Zum Inhalt springen

Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin

Gesundheitsmanager/in

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 82214

Was ist Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin?

In Deutschland sind Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerinnen Fachkräfte, die Prozesse im Bereich Gesundheitswesen und -management planen, steuern und überwachen. Ihre Hauptaufgaben sind es, präventive Gesundheitsleistungen und den Erhalt des allgemeinen Gesundheitszustands zu fördern und Einzelpersonen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit aktiv zu verbessern. Diese Fachkräfte sind in Bereichen wie Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitsberichterstattung und -evaluation tätig. Sie entwickeln Strategien und Konzepte, wie bestimmte Zielgruppen für präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen motiviert werden können; organisieren Öffentlichkeitskampagnen oder beteiligen sich an Informationsveranstaltungen. Ihre Arbeitsumfelder umfassen in der Regel verschiedene Institutionen wie Krankenhäuser, Krankenkassen, öffentliche Gesundheitsämter, Unternehmen, Schulen oder Nichtregierungsorganisationen; dort konzipieren sie Gesundheitsprogramme, bieten Gesundheitsschulungen und Beratungsdienste an. Darüber hinaus leiten sie Gesundheitsprojekte, entwickeln Qualitätssicherungsmaßnahmen, führen Kostenanalysen durch und präsentieren Gesundheitsleistungen der Öffentlichkeit.

In Deutschland wird dieser Beruf in der Regel durch ein Hochschulstudium (Studium) erworben. Bachelor- und Masterabschlüsse in Gesundheitsmanagement, Public Health oder verwandten Bereichen sind grundlegende Voraussetzungen für diejenigen, die eine Karriere in diesem Bereich anstreben. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die in Deutschland in diesem Bereich arbeiten möchten, ist die Anerkennung ihrer Abschlüsse (Denklik) und fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau B2 oder C1) von großer Bedeutung.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitFilm Gesundheitsmanagement - Duales StudiumWeitere InformationsangeboteBIÖG InfoDienst GesundheitsförderungBKK Gesundheitsreport 2025Das Gesundheitswesengesundheitsmanagement.deGesundheitsökonomie & QualitätsmanagementGesundheit-studieren.com - Der Wegweiser zu deinem StudiumGesundheits- und SozialpolitikGesundheitswirtschaft. Fakten & ZahlenKompass ErnährungKrankenhaus-Barometer 2024Prävention und GesundheitsförderungRahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierungwir-sind-bund.de

Trends

Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) im GesundheitswesenDas Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz, DVG) soll die Digitalisierung der medizinischen Versorgung voranbringen. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ist bereits Pflicht. Außerdem können Patienten und Patientinnen auf Wunsch bereits die elektronische Patientenakte nutzen. Auch digitale Angebote wie Online-Sprechstunden, Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) oder elektronische Rezepte gewinnen immer mehr an Bedeutung. Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäuser sind verpflichtet, an der bundesweiten Telematik-Infrastruktur teilzunehmen, die sie untereinander und auch mit den Krankenkassen digital vernetzen soll. Fach- und Führungskräfte im Gesundheitsweisen müssen sich mit diesen Entwicklungen intensiv auseinandersetzen, weil sie immer mehr zum beruflichen Alltag gehören werden.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Erstellen von Berichten über die Lage der öffentlichen Gesundheitz.B. Dokumentieren geplanter Maßnahmen im Bereich Gesundheit und GesundheitsförderungInteresse an kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Entwickeln von Konzepten zum Management von Krankenhäusernz.B. Beobachten und Einschätzen der Entwicklungen auf dem GesundheitsmarktInteresse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Aufklären über Gesundheitsmaßnahmen und Prävention von Krankheiten an Schulen

Arbeitsorte

Gesundheitsmanager und Gesundheitsmanagerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Schulungs- und Seminarräumen, in Hörsälenim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BetriebswirtschaftslehreControllingDigitale SozialplattformenFinanzplanungGesundheitsökonomieGesundheitspädagogik, -beratungGesundheitsplanung, -managementGesundheitsvorsorge (Prävention)GesundheitswissenschaftenKalkulationÖffentliches GesundheitswesenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:EpidemiologieErnährungsberatungErnährungsphysiologie, -wissenschaftFachpublikationen erstellenForschungGesundheitspolitikGesundheitstourismusKrankenhausmanagement, -ökonomieMedizinische DokumentationÖffentlichkeitsarbeit, Public RelationsPersonalplanungProjektmanagementRehabilitationSozialmedizin, MedizinsoziologieStatistikVortragstätigkeitWerbung

