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Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe

Ingenieur/in - Baustoffe

Grundberuf Informatik KldB B 41434

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe?

Baustoffingenieure in Deutschland sind Experten, die Baustoffe erforschen, entwickeln, verbessern und testen; zudem stellen sie sicher, dass diese Materialien in Bau- und Renovierungsprojekten korrekt und zweckmäßig eingesetzt werden. Sie planen und überwachen die Produktion von Baustoffen in der Industrie, erforschen die Zusammensetzungen der Materialien und optimieren Produktionstechniken sowie Recyclingprozesse hinsichtlich Energieeffizienz, Normen und Qualitätsstandards. Des Weiteren bewerten sie Bauprojekte und Renovierungen hinsichtlich der geeigneten Materialauswahl, kontrollieren die Qualität von Baustoffen durch verschiedene physikalische und chemische Tests und erstellen Berichte sowie Gutachten zu Umweltverträglichkeit und Bauschäden. Zu ihren Aufgaben gehört es, Materialproben zu entnehmen, diese im Labor auf Eigenschaften wie Dichte, Härte, Porosität und Feuchtigkeitsgehalt zu untersuchen und die gewonnenen Ergebnisse zu dokumentieren. Sie bieten Beratungsdienste auf der Baustelle an, führen Schadensdiagnosen durch und die Qualitätssicherungsprozesse

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Medien

Advanced MaterialsAusbildungs- und Fachkräftereport der Bauwirtschaftbauen aktuellbauingenieur24.deBaunetz WissenBauphysikbaustoffmarktbaustoffwissenbuildingSMARTDeutsche Akademie der TechnikwissenschaftenFraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRBingenieur.deMaterials Science & Engineering Technology / Materialwissenschaft und Werkstofftechnikthink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichten

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Dokumentieren der Entnahmestellen von Baustoffprobenz.B. Kontrollieren der Umweltverträglichkeit der verbauten Stoffez.B. Prüfen der Bausubstanz bei der BauerhaltungInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Erforschen der stofflichen Zusammensetzung von Baustoffenz.B. Untersuchen von StoffmischungenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Herstellen von Baustoffen und der zugehörigen Fertigungstechnik

Arbeitsorte

Baustoffingenieure und Baustoffingenieurinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Freien auf Baustellen in Testlabors und an Prüfständenin Produktionshallenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BauchemieBaustoffkunde, -technologieBaustoffprüfungChemische Untersuchungs- und MessverfahrenEntwicklungPhysikalische Mess-, PrüfverfahrenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArbeitsvorbereitungBaubetriebBauinformatikBaukonstruktionBauphysikBausanierungBaustatikBaustofftransportBetontechnologieBindemittelGutachter-, SachverständigentätigkeitKonstruktiver IngenieurbauLaborarbeiten, LabortechnikMineralogieNachhaltige BaustoffeProjektmanagementQualitätsprüfung, QualitätssicherungWerkstofftechnik

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Baustoffingenieure und -ingenieurinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. bei der Entwicklung von Baustoffen mitwirken, die sich mittels 3-D-Drucker herstellen lassen)3-D-Simulation (z.B. mithilfe von 3-D-Simulationen das Verhalten von Baustoffen visualisieren)Bauroboter (z.B. den Einsatz von autonomen Bohrmaschinen zur Probeentnahme planen)Building Information Modeling - BIM (z.B. Materialdatenbanken mit Bauprojektteilnehmenden teilen)Digitaler Zwilling (z.B. Baustoffproduktion mithilfe eines virtuellen Abbilds optimieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Prüfprotokolle für ein Baustoffzulassungsverfahren digital verwalten)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. mithilfe von vernetzten Labor- und Analysegeräten Baustoffprüfungen durchführen und Prüfdaten auswerten)Numerische Simulation (z.B. Materialeigenschaften von Baustoffen berechnen)Smarte Glas- und Keramik-Technologien (z.B. smarte Baustoffe aus Glas und Keramik entwickeln)Smarte Kunststoffe (z.B. Baustoffe aus smarten Kunststoffen entwickeln)Wearable Technology (z.B. mithilfe von Smart-Watches und Datenbrillen ein automatisiertes Laborprotokoll führen)

