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Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin

Ingenieurinformatiker/in

Grundberuf Informatik KldB B 43124

Was ist Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin?

Professionals, die in Deutschland als Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin arbeiten, sind Spezialisten, die spezielle Computersysteme für komplexe technische Aufgaben im Ingenieurwesen entwickeln, installieren und verwalten. Diese Rolle verbindet Informationstechnologien mit Ingenieur-

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitBerichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, Juni 2025: Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der TransformationWeitere InformationsangeboteBig Data InsiderComputational EngineeringDev InsiderDigital ManufacturingIKT-Branchenbild 2024: Volkswirtschaftliche Kennzahlen, Innovations- und GründungsgeschehenInformatik-Spektrumingenieur.deit - Information TechnologyJournal of Computational Methods in Sciences and Engineering (JCMSE)kaggle.com - Your Home for Data ScienceMade in Germany. Die nationale KI-Strategie der BundesregierungPlattform Industrie 4.0Plattform Lernende SystemeQuantentechnologien. Rahmenprogramm der BundesregierungSustainable Computing. Informatics and Systemsthink ING. Netzwerk für Schüler und Studierende

Trends

AIOps: Künstliche Intelligenz für den IT-BetriebAIOps (Artificial Intelligence for IT Operations) verbindet separate IT-Tools mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu einer automatisierten IT-Betriebsplattform. Machine Learning und Big Data automatisieren und optimieren die Überwachung von IT-Infrastrukturen. Echtzeit-Datenanalysen identifizieren, überprüfen und beheben Probleme und Störungsfälle automatisch. AIOps-Plattformen entlasten dadurch IT-Personal und überwachen Systeme rund um die Uhr. Fach- und Führungskräfte in der IT-Administration werden sich zukünftig mit AIOps-Technologien auseinandersetzen und den IT-Betrieb mithilfe von Künstlicher Intelligenz optimieren.QuantencomputingQuantencomputer sind Rechner, die Quantenmechanik nutzen und dadurch ihre Rechenleistung bei komplexen Problemen exponentiell steigern können. Sie sollen künftig z.B. dabei helfen, Krankheiten wie Alzheimer-Demenz oder Morbus Parkinson besser zu verstehen und maßgeschneiderte Medikamente zu entwickeln. Auch bei anderen praktischen Anwendungen, etwa der Verkehrssteuerung, der Materialwissenschaft oder im Finanzwesen könnte Quantencomputing nützlich sein. Quantencomputer werden bisher hauptsächlich in der Forschung eingesetzt. Fach- und Führungskräfte in der Informatik sollten sich mit den Entwicklungen auf diesem Gebiet beschäftigen. Edge Computing: Dezentrale Datenverarbeitung am NetzwerkrandAnwendungen für Industrie 4.0, Smart Cities und das Internet of Things erzeugen riesige Mengen an...

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Entwickeln computergesteuerter Systemez.B. Analysieren von Quellcodes der BetriebssystemprogrammierungenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. rechnergestütztes Überwachen industrieller Abläufe

