Was ist Forstwirt/Forstwirtin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Forstwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →Der Beruf Forstwirt/Forstwirtin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:
- Nutzpflanzenwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agrarwirtschaft
Bachelor · Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Agrarwissenschaften
Bachelor · Universität Rostock
Agrarwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agricultural and Horticultural Sciences - Bachelor of Science - Monobachelor
Bachelor · Institut für Kunst- und Bildgeschichte (IKB) der Humboldt-Universität zu Berlin
Agricultural Economics
Master · Universität Rostock
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Forstwirte und Forstwirtinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Forstbetriebe): im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein):Regionales Berufsbildungszentrum Bad Segeberg- BBZ Schulbürofür die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz):Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-HunsrückQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Forstwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Forstwirte und Forstwirtinnen begründen Waldbestände, d.h. sie forsten Flächen mit oft selbst gezogenen Bäumchen auf. Sie pflegen und schützen Waldflächen, indem sie Schädlinge bekämpfen, Areale mit jungen Bäumen einzäunen und Triebe mit Lösungen oder durch mechanische Schutzeinrichtungen vor Wildverbiss schützen. Dabei berücksichtigen sie auch die besonderen Herausforderungen des Klimawandels und fördern z.B. insbesondere Baumarten, die mit unterschiedlichen Klimaszenarien zurechtkommen. Auch pflegen sie (Feucht-)Biotope, Moore und Gewässer. Für die Walderneuerung gewinnen sie Samen der Waldbäume: Sie ernten Tannenzapfen oder sammeln die Samen von Laubbäumen. Bei der Holzernte fällen sie Bäume mit der Kettensäge, entasten, messen und markieren die Stämme. Oder sie setzen Holzerntemaschinen (Harvester) ein, die Bäume fällen, entasten, entrinden, zerteilen sowie vermessen und die dabei gewonnenen Daten direkt an forstwirtschaftliche Informationssysteme übermitteln. Sie bauen und unterhalten Waldwege und Forststraßen sowie Erholungseinrichtungen, z.B. Bänke und Picknickplätze, montieren Hochsitze, bringen Nistkästen an und richten Wildfutterplätze ein, die sie im Winter mit Futter versehen. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Instandhaltu...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungForstwirt/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Forstwirte und Forstwirtinnen begründen Waldbestände, d.h. sie forsten Flächen mit oft selbst gezogenen Bäumchen auf. Sie pflegen und schützen Waldflächen, indem sie Schädlinge bekämpfen, Areale mit jungen Bäumen einzäunen und Triebe mit Lösungen oder durch mechanische Schutzeinrichtungen vor Wildverbiss schützen. Auch pflegen sie (Feucht-)Biotope, Moore und Gewässer. Für die Walderneuerung gewinnen sie Samen der Waldbäume: Sie ernten Tannenzapfen oder sammeln die Samen von Laubbäumen. Bei der Holzernte fällen sie Bäume mit der Kettensäge, entasten, messen und markieren die Stämme. Oder sie setzen Holzerntemaschinen (Harvester) ein, die Bäume fällen, entasten, entrinden, zerteilen sowie vermessen und die dabei gewonnenen Daten direkt an forstwirtschaftliche Informationssysteme übermitteln. Sie bauen und unterhalten Waldwege und Forststraßen sowie Erholungseinrichtungen, z.B. Bänke und Picknickplätze, montieren Hochsitze, bringen Nistkästen an und richten Wildfutterplätze ein, die sie im Winter mit Futter versehen. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Instandhaltung ihrer Arbeitsmittel - angefangen von traditionellen Werkzeugen bis zu hochmodernen Maschinen, Fahrzeugen und digitalen Geräten. Wo arbeitet man? Forstwirte und Forstwirtinnen finden Beschäftigungin Forstbetrieben, bei forstwirtschaftlichen Dienstleisternbei Forstämtern und -verwaltungen des Bundes, de...