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Gesundheitsmanager/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Blended Learning (z.B. Informationsveranstaltungen zu Gesundheitsthemen mit E-Learning-Anwendungen vorbereiten und durchführen)Data-Driven Marketing (z.B. Daten von Nutzerbefragungen zu einer Gesundheits-App auswerten, um Angebote automatisiert auf die Bedürfnisse der Nutzer/innen abstimmen zu können)Digitale Sozialplattformen (z.B. Onlinekampagnen zur Förderung von gesellschaftlichen Gesundheitskompetenzen entwerfen und Umsetzung betreuen)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Abrechnungen externer Gesundheitsdienstleistungsunternehmen kontrollieren)Game Based Learning (z.B. die Entwicklung von digitalen Trainingsprogrammen für Büroangestellte begleiten)Predictive Analytics (z.B. auf der Basis von Datenmodellen, Statistiken und Machine-Learning-Techniken Gutachten zu Schutzimpfungen ausarbeiten)Prescriptive Analytics (z.B. präzise Handlungsempfehlungen für das Erreichen von Gesundheitsprojekten generieren)

Arbeitssituation

Gesundheitsmanager/innen setzen ihre kaufmännischen und organisatorischen Fähigkeiten ein, um erfolgreiche Maßnahmen und Angebote im Bereich Gesundheit und Wellness zu planen und durchzuführen. Hierzu gehören eine effiziente Personaleinsatzplanung, eine lückenlose Dokumentation der Maßnahmen und eine umfassende Kenntnis der einschlägigen Rechtsvorschriften im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Umgang mit kranken Menschen zeigen sie Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen, achten aber auch auf Praktikabilität und wirtschaftliche Effizienz. In Informations- und Schulungsveranstaltungen sowie Marketingmaßnahmen gehen sie mit gesundheitswissenschaftlichem Sachverstand flexibel auf unterschiedliche Zielgruppen ein. Vertretern von Krankenkassen, Krankenhäusern und Pharmaunternehmen sowie der Ärzteschaft gegenüber treten sie mit Verhandlungsgeschick und Überzeugungsfähigkeit auf.Gesundheitsmanager/innen arbeiten am Computer im Büro, wo sie sie Maßnahmen konzipieren und Verwaltungs- und Organisationsarbeiten erledigen. Für Informations- und Schulungsveranstaltungen nutzen sie Besprechungszimmer oder Versammlungsräume und die üblichen Präsentationsmedien wie Flipcharts, Präsentationssoftware und Beamer.

Existenzgründung

Gesundheitsmanager und Gesundheitsmanagerinnen können freiberuflich arbeiten, z.B. als:Gesundheitsberater/inUnternehmensberater/inGründer/in eines eigenen Dienstleistungsbetriebs im Gesundheitswesen

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.670 € bis 5.924 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

GesundheitswesenKrankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)HochschulklinikenVorsorge- und RehabilitationsklinikenFacharztpraxen, z.B. Gemeinschaftspraxen oder medizinische VersorgungszentrenSonstiges Gesundheitswesen a. n. g., z.B. GesundheitszentrenSozialwesenSeniorenwohnheimeWohnheime für Menschen mit BehinderungAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen, z.B. Organisationen der Alten- und KrankenpflegeAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung, z.B. Organisationen der Alten- und KrankenpflegeSozialversicherungSozialversicherung, z.B. Gesundheitsberatung bei KrankenkassenWirtschafts-, Berufsverbände, GewerkschaftenBerufsorganisationen, z.B. Ärztekammern, kassenärztliche VereinigungenWirtschafts- und ArbeitgeberverbändeÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Gesundheitswesens, z.B. GesundheitsämterPolitische Parteien, Verbände, OrganisationenVerbraucherorganisationenAlle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g., z.B. Organisationen des Gesundheitswesens, Verbände der SozialversicherungsträgerSonstige Dienstleistungen für Unternehmen und PrivathaushalteErbringung von allen anderen überwiegend persönlichen Dienstleistungen a. n. g., insbesondere Beratungs-, Informations- und Servicedienstleistungen im GesundheitsbereichHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitäten, z.B. medizinische InstituteAuch denkbar:Tourismus, sonstige ReisedienstleistungenReiseveranstalter, z.B. Gesundheits...

