Förster/Försterin (Hochschule)
Förster/in (Hochschule)
Was ist Förster/Försterin (Hochschule)?
Um diesen Beruf in Deutschland zu ergreifen, ist in der Regel ein Studium der Forstwirtschaft oder Forstwissenschaften an einer Hochschule mit einem Bachelor- und oft auch einem Masterabschluss erforderlich. Das Hochschulstudium vermittelt ein breites Spektrum an theoretischem und praktischem Wissen, darunter Waldökologie, Biologie, Bodenkunde, Aufforstungstechniken, Wildtiermanagement und Forstökonomie. Von Bewerberinnen und Bewerbern wird erwartet, dass sie das Abitur (deutsches Hochschulreifezeugnis) besitzen und ein tiefes Interesse an Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit mitbringen.
Für Studierende aus der Türkei, die eine Karriere als Förster/Försterin (Hochschule) in Deutschland anstreben, ist es wichtig, sich zunächst über den Anerkennungsprozess (Denklik) ihrer Hochschulabschlüsse in Deutschland zu informieren. Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein und effektiv mit der lokalen Bevölkerung und den Behörden kommunizieren zu können, sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (vorzugsweise C1-Niveau) unerlässlich. Angesichts der Bedeutung, die Deutschland der nachhaltigen Forstwirtschaft beimisst, besteht in diesem Bereich ein gutes Potenzial für qualifizierte Fachkräfte, Arbeitsplätze zu finden und sich beruflich weiterzuentwickeln.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →Der Beruf Förster/Försterin (Hochschule) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:
- Nutzpflanzenwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agrarwirtschaft
Bachelor · Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Agrarwissenschaften
Bachelor · Universität Rostock
Agrarwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agricultural and Horticultural Sciences - Bachelor of Science - Monobachelor
Bachelor · Humboldt-Universität zu Berlin
Agricultural Economics
Master · Universität Rostock
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitFilm ForstwissenschaftenWeitere InformationsangeboteAFZ-DerWaldBundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL)Forst&TechnikFORSTMASCHINEN-PROFIforstpraxis.de - Das Portal für Förster, Forstunternehmer und WaldbesitzerForstwirtschaft in DeutschlandFTI Forsttechnische InformationenHolz-ZentralblattNetzwerk Grüne ArbeitsweltOA Open AgrarWaldstrategie 2050waldwissen.net - Wald, Forstpraxis, Waldwirtschaft
▶ Trends
Smart ForestrySmart Forestry nutzt und vernetzt moderne Sensorik, Datenanalytik und Künstliche Intelligenz, um Wälder effizient zu bewirtschaften und bestehende Waldfrühwarnsysteme zu verbessern. Sensoren erfassen Umweltdaten wie Temperatur, Trockenheit oder Baumgesundheit in Echtzeit. Mittels Mobilfunk werden diese Daten weitergeleitet, gesammelt und von Fachkräften bewertet, um rasch datengestützte Entscheidungen treffen zu können. Ziel ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die Klimaanpassung, Kostenersparnis und eine schnelle Reaktion auf Risiken.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Erstellen von gewinnbringenden Haushalts- und Bewirtschaftungsplänenz.B. Planen und Steuern des Personal- und Betriebsmitteleinsatzesz.B. Vermarkten von Holz und anderen ForstproduktenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen der Pflanzenzucht und Aufforstungz.B. Kontrollieren der Waldbestände auf Wildverbiss oder SchädlingsbefallInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Erstellen von Entwürfen für Gesetze oder Verordnungenz.B. Anfertigen von Wert- oder Schadensgutachten für private und kommunale WaldbesitzerInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Planen, Organisieren und Überwachen des Forststraßen- und -wegebaus
▶ Arbeitsorte
