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Hörakustiker/Hörakustikerin

Hörakustiker/in

Ausbildung Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 82532

Was ist Hörakustiker/Hörakustikerin?

Was macht man in diesem Beruf?Hörakustiker/innen beraten Kunden hinsichtlich unterschiedlicher Arten von Hörsystemen bzw. Gehörschutz. Dabei gehen sie auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Sei es, dass eine Altershörschwäche vorliegt oder erhöhte Geräuschbelastung im Beruf gegeben ist. Um ein Hörgerät optimal anpassen zu können, führen sie Tests zur Hörleistung durch, z.B. untersuchen sie, wie gut Kunden hohe und tiefe Töne oder Sprache wahrnehmen können. Auch stellen sie Otoplastiken für Hörgeräte oder als Gehörschutz her. Dafür nehmen sie Abdrücke vom Gehörgang, passen die Ohrstücke individuell am Kunden an, bauen die Maßohrstücke in die Hörsysteme ein und nehmen die akustischen Feineinstellungen vor. Sie weisen die Kunden in die Bedienung von Hörsystemen ein und führen Service- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen durch. Zudem übernehmen sie kaufmännische und verwaltende Arbeiten, erledigen z.B. die Korrespondenz, kalkulieren Angebote und erstellen Abrechnungen für Krankenkassen oder Kunden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Hörakustiker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Hörakustiker-Handwerks sowie bei industriellen Herstellern von Hörsystemen.Arbeitsorte:Hörakustiker/innen arbeiten in erster Linie in Werkstätten, Verkaufsräumen, Akustiklabors und Büroräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [12.0%]12mittlerer Bildungsabschluss [52.0%]52Hochschulreife [31.0%]31Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anfertigen von Otoplastiken oder Einbauen von Kleinteilen)Technisches Verständnis (z.B. beim Instandhalten von Hörsystemen)Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Prüfen des korrekten Sitzes einer Otoplastik) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden hinsichtlich des passenden Hörassistenzsystems)Schulfächer:Physik (z.B. um Grundlagen der Akustik und Schallentstehung zu verstehen)Werken/Technik (z.B. um Abdrücke der Ohrmuschel und des Gehörgangs zu nehmen)Mathematik (z.B. um audiologische Messwerte zu berechnen)Biologie (z.B. um Aufbau und Funktion des Gehörs nachzuvollziehen)Deutsch (z.B. um über unterschiedliche Arten von Hörsystemen zu beraten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 940 € bis 1.120 € (Handel*), 800 € (Handwerk)2. Ausbildungsjahr: 1.000 € bis 1.250 € (Handel*), 900 € (Handwerk)3. Ausbildungsjahr: 1.150 € bis 1.390 € (Handel*), 1.000 € (Handwerk)*je nach Bundesland unterschiedlich

