Hörtechnik, Audiologie (weiterführend)
Was ist Hörtechnik, Audiologie (weiterführend)?
Arbeitsumgebungen umfassen typischerweise Audiologie-Kliniken, HNO-Abteilungen (Hals-Nasen-Ohren) von Krankenhäusern, Hersteller- und Vertriebsunternehmen für Hörgeräte oder Forschungslabore. Diese Fachkräfte nutzen aktiv technologische Hilfsmittel wie fortschrittliche audiometrische Geräte, computergestützte Programmierungssoftware und akustische Messsysteme. Zu ihren Aufgaben können auch die Beratung zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten, die Entwicklung multidisziplinärer Ansätze in Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsfachkräften und sogar die Mitwirkung an Forschungs- und Entwicklungsprozessen neuer Hörtechnologien gehören.
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist ein Hintergrund in Audiologie, biomedizinischer In
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Hörtechnik, Audiologie (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sindan der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Module, z.B.:Aktuelle Probleme der Hörtechnik, Audiologie und Medizinischen PhysikAkustik und SignalverarbeitungAudiologische Diagnostik und TechnologieAudiologische Messverfahren, -systeme und AnpassungBiomedizinische Physik und NeurophysikFortgeschrittene Methoden in den Verhaltens- und NeurowissenschaftenFortgeschrittene SignalverarbeitungGrundlagen Numerische ModellierungInverse Probleme bei der BildgebungMagnetresonanztomografie (MRT)PsychoakustikSignal- und SystemtheoriePraktische Studieninhalte:Ggf. Praktika (z.B. bei Hörgeräteherstellern)
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenPraktische Übungen: z.B. den Aufbau und Einsatz von audiologischen Labor-Messsystemen planenEigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefenOrganisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. bei einem Hörgerätehersteller), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Hörtechnik, Audiologie (weiterführend) sein:Bereich Medizin- und RehatechnikOrthopädie-, Rehatechnik (weiterführend)Medizinische Technik (weiterführend)Medizinische Physik (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Bereichen wie Anatomie und Physiologie, Elektrotechnik und Informatik sowie Physik erwerbenBereich Entwicklung, Konstruktion und CADSensortechnik (weiterführend)Elektrotechnik (weiterführend)Physikingenieurwesen (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Bereichen wie Physik, Mathematik und Elektrotechnik, Messtechnik und Biosensorik erwerben
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Hörtechnik, Audiologie (grundständig)Medizinische Technik (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:RhetorikITBetriebswirtschaft Auch Wahlpflicht- und Wahlmodule z.B. zum Thema Beschallungstechnik können Zusatzqualifikationen vermitteln. Zudem bereiten Praktika (z.B. bei Hörgeräteherstellern) gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleHörakustik und Audiologische Technik (Master)Hörtechnik und Audiologie (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen im Bereich Hörtechnik, Audiologie bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik, Verfahrens-, Produktentwicklung oder Wartung, Instandhaltung, Kundendienst.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und LehrendenBis 2000:Hörtechnik und Audiologie als Teilbereich folgender Berufe:Ärzte/Ärztinnenmedizinische oder pflegerische Fachkräfte mit audiometrischer WeiterbildungHörakustikermeister/HörakustikermeisterinnenAb 2000:Gründung der ersten eigenständigen Studiengangs in Hörtechnik und Audiologie; stetige Veränderung des Fachgebiets durch digitale Technologien
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Hörtechnik, Audiologie vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Hörtechnik, Audiologie (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Hörtechnik, Audiologie (weiterführend) in Deutschland? ▼
Als Audiologie- und Hörtechnologie-Spezialisten (Fortgeschrittenes Niveau) tätige Fachkräfte in Deutschland bieten umfassende Expertise in den Diagnose-, Behandlungs- und Rehabilitationsprozessen von Personen mit Hörverlust. Dieser fortgeschrittene Beruf umfasst die Bearbeitung der komplexesten Fälle im Bereich der Hörgesundheit und die Anwendung neuester Technologien. Spezialisten führen Hörtests durch, um Art und Grad des Hörverlusts zu bestimmen, bieten personalisierte Hörgeräte-Lösungen an und nehmen deren Anpassungen vor. Darüber hinaus übernehmen sie kritische Aufgaben wie die Anpassung von Hightech-Hörhilfen wie Cochlea-Implantaten und die Patientenaufklärung.
Arbeitsumgebungen umfassen typischerweise Audiologie-Kliniken, HNO-Abteilungen (Hals-Nasen-Ohren) von Krankenhäusern, Hersteller- und Vertriebsunternehmen für Hörgeräte oder Forschungslabore. Diese Fachkräfte nutzen aktiv technologische Hilfsmittel wie fortschrittliche audiometrische Geräte, computergestützte Programmierungssoftware und akustische Messsysteme. Zu ihren Aufgaben können auch die Beratung zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten, die Entwicklung multidisziplinärer Ansätze in Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsfachkräften und sogar die Mitwirkung an Forschungs- und Entwicklungsprozessen neuer Hörtechnologien gehören.
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist ein Hintergrund in Audiologie, biomedizinischer In
Ist Hörtechnik, Audiologie (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Hörtechnik, Audiologie (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Hörtechnik, Audiologie (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Hörtechnik, Audiologie vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.
Wo arbeiten Hörtechnik, Audiologie (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sindan der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Hörtechnik, Audiologie (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.