Was ist Friseur/Friseurin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Friseur/Friseurin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Friseure und Friseurinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Friseurhandwerks): Friseursalons, VerkaufsräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Friseure und Friseurinnen beraten ihre Kunden bei der Haarpflege und der Wahl einer typgerechten Frisur. Dann waschen, schneiden, pflegen, färben, wellen oder glätten sie das Haar, arbeiten Verlängerungen (Extensions) sowie Verdichtungen ein und rasieren, pflegen und formen Bärte. Dabei wenden sie verschiedene Schneide- und Färbetechniken an. Des Weiteren färben und formen sie Augenbrauen und Wimpern, gestalten Tages- oder festliche Make-ups, führen Maniküren sowie Kopf- und Handmassagen durch und verkaufen Kosmetika sowie Haarpflegeprodukte. Sie rechnen mit den Kunden ab, bedienen die Kasse und vereinbaren Kundentermine. Darüber hinaus sorgen sie für Ordnung und Sauberkeit an den Arbeitsplätzen und im Verkaufsraum.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Friseure und Friseurinnen finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Friseurhandwerksin Kosmetiksalonsin Wellnesshotelsbei Film-, Theater- und MedienproduktionenArbeitsorte:Friseure und Friseurinnen arbeiten in erster Liniein Friseursalons und in Verkaufsräumen in kosmetischen Abteilungen von Hotelsin Garderoben- bzw. MaskenräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanf...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungFriseur/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Friseure und Friseurinnen beraten ihre Kunden bei der Haarpflege und der Wahl einer typgerechten Frisur. Dann waschen, schneiden, pflegen, färben, wellen oder glätten sie das Haar, arbeiten Verlängerungen (Extensions) sowie Verdichtungen ein und rasieren, pflegen und formen Bärte. Dabei wenden sie verschiedene Schneide- und Färbetechniken an. Des Weiteren färben und formen sie Augenbrauen und Wimpern, gestalten Tages- oder festliche Make-ups, führen Maniküren sowie Kopf- und Handmassagen durch und verkaufen Kosmetika sowie Haarpflegeprodukte. Sie rechnen mit den Kunden ab, bedienen die Kasse und vereinbaren Kundentermine. Darüber hinaus sorgen sie für Ordnung und Sauberkeit an den Arbeitsplätzen und im Verkaufsraum.Wo arbeitet man?Friseure und Friseurinnen finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Friseurhandwerksin Kosmetiksalonsin Wellnesshotelsbei Film-, Theater- und MedienproduktionenWeitereBerufe rund um Kosmetik, Körperpflege und Wellness
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:KundenmanagementFriseurdienstleistungendekorative Kosmetik und ManiküreBetriebsorganisation1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:1. Ausbildungsjahr:in Ausbildung und Beruf orientierenKunden empfangen und betreuenHaare und Kopfhaut pflegenFrisuren empfehlenHaare schneiden2. Ausbildungsjahr:Frisuren erstellenHaare dauerhaft umformenHaare tönenHaare färben und blondierenTeil 1 der Gesellenprüfung in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten 18 MonatenMarketingInhalte der gewählten Wahlqualifikationseinheit3. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Hände und Nägel pflegen und gestaltenHaut dekorativ gestaltenbetriebliche Prozesse mitgestaltenkomplexe Friseurdienstleistungen durchführenTeil 2 der Gesellenprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise: den Zustand und die Beschaffenheit von Haar und Kopfhaut zu beurteilen und entsprechende Behandlungsmaßnahmen vorzuschlagen wie und mit welchen verschiedenen Substanzen das Haar und die Kopfhaut gereinigt und gepflegt werden könnenmit welchen unterschiedlichen Techniken Haare geschnitten werden und wie dabei jeweilige Besonderheiten (z.B. Haaransatz, Wuchsrichtung, Fall) zu beachten sindmit welchen Präparaten und Techniken (Wickeln, Wellen, Papillotier-Techniken) Frisuren gestaltet werden könnenwie man Dienstleistungen im Bereich dekorative Kosmetik/Visagistik erbringt, z.B. Augenbrauen färbt und formt, Tages-Make-up oder Make-up für besondere Anlässe gestaltetwas beim Empfang, bei der Beratung, Betreuung und Behandlung von Kunden wichtig istwie man Informations- und Kommunikationssysteme nutzt, Daten erfasst und die Kundenkartei pflegtwie Maschinen, Geräte und Werkzeuge gereinigt, desinfiziert und gepflegt werdenwie man Hochsteckfrisuren gestaltet, Haarteile einarbeitet und welche Styling- und Finishtechniken man dabei einsetztwie bei farbverändernden Haarbehandlungen Einwirkzeiten festgelegt und überwacht werden und wie man Nachbehandlungen und Farbkorrekturen durchführtwie man Aufgaben im Team plant und ausführtDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Organisation des Ausbildungsbetriebs, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, digitalisierte Arbeitswelt vermittelt.In der Beruf...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Frisierumhänge umlegen, Haare waschen, Haartönungen nach Anweisung mischenUmgebung: im Verkaufs- und Arbeitsraum, z.T. beim KundenKleidung: z.T. Schutzkleidung (z.B. Schutzhandschuhe beim Haarewaschen bzw. -färben)Arbeitszeit: i.d.R. Samstagsarbeit Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Haareschneiden oder Auftragen von Färbemitteln)Kreativität, Sinn für Ästhetik und Farb- und Formempfinden (z.B. beim Gestalten von Hochsteckfrisuren oder beim Abstimmen von Strähnchenfarbe und natürlicher Haarfarbe) Kunden- und Serviceorientierung (z.B. bei der eingehenden Kundenberatung)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Friseurhandwerk (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 750 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 870 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.015 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken: z.B. um mit Scheren und elektrischen Schneidemessern umzugehenDeutsch: z.B. um Kunden/Kundinnen zu beratenChemie: z.B. um die Wirkungsweise der chemischen Prozesse bei den Haarbehandlungen zu verstehenKunst: z.B. um typgerechte Frisuren und Make-ups zu gestalten