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Hörakustiker/Hörakustikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Hörakustiker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Hörakustiker-Handwerks): Werkstätten, Verkaufsräume, AkustiklaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Lübeck (Schleswig-Holstein):Bundesoffene Landesberufsschule für Hörakustiker/innenQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Hörakustiker/innen beraten Kunden hinsichtlich unterschiedlicher Arten von Hörsystemen bzw. Gehörschutz. Dabei gehen sie auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Sei es, dass eine Altershörschwäche vorliegt oder erhöhte Geräuschbelastung im Beruf gegeben ist. Um ein Hörgerät optimal anpassen zu können, führen sie Tests zur Hörleistung durch, z.B. untersuchen sie, wie gut Kunden hohe und tiefe Töne oder Sprache wahrnehmen können. Auch stellen sie Otoplastiken für Hörgeräte oder als Gehörschutz her. Dafür nehmen sie Abdrücke vom Gehörgang, passen die Ohrstücke individuell am Kunden an, bauen die Maßohrstücke in die Hörsysteme ein und nehmen die akustischen Feineinstellungen vor. Sie weisen die Kunden in die Bedienung von Hörsystemen ein und führen Service- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen durch. Zudem übernehmen sie kaufmännische und verwaltende Arbeiten, erledigen z.B. die Korrespondenz, kalkulieren Angebote und erstellen Abrechnungen für Krankenkassen oder Kunden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Hörakustiker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Hörakustiker-Handwerks sowie bei industriellen Herstellern von Hörsystemen.Arbeitsorte:Hörakustiker/innen arbeiten in erster Linie in Werkstätten, Verkaufsräumen, Akustiklabors und Bü...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungHörakustiker/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Hörakustiker/innen beraten Kunden hinsichtlich unterschiedlicher Arten von Hörsystemen bzw. Gehörschutz. Dabei gehen sie auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Sei es, dass eine Altershörschwäche vorliegt oder erhöhte Geräuschbelastung im Beruf gegeben ist. Um ein Hörgerät optimal anpassen zu können, führen sie Tests zur Hörleistung durch, z.B. untersuchen sie, wie gut Kunden hohe und tiefe Töne oder Sprache wahrnehmen können. Auch stellen sie Otoplastiken für Hörgeräte oder als Gehörschutz her. Dafür nehmen sie Abdrücke vom Gehörgang, passen die Ohrstücke individuell am Kunden an, bauen die Maßohrstücke in die Hörsysteme ein und nehmen die akustischen Feineinstellungen vor. Sie weisen die Kunden in die Bedienung von Hörsystemen ein und führen Service- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen durch. Zudem übernehmen sie kaufmännische und verwaltende Arbeiten, erledigen z.B. die Korrespondenz, kalkulieren Angebote und erstellen Abrechnungen für Krankenkassen oder Kunden.Wo arbeitet man?Hörakustiker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Hörakustiker-Handwerks sowie bei industriellen Herstellern von Hörsystemen.WeitereBerufe in der Informations- und KommunikationstechnikBerufe in der Medizin- und Rehatechnik

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:individuelle Hörprofile bestimmen und beurteilenberufsspezifische audiologische und otoskopische Befunde erheben und bewertenPatientinnen und Patienten hinsichtlich der Versorgungsmöglichkeiten mit Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen sowie Zubehör beraten und dabei individuelle Hörerwartungen einbeziehendreidimensionale Abbilder des äußeren Ohres erstellenOtoplastiken, individuellen Gehörschutz und Sonderotoplastiken herstellenHörsysteme und Hörassistenzsysteme entsprechend dem individuellen Hörprofil anpassenPatientinnen und Patienten betreuen und Rehabilitationsmaßnahmen durchführenService- und Instandhaltungsmaßnahmen an Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen sowie Zubehör durchführenGeschäfts- und Abrechnungsprozesse des Hörakustikbetriebes organisieren und ausführenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:1. Ausbildungsjahr:audiologische Vorgespräche führenReintonaudiometrie durchführendreidimensionale Abbilder des äußeren Ohres herstellenMessverfahren für die hörakustische Datenbestimmung auswählenService- und Instandhaltungsmaßnahmen an Hörsystemen und Hörsystemzubehör durchführenHörsysteme, Zubehör u...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man ärztliche Diagnosen und eigene Befunde, insbesondere im Hinblick auf die Hörsystemversorgung, einordnetwie man Messverfahren zur Ermittlung der akustischen Kenndaten auswählt und anwendetwie man Patientinnen und Patienten auf Grundlage des ermittelten Hörbedarfs bei Auswahl der Hörsysteme, Hörassistenzsysteme und Sonderversorgungen sowie Zubehör berätwie Abbilder des äußeren Ohres einschließlich der zweiten Gehörgangskrümmung unter Einhaltung der Hygieneregeln erstellt werdenwie man Arten und Formen von Otoplastiken unter Berücksichtigung patientenspezifischer Gegebenheiten auswählt und anfertigt wie man Hörassistenzsysteme anpasst und Patientinnen und Patienten in die Handhabung einweistwie man Patientinnen und Patienten zur Wahrnehmung der regelmäßigen Nachsorge und ohrenfachärztlichen Kontrollen motiviertwie man Otoplastiken reinigt und repariert sowie Schallschläuche erneuertwie Abrechnungen von Hörsystemversorgungen gemäß den vertraglichen und rechtlichen Bestimmungen durchgeführt werdenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Reintonaudiometrie durchführen, Otoplastiken herstellen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Hörtests durchführen, Hörsysteme anpassen, Hörhilfen warten und reparierenUmgebung: in Werkstätten ggf. Kunststoff-, Klebstoff-, Lösemitteldämpfe, in Verkaufsräumen mit KundenkontaktKleidung: z.T. Schutzkleidung, z.B. Schutzbrille, Atemschutzmaske, HandschuheArbeitszeit: i.d.R. SamstagsarbeitAnforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anfertigen von Otoplastiken oder Einbauen von Kleinteilen) Technisches Verständnis (z.B. beim Instandhalten von Hörsystemen) Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Prüfen des korrekten Sitzes einer Otoplastik) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden hinsichtlich des passenden Hörassistenzsystems)An der BerufsschuleUnterricht als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 940 € bis 1.120 €2. Ausbildungsjahr: 1.000 € bis 1.250 €3. Ausbildungsjahr: 1.150 € bis 1.390 €Beispiel Hörakustikerhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 800 €2. Ausbildungsjahr: 900 €3. Ausbildungsjahr: 1.000 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Physik: z.B. um Grundlagen der Akustik und Schallentstehung zu verstehenWerken/Technik: z.B. um Abdrücke der Ohrmuschel und des Gehörgangs zu nehmenMathematik: z.B. um audiologische Messwerte zu berechnenBiologie: z.B. um Aufbau und Funktion des Gehörs nachzuvollziehenDeutsch: z.B. um über unterschiedliche Arten von Hörsystemen zu beraten