Förster und Försterinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Forstrevier im FreienDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Betriebsleitung, BetriebsführungBetriebsmitteleinsatz planenForschungForstrechtForstschutzForstwirtschaftForstwissenschaftenHolzernteHolzhandelHolzkundeKalkulationMaschineneinsatz (Forstwirtschaft)Natur- und LandschaftsschutzrechtUmweltwissenschaftenWälder aufforstenWaldmonitoringWaldökologieWaldumbauWildbestandskontrolleWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AgroforstsystemeArbeitsvorbereitungArtenschutzArtenschutzrechtBaumkontrolleBergwälder pflegen und bewirtschaftenBetriebswirtschaftslehreBundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)Forst-Management-SystemeGutachter-, SachverständigentätigkeitJagdbetrieb, -wirtschaftJägerprüfung (Jagdschein)KlimawandelanpassungKundenberatung, -betreuungLandschaftspflegeNachhaltige ForstwirtschaftNaturschutzPachtrechtPaludikulturQualitätsmanagementSachkundenachweis nach Pflanzenschutz-SachkundeverordnungSchädlingsbekämpfungUmweltpädagogikWaldbrandschutzWaldinventurWaldpädagogikWaldpflegearbeitenWaldwegebau, -arbeitenWildnispädagogik
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Förster und Försterinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Digitale Topografische Karten - DTK (z.B. auf Grundlage des digitalen Kartenmaterials Grundstückswerte ermitteln oder Schadensgutachten erstellen)Digitaler Zwilling (z.B. durch Informationen über jeden einzelnen Baum eines Waldes selektiv die richtigen Bäume fällen lassen)Drohnentechnik (z.B. Forstinventur aus der Luft veranlassen)Enterprise-Resource-Planning-Systeme - ERP-Systeme (z.B. Arbeitsabläufe in der Forstwirtschaft inhaltlich und terminlich planen, organisieren und steuern)Forst-Management-Systeme (z.B. Daten aus Forst-Management-Systemen heranziehen, um Temperaturen sowie Niederschlagsmengen auszuwerten und die Bewirtschaftung von Wäldern digital zu planen)Geoinformationssysteme - GIS (z.B. forstliche und landschaftspflegerische Maßnahmen in Landschaftspläne aufnehmen)Low Power Wide Area Network - LP-WAN (z.B. Wildbestände überwachen und Daten für das Wildmonitoring auswerten)Predictive Analytics (z.B. mithilfe entsprechender Modelle den Holzzuwachs pro Jahr vorhersagen)Predictive Maintenance (z.B. Betriebsbereitschaft forsttechnischer Geräte, Maschinen und Fahrzeuge ermitteln)Smart Spraying (z.B. Schädlingsbekämpfungsmittel in der erforderlichen Aufwandmenge und Mischung zielgerichtet ausbringen lassen)
▶ Arbeitssituation
Förster/innen leiten Forstbetriebe oder übernehmen Leitungsaufgaben in größeren Betrieben bzw. in Forstämtern und -verwaltungen. Hierfür sind Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen erforderlich, für die Anleitung und Motivierung der Mitarbeiter/innen auch Verantwortungsbewusstsein, Sozialkompetenz und Führungsqualitäten. Die Kontrolle der Bestände z.B. auf Wildverbiss oder Schädlingsbefall erfordert Genauigkeit und ein hohes Maß an Konzentration. Im Kontakt zu Kunden zeigen Förster/innen sich service- und kundenorientiert sowie kontakt- und kommunikationsfähig. Verhandlungsgeschick beweisen sie im Umgang mit Lieferanten. Bei der Überwachung der Holzernte sind Sorgfalt, Umsicht und eine gute körperliche Konstitution erforderlich. Am Computer erledigen Förster/innen Buchführungs- und Abrechnungstätigkeiten sowie andere verwaltende und kaufmännische Aufgaben. Leiten sie Baumfällarbeiten oder überwachen den Forstwegebau, stellen sie z.B. Holzerntemaschinen ein oder führen den Umgang mit Transportgeräten vor. Dabei tragen sie schnittfeste Hosen, Helm und Schutzbrille oder -visier sowie Gehörschutz, denn forstwirtschaftliche Maschinen erzeugen Lärm. Auch auf ihren Kontrollgängen durch den Wald sind sie der Witterung und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Werden chemische Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt, können sich Dämpfe entwickeln.