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Gesundheitsmanagement, -ökonomie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Gesundheitsmanagement, -ökonomie (grundständig)Gesundheitsmanagement, -ökonomie (weiterführend)Gesundheitsförderung, -pädagogik (grundständig)Gesundheitsförderung, -pädagogik (weiterführend)Gesundheitswissenschaft, Public Health (grundständig)Gesundheitswissenschaft, Public Health (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Gesundheitsmanager und Gesundheitsmanagerinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Einrichtungen des Gesundheitswesens, z.B. Kliniken, Gesundheitszentrenin Einrichtungen des Sozialwesens, z.B. Altenheimebei Krankenkassenbei Ärztekammern und kassenärztlichen Vereinigungenbei Gesundheitsämternbei Verbraucherorganisationenan HochschulenDarüber hinaus finden sie auch Beschäftigungbei Reiseveranstaltern im Segment Gesundheitstourismusin Wellness- und Freizeiteinrichtungen

Tätigkeitsbezeichnungen

Gesundheitsmanager/inAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymGesundheitsökonom/inBerufsbezeichnungen in englischer SpracheHealth economist (m/f)Healthcare business manager (m/f)Healthcare manager (m/f)

Sonstige Zugangsbedingungen

Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten und zupackenden Übernahme kaufmännischer Analyse-, Planungs- und Führungsaufgaben in Einrichtungen des Gesundheitswesen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Planung langfristiger Projekte zur Förderung der individuellen und gesellschaftlichen Gesundheitskompetenz, dabei trotz Rückschlägen an den Projektzielen festhalten)Sorgfalt (z.B. genaues Kalkulieren und Abrechnen von Gesundheitsmaßnahmen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. Achten auf Wirtschaftlichkeit und Effizienz von gesundheitsfördernden Maßnahmen)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von Konzepten zum Management von Krankenhäusern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens)Verschwiegenheit (z.B. Einhalten des Datenschutzes und vertraulicher Umgang mit Patienteninformationen)Psychische Belastbarkeit (z.B. leistungsfähig bleiben bei Arbeiten unter Zeit- und Kostendruck; unterschiedlichen Anforderungen der Patienten, der Klinikbetreiber und der Kostenträger gleichzeitig gerecht werden)Kommunikationsfähigkeit (z.B. Beraten von Einrichtungen...

Die Tätigkeit im Überblick

Gesundheitsmanager und Gesundheitsmanagerinnen planen, steuern und überwachen Abläufe in der Gesundheitsförderung und im Gesundheitsmanagement. Sie fördern Prävention und Gesunderhaltung und befähigen Menschen, aktiv ihre Gesundheit zu verbessern.

Stellen- und Bewerberbörsen

das KrankenhausFédération Hospitalière de FranceGesundheit.JobsJobbörse Gesundheitswirtschaftkliniken.deKU-StellenmarktMedische Vacaturebankpharmajobs.comStaffSanté.fr

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)BQS Institut für Qualität & Patientensicherheit GmbHDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention e.V. (DGGP)Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V.Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) e.V.ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Menschen befähigen, selbst Einfluss auf die Erhaltung und Verbesserung ihrer Gesundheit zu nehmen)Kundenkontakt (z.B. Beratungen, Schulungen zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen durchführen)Beachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben (z.B. aktuelle Gesetzesentwicklungen im Gesundheits- und Sozialwesen verfolgen)Umgang mit kranken und verletzten MenschenBildschirmarbeit (z.B. Studien, Gutachten und Statistiken zu gesundheitsbezogenen Themen auswerten)Arbeit in BüroräumenArbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen (in Kliniken oder Gesundheits- und Versorgungszentren)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Betriebsorganisation, -planungBusiness-Analyst/Business-AnalystinFinanz- und RechnungswesenKalkulator/KalkulatorinKostenrechner/KostenrechnerinLeiter/Leiterin - Finanz- und RechnungswesenLeiter/Leiterin der KostenrechnungLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinSozial-, GesundheitsmanagementBetriebsleiter/Betriebsleiterin - Gesundheitswesen/Freizeit/FitnessKrankenhausmanager/KrankenhausmanagerinLeiter/Leiterin einer AltenpflegeeinrichtungOP-Manager/OP-ManagerinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Daten und Unterlagen, z.B.: Studiendaten, Konzepte und Programme zur Gesundheitsförderung, Grundlagenanalysen über gesundheitsbezogene Fragestellungen, Statistiken, Berichte und Expertisen, Evaluationen, Beratungsmaterialien, Kalkulationen, Abrechnungs- und Personalunterlagen, Gesetze und Verordnungen aus dem GesundheitsbereichBüroausstattung und Präsentationsmittel, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Beamer, Flipchart

