Was ist Geoinformatiker/Geoinformatikerin?
Ihre Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert; Entwicklung und Verwaltung von Geoinformationssystemen (GIS),
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Informatik →Der Beruf Geoinformatiker/Geoinformatikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:
- Economics Data Science and Policy
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Informatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3D Interaction Games
Master · Merz Akademie Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart
Administrative Computer Science
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Advanced Driver Assistance Systems
Master · Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Advanced Media Technology
Master · Hochschule RheinMain
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Arbeitsplatz ErdeBig Data InsiderComputerwocheEnvironmental Modelling & SoftwareGeoInformaticaGeo Informaticsgis.Point - Das Portal für Geoinformation, Geo-IT und GeodäsieInformatik AktuellInformatik-SpektrumIT-Business - Channel-Portal für IT und Cloud Computingit - Information TechnologyiX - Magazin für professionelle Informationstechnikkaggle.com - Your Home for Data ScienceMade in Germany. Die nationale KI-Strategie der BundesregierungQuantentechnologien. Rahmenprogramm der Bundesregierung
▶ Trends
Wachstumsmarkt IT-SicherheitDie zunehmende Vernetzung durch das Internet der Dinge (IoT), Big Data, Cloud-Computing, Onlinehandel etc. bergen für Privatpersonen und Unternehmen viele Sicherheitsrisiken. Datendiebstahl durch Phishing-Attacken, gefälschte elektronische Karten, Hackereinbrüche sowie Cyberterrorismus erfordern eine ständige Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen und Behörden sowie entsprechende Schulungen der Beschäftigten. Eine dieser Maßnahmen ist die sogenannte Cyber Resilience, die eine große Rolle im Schutz der (personenbezogenen) Daten spielt. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), um Cyberangriffe zu erkennen und zu bekämpfen, spielt zudem eine immer größere Rolle in der IT-Sicherheit. Die Nachfrage nach IT-Sicherheitsexperten, die sowohl traditionelle als auch innovative Ansätze beherrschen, steigt daher stetig.Digitales Katastrophen-ManagementWeltweit vernetzte digitale Plattformen helfen dabei, gut auf Katastrophen zu reagieren und ihnen vorzubeugen. Dabei kommen Künstliche Intelligenz (KI), Geografische Informationssysteme (GIS), Drohnentechnik und Big Data zum Einsatz. Satellitenbilder zeigen z.B. Brände, Überschwemmungen oder Erdrutsche, bewerten die Situation und geben mögliche Entwicklungsszenarien. Dadurch können Fachkräfte die Lage schnell und umfänglich einschätzen und über Gegenmaßnahmen entscheiden. Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen, Entscheidungsträger bzw. -trägerinnen und Beschäftigte im Katastrophenschutz beschäft...
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Durchführen von Fehleranalysen an spezifischer Hardwarez.B. Entwickeln von Methoden zur 3-D-Visualisierung von Geoobjektenz.B. Erstellen numerischer Simulations- und Prognosemodelle für räumliche ProzesseInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Verwalten von raumbezogenen Datenbankenz.B. Erstellen von Softwaredokumentationen für AnwenderInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen und Betreuen der Hardware im Rechenzentrum
▶ Arbeitsorte
Geoinformatiker und Geoinformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Rechenzentrenin Besprechungs- und Schulungsräumenin IT-LaborsDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Angewandte InformatikDatenanalyseDatenbankadministration, -management, -organisationDatenübernahme, DatenaufbereitungEntwicklungGeografieGeoinformatikGeoinformationssysteme - GISGeologieGeophysikGPS Global Positioning SystemModellbildung, Simulation (IT)ProgrammierenSoftwaretechnik, Software-EngineeringStatistikSystemsoftware (Entwicklung, Programmierung, Analyse)Theoretische InformatikTopografieUrbane DatenplattformenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AlgorithmenArbeitsvorbereitungDigitale Topografische Karten - DTKForschungGeomonitoringHydrogeografieHydrologieLehrtätigkeit (Hochschule)MathematikMultimediasysteme, -technikProjektmanagementSystembetreuung, Systemadministration, SystemverwaltungVermessungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Betriebssysteme"Kompetenzgruppe "Datenbanken, Datenverwaltungssysteme"Kompetenzgruppe "Geoinformationssysteme, Kartografie-, Vermessungssoftware"Kompetenzgruppe "Netzprotokolle"Kompetenzgruppe "Netzwerktechnik"Kompetenzgruppe "Netzwerkzertifizierungen"Kompetenzgruppe "Programmiersprachen, Programmbibliotheken, Entwicklungsumgebungen"
