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Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend)

Weiterbildung Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. KldB B 11424

Was ist Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend)?

Der Beruf Fischerei und Aquakultur (Fortgeschrittenes Niveau) in Deutschland umfasst spezialisiertes Wissen und Fähigkeiten, die darauf abzielen, die Nachhaltigkeit, Effizienz und Qualität der Aquakulturproduktion zu steigern. Fachkräfte in diesem Bereich verwalten und optimieren die Prozesse der Zucht, Pflege, Verarbeitung und Vermarktung von Fischen, Schalentieren und anderen Wasserlebewesen. Die Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert; sie umfassen technische Themen wie Wasserqualitätsanalyse und -management, Krankheitsprävention und -behandlung, Entwicklung von Fütterungsstrategien, genetische Selektion und Implementierung von Zuchtprogrammen, sowie Betriebsführung, Produktverarbeitung und Marketingaktivitäten. Die Arbeitsumgebungen sind typischerweise moderne Aquakulturbetriebe, Brütereien, Verarbeitungsanlagen und Forschungszentren, wobei zu den verwendeten Werkzeugen Automatisierungssysteme, Wasseranalysegeräte, spezielle Ernteausrüstung und Datenmanagement-Software gehören.

Dieser Beruf wird in Deutschland in der Regel über ein berufliches Ausbildungsprogramm (Ausbildung) erlernt. Diese Ausbildung umfasst fortgeschrittene Themen, die auf grundlegendem Wissen über Fischerei und Aquakultur aufbauen, und vermittelt den Studierenden fundierte Kenntnisse über aktuelle Technologien und Nachhaltigkeitsprinzipien in der Branche. Für die Teilnahme am Programm werden in der Regel ein guter Schulabschluss (Abitur oder vergleichbar) und Interesse an Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie erwartet. Wenn türkische Studierende in Deutschland eine berufliche Ausbildung in diesem Bereich absolvieren möchten, ist es wichtig, dass sie zunächst ausreichende Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau B2) nachweisen und ihre Bildungsnachweise aus der Türkei in Deutschland anerkennen lassen. Angesichts der Globalisierung des Aquakultursektors und der steigenden Nachfrage nach nachhaltiger Lebensmittelproduktion besteht in Deutschland und international Bedarf an qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →

Der Beruf Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:

Detaillierte Informationen

Medien

Aquaculture InternationalFisch & FangFischerei in Deutschland - Portal des Bundes und der LänderLeibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Labors, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:AquakulturFischereibiologieFischvermarktungFischwirtschaft, FischzuchtPhykologie (Algenkunde)Weitere Kompetenzen, die für eine spätere Berufsausübung bedeutsam sein können:AquaponikBetriebswirtschaftslehreControllingFachpublikationen erstellenForschungGeoinformatikGewässerökologieGutachter-, SachverständigentätigkeitKosten- und LeistungsrechnungLehrtätigkeit (Hochschule)MarketingMeeresbiologieMeeresschutzNachhaltige FischereiPersonalwesenStatistikTierschutzUmweltrechtWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe " Fischfanggeräte und Fischverarbeitungsanlagen"

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Pflichtmodule, z.B.:AquakultursystemeBiodiversity of Marine LifeBiologie, Ökologie und Physiologie der FischeEinführung in die InformatikEnvironmental Policy and ManagementFinanzbuchhaltungTechnologie der FischaquakulturWasserqualitätWahlpflichtmodule, z.B.:Fish Biology and Population Dynamics Ökonomik der Tierzucht und TierhaltungPlankton Ecology and EvolutionPrivates WirtschaftsrechtPraktische Studieninhalte:Ggf. Praktika (z.B. bei Umweltorganisationen)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. Laborstudien auf dem Forschungsgebiet Biologische Ozeanographie durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in einer privaten oder öffentlichen Einrichtung der Aquakultur), Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend) sein:Bereich BiologieMeeresbiologie (weiterführend)Biologie (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in den Bereichen Fischwirtschaft, Fischereimanagement oder marines Ökosystem erwerbenBereich Umwelt- und NaturschutzUmweltwissenschaft (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in aquatischer Ökologie, Wasseranalytik und Meeresbiologie erwerben

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Fischereiwesen, Aquakultur (grundständig)Agrarbiologie (grundständig)Agrarwissenschaft (grundständig)Biologie (grundständig)Agrarmanagement (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:BetriebswirtschaftSelbstmarketingKommunikationstraining Auch Wahlpflicht- und Wahlmodule z.B. zum Thema Ökonomik der Tierzucht und Tierhaltung können Zusatzqualifikationen vermitteln. Zudem bereiten Praktika (z.B. in einer privaten oder öffentlichen Einrichtung der Aquakultur) gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Ein Thema kann z.B. Fischwirtschaft wird.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleAquakultur (Master)Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen im Bereich Fischereiwesen, Aquakultur bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Fischerei, Fischwirtschaft, Gutachter-, Sachverständigentätigkeit oder Verfahrens-, Produktentwicklung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden21. Jahrhundert:Etablierung von MasterstudiengängenEinführung des Bachelorstudiengangs ab 2017

Verbände und Organisationen

Bundesverband Aquakultur e.V.Deutscher Fischerei-Verband e.V.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussgradMaster of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Fischereiwesen, Aquakultur vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend) in Deutschland?

Der Beruf Fischerei und Aquakultur (Fortgeschrittenes Niveau) in Deutschland umfasst spezialisiertes Wissen und Fähigkeiten, die darauf abzielen, die Nachhaltigkeit, Effizienz und Qualität der Aquakulturproduktion zu steigern. Fachkräfte in diesem Bereich verwalten und optimieren die Prozesse der Zucht, Pflege, Verarbeitung und Vermarktung von Fischen, Schalentieren und anderen Wasserlebewesen. Die Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert; sie umfassen technische Themen wie Wasserqualitätsanalyse und -management, Krankheitsprävention und -behandlung, Entwicklung von Fütterungsstrategien, genetische Selektion und Implementierung von Zuchtprogrammen, sowie Betriebsführung, Produktverarbeitung und Marketingaktivitäten. Die Arbeitsumgebungen sind typischerweise moderne Aquakulturbetriebe, Brütereien, Verarbeitungsanlagen und Forschungszentren, wobei zu den verwendeten Werkzeugen Automatisierungssysteme, Wasseranalysegeräte, spezielle Ernteausrüstung und Datenmanagement-Software gehören.

Dieser Beruf wird in Deutschland in der Regel über ein berufliches Ausbildungsprogramm (Ausbildung) erlernt. Diese Ausbildung umfasst fortgeschrittene Themen, die auf grundlegendem Wissen über Fischerei und Aquakultur aufbauen, und vermittelt den Studierenden fundierte Kenntnisse über aktuelle Technologien und Nachhaltigkeitsprinzipien in der Branche. Für die Teilnahme am Programm werden in der Regel ein guter Schulabschluss (Abitur oder vergleichbar) und Interesse an Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie erwartet. Wenn türkische Studierende in Deutschland eine berufliche Ausbildung in diesem Bereich absolvieren möchten, ist es wichtig, dass sie zunächst ausreichende Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau B2) nachweisen und ihre Bildungsnachweise aus der Türkei in Deutschland anerkennen lassen. Angesichts der Globalisierung des Aquakultursektors und der steigenden Nachfrage nach nachhaltiger Lebensmittelproduktion besteht in Deutschland und international Bedarf an qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich.

Ist Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Fischereiwesen, Aquakultur vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.

Wo arbeiten Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Labors, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Fischereiwesen, Aquakultur (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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