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Gesundheitsmanager und Gesundheitsmanagerinnen nehmen Aufgaben in Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitsberichterstattung und Evaluation wahr. Sie entwickeln Konzepte, wie bestimmte Zielgruppen zu präventiven und gesundheitsfördernden bzw. -erhaltenden Maßnahmen motiviert werden können. Sie konzipieren und betreuen z.B. öffentlichkeitswirksame Aktionen oder arbeiten an Aufklärungskampagnen mit. Im Rahmen von Projekt- oder Organisationsentwicklungen betreuen Gesundheitsmanager und Gesundheitsmanagerinnen etwa die Gesundheitsförderung in Betrieben, Kindergärten, Schulen oder Gemeinden, erstellen Bewegungsprogramme und führen Gesundheitstrainings und -beratungen durch. Zudem koordinieren sie Maßnahmen der Gesundheitsförderung und -erhaltung und vernetzen diese miteinander.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Gesundheitsförderung, -training, Ernährungsberatung oder Projektmanagement).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Gesundheitsmanagement, -ökonomie, Gesundheitsförderung, -pädagogik oder Gesundheitswissenschaft, Public Health.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Konzeptionaktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen verfolgenGrundlagenanalysen über gesundheitsbezogene Fragestellungen durchführenStrukturen des Gesundheitsmarktes analysierenStrategien und Konzepte entwickeln, z.B. zur Vermeidung von Gesundheitsrisiken, zu effizienten Kooperationsformen verschiedener Partner in der Gesundheitsversorgung oder zur Neuorientierung der GesundheitsdiensteKonzepte zum Management von Krankenhäusern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens bzw. für Maßnahmen der Gesundheitsförderung entwickelnBerichte, Expertisen erstellen bzw. Untersuchungen über die Lage der öffentlichen Gesundheit durchführenManagement von Gesundheitsprojektenqualitätssichernde Maßnahmen in Krankenhäusern einführen bzw. optimierenProjekte zur Förderung der individuellen und gesellschaftlichen Gesundheitskompetenz initiieren und realisierenBewegungsprogramme durchführenMaßnahmen und Projekte zur Therapie und Prävention vernetzenWirksamkeit und ökonomischen Erfolg der Maßnahmen und Projekte kontrollieren und evaluierenKosten von Maßnahmen und Projekten kalkulieren, Maßnahmen wie Kurse und Veranstaltungen abrechnenKontakte zu verschiedenen Organisationen des Gesundheitswesens und Meinungsbildnern in anderen Bereichen wie Pharmazie, Wohnen, Arbeit, Bildung, Versorgung, Entsorgung, Freizeit, Kommunikation oder Verkehr pflegenBeratungen, Schulungen, Referate und Vorträge konzipieren und durchführenLeistungen des Gesundheitswesens bzw. geplante Maßnahmen oder Konzepte im Berei...

