Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie
Ingenieur/in - Augenoptik/Optometrie
Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Augenoptik in Zahlen: BranchendatenDer AugenoptikerDeutsche Akademie der TechnikwissenschaftenEURO FOCUS Netnews - Portal und Magazin für AugenoptikerForschung im Ingenieurwesen. Engineering Researchingenieur.deOptikernetzOPTOMETRIEOptometry and Contact Lenses (OCL)Photonik Forschung Deutschlandthink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichten
▶ Trends
Künstliche Intelligenz (KI) in der AugenoptikKI kann in der Augenoptik viele Vorgänge erleichtern und abkürzen. So hilft z.B. KI-gestützte Bilderkennung in der Diagnostik dabei, Symptome bereits frühzeitig zu erkennen. Optiker und Optikerinnen können mit diesen Verfahren auch Untersuchungen durchführen, die bisher nur Augenarztpraxen anbieten durften, und sie damit entlasten. Die Technologie hilft zudem die besten Glasoptionen für Kunden und Kundinnen auszuwählen.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Kontrollieren von Mess- und Prüfgerätenz.B. Überprüfen der Sehschärfe von Kundenz.B. Organisieren der Arbeitsabläufe im BetriebInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Feststellen von Ursachen und Grad von Sehfunktionsstörungenz.B. Weiterentwickeln von augenoptischen sowie optometrischen Verfahren und GerätenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. mechanisches Anpassen von Augengläsern
▶ Arbeitsorte
Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie arbeiten in erster Liniein Verkaufsräumenin Werk- und Fertigungsstättenim Laborin BehandlungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArbeitsvorbereitungAugenoptikBetriebsmitteleinsatz planenBrillen anfertigen und instand haltenBrillenanpassungBrillenoptikEntwicklungKalkulationKonstruktionKontaktlinsentechnik, -anpassungKundenberatung, -betreuungMesstechnikTechnische OptikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Anwendungstechnik, AnwendungsberatungCAD (Computer Aided Design)-Systeme anwendenCIM-Systeme anwendenComputer-Aided Manufacturing - CAMElektronikFeinwerktechnikFertigungs-, AuftragssteuerungForschungLehrtätigkeit (Hochschule)MarketingMaschinentechnikMikrooptikOptoelektronikProjektmanagementQualitätsmanagementSehschärfenbestimmungTechnische MechanikVerkaufVertriebZentrierenWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "CAD-/CAM-Anwendungen"
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. Brillenfassungen im 3-D-Druckverfahren herstellen)3-D-Laserscanning (z.B. einen biometrischen Scan des Gesichts erstellen, um Kunden/Kundinnen die Auswahl von Stil, Form, Farbe und Material einer Brille zu erleichtern)3-D-Simulation (z.B. Prozesse bei der Entwicklung optometrischer Mess- und Prüfgeräte simulieren)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. vernetzte Fertigungseinrichtungen überwachen)Augmented-Reality-Visualisierung (z.B. eine 3-D-Anprobe bei Kunden/Kundinnen durchführen)Automatische optische Inspektion - AOI (z.B. optische Prüfsysteme für die Qualitätssicherung industrieller Erzeugnisse entwickeln)Curated Shopping (z.B. Fragebögen anfertigen, die bei der Online-Kundenberatung die Auswahl von Brillengestellen erleichtert)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Betriebsablaufpläne, Terminpläne, Kalkulationsunterlagen und Bestelllisten digital verwalten)E-Invoicing (z.B. Rechnungen mittels Buchhaltungssoftware verschicken)Enterprise-Resource-Planning-Systeme - ERP-Systeme (z.B. Prozesse von Optikergeschäften inhaltlich und terminlich planen, organisieren und steuern)Maschinendatenerfassung - MDE (z.B. fertigungsbezogene Daten überwachen)Materialfluss-Systeme...
▶ Arbeitssituation
Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie übernehmen eigenverantwortlich technische, organisatorische oder betriebswirtschaftliche Aufgaben in augenoptischen Betrieben. Sie tragen sowohl für optimal passende Sehhilfen für ihre Kunden Verantwortung, wie auch für die fachliche Anleitung und Motivierung ihrer Mitarbeiter. Bei der Beratung der Kunden zeigen sie Serviceorientierung und Kommunikationsstärke, im Umgang mit Lieferanten Verhandlungsgeschick. Das Bearbeiten der Gläser ist Präzisionsarbeit, die Sorgfalt und Geduld erfordert. In der Entwicklung von augenoptischen sowie optometrischen Geräten und Verfahren ist Verständnis für Technik und mathematische Methoden erforderlich. Häufig arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie im Büro am Computer, z.B. um Entwürfe oder Angebote zu erstellen. In Verkaufsräumen stellen sie unter den Augen der Kunden Sehhilfen ein. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind sie viel unterwegs, mitunter auch im Ausland. In Fachgeschäften ist Samstagsarbeit üblich.