Arbeitssituation

Baustoffingenieure und -ingenieurinnen übernehmen planende, leitende, koordinierende und überwachende Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung von Baustoffen. Die Neuentwicklung und Verbesserung von Baustoffen erfordern analytische Fähigkeiten, kreatives Denken und eine sorgfältige Arbeitsweise. Laboruntersuchungen sind Präzisionsarbeit und setzen genaues Beobachten, hohe Konzentration und Durchhaltevermögen voraus. Mit Sorgfalt beachten sie die Einhaltung rechtlicher und umwelttechnischer Vorschriften. Wenn sie ein Team führen, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei greifen sie auf ihre kommunikativen Fähigkeiten zurück. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen benötigen sie z.B. im Rahmen internationaler Projekte. Um gute Verhandlungsergebnisse zu erreichen, setzen sie im Kundengespräch ihr Verhandlungsgeschick professionell ein.In den Produktionsstätten und im Labor tragen Baustoffingenieure und -ingenieurinnen Schutzkleidung, z.B. Einweghandschuhe, Laborkittel und Schutzbrille. Einen Großteil ihrer Arbeit erledigen sie in Laboren, meist bei künstlicher Beleuchtung. Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben führen sie in Büroräumen am Computer durch, die Produktion von Baustoffen überwachen sie in Fertigungshallen. Wenn sie auf Baustellen tätig sind, können sie den Witterungsbedingungen sowie Staub, Dämpfen, Maschinenlärm oder Vibrationen ausgesetzt sein. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind sie viel unterwegs, auch im A...

Existenzgründung

Baustoffingenieure und -ingenieurinnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:mit einem eigenen Ingenieurbüro für Baustoffprüfungen und Bauwerksdiagnostikals Gutachter/inals Sachverständige/rInformationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.299 € bis 4.739 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

BaustoffeHerstellung von Zement, Kalk und gebranntem GipsHerstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und GipsNatursteineHerstellung von sonstigen Erzeugnissen aus nichtmetallischen Mineralien a. n. g.Technische, physikalische, chemische UntersuchungTechnische, physikalische und chemische UntersuchungHochbau, Beton- und Stahlbetonbau, Feuerungs- und SchornsteinbauSonstige spezialisierte Bautätigkeiten im Hochbau a. n. g.Tiefbau, Straßenbau, WasserbauSonstiger Tiefbau a. n. g. (ohne Bau von Industrieanlagen)AusbauEinbau von IsolierungenSonstiger AusbauAbbruch, Baustellenvorbereitung, GerüstbauTest- und SuchbohrungChemieHerstellung von Kunststoffen in PrimärformenHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, VerwaltungsfachhochschulenAbfallwirtschaft, RecyclingVerwertung von AbfällenÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes weiterführendes Studium im Bereich Baustoffingenieurwissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Baustoffingenieurwissenschaft (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Baustoffingenieure und Baustoffingenieurinnen finden Beschäftigung z.B.in Betrieben der Baustoffindustriein Ingenieurbüros und Unternehmen für Baustoffprüfungen und Bauwerksdiagnostikbei Prüfbehörden und technischen Überwachungsvereinen

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - BaustoffeAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymBaustoffingenieur/in

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt.Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" führen zu können, sind mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen Voraussetzung.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Prüfarbeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. trotz Rückschlägen beharrlich an der Erforschung neuer Baustoffe bzw. deren industrieller Produzierbarkeit arbeiten)Sorgfalt (z.B. sorgfältige Erstellung von Schadensdiagnosen und Gutachten)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Steuern und Überwachen von Fertigungs- und Produktionsprozessen)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum bei der Entwicklung und Optimierung von Baustoffen und Fertigungsverfahren)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen im Bereich der Baustofftechnologie)

Die Tätigkeit im Überblick

Baustoffingenieure und Baustoffingenieurinnen erforschen, entwickeln, verbessern und prüfen Baustoffe. Für deren fachgerechten Einsatz sorgen sie bei der Betreuung von Baustellen und -sanierungen. Sie beraten Unternehmen und Bauträger, erstellen Schadensdiagnosen und Gutachten und sind in der Qualitätssicherung, Zulassung und im Recycling von Baustoffen tätig.