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:der Ausbildungsbetrieb, betriebliche Zusammenhänge und BeziehungenOrganisation und Abläufe betrieblicher Arbeit; wirtschaftliche ZusammenhängeWaldbewirtschaftung, ForstproduktionNaturschutz und LandschaftspflegeErnte und Aufbereitung von ForsterzeugnissenForsttechnikAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Mensch und ArbeitVorbereiten und Pflegen von WaldstandortenBegründen und Verjüngen von WaldbeständenPflegen von Kulturen und JungbeständenErhalten von Umwelt, Natur und LandschaftVermessen und Sortieren von RohholzWerkstattbetrieb und Forsttechnik2. und 3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Durchforstung von WaldbeständenÄsten von WaldbäumenSchützen von WaldbeständenErnten von Waldbäumen Bringen und Lagern des HolzesVerwenden von ForsterzeugnissenZwischenprüfung vor Ende des 2. AusbildungsjahresAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:welche heimischen Wildarten es gibt und wie diese sich verhaltenwelche verschiedenen Holzernteverfahren es gibt und wie man Bäume mit der Motorsäge fällt welche Einsatzbereiche und -grenzen von Maschinen, Geräten, Werkzeugen und Betriebsmitteln es gibt wie man technische Einrichtungen, Maschinen, Geräte und Werkzeuge auf ihre Betriebsbereitschaft prüft, sie auswählt und einsetztwie man vollmechanisierte Holzerntemaßnahmen vorbereitet und die Holzernte qualitätsorientiert sowie bestands- und bodenschonend durchführtwie Holz vermessen, sortiert und gelagert wird und wie man es schützen und konservieren kannwie man Saat- und Pflanzgut beurteilt und behandelt, Verjüngungs- und Kulturflächen vorbereitet und Maßnahmen naturnaher Waldbewirtschaftung durchführt welche vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz von Böden, Beständen und Produkten man ergreifen kannwie jagdbetriebliche Einrichtungen hergestellt, gepflegt und instand gehalten werdenwie man Hecken, Freiflächen und Feuchtbiotope anlegt sowie Fließgewässer pflegtDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Erhalten von Umwelt, Natur und Landschaft, Ernten von Waldbäumen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozial...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Boden bearbeiten, Bäume in Baumschulen pflegen, Bäume pflanzen, Waldareale einzäunen, Waldwege pflegen, Bäume fällen, entasten, entrinden, Holz abtransportierenUmgebung: Witterungseinflüsse im Freien, z.T. Arbeit in schwierigem und schwer erreichbarem GeländeKleidung: Schutzkleidung, Handschuhe, Helm, z.T. Schutzbrillen bzw. -visiere, GehörschutzAnforderungen:Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartungs- und Reparaturarbeiten an Hochsitzen, Zäunen, technischen Betriebsmitteln)Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Umgang mit Schädlingsbekämpfungsmitteln)Umsicht (z.B. bei Baumfällarbeiten, beim Bedienen forstwirtschaftlicher Fahrzeuge und Maschinen)Sorgfalt und Geschicklichkeit (z.B. beim Schutz junger Bäume, bei der Holzverarbeitung)Trittsicherheit (z.B. bei der Arbeit in schwierigem Gelände) Schwindelfreiheit (z.B. in größeren Höhen mit Absturzgefährdung arbeiten, etwa auf Leitern beim Entfernen von Ästen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 906 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 998 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.090 €Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie: z.B. um Vegetationsstörungen im Wald zu analysierenWerken/Technik: z.B. um Entrindungsmaschinen fachgerecht zu bedienenMathematik: z.B. um Flächen- und Raumberechnungen zu erstellen
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Forstwirt/in an:Bereich PflanzenLandwirt/LandwirtinGärtner/Gärtnerin Fachrichtung BaumschuleGärtner/Gärtnerin Fachrichtung FriedhofsgärtnereiGärtner/Gärtnerin Fachrichtung Garten- und LandschaftsbauGärtner/Gärtnerin Fachrichtung GemüsebauGärtner/Gärtnerin Fachrichtung ObstbauGärtner/Gärtnerin Fachrichtung StaudengärtnereiGärtner/Gärtnerin Fachrichtung ZierpflanzenbauWinzer/WinzerinFachkraft AgrarserviceGemeinsamkeit:Pflanzen züchten und pflegen, z.T. auch Kulturflächen erhalten und gestaltenBereich TiereRevierjäger/RevierjägerinGemeinsamkeit:landschaftspflegerische Tätigkeiten im Freien - meist im Wald - ausüben
▶ Entwicklung der Ausbildung
1950:Ausbildung zum Waldfacharbeiter ohne gesetzliche Grundlage 1974:Anerkennung des Ausbildungsberufs Forstwirt/in Aufhebung des Vorläuferberufs Waldfacharbeiter1998: Neue, modernisierte Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz, u.a. mit Berücksichtigung der Umwelterhaltung unter landschaftspflegerischen und ökonomischen Aspekten 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Forstwirt/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Forstwirtschaft (Ausbildungsbereich Landwirtschaft).
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungForstwirt/Forstwirtin
▶ Ausbildungsvergütung (Bayern)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 725 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Berlin)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 890 €2. Ausbildungsjahr: 970 €3. Ausbildungsjahr: 1.090 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Hessen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 765 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Hamburg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 858 €2. Ausbildungsjahr: 905 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Sachsen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 724 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:Tarifregister Sachsen, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Forstwirte und Forstwirtinnen z.B. bei Forstbetrieben und forstwirtschaftlichen Dienstleistern sowie in Forstämtern.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Forstwirtschaft bis hin zu Schädlingsbekämpfung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Forstwirtschaftsmeister/in abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Forstwissenschaft, -wirtschaft erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen Forstunternehmen oder einer eigenen Baumschule.