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Friseur/in an:Bereich Kosmetik, Körperpflege und WellnessKosmetiker/Kosmetikerin (duale Ausbildung)Maskenbildner/MaskenbildnerinGemeinsamkeit:kosmetische Anwendungen ausführen bzw. Frisuren herstellen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können1957:Anerkennung des Berufsbilds für das Friseur-Handwerk1973:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft1997:Aktualisierung der Ausbildungsordnung 2008:Neue Verordnung über die Berufsausbildung unter Berücksichtigung neuer Aufgaben, z.B. in den Bereichen Kundenmanagement, Betriebsorganisation und MarketingGeänderte Struktur der Ausbildung (Gliederung nach berufsprofilgebenden und integrativen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten)Änderung der Prüfungsstruktur (Gesellenprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen) 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2021:Änderungsverordnung zur Anpassung an die Berufspraxis; Streichung der Wahlqualifikation Nageldesign/-modellage2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Friseur/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungFriseur/Friseurin
▶ Ausbildungsvergütung (Saarland)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Friseurhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 724 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:Tarifregister Saarland, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Friseure und Friseurinnen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Friseure und Friseurinnen vor allem in Fachbetrieben des Friseurhandwerks.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Friseurhandwerk bis hin zu Visagistik.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Friseurmeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Maskenbild erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Friseurhandwerks.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 6.732 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 50 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 30 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 9 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. 7 Prozent verfügten über die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [9.0%]9Hauptschulabschluss* [50.0%]50mittlerer Bildungsabschluss [30.0%]30Hochschulreife [7.0%]7Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Ausbildungsvergütung (Rheinland-Pfalz)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Friseurhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 740 €2. Ausbildungsjahr: 860 €3. Ausbildungsjahr: 1.000 €Quelle:ver.di, Stand August 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Spezialisierung während der Ausbildung
Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationseinheiten vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.:VisagistikLanghaarfrisurenHaarersatzColoration
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Friseur/zur Friseurin vom 21.05.2008 (BGBl. I S. 856), zuletzt geändert durch Verordnung vom 05.07.2022 (BGBl. I S. 1070)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Friseur/Friseurin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10.04.2008 i.d.F. vom 10.06.2022)
▶ Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Friseurhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 724 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:ver.di, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Ausbildungsvergütung (Nordrhein-Westfalen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Friseurhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 750 €2. Ausbildungsjahr: 870 €3. Ausbildungsjahr: 1.015 €Quelle:Tarifregister Nordrhein-Westfalen, Stand August 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Friseur/Friseurin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Friseur/Friseurin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Friseure und Friseurinnen beraten ihre Kunden bei der Haarpflege und der Wahl einer typgerechten Frisur. Dann waschen, schneiden, pflegen, färben, wellen oder glätten sie das Haar, arbeiten Verlängerungen (Extensions) sowie Verdichtungen ein und rasieren, pflegen und formen Bärte. Dabei wenden sie verschiedene Schneide- und Färbetechniken an. Des Weiteren färben und formen sie Augenbrauen und Wimpern, gestalten Tages- oder festliche Make-ups, führen Maniküren sowie Kopf- und Handmassagen durch und verkaufen Kosmetika sowie Haarpflegeprodukte. Sie rechnen mit den Kunden ab, bedienen die Kasse und vereinbaren Kundentermine. Darüber hinaus sorgen sie für Ordnung und Sauberkeit an den Arbeitsplätzen und im Verkaufsraum.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Friseure und Friseurinnen finden Beschäftigungin Fachbetrieben des Friseurhandwerksin Kosmetiksalonsin Wellnesshotelsbei Film-, Theater- und MedienproduktionenArbeitsorte:Friseure und Friseurinnen arbeiten in erster Liniein Friseursalons und in Verkaufsräumen in kosmetischen Abteilungen von Hotelsin Garderoben- bzw. MaskenräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [9.0%]9Hauptschulabschluss* [50.0%]50mittlerer Bildungsabschluss [30.0%]30Hochschulreife [7.0%]7Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Haareschneiden oder Auftragen von Färbemitteln)Kreativität, Sinn für Ästhetik und Farb- und Formempfinden (z.B. beim Gestalten von Hochsteckfrisuren oder beim Abstimmen von Strähnchenfarbe und natürlicher Haarfarbe) Kunden- und Serviceorientierung (z.B. bei der eingehenden Kundenberatung)Schulfächer:Werken (z.B. um mit Scheren und elektrischen Schneidemessern umzugehen)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten)Chemie (z.B. um die Wirkungsweise der chemischen Prozesse bei den Haarbehandlungen zu verstehen)Kunst (z.B. um typgerechte Frisuren und Make-ups zu gestalten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 750 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 870 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.015 €
Ist Friseur/Friseurin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Friseur/Friseurin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Friseur/Friseurin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Friseur/Friseurin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Friseur/Friseurin in Deutschland typischerweise? ▼
Friseure und Friseurinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Friseurhandwerks): Friseursalons, VerkaufsräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.
Wie hoch ist das typische Gehalt für Friseur/Friseurin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.