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Geoinformatiker/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. Software für die Simulation von Prozessen in der Geosphäre bzw. zur 3-D-Visualisierung von Geoobjekten entwickeln und einsetzen)Cognitive Computing (z.B. intelligente, selbstlernende Computersysteme entwickeln; Methoden des maschinellen Lernens anwenden)Datenanalyse (z.B. mithilfe von Data-Mining-Tools Muster, Trends oder Zusammenhänge in großen Mengen an Geodaten erkennen)Digitale Topografische Karten - DTK (z.B. Systeme für die digitale Kartografie entwickeln; digitale Karten erstellen und bereitstellen)Drohnentechnik (z.B. Systeme zur Geodatenerfassung im Gelände mit Drohnen entwickeln)Gefahren-Management-Systeme - GMS (z.B. GMS mit Geoinformationssystemen verknüpfen)Geoinformationssysteme - GIS (z.B. Systeme zur Verwaltung geowissenschaftlicher und geoingenieurwissenschaftlicher Daten entwickeln und optimieren)KI-gestütztes Wissensmanagement (z.B. geowissenschaftliche und raumbezogene Wissensmanagementsysteme konzipieren und wissenschaftlich betreuen)KI-Programmierassistenten (z.B. geschriebenen Programmcode von KI-Software auf Fehler überprüfen lassen und diese beheben)Low-Code-/No-Code-Plattformen - LCNC (z.B. auf die Analyse geowissenschaftlicher Daten abgestimmte Anwendungen mithilfe von LCNC-Plattformen...
▶ Arbeitssituation
Geoinformatiker/innen erfassen geografische Strukturen und Daten und bilden diese mithilfe der Informationstechnik ab. Dabei benötigen sie analytisches Denkvermögen. Sie arbeiten mit großer Genauigkeit und Konzentration, bei langwierigen Projekten auch mit Geduld und Ausdauer. Interdisziplinäres Denken und Teamfähigkeit ermöglichen die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Bereichen. Im Beratungsgespräch mit Auftraggebern oder Kunden gehen sie auf deren Wünsche und Anforderungen ein, informieren über mögliche Lösungen und wägen deren Vor- und Nachteile fachkundig ab. In der freien Wirtschaft oder in öffentlichen Institutionen, aber auch wenn Forschungsmittel (Drittmittel) beschafft werden, spielen Verhandlungsgeschick und Überzeugungsfähigkeit eine große Rolle. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen der Studierenden. Wenn sie an internationalen Tagungen teilnehmen oder in internationalen Projektteams mitarbeiten, ist ihre interkulturelle Kompetenz gefragt, und sie kommunizieren in Englisch oder einer anderen Fremdsprache. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben.Geoinformatiker/innen arbeiten im Büro, wo sie am Computer mit spezieller Software wie Datenverarbeitungs- oder 3-D-Visualisierungsprogrammen umgehen und Geoinformationssysteme (GIS) entwickeln. In Besprechungs- b...
▶ Existenzgründung
Geoinformatiker und Geoinformatikerinnen können sich selbstständig machen, z.B. als: Anbieter/innen von Computerdienstleistungen(externe) Berater/innenGründer/innen eines eigenen Consultingbüros bzw. eines Handelsbetriebes für Geoinformationssysteme
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 3.385 € bis 4.739 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
IT-DienstleistungenBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte, insbesondere für GeodatenÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. Planungs- oder VermessungsämterSoftwareentwicklung, -bereitstellungEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware, z.B. Anbieter für Geoinformationssysteme und Geo-AppsArchitektur, BauplanungArchitekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungIngenieurdienstleistungenVermessungsbürosSonstige IngenieurbürosNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. geowissenschaftliche ForschungseinrichtungenAutomatisierungstechnikHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Geoinformatik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Geoinformatik (grundständig)Geoinformatik (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Geoinformatiker und Geoinformatikerinnen finden Beschäftigung z.B.bei Datenverarbeitungsdiensten für Geodatenbei Behörden wie z.B. Landesämtern für Geoinformationbei Software- und Appanbietern für Geoinformationssystemein Ingenieur- und Vermessungsbürosin Forschung und Entwicklung
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Geoinformatiker/inAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymGeodaten Analyst/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheGeographical information systems (GIS) officer (m/f)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheGéomaticien/GéomaticienneInformaticien/Informaticienne (géomatique)