▶ Existenzgründung
Förster und Försterinnen können sich selbstständig machen z.B. als:Forstsachverständige/rForstunternehmer/in
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 3.871 € bis 4.905 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 4.928 € bis 5.631 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Forstwirtschaft, JagdForstwirtschaft, hier auch: PrivatforstverwaltungenErbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und Holzeinschlag, z.B. forstwirtschaftliche LohnunternehmenÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. Forstämter und -verwaltungen von Kommunen und LändernNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. forstliche VersuchsanstaltenHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, Verwaltungsfachhochschulen
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Forstwissenschaft, -wirtschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Forstwissenschaft, -wirtschaft (grundständig)Forstwissenschaft, -wirtschaft (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Förster und Försterinnen finden Beschäftigungin Forstbetriebenin Forstämtern und -verwaltungen der Kommunen und Länder sowie in Privatforstverwaltungenin forstlichen Versuchsanstaltenan Hochschulen
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Förster/in (Hochschule)Berufsbezeichnung in französischer SpracheIngénieur forestier/Ingénieure forestière
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Ein Sachkundenachweis gemäß Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung kann erforderlich sein.Ein Jagdschein berechtigt zur Jagd. Für die Erteilung des Jagdscheins ist eine bestandene Jägerprüfung nachzuweisen.
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei saisonal bedingten Arbeitsengpässen zusätzliche Arbeiten im Zusammenhang mit Neuanpflanzungen, bei der Holzernte oder im Büro tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Durchführen oder Begleiten langwieriger Wiederaufforstungs- und Rekultivierungsprogramme)Sorgfalt (z.B. gewissenhaftes Kontrollieren des Waldbestandes auf Schäden durch Wildverbiss, Schädlingsbefall oder Windbrüche)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. verantwortungsvoller Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, um langfristig negative Auswirkungen auf das Ökosystem Wald zu vermeiden)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Organisieren und Steuern der Arbeitsabläufe bei der forstwirtschaftlichen Produktion sowie der Vermarktung der Holzernte)Umsicht (z.B. Erfassen und Berücksichtigen des Umfelds bei Baumfällarbeiten und beim Einsatz forstwirtschaftlicher Maschinen und Fahrzeuge)Verhandlungsgeschick (z.B. Führen von Verkaufsverhandlungen mit Zulieferern von Produktionsmitteln wie forstwirtschaftlichen Maschinen sowie bei der Ve...
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Förster und Försterinnen leiten die Bewirtschaftung von Wäldern und organisieren Pflege, Pflanzung, Holznutzung und Vermarktung. Dabei achten sie auf Nachhaltigkeit sowie den Erhalt der Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
AgroBrainajb AgrarjobbörseBildungsserver AgrarEarthworks-jobs.comforum-holzkarriereGabot GartenbauGRUENEJOBS.deGrüner StellenmarktHBLA für Forstwirtschaftholzjob.euInteramt.deKarrero by top agrarStellenblatt.de
▶ Verbände und Organisationen
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)European Arboricultural Council e. V. (EAC) Haus der LandschaftFachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)Johann Heinrich von Thünen-InstitutKuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband der Landwirtschaftskammern e.V.
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen, für die Arbeitssicherheit beim Holzeinschlag sorgen)Beachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben (z.B. bei der Entwicklung von Maßnahmen zu Raumordnung, Landschaftspflege oder Naturschutz)Kundenkontakt (z.B. bei der Beratung von Waldbesitzern hinsichtlich des Holzverkaufs)Umgang mit Pflanzen (z.B. bei Aufforstungsarbeiten)Arbeit im Gehen und StehenArbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Holzerntemaschinen (Harvester) und Transportgeräte)Handarbeit (z.B. Bäume markieren und Proben entnehmen)Bildschirmarbeit (z.B. dendrologische Daten recherchieren; an Bäumen festgestellte