▶ Existenzgründung
Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie können nach Eintragung in die Handwerksrolle z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:mit einem eigenen Betrieb im Augenoptiker-Handwerkmit der Gründung oder Übernahme eines Dienstleistungs- oder Handelsbetriebs auf dem Fachgebiet Augenoptik als Gutachter/inals Sachverständige/rInformationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
EinzelhandelEinzelhandel mit Brillen und KontaktlinsenMedizinische Technik, Orthopädie, ZahntechnikHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g., z.B. Brillengläser, KontaktlinsenGesundheitswesenKrankenhäuser, z.B. Augenkliniken, RehabilitationseinrichtungenNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. Optometrie
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Augenoptik, Optometrie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Augenoptik, Optometrie (grundständig)Augenoptik, Optometrie (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie finden Beschäftigungin Betrieben des Augenoptiker-Handwerksin der optischen und feinmechanischen Industriein Augenkliniken und Rehabilitationseinrichtungen
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Ingenieur/in - Augenoptik/OptometrieBerufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en optiqueIngénieur/Ingénieure opticienne
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt.Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" führen zu können, sind mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen Voraussetzung.
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. bereitwilliges Übernehmen und engagiertes Führen von fachlich besonders schwierigen Kundenberatungen bei der Bestimmung und Auswahl von Brillengläsern und Fassungen)Sorgfalt (z.B. genaues und fehlerfreies Messen, Formschleifen und Zentrieren der Brillengläser)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von Brillenfassungen, Brillengläsern, Kontaktlinsen, Lupen und Messgeräten)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen im Bereich der Augenoptik und Optometrie)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie beraten Kunden bei der Auswahl geeigneter Sehhilfen, stellen diese her oder entwickeln augenoptische Geräte und Hilfsmittel. Daneben planen sie Arbeitsabläufe, sind in der Qualitätssicherung oder im Vertrieb tätig.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
BIngK BundesingenieurkammerDOZ-StellenmarkteyebizzGesundheit.Jobsget in (Engineering)ingenieur.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNetoptikum
▶ Verbände und Organisationen
Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)IG Metall (IGM)OptecNet Deutschland e.V.Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)SPECTARIS - Dt. Ind.-Verband f. opt., medizin. und mechatron. Technologien e.V.ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie e.V. (WVAO)Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen ZVA
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. für Menschen mit Sehschwächen optimale Sehhilfen entwickeln, herstellen oder anpassen; Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. bei der Überprüfung der Sehschärfe und bei der Beratung von Kunden/Kundinnen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. Anpassen von Brillengläsern an die gewählte Fassung)Arbeit unter den Augen von Kunden/Kundinnen und Gästen (z.B. beim Anpassen eines Brillengestells an die Kopfform der Kunden/Kundinnen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Schleifen von Brillengläsern mit NC-Maschinen; Erproben optometrischer Messgeräte)Bildschirmarbeit (z.B. Kundendaten am Computer verwalten)Handarbeit (z.B. Sehhilfen an der optischen Bank bearbeiten)Arbeit in Büroräumen (z.B. Verwaltungsaufgaben erledigen oder Arbeitsabläufe organisieren)Arbeit in Verkaufsräumen (z.B. bei der Beratung von Kunden/Kundinnen in einem