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten Übernahme anspruchsvoller Programmierarbeiten mit engen Fertigstellungsterminen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Analyse von Schwachstellen in Geoinformationssystemen; Durchführen langwieriger und umfangreicher Testläufe)Sorgfalt (z.B. fehlerfreies Erfassen und Verarbeiten von geowissenschaftlichen Daten)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von Simulations- und Prognosemodellen für räumliche Prozesse)Lernbereitschaft (z.B. kontinuierliche Weiterbildung zu den neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Geoinformatik und digitaler Kartografie durch Lesen von Fachliteratur oder Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Geoinformatiker und Geoinformatikerinnen gewinnen geowissenschaftliche raumbezogene Daten und machen diese für die Nutzer und Nutzerinnen zugänglich. Sie visualisieren die Daten in Form von Kartenanwendungen und entwickeln Geoinformationssysteme (GIS) oder berechnen Möglichkeiten des Einsatzes von Rettungskräften in Katastrophenfällen.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
BDG - Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV)Computerwoche.deDVWEarthworks-jobs.comFachinformatiker.deGEOjobs.degolemgreenjobs.deinformatik-personal.deitjobs.rocksIT-Positionen.deIT-TreffStellenbörse des Verbands für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und ForschungseinrichtungenVDVstellenbörse
▶ Verbände und Organisationen
Bundesverb. Informationswirt., Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom)CEPIS - Council of European Professional Informatics SocietiesDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI)IG Metall (IGM)VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen führen und anleiten; Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. auf die effiziente Verwendung von Forschungs- und Entwicklungsbudgets achten)Kundenkontakt (z.B. Kunden- und Anwenderschulungen durchführen)Bildschirmarbeit (z.B. Datenbanksysteme oder digitale Karten erstellen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Hardwarekomponenten zusammenstellen und montieren)Arbeit in Büroräumen (z.B. Forschungsprojekte planen und konzipieren)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:IT-SystementwicklungSoftware-ArchitectLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinSoftwareentwicklungSoftwareentwickler/SoftwareentwicklerinVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Daten und Unterlagen, z.B.: Geodaten, Programm- und Datenbankkonzepte, Pläne und Kartenmaterial, Hard- und Softwaredokumentationen, Schulungsunterlagen, Informationsmaterialien, Rechtsvorschriften (z.B. Datenschutzbestimmungen)Computertechnik und Software, z.B.: Datenverarbeitungsanlagen, Geoinformationssysteme (GIS), Betriebssysteme, Entwicklersoftware, Testwerkzeuge, 3-D-VisualisierungssoftwareGeräte, z.B.: elektronische Tachymeter, Nivelliergeräte, ggf. Drohnen und ForschungsroboterBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Geoinformatiker und Geoinformatikerinnen entwickeln Systeme, um digitale Geodaten zu Städten, Bauland oder Naturschutzgebieten nutzen und darstellen zu können. Mithilfe moderner Informationstechnologien sammeln sie große Mengen geo- und ingenieurwissenschaftlicher Daten und machen sie regional wie global nutzbar. Dazu integrieren sie die Geodaten in einheitliche Geoinformationssysteme (GIS). Zudem entwickeln sie Systeme für digitale Kartografie und Methoden zur 3-D-Visualisierung von Geoobjekten. Auch numerische Simulations- und Prognosemodelle gehören zu ihrem Aufgabenfeld, z.B. zur Einteilung von Risikogebieten bei Umwelt- und Naturkatastrophen.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Geowissenschaften, Geoinformationssysteme, Softwareentwicklung, Programmierung, IT-Projektmanagement oder Forschung und Entwicklung).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Geoinformatik oder Informatik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Erfassung, Analyse und PräsentationGeodaten im Gelände digital erfassenLuft-, Infrarot-, Satelliten- und Radarbilder verarbeitenProgramm- und Datenbanksysteme mit Raumbezug konzipieren, erstellen, testen und dokumentierendigitale Karten erstellen3-D-Visualisierungsmethoden entwickelnSimulationen und PrognosenGeoobjekte dreidimensional modellierendynamische Geoprozesse numerisch modellieren Geoinformationssysteme (GIS) realisieren, modifizieren und betreuengeostatistische Methoden entwickeln und anwendenDatenbank- und Bildverarbeitungssystemeraumbezogene Geoanwendungen des GIS planen, koordinieren, organisieren und begleitendigitale Werkzeuge sowie Hard- und Software des raumbezogenen Informationssystems betreuenGeobasis- und Fachdaten aufbereiten und durch Geodatendienste z.B. in einem Geoportal online zur Nutzung bereitstellenSystemeinweisungen und Schulungen anbieten und koordinierenWissenschaftliche Forschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirkenVorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, ggf. Prüfungen abnehmenForschungsberichte verfassen