Schäden dokumentieren)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzhelm, Gesichts-, Gehörschutz und schnittfeste Hosen)Arbeit in Büroräumen (z.B. in Behörden den forstlichen Grundbesitz verwalten)Arbeit im Freien (im Wald, z.B. bei Kontrollgängen oder auch bei der Jagd)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, ZugluftArbeit unter Lärm (z.B. bei der Überwachung des Forstwegebaus)Umgang mit Chemikalien (z.B. chemische Schädlingsbekämpfungsmittel)Unfallgefahr (z.B. bei der Holzernte)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Forst- und Jagdwirtschaft, LandschaftspflegeForstverwalter/Betriebsleiter / Forstverwalterin/Betriebsleiterin - ForstGutachter-, SachverständigentätigkeitForstwirtschaftssachverständiger/ForstwirtschaftssachverständigeUmwelt-Auditor/Umwelt-AuditorinLehrtätigkeit an beruflichen/berufsbildenden SchulenFachlehrer/Fachlehrerin an Forstlichen BildungszentrenLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinVerfahrens-, ProduktentwicklungForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Unterlagen, z.B.: Flurkarten, Raumordnungspläne, Pachtverträge, Betriebsanalysen, Organisations-, Personal-, Maschineneinsatzpläne, Schlägerungs- und Aufforstungspläne, Gutachten, Forst- und Jagdrecht, Natur- und Umweltschutzvorschriften, FachliteraturBüroausstattung und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Geoinformationssysteme (GIS)Maschinen und Geräte, z.B.: Rückfahrzeuge, Forstkräne, Holzerntemaschinen (Harvester), Kettensägen, Drohnen, WildkamerasAusrüstung und Kommunikationsmittel, z.B.: Jagdwaffen, Ferngläser, Mobilfunkgeräte
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Förster und Försterinnen planen und organisieren die Bewirtschaftung von Wäldern – von der Samenernte über Aufforstung und Pflege bis zur Holzernte und Vermarktung. Dabei berücksichtigen sie auch die besonderen Herausforderungen des Klimawandels und fördern z.B. Baumarten, die mit unterschiedlichen Klimaszenarien zurechtkommen. Auf Kontrollgängen prüfen sie den Zustand der Bestände, erfassen Schäden und leiten Maßnahmen wie Schädlingsbekämpfung, Brandschutz oder Wegebau ein. Sie erstellen Schlägerungspläne, überwachen die Holzernte und regulieren im Wildtiermanagement den Tierbestand. Neben praktischen Aufgaben übernehmen sie auch Verwaltung, Kostenkalkulation, Personal- und Maschineneinsatz. Außerdem beraten sie Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen, planen Waldlehrpfade und organisieren waldpädagogische Angebote.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Forst- und Jagdwirtschaft oder Umwelt- und Naturschutz).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Forstwissenschaft, -wirtschaft, Holzwirtschaft oder Landschaftsökologie, Naturschutz.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Planung und LeitungPflanzenzucht, Aufforstung und Holzeinschlag planen und organisierenMaßnahmen zur Schädlingsbekämpfung einleitenMaßnahmen zur Regulierung des Wasserhaushalts im Wald veranlassen Forstwegebau organisieren und überwachenjagdliche Aufgaben ausführen und die Jagd verwaltenforstliche Maßnahmen zur Raumordnung, Brandschutzprävention, Landschaftspflege, zu Naturschutz und Naherholungsgebieten planen, dabei die besonderen Herausforderungen des Klimawandels miteinbeziehenMitarbeiter/innen führenÖffentlichkeitsarbeit übernehmen, z.B. Führungen und andere Informationsveranstaltungen anbietenBetriebswirtschaftliche und verwaltende Tätigkeitenbetriebswirtschaftliche Grundsatzfragen entscheidenPersonal- und Betriebsmitteleinsatz planen und steuernKosten kalkulieren, Investitionsentscheidungen treffen, Betriebsanalysen und Erfolgsstatistiken erstellenHolz und andere Forstprodukte vermarkten forstlichen Grundbesitz verwaltenBeratung und BegutachtungBehörden, private und kommunale Waldbesitzer/innen beraten, z.B. über Auswirkungen des Klimawandels, bei der WaldbauplanungBetriebs-, Wert- und Schadensgutachten sowie Gutachten über Grundstückswerte anfertigen bei der Erarbeitung von Entwürfen für Gesetze, Verordnungen oder Verwaltungsanweisungen mitwirkenAufgaben in Koordination und Umsetzung von Sonderprogrammen übernehmen, z.B. Projekte zur Stärkung der biologischen Vielfalt in der Forstwirtschaftin Forst-Consultingunternehmen z.B. in Bereichen wie Forsteinrichtung, Waldbewe...
