Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik
Helfer/in - Chemie- und Pharmatechnik
Was ist Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Informatik →Der Beruf Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:
- Economics Data Science and Policy
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Informatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3D Interaction Games
Master · Merz Akademie Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart
Administrative Computer Science
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Advanced Driver Assistance Systems
Master · Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Advanced Media Technology
Master · Hochschule RheinMain
Detaillierte Informationen
▶ Medien
BAVC-Transformationsstudie: Chemie-Arbeitswelten 2030BG RCI.magazinchemiehoch3.deChemie in unserer ZeitDer Future Skills Report Chemie 2.0Innovationsindikatoren Chemie und Pharma 2025Nachrichten aus der ChemiePROCESS - Fachinformationen und News zur Chemietechnik und zur Pharmatechnik
▶ Arbeitsorte
Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik arbeiten meistin Produktionshallenin Laborsin Kühl- und LagerräumenSie arbeiten ggf. auchin Reinräumen
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen:AbfüllenChemische Untersuchungs- und MessverfahrenDestillieren (Chemie)Farben-, LacktechnikKunststoffherstellungKunststofftechnik (Zahntechnik)Laborarbeiten, LabortechnikLagerarbeitMaschinenführung, Anlagenführung, -bedienungMessenProbenahmeQualitätskontrolle (einfache Kontrolltätigkeit)ReinigenSortierenTransportVerpackenZentrifugieren
▶ Arbeitssituation
Helfer/innen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik arbeiten mit Rohstoffen und Chemikalien, Laborgeräten, Maschinen und Produktionsanlagen. Da sie mit chemischen Stoffen oder mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in Kontakt kommen, tragen sie Schutzhandschuhe, Atemschutz oder auch komplette Schutzanzüge. Sie sind in Produktionshallen, Labor- und Lagerräumen tätig, ggf. auch in Rein- oder Kühlräumen. Trotz moderner Absauganlagen lassen sich Staubentwicklung und Gerüche nicht vollständig vermeiden. In großen Produktionsbetrieben ist Schichtarbeit üblich.Wenn sie z.B. Fachkräfte dabei unterstützen, schwere Maschinenteile auszutauschen oder Kisten auf Paletten stapeln, müssen Helfer/innen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik kräftig zupacken können. Für Tätigkeiten im Labor ist dagegen Fingerspitzengefühl erforderlich. Bei den Arbeiten beachten sie die Sicherheitsvorschriften. Die Helfer/innen folgen den Anweisungen der Fachkräfte und führen alle Tätigkeiten sorgfältig aus.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.080 € bis 3.291 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
ChemieHerstellung von chemischen Grundstoffen, Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, Kunststoffen in Primärformen und synthetischem Kautschuk in Primärformen, z.B. Farbstoffe, KunststoffeHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen, z.B. Klebstoffe, fotochemische ErzeugnisseHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und DesinfektionsmittelnHerstellung von Wasch-, Reinigungs- und PoliermittelnHerstellung von ChemiefasernHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen BrennstoffenPharmazieHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen, z.B. ArzneimittelwirkstoffeHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen, z.B. ArzneiwarenAuch denkbar:Fotografie, Fotolabor, BildbearbeitungBildentwicklung, -bearbeitung und Erbringung sonstiger fotografischer DienstleistungenMedizinische Technik, Orthopädie, ZahntechnikZahntechnische Laboratorien
▶ Zugang zur Tätigkeit
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. im Umgang mit Chemikalien und Messgeräten.
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik finden Beschäftigung in erster Liniein Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, z.B. in der Produktion von ArzneimittelnSie finden darüber hinaus auch Beschäftigungin fotografischen oder zahntechnischen Laboratorien
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Helfer/in - Chemie- und PharmatechnikAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeChemiehelfer/inProduktionshelfer/in - ChemieProduktionshelfer/Produktionshelferin für Pharmazie
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik übernehmen meist einfachere Aufgaben in der chemischen und pharmazeutischen Industrie und in Laboratorien.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
aktuelle-jobs.deAnalytica-World.comanalytik.deBioMChemie.de KarriereinVitro+Jobs - Das Portal für tierversuchsfreie ForschungJOBNetWORK Chemie Pharmapharmajobs.comPharma-Zeitung.dePZ Pharmastellen
▶ Verbände und Organisationen
Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC)Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)IGBCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Handarbeit (z.B. Maschinen reinigen und pflegen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. beim Einrichten und Bedienen von manuell und SPS-gesteuerten Produktionsanlagen und Maschinen mithelfen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Handschuhe, Atemschutz oder komplette Schutzanzüge)Arbeit im Labor (z.B. beim Durchführen von Kontrollen bei der Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Produkten)Arbeit in Werkstätten, Werk-/ProduktionshallenArbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Gase von Chemikalien)Arbeit unter GeruchseinflussUmgang mit Chemikalien (z.B. Chemikalien abmessen oder in Behälter abfüllen)ständig wiederkehrende ArbeitsvorgängeUnfallgefahr (z.B. bei der Arbeit an Maschinen)Schichtarbeitschweres Heben und Tragen (z.B. beladene Säcke auf Paletten stapeln)
▶ Job- und Besetzungsalternativen
Job- und BesetzungsalternativenHelfer/Helferin in der Farb- und LacktechnikHelfer/Helferin für Kunststoff, Kautschuk