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Gesundheitsmanager/innen planen, steuern und überwachen Abläufe in der Gesundheitsförderung und im Gesundheitsmanagement. Sie versuchen, die Akzeptanz der Themen Prävention und Gesunderhaltung in der Gesellschaft zu erhöhen und Menschen zu befähigen, selbst Einfluss auf die Erhaltung und Verbesserung ihrer Gesundheit zu nehmen.Spannungsfeld GesundheitswesenKönnen Bonusprogramme der Krankenkassen ihre Mitglieder zu einem gesunden Lebensstil motivieren? Wie können negative Faktoren wie Stress und einseitige Belastung im Arbeitsalltag vermindert werden? Wie können Kinder und Jugendliche zu einer gesunden und aktiven Lebensweise bewegt werden? Zielvorstellung ist die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Bevölkerung bei vertretbaren Kosten. Dieses Spannungsfeld in eine ausgewogene Balance für alle Beteiligten zu bringen, ist u.a. Aufgabe von Gesundheitsmanagern und -managerinnen.Im GesundheitsmanagementGesundheitsmanager/innen planen und konzipieren unter Beachtung ökonomischer Zusammenhänge Maßnahmen und Strategien zur Gesundheitsförderung und zur Prävention. Sie erstellen beispielsweise zielgruppengerechte Vorsorge- und Bewegungsprogramme, etwa Wirbelsäulentrainings für Büroangestellte. Zudem leisten sie praktische Beratungsarbeit. Sie informieren Einzelne oder Gruppen, befassen sich etwa mit verbraucherrelevanten Themenfeldern wie Giftstoffen in Lebensmitteln und Alltagsgegenständen oder machen auf die gesundheitlichen Risiken durch Stress, falsche Ernährung ode...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt. Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwendung von mathematischen Methoden bei der Kalkulation von Gesundheitsprogrammen) verbales (sprachliches) Denken (z.B. Führen und Interpretieren von Beratungsgesprächen; Beraten in Problemlagen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Möglichkeiten zur Verbesserung vorhandener Arbeitsstrukturen bzw. -bedingungen in Institutionen) Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Namen, Gesichter und Gesundheitsthemen) Umstellungsfähigkeit (z.B. schneller und häufiger Wechsel zwischen konzeptuellen Tätigkeiten und Beratungsgesprächen oder Vorträgen unter Zeitdruck) Kaufmännische Befähigung (z.B. Analysieren der Strukturen des Gesundheitsmarktes; Kontrollieren des wirtschaftlichen Erfolgs von Maßnahmen) Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Konzipieren von Maßnahmen und Strategien zur Gesundheitsförderung und zur Prävention; Initiieren und Realisieren von Projekten zur Förderung der individuellen und gesellschaftlichen Gesundheitskompetenz) Pädagogisches Geschick (z.B. Vermitteln von Konzepten zur Gesundheitsförderung) Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der Kosten von Bewegungsprogrammen) Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Verfassen von Forschungsberichten zum Thema Gesundheitsmanagement)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. An Schulen über Gesundheitsmaßnahmen aufklären)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Gesundheitsstudien am Computer auswerten)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Verhandlungen mit Auftraggebern führen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Gesundheitsmanager/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Gesundheitsförderer, -pädagoge/Gesundheitsförderin, -pädagoginfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Betriebsleiter/Betriebsleiterin - Gesundheitswesen/Freizeit/FitnessKrankenhausmanager/KrankenhausmanagerinLeiter/Leiterin einer Altenpflegeeinrichtungin angrenzenden Berufen:Gesundheitswissenschaftler/Gesundheitswissenschaftlerin - Öffentliches Gesundheitswesenmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Management im Gesundheitswesen/Bachelor Professional in WirtschaftGeprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im Gesundheits- und SozialwesenEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Gesundheitsmanager/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. An Schulen über Gesundheitsmaßnahmen aufklären)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Gesundheitsstudien am Computer auswerten)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Verhandlungen mit Auftraggebern führen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Gesundheitsmanager/in an:Tätigkeitsfeld Sozial-, GesundheitsmanagementPflegewissenschaftler/PflegewissenschaftlerinGemeinsamkeiten:in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens Managementaufgaben übernehmenFachkompetenz im Bereich Gesundheitsökonomie einsetzenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin in Deutschland?

In Deutschland sind Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerinnen Fachkräfte, die Prozesse im Bereich Gesundheitswesen und -management planen, steuern und überwachen. Ihre Hauptaufgaben sind es, präventive Gesundheitsleistungen und den Erhalt des allgemeinen Gesundheitszustands zu fördern und Einzelpersonen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit aktiv zu verbessern. Diese Fachkräfte sind in Bereichen wie Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitsberichterstattung und -evaluation tätig. Sie entwickeln Strategien und Konzepte, wie bestimmte Zielgruppen für präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen motiviert werden können; organisieren Öffentlichkeitskampagnen oder beteiligen sich an Informationsveranstaltungen. Ihre Arbeitsumfelder umfassen in der Regel verschiedene Institutionen wie Krankenhäuser, Krankenkassen, öffentliche Gesundheitsämter, Unternehmen, Schulen oder Nichtregierungsorganisationen; dort konzipieren sie Gesundheitsprogramme, bieten Gesundheitsschulungen und Beratungsdienste an. Darüber hinaus leiten sie Gesundheitsprojekte, entwickeln Qualitätssicherungsmaßnahmen, führen Kostenanalysen durch und präsentieren Gesundheitsleistungen der Öffentlichkeit.

In Deutschland wird dieser Beruf in der Regel durch ein Hochschulstudium (Studium) erworben. Bachelor- und Masterabschlüsse in Gesundheitsmanagement, Public Health oder verwandten Bereichen sind grundlegende Voraussetzungen für diejenigen, die eine Karriere in diesem Bereich anstreben. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die in Deutschland in diesem Bereich arbeiten möchten, ist die Anerkennung ihrer Abschlüsse (Denklik) und fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau B2 oder C1) von großer Bedeutung.

Ist Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Gesundheitsmanagement, -ökonomie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin in Deutschland typischerweise?

Gesundheitsmanager und Gesundheitsmanagerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Schulungs- und Seminarräumen, in Hörsälenim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Gesundheitsmanager/Gesundheitsmanagerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.670 € bis 5.924 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.