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternative bietet sich für den Beruf Förster/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungAgrarwissenschaftler/Agrarwissenschaftlerin / Agrarökonom/AgrarökonominGemeinsamkeiten:Naturwissenschaftliche Daten zu Vegetation, Düngung oder Pflanzenschutz erheben und auswertenLand- bzw. forstwirtschaftliche Betriebe beratenÖkologische Gegebenheiten berücksichtigenHinweis: Die genannte Jobalternative erfordert ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Förster/innen übernehmen leitende Funktionen in der Bewirtschaftung von Wäldern. Sie planen und organisieren die Waldpflege, die Pflanzung neuer Bestände, die nachhaltige Holznutzung sowie die Vermarktung von Holz und sorgen für den Erhalt der Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes.ForstbetriebSie leiten die Arbeiten bei der Waldpflege und -nutzung, beim Wildtiermanagement und der Verwaltung des forstlichen Grundbesitzes. Um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherzustellen, müssen sie vorausschauend denken, denn bis zur Erntereife eines Baumes können 80 bis 100 Jahre vergehen. Förster/innen müssen daher z.B. die Aufforstung von Flächen gut planen. Im Zuge der Waldbrandprävention setzen sie angepasste Pflanzkonzepte um, legen Schutz- und Wundstreifensysteme an oder veranlassen die Anlage von Löschteichen. Sie sind viel in ihrem Verantwortungsbereich unterwegs, z.B. um die Entwicklung von Neupflanzungen zu begutachten, Bäume für die Holzernte zu markieren oder Jagdpächter zu begleiten. Öfter als das Jagdgewehr haben sie mobile Endgeräte dabei, um damit z.B. den Zustand erkrankter Bäume, den voraussichtlichen Ertrag erntereifer Stämme oder die GPS-Daten von Gebieten mit Sturmschäden zu erfassen. Um Waldgebiete zu erschließen und so überhaupt für die wirtschaftliche Nutzung wie auch als Erholungsort zugänglich zu machen, veranlassen sie den Bau von Forstwegen und -straßen.Einen großen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen sie auch im Büro, erstellen Schlägerungspl...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt. Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwendung von mathematischen Methoden bei der Vermarktung von Holz) figural-räumliches Denken (z.B. Erstellen und Verstehen von Plänen für Aufforstungen und Begrünungen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Beobachten von Wildverbiss im Waldbestand oder des Anwuchses von Pflanzungen) Handgeschick (z.B. Umgang mit Jagdwaffen; Mitwirkung bei Pflanzenzucht, Aufforstung und Holzeinschlag) Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. schnelles, situationsgerechtes Reagieren in Gefahrensituationen, etwa auf der Jagd oder bei Baumfällarbeiten) Technisches Verständnis (z.B. Planen technischer Hilfen etwa für Aufforstungen, Holzeinschlag oder Wegebau) Kaufmännische Befähigung (z.B. Vermarkten von Holz und anderen Forstprodukten) Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen forstlicher Maßnahmen zur Raumordnung, Landschaftspflege, zu Naturschutz und zur Erholung der Bevölkerung) Räumliche Orientierung (z.B. Orientierung im Wald) Pädagogisches Geschick (z.B. Anleiten von Mitarbeiter/innen bei forstlichen Maßnahmen)
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Bundesjagdgesetz vom 29.09.1976 (BGBl. I S. 2849), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 87)Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung (PflSchSachkV), geändert durch Artikel 376 des Gesetzes vom 31.08.2015 (BGBl. I S. 1474)Für den Einsatz von Drohnen:Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) vom 29.10.2015 (BGBl. I S. 1894), zuletzt geändert durch Artikel 28 des Gesetzes vom 18.12.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 347)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. bei der Bestandserfassung Zwangshaltungen einnehmen, in der Hocke oder auf den Knien)Robuste Gesundheit (z.B. im Freien auch unter widrigen Witterungsbedingungen Kontrollgänge durchführen)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. mit Jagdwaffen umgehen; Bäume markieren)Ausreichende Bewegungskoordination (z.B. im Jagdbetrieb auf Hochstände und -sitze klettern)Schwindelfreiheit (z.B. auf Hochsitze steigen)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Waldbesitzer/innen beraten)Sehvermögen für die Ferne - auch korrigiert (z.B. Wegmarken im Wald erkennen; jagdliche Aufgaben ausführen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Schadsymptome an Bäumen erkennen; am Bildschirm forstlichen Grundbesitz verwalten)Räumliches Sehvermögen (z.B. bei der Planung und Überwachung von Baumfällarbeiten Entfernungen abschätzen)Sehvermögen im Dunkeln/in der Dämmerung - Dämmerungssehen (z.B. Jagdbetrieb durchführen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Hörverstehen unter z.T. erschwerten Bedingungen wie bei Baumfällarbeiten)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln umgehen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. mit chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln umgehen; Kontakt mit Allergien auslösenden Baum- und Pflan...
