Industriebetriebswirtschaft (weiterführend)
Was ist Industriebetriebswirtschaft (weiterführend)?
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein abgeschlossener Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem ähnlichen Bereich erforderlich, gefolgt von einem fortgeschrittenen Weiterbildungsprogramm (z.B. ein Master- oder ein Spezialisierungszertifikatsprogramm). Diese Weiterbildungen vertiefen das vorhandene Wissen oder ermöglichen eine Spezialisierung in einem bestimmten Bereich und bereiten die Absolventen auf strategischere und managementbezogene Positionen vor. Für die Zulassung zu den Programmen sind in der Regel ein bestimmter Notendurchschnitt und manchmal auch relevante Berufserfahrung erforderlich. Für internationale Studierende ist der Prozess der Anerkennung ihrer Bachelor-Abschlüsse in Deutschland wichtig, und Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) sind für Universitäts- und Stellenbewerbungen unerlässlich. Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist für Spezialisten in diesem Bereich in der Regel dynamisch und bietet mit fortgeschrittener Ausbildung und Erfahrung gute Karrieremöglichkeiten und wettbewerbsfähige Gehaltserwartungen.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Industriebetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Pflichtmodule, z.B.: Automation und Intelligente Systeme Facility-ManagementIndustrieserviceInformatikInternationales Kundenbeziehungsmanagement Management und Marketing in Event-Sport-Gesundheit Management und Marketing in Marken-Mode-Medien NachhaltigkeitsmanagementProjekt- und ProzesscontrollingRisikomanagement in der EnergiewirtschaftTechnologie- und InnovationsmanagementWerbe- und KonsumentenpsychologieWahlpflichtmodule, z.B.:Marktanalyse und Businesspraxis in AsienProjektierung erneuerbarer EnergiesystemeWirtschafts und GeopolitikPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Industrieunternehmen)
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Industrieunternehmen), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Industriebetriebswirtschaft (weiterführend) sein:Bereich Management und UnternehmensführungUnternehmensführung, Management (weiterführend)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (weiterführend)Unternehmensberatung (weiterführend)Handelsbetriebswirtschaft (weiterführend)Internationale Wirtschaft (weiterführend)Logistik, Supply-Chain-Management (weiterführend)Wirtschaftswissenschaften (weiterführend)Innovationsmanagement (weiterführend)Wirtschaftsingenieurwesen (weiterführend)Wirtschaftsinformatik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:betriebswirtschaftliche Kenntnisse erwerbenunternehmerische Entscheidungen planen, organisieren, berechnen und umsetzen
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Industriebetriebswirtschaft (grundständig)Unternehmensführung, Management (grundständig)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Wissenschaftliches ArbeitenPräsentations- und KommunikationskompetenzPassende Wahlmodule so wie Praktika z.B. in Industrieunternehmen bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Ein Thema kann z.B. Industriemanagement in der Mikroelektronik sein.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Industriebetriebswirtschaft gibt es auch als Teilzeitstudiengang.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleBetriebswirtschaftslehre (Industrieservice-Management) (Master)Industrial Management (Master)Industrial Management in Microelectronics (Master)International Industrial Management (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen der Industriebetriebswirtschaft bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Betriebsorganisation, -planung, Einkauf, Beschaffung oder Management, Unternehmensführung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
1898:Gründung von Handelshochschulen in Leipzig, Aachen und WienEntstehung der BetriebswirtschaftslehreEntwicklung der Fabriklehre und des industriellen Rechnungswesens als Basis der heutigen IndustriebetriebswirtschaftAb Mitte des 20. Jahrhunderts:Spezialisierung der Studiengänge der Betriebswirtschaftslehre; Fokus z.B. auf einzelne Funktionsbereiche oder Betriebstypen1990er-Jahre:Entwicklung von Schwerpunkten in den Studiengängen, z.B. innerbetriebliche und zwischenbetriebliche BereicheEtablierung von Studiengängen zu Fragen des industriellen Managements1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Business Administration (MBA)Master of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Industriebetriebswirtschaft vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Industriebetriebswirtschaft (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Industriebetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland? ▼
Dieser Beruf erfordert in Deutschland ein hohes Maß an Fachwissen, um die komplexen wirtschaftlichen Prozesse in Industrieunternehmen zu steuern und zu optimieren. Spezialisten für Industrielles Betriebsmanagement (Weiterbildung) fungieren als Brücke zwischen verschiedenen Abteilungen wie Finanzen, Produktion, Marketing, Lieferkette und Personalwesen, um Unternehmen beim Erreichen ihrer strategischen Ziele zu unterstützen. Ihre Aufgabenbereiche umfassen typischerweise Marktanalysen, Analyse und Verbesserung von Geschäftsprozessen, Controlling, Projektmanagement, strategische Planung und internationale Geschäftsentwicklung. Diese Fachkräfte arbeiten in der Regel in großen und mittelständischen Industrieunternehmen, Produktionsstätten oder in der Industrie tätigen Beratungsfirmen; sie nutzen im Büro intensiv computergestützte Analyse- und Reporting-Tools und stehen gleichzeitig in ständigem Kontakt mit verschiedenen Abteilungen und Stakeholdern.
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein abgeschlossener Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem ähnlichen Bereich erforderlich, gefolgt von einem fortgeschrittenen Weiterbildungsprogramm (z.B. ein Master- oder ein Spezialisierungszertifikatsprogramm). Diese Weiterbildungen vertiefen das vorhandene Wissen oder ermöglichen eine Spezialisierung in einem bestimmten Bereich und bereiten die Absolventen auf strategischere und managementbezogene Positionen vor. Für die Zulassung zu den Programmen sind in der Regel ein bestimmter Notendurchschnitt und manchmal auch relevante Berufserfahrung erforderlich. Für internationale Studierende ist der Prozess der Anerkennung ihrer Bachelor-Abschlüsse in Deutschland wichtig, und Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) sind für Universitäts- und Stellenbewerbungen unerlässlich. Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist für Spezialisten in diesem Bereich in der Regel dynamisch und bietet mit fortgeschrittener Ausbildung und Erfahrung gute Karrieremöglichkeiten und wettbewerbsfähige Gehaltserwartungen.
Ist Industriebetriebswirtschaft (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Industriebetriebswirtschaft (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Industriebetriebswirtschaft (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Industriebetriebswirtschaft vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Wo arbeiten Industriebetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Industriebetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.