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Fachoberschul- oder Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:HWK Düsseldorf – Betriebsassistent/in im HandwerkDie Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Hörakustiker/in an:Bereich Medizin- und RehatechnikAugenoptiker/AugenoptikerinChirurgiemechaniker/ChirurgiemechanikerinZahntechniker/ZahntechnikerinOrthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-MechanikerinGemeinsamkeit:Medizinische Hilfsmittel herstellen

Entwicklung der Ausbildung

1968:Anerkennung des Berufs Hörgeräteakustiker/in1982:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Hörgeräteakustiker/in tritt in Kraft1997:Neue Ausbildungsordnung tritt in Kraft2016:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung, u.a. mit Berücksichtigung inhaltlicher und technologischer Entwicklungen, z.B. durch die Digitalisierung. Änderung der Berufsbezeichnung in Hörakustiker/in. Aufhebung des Vorläuferberufs Hörgeräteakustiker/Hörgeräteakustikerin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Hörakustiker/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungHörakustiker/Hörakustikerin

Ausbildungsvergütung (Bayern)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.220 €3. Ausbildungsjahr: 1.360 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Berlin)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.050 €2. Ausbildungsjahr: 1.160 €3. Ausbildungsjahr: 1.290 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Bremen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.060 €2. Ausbildungsjahr: 1.160 €3. Ausbildungsjahr: 1.300 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Hessen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.220 €3. Ausbildungsjahr: 1.360 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand April 2025Beispiel Hörakustikerhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 800 €2. Ausbildungsjahr: 900 €3. Ausbildungsjahr: 1.000 €Quelle:HWK Kassel, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Hamburg)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.220 €3. Ausbildungsjahr: 1.390 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Sachsen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.050 €2. Ausbildungsjahr: 1.160 €3. Ausbildungsjahr: 1.290 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Saarland)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.120 €2. Ausbildungsjahr: 1.250 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Hörakustiker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Betriebsassistent/in im Handwerk oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Hörakustiker/innen in Betrieben des Hörgeräteakustiker-Handwerks sowie bei industriellen Herstellern von Hörgeräten.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung, z.B. im Bereich Hörgeräteakustik oder Informationstechnik, kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Hörakustikermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Hörtechnik, Audiologie erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Hörakustiker-Handwerks.