Stellen- und Bewerberbörsen

Bau.debauen aktuellbauingenieur24.debau-stellen.deBIngK Bundesingenieurkammerget in (Engineering)ingenieur.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNetSciTechCareer

Verbände und Organisationen

Akkreditierungsverbund für Studiengänge des Bauwesens (ASBau) e.V.Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. (bbs)Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V.DVP Deutscher Verband der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft e.V.Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. im Rahmen einer Sachverständigen- oder Gutachtertätigkeit)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (verschiedene Laborgeräte und -apparaturen, Mess- und Prüfgeräte)Bildschirmarbeit (z.B. Untersuchungen dokumentieren oder Angebote erstellen)Präzisions-, Feinarbeit (bei der Durchführung von Versuchsreihen und Materialprüfungen)häufige Abwesenheit vom Wohnort (z.B. Schadensfälle bei Kunden begutachten)Beachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben (z.B. Normen und technische Regelwerke)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzbrille im Labor und bei Tätigkeiten im Fertigungsprozess bzw. auf Baustellen)Arbeit im Labor (Entwicklungs- und Prüflaboratorien)Arbeit in Büroräumen (z.B. Arbeitsabläufe planen und dokumentieren)Arbeit in Werkstätten, Werk-/ProduktionshallenArbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. bei der Baustellenbetreuung im Freien)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (Staubentwicklung während der Fertigungsprozesse in Produktionsstätten oder auf Baustellen)Arbeit unter Lärm (laufende Produktionsmaschinen, Baustellenlärm)Umgang mit Chemikalien (z.B. bei chemischen Analysen im Labor)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der Fehlerbehebung und Instandhaltung von Anlagen)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Einkauf, BeschaffungEinkäufer/EinkäuferinLeiter/Leiterin des EinkaufsLaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinQualitätsmanager/QualitätsmanagerinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProduktentwickler/ProduktentwicklerinProduktingenieur/ProduktingenieurinProjektingenieur/ProjektingenieurinVertrieb, VerkaufLeiter/Leiterin - VertriebVertriebsingenieur/VertriebsingenieurinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Untersuchungsobjekte und Erzeugnisse, z.B.: Böden, Beton, Mörtel, Kies, Sand, vorgefertigte Bauteile aus Beton und Asphalt, Baustoffe, bitumenhaltige Bindemittel, ZementMaschinen, Apparate und Geräte, z.B.: Druckprüfmaschinen, Apparaturen zur Bestimmung der Säurebeständigkeit, MessgeräteUnterlagen, z.B.: Versuchsdokumentationen, Prüfberichte, Genehmigungs- und Ausführungspläne, Baustofflisten, Leistungsverzeichnisse, Terminpläne, Kalkulationsunterlagen, Schadensdiagnosen und Gutachten, Prüfvorgaben, Normtabellen, Gütevorschriften, Rechtsvorschriften (z.B. Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen)Büroausstattung und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Projektmanagement- und Laborsoftware