Arbeitsorte

Ingenieurinformatiker bzw. Ingenieurinformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Rechenzentren in Produktions- und Fertigungsstättenin IT-Laborsin Besprechungs- und SchulungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Angewandte InformatikAnwenderberatung, Anwender-Support (IT)Automatisierungstechnik, ProzessautomatisierungDatenbankadministration, -management, -organisationEntwicklungHardwareinstallation, SoftwareinstallationInformatikInformationstechnik, ComputertechnikIT-AnwendertrainingKI-ProgrammierassistentenModellbildung, Simulation (IT)Nachrichtentechnik, KommunikationstechnikNetzwerkadministration, -management, -organisationProgrammierenProzessleittechnikSoftwaretechnik, Software-EngineeringSystembetreuung, Systemadministration, SystemverwaltungSystemsoftware (Entwicklung, Programmierung, Analyse)Technische InformatikTreiberprogrammierungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AlgorithmenCIM-Systeme anwendenComputer-Aided Manufacturing - CAMDatenschutzElektronikForschungGrafische DatenverarbeitungGreen-IT-MaßnahmenIT-KoordinationIT-OrganisationMathematikMikrocomputer-, MikroprozessortechnikProjektmanagementQualitätsmanagementSicherheitssysteme (IT), DatensicherheitSystemintegrationTheoretische InformatikWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Betriebssysteme"Kompetenzgruppe "Datenbanken, Datenverwaltungssysteme"Kompetenzgruppe "Netzprotokolle"Kompetenzgruppe "Netzwerktechnik"Kompetenzgruppe "Netzwerkzertifizierungen"Kompetenzgruppe "Programmiersprachen, Programmbibliotheken, Entwicklungsumgebungen"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieurinformatiker/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. neue Steuerungssysteme für Fahrzeuge und mobile Roboter entwickeln und testen)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. Software für die Überwachung und Steuerung automatisierter Produktionsprozesse entwickeln)Augmented Reality Operation (z.B. Systeme zur Steuerung von Fertigungsanlagen mithilfe von Datenbrillen oder Tablets konzipieren)Autonome Transportsysteme (z.B. Hard- und Software für automatische Transportsysteme konzipieren)Blockchain (z.B. blockchainbasierte Lösungen entwickeln, um Geschäftsvorgänge abzubilden, zu steuern und zu dokumentieren)Business-Process-Management-Systeme - BPM-Systeme (z.B. BPM-Systeme einsetzen, um betriebliche Prozesse zu automatisieren)Collaborative Robots - Cobots (z.B. Systemsoftware für lernfähige Cobots entwickeln)Computer-Aided Manufacturing - CAM (z.B. SPS-Lösungen für die Automatisierung von Fertigungslinien entwickeln)DevOps-Tools (z.B. DevOps-Werkzeuge bei der Entwicklung und bedarfsgerechten Anpassung von Betriebssystemen anwenden)Distributed Filesystem - DFS (z.B. netzwerkübergreifende Dateisysteme planen und realisieren)Echtzeitdatensysteme (z.B. Systeme zur Übermittlung und Auswertung von Maschinen- und Prozessdaten in Echtzeit entwickeln)Edge Compu...

Arbeitssituation

Ingenieurinformatiker/innen übernehmen eigenverantwortlich technische, organisatorische oder betriebswirtschaftliche Aufgaben bei der Neuentwicklung, Optimierung und Fertigung von Computersystemen. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise, technisches Verständnis, analytisches und betriebswirtschaftliches Denken. Wenn Störungen an Systemen zu beheben sind, müssen sie rasch und entschieden reagieren. Führen sie ein Team, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei ist Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch außerdem Verhandlungsgeschick. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sind z.B. im Rahmen internationaler Projekte gefragt. Bei Tätigkeiten im Vertrieb und in der Schulung der Anwender sind Ingenieurinformatiker/innen viel unterwegs, auch im Ausland. Häufig arbeiten sie im Büro am Computer, z.B. wenn sie Angebote erstellen oder Programmierarbeiten erledigen. In IT-Entwicklungslabors und an Prüfständen kontrollieren sie z.B. die Funktion von Soft- und Hardware und stellen somit die Qualität sicher. Bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung richtet sich ihre Arbeitszeit nach den Produktionsrhythmen des jeweiligen Betriebs, sodass auch Schichtarbeit anfallen kann.

Existenzgründung

Ingenieurinformatiker bzw. Ingenieurinformatikerinnen können sich in verschiedenen Feldern selbstständig machen: System- und Softwarehäuser oder Unternehmen für den Hard- und Softwarevertrieb gründenTätigkeit im AnwenderserviceEDV-Schulungen durchführenInformationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

IT-DienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene TätigkeitenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieSoftwareentwicklung, -bereitstellungProgrammierungstätigkeiten a. n. g.Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareEntwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem LernenVerlegen von sonstiger SoftwareElektrische Anlagen und BauteileHerstellung von elektronischen Bauelementen und LeiterplattenMaschinenbau, WerkzeugbauHerstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von allen anderen Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige a. n. g.