Augenoptikerbetrieb)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Sehhilfen anpassen; optische Gläser herstellen und schleifen)enger Körperkontakt mit Menschen (z.B. beim Messen der Sehstärke, beim Einsetzen der Kontaktlinsen)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Lehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinQualitätsmanager/QualitätsmanagerinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProduktentwickler/ProduktentwicklerinProduktingenieur/ProduktingenieurinProjektingenieur/ProjektingenieurinZulassungsbeauftragter/ZulassungsbeauftragteVertrieb, VerkaufLeiter/Leiterin - VertriebVertriebsingenieur/VertriebsingenieurinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Produkte, z.B.: Brillen, Kontaktlinsen, Lupen, Ophthalmometer, Instrumente zur SehschärfenbestimmungWerkstoffe, z.B.: Halbfabrikate, Glas, Kunststoff, MetallMaschinen, Geräte und Werkzeuge, z.B.: NC-Schleifmaschinen, Tischbohrmaschinen, Computer-Zentriergeräte, Sehtestgeräte bzw. -computer, Justier- oder Rillgeräte, Mess- und Prüfgeräte, LötwerkzeugeUnterlagen, z.B.: Betriebsablaufpläne, Terminpläne, Kalkulationsunterlagen, Bestelllisten, Auftrags- und Abrechnungsunterlagen, ärztliche Verordnungen, Konstruktionszeichnungen, Produktbeschreibungen, Herstellerkataloge, Qualitätsbestimmungen, RechtsvorschriftenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie beraten Kunden in Augenoptikerfachgeschäften, fertigen individuelle Sehhilfen an und lösen Probleme bei der Augenglasbestimmung. Sie leiten häufig das Fachgeschäft oder die Filiale und schulen Mitarbeiter im Umgang mit augenoptischen Geräten. In der optischen Industrie entwickeln sie Brillenfassungen, Brillengläser, Kontaktlinsen, Lupen sowie optometrische Geräte und Messverfahren. Sie planen und überwachen die Fertigung, leiten Mitarbeiter an und erstellen Qualitätsrichtlinien, zudem erstellen sie Angebote im Vertrieb. In Augenkliniken und Reha-Einrichtungen arbeiten sie mit Augenärzten und Augenärztinnen zusammen und betreuen Patienten bei der Rehabilitation von Sehbehinderungen.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Augenoptik, Technische Optik, Messtechnik, CAD).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Aufstiegsweiterbildung, ggf. speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Optometrist/in oder REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Augenoptik, Optometrie.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Kundenberatungfehlsichtige Menschen mit geeigneten Sehhilfen (Brillen, Kontaktlinsen, Sehhilfen für Sonderfälle) versorgenoptometrische Dienstleistungen durchführen, d.h. Ursachen und Grad von Sehfunktionsstörungen feststellen Sehhilfenbestimmung und -anpassung durchführenSehhilfen individuell anfertigenEntwicklung und ErprobungVerfahren zur Sehhilfenbestimmung und -anpassung weiterentwickeln, einschließlich der dazu benötigten Mess- und Prüfverfahrenaugenoptische und optometrische Mess- und Prüfgeräte sowie Maschinen und Arbeitsverfahren für die augenoptische Werkstatt entwickeln und erprobenkompliziertere Probleme bei der Augenglasbestimmung, bei der mechanischen und optischen Brillenanpassung sowie der Kontaktlinsenanpassung lösenneuartige Brillengläser und Kontaktlinsen bezüglich Material und Form entwickeln und erprobenBrillenfassungen unter technischen Aspekten entwickelnQualitätsbestimmungen bei Brillengläsern, Brillenfassungen und sonstigen Sehhilfen durchführenOrganisation, Leitung und SchulungProduktmanagement bei Sehhilfen, Maschinen für die Augenoptik sowie Mess- und Prüfgeräten übernehmenan der Mitarbeiteraus- und -weiterbildung mitwirkenKunden und Mitarbeiter/innen in der Anwendung neuer Geräte schulenArbeitsabläufe im Augenoptikerbetrieb organisierenein Augenoptikfachgeschäft oder einen Filialbetrieb eigenverantwortlich leitenin Augenkliniken die Rehabilitation von Menschen mit Sehbehinderungen betreuen, dabei mit Augenärzten und -ärztinnen zusammenarbeitenFors...