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Baustoffingenieure und Baustoffingenieurinnen planen und überwachen in der Industrie die Herstellung von Baustoffen. Sie erforschen Zusammensetzungen, optimieren Fertigungstechniken und Recyclingverfahren und achten dabei auf Energieverbrauch, Normen und Qualität. Zudem beurteilen sie Bauvorhaben und Sanierungen hinsichtlich geeigneter Materialien, führen Baustoffprüfungen durch und erstellen Gutachten zur Umweltverträglichkeit und zu Bauschäden. Bei Sanierungen übernehmen sie Planung und Baustellenbetreuung und sichern die Qualität der Ausführung. In Behörden wirken sie an Zulassungsverfahren mit und sind als Gutachter und Gutachterinnen oder Sachverständige tätig.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Bauphysik, Werkstofftechnik, Verfahrenstechnik).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Baustoffentwicklung und -herstellungBaustoffe erforschen, entwickeln und optimierenFertigungstechniken und -verfahren für Baustoffe planen und entwickelnBaustoffe einschließlich Fertigungstechnik herstellenFertigung und Qualität der Produkte überwachen und optimierenZulassung für Baustoffe, beispielsweise beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), beantragenManagement- und Controlling-Aufgaben im Baustoff- und Materialbereich sowie im Baustoffsektor übernehmenfachgerechtes Recycling von Baustoffen und die Nutzung von Reststoffen planen und überwachenBaustoffprüfungMaterialproben entnehmen, Entnahmestellen von Proben dokumentierenProben aufbereiten und entsprechend Prüfvorgaben, Normtabellen und Gütevorschriften untersuchenphysikalische und chemische Bestimmungen und Messungen durchführen, z.B. auf Korngrößenverteilung, Dichte, Härte, Porosität, Feuchtigkeitsgehalt, pH-Wert, Stoffzusammensetzung, Leitfähigkeit und DurchlässigkeitPrüfergebnisse aufzeichnen, auswerten, dokumentieren und grafisch darstellen, Berichte abfassen und an den Kunden weitergeben und erläuternBaustellenbetreuung, Bausanierung und Qualitätssicherung Baustoff- und Bauberatung durchführenqualifizierte Schadensdiagnosen erstellen, Ursachenforschung betreiben, Gutachten ausarbeitenQualitätssicherung bei Bauvorhaben durchführenBausanierung planen und überwachen, Bauleitung durchführenBaustoffe als Verantwortliche/r bei Behörden bzw. beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zulassenForschung und Lehrea...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Baustoffingenieur/in an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für BauIngenieur/Ingenieurin für BauphysikIngenieur/Ingenieurin für VerfahrenstechnikIngenieur/Ingenieurin für PhysikIngenieur/Ingenieurin für GießereitechnikIngenieur/Ingenieurin für KunststofftechnikWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung von Werkstoffen und Herstellungsverfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenKonstruktionsunterlagen erstellenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Baustoffingenieure und -ingenieurinnen erforschen, entwickeln, verbessern und prüfen Baustoffe. Für deren fachgerechten Einsatz sorgen sie bei der Betreuung von Baustellen und -sanierungen. Sie beraten Unternehmen und Bauträger, erstellen Schadensdiagnosen und Gutachten und sind in der Qualitätssicherung, Zulassung und im Recycling von Baustoffen tätig.Baustoffentwicklung und -herstellungIn der Industrie entwickeln Baustoffingenieure und -ingenieurinnen Baustoffe und Fertigungsverfahren für die Herstellung. Dazu nutzen sie vor allem ihre Kenntnisse in Bauchemie und Bauphysik. Sie prüfen die Ausgangsmaterialien, testen Stoffmischungen, beispielsweise für Zement, und planen oder optimieren Fertigungstechniken. Je nach Anwendungszweck verändern sie die Produktionsbedingungen, wodurch die Materialien andere Eigenschaften erhalten. Im Fokus der Baustoffhersteller stehen vor allem Stoffe, die Bauwerken eine günstige Energiebilanz verleihen, möglichst wenig die Umwelt belasten und lange haltbar sind. Die Ingenieure und Ingenieurinnen konzipieren zudem Verfahren, wie Baustoffe kostengünstig recycelt werden können. In Forschung und Entwicklung arbeiten sie z.B. mit Werkstoff- und Bauingenieuren und -ingenieurinnen zusammen. Auch die Herstellung von Baustoffen überwachen die Ingenieure und Ingenieurinnen, entnehmen Proben und testen die Qualität der Endprodukte. Sie achten auf die Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses und die adäquate Lagerung der fertigen Produkte,...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden mathematischer Methoden und Modelle zur Bestimmung von Baustoffeigenschaften)Technisches Verständnis (z.B. Prüfen und Optimieren von Fertigungsanlagen und -techniken für Baustoffe)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Übernahme der Planung und Baustellenbetreuung bei Sanierungen)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der Kosten von Rohstoffen)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. bei der Baustellenbetreuung im Freien unter widrigen Witterungsbedingungen arbeiten)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Materialproben entnehmen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Probenmaterial positionieren bei der Durchführung von Versuchsreihen und Materialprüfungen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm Untersuchungen dokumentieren oder Angebote erstellen; Arbeitsgänge auf Leitstand-Monitoren überwachen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Qualität vorgefertigter Bauteile aus Beton überprüfen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. produkt- oder anwendungsbezogene Kundenanfragen verstehen; Mitarbeiter/innen in der Nähe laufender Produktionsmaschinen oder bei Baustellenlärm verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. bei chemischen Analysen im Labor mit Chemikalien hantieren)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. während der Fertigungsprozesse in Produktionsstätten oder auf Baustellen unter Staubeinwirkung arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt wer...