Ausbildungsvergütung (Thüringen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.050 €2. Ausbildungsjahr: 1.160 €3. Ausbildungsjahr: 1.290 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Brandenburg)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.050 €2. Ausbildungsjahr: 1.160 €3. Ausbildungsjahr: 1.290 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 1.032 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 52 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 31 Prozent besaßen die Hochschulreife. 12 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 1 Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [12.0%]12mittlerer Bildungsabschluss [52.0%]52Hochschulreife [31.0%]31Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Ausbildungsvergütung (Niedersachsen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.060 €2. Ausbildungsjahr: 1.160 €3. Ausbildungsjahr: 1.300 €Quelle:WSI Tarifarchiv, Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Sachsen-Anhalt)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.050 €2. Ausbildungsjahr: 1.160 €3. Ausbildungsjahr: 1.290 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Rheinland-Pfalz)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.210 €3. Ausbildungsjahr: 1.340 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin (Hörakustikerausbildungsverordnung - HörAkAusbV) vom 28.04.2016 (BGBl. I S. 1012), geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 05.09.2016 (BGBl. I S. 2139)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Hörakustiker und Hörakustikerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.01.2016)

Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.090 €2. Ausbildungsjahr: 1.210 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Schleswig-Holstein)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.070 €2. Ausbildungsjahr: 1.180 €3. Ausbildungsjahr: 1.330 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsvergütung (Nordrhein-Westfalen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.220 €3. Ausbildungsjahr: 1.360 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Ausbildungsvergütung (Mecklenburg-Vorpommern)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 940 €2. Ausbildungsjahr: 1.000 €3. Ausbildungsjahr: 1.150 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Hörakustiker/Hörakustikerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Hörakustiker/Hörakustikerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Hörakustiker/innen beraten Kunden hinsichtlich unterschiedlicher Arten von Hörsystemen bzw. Gehörschutz. Dabei gehen sie auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden ein. Sei es, dass eine Altershörschwäche vorliegt oder erhöhte Geräuschbelastung im Beruf gegeben ist. Um ein Hörgerät optimal anpassen zu können, führen sie Tests zur Hörleistung durch, z.B. untersuchen sie, wie gut Kunden hohe und tiefe Töne oder Sprache wahrnehmen können. Auch stellen sie Otoplastiken für Hörgeräte oder als Gehörschutz her. Dafür nehmen sie Abdrücke vom Gehörgang, passen die Ohrstücke individuell am Kunden an, bauen die Maßohrstücke in die Hörsysteme ein und nehmen die akustischen Feineinstellungen vor. Sie weisen die Kunden in die Bedienung von Hörsystemen ein und führen Service- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen durch. Zudem übernehmen sie kaufmännische und verwaltende Arbeiten, erledigen z.B. die Korrespondenz, kalkulieren Angebote und erstellen Abrechnungen für Krankenkassen oder Kunden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Hörakustiker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Hörakustiker-Handwerks sowie bei industriellen Herstellern von Hörsystemen.Arbeitsorte:Hörakustiker/innen arbeiten in erster Linie in Werkstätten, Verkaufsräumen, Akustiklabors und Büroräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [12.0%]12mittlerer Bildungsabschluss [52.0%]52Hochschulreife [31.0%]31Sonstige [4.0%]je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anfertigen von Otoplastiken oder Einbauen von Kleinteilen)Technisches Verständnis (z.B. beim Instandhalten von Hörsystemen)Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Prüfen des korrekten Sitzes einer Otoplastik) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden hinsichtlich des passenden Hörassistenzsystems)Schulfächer:Physik (z.B. um Grundlagen der Akustik und Schallentstehung zu verstehen)Werken/Technik (z.B. um Abdrücke der Ohrmuschel und des Gehörgangs zu nehmen)Mathematik (z.B. um audiologische Messwerte zu berechnen)Biologie (z.B. um Aufbau und Funktion des Gehörs nachzuvollziehen)Deutsch (z.B. um über unterschiedliche Arten von Hörsystemen zu beraten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 940 € bis 1.120 € (Handel), 800 € (Handwerk)2. Ausbildungsjahr: 1.000 € bis 1.250 € (Handel*), 900 € (Handwerk)3. Ausbildungsjahr: 1.150 € bis 1.390 € (Handel*), 1.000 € (Handwerk)*je nach Bundesland unterschiedlich

Ist Hörakustiker/Hörakustikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Hörakustiker/Hörakustikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Hörakustiker/Hörakustikerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Hörakustiker/Hörakustikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Hörakustiker/Hörakustikerin in Deutschland typischerweise?

Hörakustiker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Hörakustiker-Handwerks): Werkstätten, Verkaufsräume, AkustiklaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Lübeck (Schleswig-Holstein):Bundesoffene Landesberufsschule für Hörakustiker/innenQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Hörakustiker/Hörakustikerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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