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Ingenieurinformatik, Computational Engineering.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Ingenieurinformatik, Computational Engineering (grundständig)Ingenieurinformatik, Computational Engineering (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieurinformatiker bzw. Ingenieurinformatikerinnen finden Beschäftigung z.B.in Unternehmen, die Computer- und Automatisierungssysteme herstellen, betreuen und vertreibenin Unternehmen der Elektroindustrie oder des Maschinen- und Fahrzeugbaus

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieurinformatiker/inAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeIT-Ingenieur/inInformatikingenieur/inBerufsbezeichnung in französischer SpracheIngénieur informaticien/Ingénieure informaticienne

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" zu führen, gibt es mehrere Voraussetzungen. Dazu gehören u.a. mehrjährige Fachpraxis und die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer. In die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen müssen sie ebenfalls eingetragen sein.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten Übernahme anspruchsvoller Programmierarbeiten mit engen Fertigstellungsterminen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Analyse von Schwachstellen in IT-Systemen; Durchführen langwieriger und umfangreicher Testläufe)Sorgfalt (z.B. genaues Prüfen von technischen Anwendungslösungen im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Korrektheit, Effektivität, IT-Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von Rechnerarchitekturen, Automatisierungs- und Kommunikationssystemen)Lernbereitschaft (z.B. kontinuierliche Weiterbildung zu den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Ingenieurinformatik durch Lesen von Fachliteratur oder Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen)

Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieurinformatiker bzw. Ingenieurinformatikerinnen entwickeln Computersysteme für technische Aufgaben. Sie bauen Rechnernetze auf und sorgen dafür, dass alles problemlos funktioniert, programmieren technische Anwendungen oder entwickeln Informationssysteme, um den Kommunikations- und Datenstrom zu organisieren.

Stellen- und Bewerberbörsen

academics.deComputerwoche.deFachinformatiker.deget in (Engineering)goleminformatik-personal.deingenieur.deingenieur1.deingenieurwebitjobs.rocksIT-Positionen.deIT-TreffProgrammierer-Jobboerse.de

Verbände und Organisationen

Bundesverb. Informationswirt., Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom)CEPIS - Council of European Professional Informatics SocietiesDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKIFachverband Software und Digitalisierung im VDMAGesellschaft für Informatik e.V. (GI)Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI)IG Metall (IGM)VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. Anwender schulen)häufige Abwesenheit vom Wohnort (z.B. im Kundenservice oder in der technischen Anwendungsberatung)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Hardwarekomponenten auswählen und montieren)Bildschirmarbeit (z.B. Rechnerarchitekturen oder computergesteuerte Steuerungs- und Regelungssysteme entwickeln)Arbeit in BüroräumenArbeit im Labor (z.B. auf Prüfständen Funktionstests durchführen)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Schalt- und Steuerungsanlagen überprüfen)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der Fehlerbehebung)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:IT-Anwendungsberatung, -TrainingCloud-ConsultantIT-Koordination, -Organisation, -ManagementBusiness-Intelligence-ConsultantChief-Digital-OfficerChief-Technology-OfficerDeployment-/Release-Manager / Deployment-/Release-ManagerinIT-Manager/IT-ManagerinIT-Organisator/IT-OrganisatorinIT-Service-Delivery-Manager/IT-Service-Delivery-ManagerinLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungLeiter/Leiterin der ITSmart-Factory-Manager/Smart-Factory-ManagerinIT-Dispatcher/IT-DispatcherinIT-Qualitätssicherung, -TestingChief-Information-Security-OfficerIT-SicherheitInformationssicherheitsbeauftragter/InformationssicherheitsbeauftragteIT-SystemadministrationIdentity-and Access-Manager/Identity-and Access-ManagerinSite Reliability EngineerIT-SystementwicklungCloud-ArchitectDevOps EngineerSoftware-ArchitectKI-EntwicklungRoboterprogrammierer/RoboterprogrammiererinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinRechtsberatung, -dienstleistungenIT-Compliance-ConsultantSoftwareentwicklungIoT-Entwickler/IoT-EntwicklerinMachine Learning EngineerMobile DeveloperProzessmanager/Prozessmanagerin für RPASoftwareentwickler/SoftwareentwicklerinWeb DeveloperEmbedded-Systems-Entwickler/Embedded-Systems-EntwicklerinTechnische Vernetzung, NetzwerkdesignSPS-Ingenieur/SPS-IngenieurinVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inRequirement-Manager/Requirement-Manager...

