entwickelnHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen planen, organisieren und koordinieren den Einsatz von Rettungskräften, Ausrüstungen und Hilfsgütern bei Maßnahmen im Rettungsdienst, im Katastrophen- und Zivilschutz sowie zur Gefahrenabwehr.Verantwortungsvolles KrisenmanagementAls Krisenmanager/innen planen sie Rettungseinsätze und Schutzmaßnahmen zur Gefahrenabwehr. Auch wenn es nicht immer um spektakuläre Hilfseinsätze geht, ist jede neue Aufgabe immer wieder eine neue Herausforderung. So gilt es, sich schnell auf unvorhergesehene Situationen einzustellen, da sich trotz umfangreicher konzeptioneller Vorarbeit nicht jedes Detail planen lässt. Mit ihrem breiten Fachwissen arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen interdisziplinär und berücksichtigen neben den technischen auch medizinische, psychologische, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte des Rettungswesens. In der Regel verfügen die Ingenieure und Ingenieurinnen über praktische Erfahrungen im Rettungsdienst und wissen, dass es bei ihren Maßnahmen auch immer um Menschenleben geht. Sie tragen somit eine große Verantwortung und dürfen dies nicht aus den Augen verlieren.Gefahren erkennen und vorbeugenVorbeugende Maßnahmen sind besonders wichtig, damit Gefahrensituationen am besten erst gar nicht entstehen. Beispielsweise werden Großbrände oder Massenunfälle simuliert, um anhand der späteren Analyse mögliche Fehlerquellen zu finden und das Rettungswesen entsprechend zu optimieren. Ingenieure und Inge...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwendung von mathematischen Methoden bei der Erstellung von Bedarfs- und Kostenplänen für Katastropheneinsätze)figural-räumliches Denken (z.B. Erfassen der Einsatzsituation anhand von Lage- und Gebäudeplänen)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. frühzeitiges Erkennen von Risiken und Gefährdungssituationen bei Großveranstaltungen)Konzentration (z.B. Ausblenden von ablenkenden Einflüssen beim Leiten von Einsätzen)Umstellungsfähigkeit (z.B. Konfrontation mit wechselnden Aufgaben, Arbeits- und Einsatzsituationen)Technisches Verständnis (z.B. Entwickeln von Geräten und Verfahren der Sicherheitstechnik, Kunden/Kundinnen dazu beraten und einweisen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Koordinieren von Übungen für Großeinsätze; Erstellen von Dienst- und Einsatzplänen)Räumliche Orientierung (z.B. Orientieren im Einsatzgebiet bei Natur- und Umweltkatastrophen)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Einschätzen des Bedarfs an Hilfsgütern bei Katastropheneinsätzen)Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Durchführen einer Lagebesprechung am Einsatzort)
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. bei Einsätzen, Übungen oder Veranstaltungen im Freien unter widrigen Witterungsbedingungen arbeiten)Schwindelfreiheit (z.B. bei Rettungseinsätzen in größerer Höhe mit Absturzgefahr)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. telefonischer Informationsaustausch mit den Einsatzteams)Sehvermögen für die Ferne - auch korrigiert (z.B. bei Übungen oder Katastropheneinsätzen Überblick über die Einsatzsituation gewinnen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Einsatz- und Terminpläne, Konzeptpapiere, Kostenabrechnungen sowie Berichte und Dokumentationen am Computer erstellen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Einsatzsituation bei Katastrophenfällen erfassen)Sehvermögen im Dunkeln/in der Dämmerung - Dämmerungssehen (z.B. bei nächtlichen Rettungseinsätzen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Lagebesprechungen am Einsatzort bei hohem Umgebungslärmpegel durchführen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. Vor-Ort-Einsatz bei Brandkatastrophen mit starker Rauchentwicklung)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in im Rettungswesen an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Einsatzleiter/Einsatzleiterin (Feuerwehr)Einsatzleiter/Einsatzleiterin (Rettungsdienst)Leiter im Rettungsdienst/Leiterin im RettungsdienstEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. bei Einsätzen, Übungen oder Veranstaltungen im Freien unter widrigen Witterungsbedingungen arbeiten)Schwindelneigung (z.B. bei Rettungseinsätzen in größerer Höhe mit Absturzgefahr)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. telefonischer Informationsaustausch mit den Einsatzteams)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Ferne (z.B. bei Übungen oder Katastropheneinsätzen Überblick über die Einsatzsituation gewinnen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Einsatz- und Terminpläne, Konzeptpapiere, Kostenabrechnungen sowie Berichte und Dokumentationen am Computer erstellen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Einsatzsituation bei Katastrophenfällen erfassen)Schlechtes Dämmerungssehen, Nachtblindheit (z.B. bei nächtlichen Rettungseinsätzen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Lagebesprechungen am Einsatzort bei hohem Umgebungslärmpegel durchführen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. Vor-Ort-Einsatz bei Brandkatastrophen mit starker Rauchentwicklung)Schwere Anfallsleiden (z.B. während Notfallrettungen und Katastrophe...
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in im Rettungswesen an:Tätigkeitsfeld Medizin-, Orthopädie- und RehatechnikIngenieur/Ingenieurin für MedizintechnikIngenieur/Ingenieurin für Orthopädie- und RehatechnikGemeinsamkeit:Betriebsüberwachung bzw. Herstellung von medizinischen Geräten und Anlagen planen und projektierenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen in Deutschland? ▼
In Deutschland sind Ingenieure/Ingenieurinnen für Rettungswesen Spezialisten, die den Einsatz von Rettungsteams, Ausrüstung und Hilfsmitteln planen, organisieren und koordinieren. Diese Fachkräfte sind unter anderem hauptsächlich im Rettungsdienst tätig.
Ist Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen qualifiziert werden? ▼
Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Rettungsingenieurwesen.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen in Deutschland typischerweise? ▼
Ingenieure und Ingenieurinnen im Rettungswesen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Einsatzzentralen und Leitstellenim Freienin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Rettungswesen in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.670 € bis 6.177 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.