▶ Ausbildungsvergütung (Thüringen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Brandenburg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 834 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 55 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 29 Prozent besaßen die Hochschulreife. 15 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 1 Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [15.0%]15mittlerer Bildungsabschluss [55.0%]55Hochschulreife [29.0%]29*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Ausbildungsvergütung (Niedersachsen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 800 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Sachsen-Anhalt)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Rheinland-Pfalz)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 724 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Forstwirt/zur Forstwirtin (ForstWiAusbV) vom 23.01.1998 (BGBl. I S. 206)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Forstwirt/Forstwirtin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 05.12.1997)
▶ Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 745 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Schleswig-Holstein)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 858 €2. Ausbildungsjahr: 905 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Ausbildungsvergütung (Nordrhein-Westfalen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 740 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Mecklenburg-Vorpommern)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Beispiel Forstwirtschaft (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.237 €2. Ausbildungsjahr: 1.291 €3. Ausbildungsjahr: 1.341 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quelle:TVA-Forst, Stand Februar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Forstwirt/Forstwirtin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Forstwirt/Forstwirtin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Forstwirte und Forstwirtinnen begründen Waldbestände, d.h. sie forsten Flächen mit oft selbst gezogenen Bäumchen auf. Sie pflegen und schützen Waldflächen, indem sie Schädlinge bekämpfen, Areale mit jungen Bäumen einzäunen und Triebe mit Lösungen oder durch mechanische Schutzeinrichtungen vor Wildverbiss schützen. Dabei berücksichtigen sie auch die besonderen Herausforderungen des Klimawandels und fördern z.B. insbesondere Baumarten, die mit unterschiedlichen Klimaszenarien zurechtkommen. Auch pflegen sie (Feucht-)Biotope, Moore und Gewässer. Für die Walderneuerung gewinnen sie Samen der Waldbäume: Sie ernten Tannenzapfen oder sammeln die Samen von Laubbäumen. Bei der Holzernte fällen sie Bäume mit der Kettensäge, entasten, messen und markieren die Stämme. Oder sie setzen Holzerntemaschinen (Harvester) ein, die Bäume fällen, entasten, entrinden, zerteilen sowie vermessen und die dabei gewonnenen Daten direkt an forstwirtschaftliche Informationssysteme übermitteln. Sie bauen und unterhalten Waldwege und Forststraßen sowie Erholungseinrichtungen, z.B. Bänke und Picknickplätze, montieren Hochsitze, bringen Nistkästen an und richten Wildfutterplätze ein, die sie im Winter mit Futter versehen. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Instandhaltung ihrer Arbeitsmittel - angefangen von traditionellen Werkzeugen bis zu hochmodernen Maschinen, Fahrzeugen und digitalen Geräten. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe: Forstwirte und Forstwirtinnen finden Beschäftigung in Forstbetrieben, bei forstwirtschaftlichen Dienstleistern sowie bei Forstämtern und -verwaltungen des Bundes, der Länder und der Gemeinden.Arbeitsorte: Forstwirte und Forstwirtinnen arbeiten in erster Linie im Freien.Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Werkstatt- und Geräteräumen sowie in forstwirtschaftlichen Fahrzeugen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [15.0%]15mittlerer Bildungsabschluss [55.0%]55Hochschulreife [29.0%]29je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartungs- und Reparaturarbeiten an Hochsitzen, Zäunen, technischen Betriebsmitteln)Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Umgang mit Schädlingsbekämpfungsmitteln)Umsicht (z.B. bei Baumfällarbeiten, beim Bedienen forstwirtschaftlicher Maschinen)Sorgfalt und Geschicklichkeit (z.B. beim Schutz junger Bäume, bei der Holzverarbeitung)Trittsicherheit (z.B. bei der Arbeit in schwierigem Gelände) Schwindelfreiheit (z.B. in größeren Höhen arbeiten, etwa auf Leitern beim Entfernen von Ästen)Schulfächer:Biologie (z.B. um Vegetationsstörungen im Wald zu analysieren)Werken/Technik (z.B. um Entrindungsmaschinen fachgerecht zu bedienen)Mathematik (z.B. um Flächen- und Raumberechnungen zu erstellen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 906 € (Land- und Forstwirtschaft), 1.237 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 998 € (Land- und Forstwirtschaft*), 1.291 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.090 € (Land- und Forstwirtschaft*), 1.341 € (öffentlicher Dienst)*je nach Bundesland unterschiedlich
Ist Forstwirt/Forstwirtin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Forstwirt/Forstwirtin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Forstwirt/Forstwirtin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Forstwirt/Forstwirtin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Forstwirt/Forstwirtin in Deutschland typischerweise? ▼
Forstwirte und Forstwirtinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Forstbetriebe): im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein):Regionales Berufsbildungszentrum Bad Segeberg- BBZ Schulbürofür die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz):Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-HunsrückQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Forstwirt/Forstwirtin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.