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Technische Anlagen, Systeme und Produkte, z.B.: Hardwarekomponenten, vernetzte Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik, Datenbanken, Betriebs- und Anwendersysteme, ggf. Technologien der Künstlichen Intelligenz wie Machine-Learning-Anwendungen oder Roboter, VR-BrillenUnterlagen, z.B.: Schaltpläne, Materialpläne, Stücklisten, Konstruktionszeichnungen, Terminpläne, Kalkulationsunterlagen, Hard- und Softwaredokumentationen, Schulungsunterlagen, Rechtsvorschriften (z.B. Datenschutzbestimmungen)Software, z.B.: CAD-, CAE-, CIM- und CAM-Systeme, Simulationsprogramme, Fernwartungs- und DiagnosetechnikBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieurinformatiker bzw. Ingenieurinformatikerinnen entwickeln Automatisierungs- und Kommunikationssysteme. Sie programmieren und steuern rechnergestützte Abläufe und finden Individuallösungen, die auf dem Markt in dieser Form nicht erhältlich sind. Sie bauen Firmennetzwerke und -server auf, die sie als Systemadministratoren und -administratorinnen betreuen und organisieren den Kommunikations- und Datenfluss. Im Software-Bereich entwickeln sie z.B. Betriebssysteme, die sie steuern und überwachen. Daneben sind sie im Kundenvertrieb tätig, passen ausgewählte Hard- und Softwaresysteme an, installieren sie vor Ort und führen Anwenderschulungen durch.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Software- oder Datenbankentwicklung, Automatisierungs-, Steuerungstechnik, Forschung und Entwicklung oder IT-Projektmanagement).Darüber hinaus können sich Trends wie der Einsatz von AIOps-Technologien oder die Konzeption smarter IT-Systeme für Anwendungen der digitalisierten Arbeitswelt (Industrie 4.0) zu wichtigen Weiterbildungsthemen für Ingenieurinformatiker/innen entwickeln. Technologien in dem Bereich Edge Computing bieten ebenso Weiterbildungspotenzial wie das Thema Quantencomputing.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Ingenieurinformatik, Computational Engineering, Technische Informatik oder Systems Engineering.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