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik nutzen je nach Tätigkeit folgende Arbeitsmittel:Anlagen, Geräte und Behälter, z.B.: Produktionsanlagen, Dosieranlagen, Pumpen, Kessel, Tanks, DruckflaschenLaborausstattung und -zubehör, z.B.: Präzisionswaagen, Reagenzgläser, Pipetten, Glaskolben, ThermometerChemische Stoffe bzw. Rohstoffe, z.B.: Chemikalien in festem, flüssigem und gasförmigem Zustand, Kunststoffe, MetalleUnterlagen, z.B.: Rezepturen, Rechtsvorschriften für den Umgang mit Gefahrstoffen, Arbeitsschutzvorschriften
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik unterstützen Fachkräfte z.B. in der Produktion. Dort mischen sie nach Vorgabe Substanzen und entnehmen Proben. Sie helfen auch, die Produkte abzufüllen, zu etikettieren und zu lagern. Nach Anweisung pflegen sie Produktionsanlagen, überwachen ggf. den Maschinenlauf und melden Störungen. Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik bereiten im Labor Arbeitsmittel vor und reinigen benutzte Geräte. Sie verpacken auch Materialien und Produkte oder entsorgen Abfälle.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Chemie, Pharmatechnik oder Maschinen- und Anlagenüberwachung).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Mit einer Berufsausbildung kann man beruflich dauerhaft Fuß fassen, z.B. als Produktionsfachkraft Chemie oder als Chemielaborjungwerker/in, als Chemikant/in oder als Pharmakant/in. Mit mehrjähriger Berufserfahrung kann man die Ausbildung ggf. in verkürzter Form absolvieren.Eine Externenprüfung ermöglicht den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf auch ohne Absolvieren einer Ausbildung. Voraussetzung hierfür ist i.d.R. eine mehrjährige Berufserfahrung. In Kursen zur Vorbereitung auf eine Externenprüfung kann man fachtheoretische Kenntnisse und fachpraktische Fähigkeiten ergänzen und vertiefen. Auch berufsbegleitende Nachqualifizierungsmaßnahmen, bei denen einzelne Module zertifiziert werden, erlauben den Zugang zur Externenprüfung.Eine Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen. Für Helfer/innen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik mit mehrjähriger Berufserfahrung besteht auch ohne Berufsabschluss die Möglichkeit, z.B. zur Industriemeisterprüfung in der Fachrichtung Chemie oder Pharmazie oder zu einer Weiterbildung als staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Chemietechnik zugelassen zu werden.Für die Teilnahme an vielen Aus- und Weiterbildungsangeboten werden bestimmte Schulabschlüsse vorausgesetzt. In Seminaren und Lehrgängen kann man sich z.B. auf das Nachholen eines Hauptschulabschlusses oder mittleren Bildungsabschlusses vorbereiten.
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. längere Zeit im Stehen arbeiten)Körperkraft (z.B. schwere Säcke auf Paletten stapeln)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. kleinere Reparaturen mithilfe von Werkzeugen wie Akkuschrauber, Schraubenschlüssel oder Zange durchführen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Pulver mit dem Mörser herstellen; Lösungen dosieren)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Produktionsprozess durch Beobachten von Anzeigegeräten kontrollieren)Farbsehvermögen (z.B. Aussehen von Dragees überprüfen; farblich verschiedene Inhaltsstoffe unterscheiden)Intakter Geruchs- und Geschmackssinn (z.B. ausströmende Gefahrstoffe wahrnehmen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. Feuchtarbeit; mit z.T. ätzenden oder Haut reizenden Chemikalien, Gefahrstoffen und Reinigungsmitteln umgehen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. Gas- und Dampfentwicklung beim manuellen Abmessen von Chemikalien; Atemschutz tragen)Gesunde innere Organe, intakter Stoffwechsel (z.B. mit giftigen, krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Stoffen umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung ode...
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. längere Zeit im Stehen arbeiten)Muskelschwäche, fehlende Muskelkraft (z.B. schwere Säcke auf Paletten stapeln)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. kleinere Reparaturen mithilfe von Werkzeugen wie Akkuschrauber, Schraubenschlüssel oder Zange durchführen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Pulver mit dem Mörser herstellen; Lösungen dosieren)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Produktionsprozess durch Beobachten von Anzeigegeräten kontrollieren)Farbsinnstörungen (z.B. Aussehen von Dragees überprüfen; farblich verschiedene Inhaltsstoffe unterscheiden)Gestörter Geruchs- und Geschmackssinn (z.B. ausströmende Gefahrstoffe wahrnehmen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. Feuchtarbeit; mit z.T. ätzenden oder Haut reizenden Chemikalien, Gefahrstoffen und Reinigungsmitteln umgehen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. Gas- und Dampfentwicklung beim manuellen Abmessen von Chemikalien; Atemschutz tragen)Stoffwechselkrankheiten (z.B. B...
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik in Deutschland? ▼
In Deutschland übernehmen Helfer/Helferinnen in der Chemie- und Pharmatechnik in der Regel einfachere Aufgaben in der Chemie- und Pharmaindustrie sowie in Laboren. Personen in diesem Beruf unterstützen Fachkräfte in Produktionsprozessen; sie mischen Stoffe nach vorgegebenen Anweisungen, entnehmen Proben und helfen beim Abfüllen, Etikettieren und Lagern von Produkten. Darüber hinaus warten sie Produktionsanlagen, überwachen den Maschinenbetrieb und melden mögliche Störungen; in Laboren hingegen bereiten sie Arbeitsmittel vor, reinigen gebrauchte Geräte, verpacken Materialien und Produkte oder entsorgen Abfälle. Personen, die in dieser Position arbeiten,
Ist Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik qualifiziert werden? ▼
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. im Umgang mit Chemikalien und Messgeräten.
Wo arbeiten Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik in Deutschland typischerweise? ▼
Helfer und Helferinnen im Bereich Chemie- und Pharmatechnik arbeiten meistin Produktionshallenin Laborsin Kühl- und LagerräumenSie arbeiten ggf. auchin Reinräumen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Helfer/Helferin in der Chemie- und Pharmatechnik in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.080 € bis 3.291 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.