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Augenoptik und Optometrie an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für FeinwerktechnikIngenieur/Ingenieurin für OptoelektronikWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:bei der Entwicklung von Geräten und Anlagen z.B. im Bereich Feinwerktechnik bzw. Optoelektronik Führungsaufgaben übernehmenKonstruktionsunterlagen erstellentechnische Berechnungen durchführenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie beraten Kunden bei der Auswahl geeigneter Sehhilfen, stellen diese her oder entwickeln augenoptische Geräte und Hilfsmittel. Daneben planen sie Arbeitsabläufe, sind in der Qualitätssicherung oder im Vertrieb tätig.AugenoptikerhandwerkIm Augenoptikerbetrieb beraten die Ingenieure und Ingenieurinnen Kunden bei der Auswahl von Kontaktlinsen, Brillengläsern und -fassungen und führen optometrische Dienstleistungen durch, d.h., sie stellen Ursachen und Ausmaß einer Fehlsichtigkeit fest. Bei der Auswahl einer Sehhilfe steht die Funktion der Gläser bzw. Linsen im Mittelpunkt: Wird die Brille nur zum Lesen gebraucht, soll sie entspiegelt sein oder getönt, sind Kunststoffgläser sinnvoll? Passt das gewählte Brillengestell auch zu den benötigten Gläsern? Sind diese Fragen geklärt, wählen Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie die entsprechenden halbfertigen Gläser aus, prüfen, messen, zentrieren sie, schleifen sie mit meist elektronisch gesteuerten Schleifautomaten und integrieren sie in das ausgewählte Brillengestell. Die Brillenfassungen werden nach Bedarf noch abgeändert, bis sie dem Kunden exakt passen. Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie führen auch Sehtests durch, beispielsweise für den Führerscheinantrag. Mithilfe von technischen Geräten ermitteln sie Sehschwächen wie Kurz- oder Weitsichtigkeit und empfehlen ggf., einen Augenarzt bzw. eine Augenärztin aufzusuchen....
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Berechnen von Parametern für neue Mess- und Prüfverfahren, um Sehhilfen zu bestimmen und anzupassen; Kalkulieren von Kosten)figural-räumliches Denken (z.B. Lesen, Anfertigen und Umsetzen von Konstruktionsplänen für neue augenoptische Geräte und Hilfsmittel)Fingergeschick (z.B. Anpassen von Brillengläsern an Fassungen)Handgeschick (z.B. Bearbeiten von Sehhilfen an der optischen Bank)Auge-Hand-Koordination (z.B. exaktes Bearbeiten und Einpassen von Brillengläsern)Handwerkliches Geschick (z.B. Fertigen von Sehhilfen oder Schutzbrillen mithilfe von Lötwerkzeugen)Technisches Verständnis (z.B. Überwachen von technischen Produktionsprozessen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Organisieren von Arbeitsabläufen; Organisieren von Weiterbildungen für Mitarbeiter/innen)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Materialbedarf für die Herstellung von Sehhilfen, Schutzbrillen sowie Mess- und Prüfgeräten für die Augenoptik)
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24.09.1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 03.04.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 106)Verordnung über die Anerkennung von Prüfungen für die Eintragung in die Handwerksrolle (HwREintrV) vom 29.06.2005 (BGBl. I S. 1935), geändert durch Artikel 105 des Gesetzes vom 29.03.2017 (BGBl. I S. 626)Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Sehhilfen an der optischen Bank bearbeiten)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Anpassen von Brillengläsern an die gewählte Fassung)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Beratung von Kunden)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Mess- und Prüfgeräte bedienen)Farbsehvermögen (z.B. farbige Messanzeigen auswerten)Räumliches Sehvermögen (z.B. räumliches Sehvermögen testen und beurteilen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. auf Kundenwünschen eingehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Augenoptik und Optometrie an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für MedizintechnikOptometrist/Optometristinmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Augenoptikermeister/Augenoptikermeisterin/Bachelor Professional im Augenoptiker-HandwerkStaatlich geprüfter Techniker für Augenoptik/Staatlich geprüfte Technikerin für Augenoptik/Bachelor Professional in TechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Sehhilfen an der optischen Bank bearbeiten)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Anpassen von Brillengläsern an die gewählte Fassung)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Beratung von Kunden)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Mess- und Prüfgeräte bedienen)Farbsinnstörungen (z.B. farbige Messanzeigen auswerten)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. räumliches Sehvermögen testen und beurteilen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. auf Kundenwünschen eingehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Augenoptik und Optometrie an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für FeinwerktechnikIngenieur/Ingenieurin für OptoelektronikGemeinsamkeiten:bei der Entwicklung von Geräten und Anlagen z.B. im Bereich Feinwerktechnik bzw. Optoelektronik Führungsaufgaben übernehmenKonstruktionsunterlagen erstellentechnische Berechnungen durchführenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie in Deutschland? ▼
Ingenieure für Augenoptik und Optometrie in Deutschland beraten Personen mit Sehschwäche bei der Auswahl geeigneter Sehhilfen (Brillen, Kontaktlinsen usw.), stellen diese Hilfsmittel her oder Augenoptik
Ist Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Augenoptik, Optometrie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie in Deutschland typischerweise? ▼
Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie arbeiten in erster Liniein Verkaufsräumenin Werk- und Fertigungsstättenim Laborin BehandlungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik/Optometrie in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.