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Baustoffingenieur/in an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für Glas, Keramik, BindemittelIngenieur/Ingenieurin für MaterialwissenschaftenIngenieur/Ingenieurin für WerkstofftechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. bei der Baustellenbetreuung im Freien unter widrigen Witterungsbedingungen arbeiten)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Materialproben entnehmen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Probenmaterial positionieren bei der Durchführung von Versuchsreihen und Materialprüfungen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm Untersuchungen dokumentieren oder Angebote erstellen; Arbeitsgänge auf Leitstand-Monitoren überwachen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Qualität vorgefertigter Bauteile aus Beton überprüfen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. produkt- oder anwendungsbezogene Kundenanfragen verstehen; Mitarbeiter/innen in der Nähe laufender Produktionsmaschinen oder bei Baustellenlärm verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. bei chemischen Analysen im Labor mit Chemikalien hantieren)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. während der Fertigungsprozesse in Produktionsstätte...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Baustoffingenieur/in an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für BauIngenieur/Ingenieurin für BauphysikIngenieur/Ingenieurin für PhysikIngenieur/Ingenieurin für VerfahrenstechnikGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung von Werkstoffen und Herstellungsverfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenKonstruktionsunterlagen erstellenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe in Deutschland?

Baustoffingenieure in Deutschland sind Experten, die Baustoffe erforschen, entwickeln, verbessern und testen; zudem stellen sie sicher, dass diese Materialien in Bau- und Renovierungsprojekten korrekt und zweckmäßig eingesetzt werden. Sie planen und überwachen die Produktion von Baustoffen in der Industrie, erforschen die Zusammensetzungen der Materialien und optimieren Produktionstechniken sowie Recyclingprozesse hinsichtlich Energieeffizienz, Normen und Qualitätsstandards. Des Weiteren bewerten sie Bauprojekte und Renovierungen hinsichtlich der geeigneten Materialauswahl, kontrollieren die Qualität von Baustoffen durch verschiedene physikalische und chemische Tests und erstellen Berichte sowie Gutachten zu Umweltverträglichkeit und Bauschäden. Zu ihren Aufgaben gehört es, Materialproben zu entnehmen, diese im Labor auf Eigenschaften wie Dichte, Härte, Porosität und Feuchtigkeitsgehalt zu untersuchen und die gewonnenen Ergebnisse zu dokumentieren. Sie bieten Beratungsdienste auf der Baustelle an, führen Schadensdiagnosen durch und die Qualitätssicherungsprozesse

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes weiterführendes Studium im Bereich Baustoffingenieurwissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe in Deutschland typischerweise?

Baustoffingenieure und Baustoffingenieurinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Freien auf Baustellen in Testlabors und an Prüfständenin Produktionshallenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Baustoffe in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.299 € bis 4.739 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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