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Geoinformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungGeologe/GeologinKartograf/Kartografin (Hochschule)Geograf/GeografinGeoökologe/GeoökologinGemeinsamkeiten:Gestalt und Aufbau der Erde erforschen und darstellenGeodatenbanken und -informationssysteme entwickelnGeodaten erfassen, aufbereiten und verarbeitenTätigkeitsfeld SoftwareentwicklungSystemwissenschaftler/SystemwissenschaftlerinGemeinsamkeiten:Kenntnisse aus der Softwaretechnologie einsetzenDatenbanken und Benutzeroberflächen entwickelnDaten aufbereiten und auswertenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Geoinformatiker/innen gewinnen, verarbeiten und analysieren geowissenschaftliche raumbezogene Daten und machen diese für die Nutzer zugänglich. Sie visualisieren Daten in Form von Kartenanwendungen, entwickeln Geoinformationssysteme (GIS), Orientierungssysteme oder berechnen Möglichkeiten des Einsatzes von Rettungskräften in Katastrophenfällen.Standortentscheidungen leicht gemachtDie Geoinformatik bildet die Schnittstelle von Geowissenschaften (dazu gehören Geologie, Geophysik, Geografie, Geoökologie, Geodäsie, Vermessungswesen) und Informatik. Eine Vielzahl der Entscheidungen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik basiert auf Daten mit räumlichen Informationen über Städte, Denkmäler, Gewerbeflächen, Bauland oder Naturschutzgebiete. Beispiele sind Standortentscheidungen z.B. für eine neue Abwasseranlage oder den Verlauf einer neuen Autobahn oder Zugtrasse. Zu den Aufgaben von Geoinformatikern und -informatikerinnen zählt es, geeignete informationstechnische Instrumente und Systeme (Geoanwendungen) zu entwickeln, um die für diese Entscheidungen notwendigen Daten zu gewinnen, zu analysieren und anschaulich zu präsentieren. Um diese durch Geodatendienste strukturiert zugänglich zu machen, bauen Geoinformatiker/innen eine Geodateninfrastruktur (GDI) auf. In einem solchen Netzwerk können Geodaten über ein entsprechendes Geoportal online ausgetauscht werden und sind somit für verschiedene Benutzergruppen abrufbar. Geoinformatiker/innen sind zudem mit der anwenderfreund...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Entwickeln geostatistischer Methoden; Anwenden numerischer Modelle zur Simulation und Beschreibung von dynamischen Prozessen in der Geosphäre)figural-räumliches Denken (z.B. dreidimensionales Modellieren von Geoobjekten)Technisches Verständnis (z.B. Auswählen und Montieren von Hardwarekomponenten)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Leiten von IT-Projekten; Planen des Mitarbeitereinsatzes)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Umrechnen und Aufbereiten von Koordinaten für Systeme zur digitalen Geodatenerfassung)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Datenbanksysteme oder digitale Karten am Bildschirm erstellen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Geoinformatiker/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Informatiker/Informatikerinfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Leiter/Leiterin der ITLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungSoftware-ArchitectSoftwareentwickler/Softwareentwicklerinin angrenzenden Berufen:Geowissenschaftler/GeowissenschaftlerinIngenieur/Ingenieurin für GeotechnikVermessungsingenieur/Vermessungsingenieurinmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Informatiker/Informatikerin (Weiterbildung)Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Geoinformatiker/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Datenbanksysteme oder digitale Karten am Bildschirm erstellen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Geoinformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungKartograf/Kartografin (Hochschule)Geologe/GeologinGemeinsamkeiten:Gestalt und Aufbau der Erde erforschen und darstellenGeodatenbanken und -informationssysteme entwickelnGeodaten erfassen, aufbereiten und verarbeitenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Geoinformatiker/Geoinformatikerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Geoinformatiker/Geoinformatikerin in Deutschland? ▼
Ein Geoinformatiker in Deutschland fungiert als Brücke, indem er Informationstechnologien bei der Erfassung, Verarbeitung, Analyse und Visualisierung von Geodaten einsetzt. Fachleute in diesem Bereich erschließen standortbezogene Informationen mithilfe von Computersystemen und entwickeln so Lösungen für komplexe räumliche Probleme.
Ihre Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert; Entwicklung und Verwaltung von Geoinformationssystemen (GIS),
Ist Geoinformatiker/Geoinformatikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Geoinformatiker/Geoinformatikerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Geoinformatiker/Geoinformatikerin qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Geoinformatik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Geoinformatiker/Geoinformatikerin in Deutschland typischerweise? ▼
Geoinformatiker und Geoinformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Rechenzentrenin Besprechungs- und Schulungsräumenin IT-LaborsDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Geoinformatiker/Geoinformatikerin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 3.385 € bis 4.739 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.