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Förster/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Fachlehrer/Fachlehrerin an Forstlichen BildungszentrenForstverwalter/Betriebsleiter / Forstverwalterin/Betriebsleiterin - ForstForstwirtschaftssachverständiger/ForstwirtschaftssachverständigeRevierförster/Revierförsterinmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Forsttechnik/Bachelor Professional in TechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Förster/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. bei der Bestandserfassung Zwangshaltungen einnehmen, in der Hocke oder auf den Knien)Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. im Freien auch unter widrigen Witterungsbedingungen Kontrollgänge durchführen)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. mit Jagdwaffen umgehen; Bäume markieren)Störungen der Bewegungskoordination, Gleichgewichtsstörungen (z.B. im Jagdbetrieb auf Hochstände und -sitze klettern)Schwindelneigung (z.B. auf Hochsitze steigen)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Waldbesitzer/innen beraten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Ferne (z.B. Wegmarken im Wald erkennen; jagdliche Aufgaben ausführen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Schadsymptome an Bäumen erkennen; am Bildschirm forstlichen Grundbesitz verwalten)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. bei der Planung und Überwachung von Baumfällarbeiten Entfernungen abschätzen)Schlechtes Dämmerungssehen, Nachtblindheit (z.B. Jagdbetrieb durchführen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Hörverstehen unter z.T. erschw...
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Förster/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungAgrarwissenschaftler/Agrarwissenschaftlerin / Agrarökonom/AgrarökonominGemeinsamkeiten:naturwissenschaftliche Daten zu Vegetation, Düngung oder Pflanzenschutz erheben und auswertenlandwirtschaftliche bzw. Gartenbaubetriebe beratenökologische Gegebenheiten berücksichtigenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Förster/Försterin (Hochschule)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Förster/Försterin (Hochschule) in Deutschland? ▼
Der Beruf des Försters/der Försterin (Hochschule) in Deutschland spielt eine wichtige Rolle, indem er die nachhaltige Bewirtschaftung, den Schutz und die Entwicklung von Waldökosystemen gewährleistet. Diese Fachkräfte übernehmen unter Berücksichtigung des ökologischen Gleichgewichts der Wälder verschiedene Aufgaben wie Aufforstung, die Planung von Holzfällungen, Wildtiermanagement und die Pflege von Waldwegen. Obwohl sich ihr Arbeitsumfeld hauptsächlich im Freien, in Waldgebieten, konzentriert, sind sie auch für Planungs-, Berichts- und Verwaltungsaufgaben im Büro tätig. Bei der Ausübung ihrer Aufgaben nutzen sie verschiedene Werkzeuge wie Karten, GPS-Geräte, spezielle forstwirtschaftliche Ausrüstung und moderne Technologien.
Um diesen Beruf in Deutschland zu ergreifen, ist in der Regel ein Studium der Forstwirtschaft oder Forstwissenschaften an einer Hochschule mit einem Bachelor- und oft auch einem Masterabschluss erforderlich. Das Hochschulstudium vermittelt ein breites Spektrum an theoretischem und praktischem Wissen, darunter Waldökologie, Biologie, Bodenkunde, Aufforstungstechniken, Wildtiermanagement und Forstökonomie. Von Bewerberinnen und Bewerbern wird erwartet, dass sie das Abitur (deutsches Hochschulreifezeugnis) besitzen und ein tiefes Interesse an Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit mitbringen.
Für Studierende aus der Türkei, die eine Karriere als Förster/Försterin (Hochschule) in Deutschland anstreben, ist es wichtig, sich zunächst über den Anerkennungsprozess (Denklik) ihrer Hochschulabschlüsse in Deutschland zu informieren. Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein und effektiv mit der lokalen Bevölkerung und den Behörden kommunizieren zu können, sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (vorzugsweise C1-Niveau) unerlässlich. Angesichts der Bedeutung, die Deutschland der nachhaltigen Forstwirtschaft beimisst, besteht in diesem Bereich ein gutes Potenzial für qualifizierte Fachkräfte, Arbeitsplätze zu finden und sich beruflich weiterzuentwickeln.
Ist Förster/Försterin (Hochschule) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Förster/Försterin (Hochschule)" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Förster/Försterin (Hochschule) qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Forstwissenschaft, -wirtschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Förster/Försterin (Hochschule) in Deutschland typischerweise? ▼
Förster und Försterinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Forstrevier im FreienDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Förster/Försterin (Hochschule) in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 3.871 € bis 4.905 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 4.928 € bis 5.631 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.