UmsetzungRechnerarchitekturen, Rechner, Rechner- und Peripheriemodule, computergesteuerte Steuerungs- und Regelungssysteme u.Ä. entwickelnverschiedene Abläufe (einschließlich Qualitätssicherung) rechnergestützt steuern, überwachen und optimierenSystem- und Anwendungsprogrammierung für technische Aufgabenstellungen durchführenFirmennetzwerke und -server aufbauen, betreuen und verwaltenBetriebssysteme entwickeln bzw. an Kundenbedürfnisse anpassenSysteme für mikrocomputergesteuerte Mess-, Test- und Automatisierungssysteme in der computerintegrierten Produktion, Forschung und Umwelttechnik entwickelnmikroelektronisch integrierte Schaltungen entwerfen und herstellenvorhandene Systeme an spezielle Produktionsbedingungen und Organisationsstrukturen anpassenggf. Energieeffizienz bestehender Systeme bewerten und bei der Umrüstung auf umweltfreundliche Geräte mitwirkenDatenübertragungsnetze in leitungsgebundener Technik oder als Funksysteme planen, aufbauen und wartenphysikalisch-technische Vorgänge in Forschung und Entwicklung simulieren und analysierenIT-Sicherheitsmaßnahmen planen und realisieren bzw. organisierenOrganisation und Betreuungin der Netz-, Systemadministration und DV-Organisation arbeitenbetriebliche Datenerfassung und große Informationsmengen organisierenLeistungsfähigkeit des Rechnernetzes beurteilenqualifizierte Dienstleistungen wie z.B. Consulting, Benutzerservice und Schulung bereitstellenAnwenderschulungen durchführenWissenschaftliche Forschung und Lehrean Forschu...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieurinformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für AutomatisierungstechnikIngenieur/Ingenieurin für MechatronikIngenieur/Ingenieurin für Technische KybernetikGemeinsamkeiten:automatisierte Verfahren entwickeln und projektierenMethoden und Verfahren der Ingenieurinformatik anwendenTätigkeitsfeld Technische Vernetzung, NetzwerkdesignIngenieur/Ingenieurin für Informations-, KommunikationstechnikGemeinsamkeiten:Software für Netzwerksysteme entwickelnSteuerungssysteme digital vernetzter Fertigungsstraßen entwickeln und optimierenFührungsaufgaben in der Entwicklung von Kommunikations- und Automatisierungssystemen übernehmenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieurinformatiker/innen entwickeln Computersysteme für komplexe technische Aufgabenstellungen unterschiedlichster Art. Sie bauen Rechnernetze auf und sorgen für deren reibungslosen Betrieb, programmieren technische Anwendungen oder realisieren Informationssysteme zur Organisation des Kommunikations- und Datenstroms.Hard- und SoftwareentwicklungIngenieurinformatiker/innen konzipieren Hard- und Software für technische Systeme und gestalten auch die Anwenderschnittstellen. Neben Rechner- und Prozessleitsystemen entwerfen und konstruieren sie beispielsweise Bordrechner- und Steuerungssysteme von Fahrzeugen oder mobilen Robotern. Dabei beschränken sie sich nicht auf die Konzeption von Analog- und Digitalschaltungen, sondern programmieren auch Mikroprozessoren nach Kundenwünschen. Sie sind an der Entwicklung sogenannter Firmware beteiligt. Diese ist beispielsweise in Geräten aus dem Bereich "Consumer Electronics", etwa in Digitalkameras oder DVD-Playern, zu finden. Außerdem sind sie für die Steuerungssoftware von Maschinen, Anlagen oder Messsystemen zuständig, z.B. für Steuerungssysteme digital vernetzter Fertigungsstraßen.Vielfältige EinsatzmöglichkeitenIngenieurinformatiker/innen passen Systeme individuell an die jeweiligen Produktionsbedingungen oder Organisationsstrukturen von Unternehmen an. Weichen beispielsweise bei einem Automobilhersteller die Maße der von rechnergesteuerten Maschinen ausgestanzten Autotüren von den Vorgaben ab, lokalisieren Ingenieurinfo...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden mathematischer Methoden bei der Softwareentwicklung)figural-räumliches Denken (z.B. Verstehen und Interpretieren von Schaltplänen, Konstruktionszeichnungen)Technisches Verständnis (z.B. Entwickeln von Fernwartungs- und -diagnosetechnik; Auswählen und Montieren von Hardwarekomponenten)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Organisieren der betrieblichen Datenerfassung)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen des Enwicklungsbudgets für Automatisierungssysteme)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Rechnerarchitekturen oder computergesteuerte Steuerungs- und Regelungssysteme am Bildschirm entwickeln)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieurinformatiker/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Informatiker/InformatikerinIngenieur/Ingenieurin für technische Informatikfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):ADAS/AD EngineerBusiness-Intelligence-ConsultantCloud-ArchitectKI-EngineerKI-Manager/KI-ManagerinLeiter/Leiterin der ITLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungMachine Learning EngineerSmart-Factory-Manager/Smart-Factory-ManagerinSoftware-ArchitectSoftwareentwickler/Softwareentwicklerinin angrenzenden Berufen:Informatiker/Informatikerin (Weiterbildung)Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Rechnerarchitekturen oder computergesteuerte Steuerungs- und Regelungssysteme am Bildschirm entwickeln)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Stoffwechselkrankheiten (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieurinformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für MechatronikIngenieur/Ingenieurin für AutomatisierungstechnikGemeinsamkeiten:automatisierte Verfahren entwickeln und projektierenMethoden und Verfahren der Ingenieurinformatik anwendenTätigkeitsfeld Technische Vernetzung, NetzwerkdesignIngenieur/Ingenieurin für Informations-, KommunikationstechnikGemeinsamkeiten:Software für Netzwerksysteme entwickelnSteuerungssysteme digital vernetzter Fertigungsstraßen entwickeln und optimierenFührungsaufgaben in der Entwicklung von Kommunikations- und Automatisierungssystemen übernehmenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin in Deutschland?

Professionals, die in Deutschland als Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin arbeiten, sind Spezialisten, die spezielle Computersysteme für komplexe technische Aufgaben im Ingenieurwesen entwickeln, installieren und verwalten. Diese Rolle verbindet Informationstechnologien mit Ingenieur-

Ist Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Ingenieurinformatik, Computational Engineering.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin in Deutschland typischerweise?

Ingenieurinformatiker bzw. Ingenieurinformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Rechenzentren in Produktions- und Fertigungsstättenin IT-Laborsin Besprechungs- und SchulungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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