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Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung)

Ergotherapeut/in (Ausbildung)

Ausbildung Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81723

Was ist Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung)?

Was macht man in diesem Beruf?Ergotherapeuten und -therapeutinnen beraten und behandeln Personen, die durch eine Erkrankung, z.B. einen Schlaganfall, oder durch eine Behinderung in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt sind. Auch Kinder und ältere Menschen, die beispielsweise motorische Schwierigkeiten aufweisen, zählen zu ihren Patienten.Nach individuell erstelltem Behandlungsplan üben sie mit ihnen je nach Bedarf z.B. grundlegende Fertigkeiten wie Essen, Waschen, Ankleiden, Schreiben oder Einkaufen. Bei anderen Patienten trainieren sie die Grob- und Feinmotorik, die Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit oder den Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen. Sie geben Anregungen und Anleitungen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes, zur Arbeit im Haushalt oder zur Planung des Tagesablaufs. In den Therapieplan beziehen sie auch die Angehörigen und das Umfeld der Patienten mit ein. Durch die Therapie streben sie an, den Patienten ein möglichst selbstständiges Leben bzw. eine Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen finden Beschäftigungin Praxen für Ergotherapiein Krankenhäusern und Kliniken sowie Gesundheitszentrenin sozialen Einrichtungen und Heimenin pädagogischen Einrichtungen wie Sonderschulen und Frühförderzentrenin Kurhotels mit ErgotherapieangebotArbeitsorte:Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen arbeiten in erster Liniein Behandlungsräumenin PatientenzimmernDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Patientenwohnungen bzw. Räumen von Betreuungseinrichtungenin Turn- und Sporthallenin Werkräumenam Arbeitsplatz von Patientenim Freienin BüroräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.Worauf kommt es an?Anforderungen:Pädagogische Fähigkeiten und Kommunikationsfähigkeit (z.B. für das Anleiten und Motivieren von Patienten/Klienten, für das Erläutern von Therapieplänen)Einfühlungsvermögen und Kontaktbereitschaft (z.B. Erkennen der Wünsche und Bedürfnisse der Patienten/Klienten, Zugehen auf neue Patienten/Klienten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. für handwerklich-gestalterische Techniken, beim Unterstützen des Bewegungsfunktionstrainings von Patienten/Klienten)Durchhaltevermögen und psychische Stabilität (z.B. bei langwierigen Therapien, für das Wahren der professionellen Distanz)Schulfächer:Biologie (z.B. um die Anatomie des menschlichen Körpers zu verstehen)Werken (z.B. um gestalterische Techniken in der Therapie anzuwenden)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen Behandlungsmaßnahmen zu erklären)Was verdient man in der Ausbildung?Schulische Ausbildungen werden in der Regel nicht vergütet.Während einer Berufsausbildung in einem betrieblich-schulischen Gesundheitsberuf bei einem Ausbildungsträger, der unter den Geltungsbereich eines Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes fällt, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Ausbildungsentgelte (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.365 €2. Ausbildungsjahr: 1.425 €3. Ausbildungsjahr: 1.522 €

Steckbrief

Berufstyp: AusbildungsberufAusbildungsartAusbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt) Ausbildungsdauer: 3 JahreLernorte Berufsfachschule: sowie ergotherapeutische Praxis, Fachklinik oder Altenheim

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen werden in Form von theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung ausgebildet.Lernorte sindBerufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband)Fachklinik, ergotherapeutische Praxis, Altenheim: Behandlungs- bzw. Werkräume, Patientenzimmer

Aktuelles

Übergangsregelung zur Änderung des ErgotherapeutengesetzesMit dem Einfügen einer Modellklausel in das Gesetz über den Beruf des Ergotherapeuten und der Ergotherapeutin wurde 2009 erstmals die Möglichkeit geschaffen, die ergotherapeutische Ausbildung auch in Form eines Hochschulstudiums durchzuführen. Durch das am 15. Dezember 2023 veröffentlichte Pflegestudiumstärkungsgesetz wurde eine Übergangsregelung zur Änderung des Ergotherapeutengesetzes erlassen, die die bisherige Modellklausel ablöst. Die Bundesländer können bestimmen, dass - abweichend von der im Gesetz festgeschriebenen schulischen Ausbildung - die Ergotherapeutenausbildung in Form eines Hochschulstudiums durchgeführt wird. Die Länder legen Ziele, Dauer, Art, Vorgaben zur Ausgestaltung der Studiengänge sowie die Bedingungen für die Teilnahme fest. Studium und Prüfung können modularisiert gestaltet werden. Die Übergangsregelung trat am 1. Januar 2025 in Kraft. Das Nebeneinander des schulischen und des hochschulischen Ausbildungswegs wird fortgesetzt.

Steckbrief

BerufstypAusbildungsberufAusbildungsartAusbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)Ausbildungsdauer3 JahreLernorteBerufsfachschule sowie ergotherapeutische Praxis, Fachklinik oder AltenheimWas macht man in diesem Beruf?Ergotherapeuten und -therapeutinnen beraten und behandeln Personen, die durch eine Erkrankung, z.B. einen Schlaganfall, oder durch eine Behinderung in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt sind. Auch Kinder und ältere Menschen, die beispielsweise motorische Schwierigkeiten aufweisen, zählen zu ihren Patienten.Nach individuell erstelltem Behandlungsplan üben sie mit ihnen je nach Bedarf z.B. grundlegende Fertigkeiten wie Essen, Waschen, Ankleiden, Schreiben oder Einkaufen. Bei anderen Patienten trainieren sie die Grob- und Feinmotorik, die Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit oder den Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen. Sie geben Anregungen und Anleitungen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes, zur Arbeit im Haushalt oder zur Planung des Tagesablaufs. In den Therapieplan beziehen sie auch die Angehörigen und das Umfeld der Patienten mit ein. Durch die Therapie streben sie an, den Patienten ein möglichst selbstständiges Leben bzw. eine Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen finden Beschäftigungin Praxen für Ergotherapiein Krankenhäusern und Kliniken sowie Gesundheitszentrenin sozialen Einrichtungen und Heimenin pädagogischen Einrichtungen wie Sonderschulen u...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungErgotherapeut/inBerufstypBerufsfachschulberufAusbildungsdauer3 JahreZugangsvoraussetzungI.d.R. mittlerer BildungsabschlussWas macht man in diesem Beruf?Ergotherapeuten und -therapeutinnen beraten und behandeln Personen, die durch eine Erkrankung, z.B. einen Schlaganfall, oder durch eine Behinderung in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt sind. Auch Kinder und ältere Menschen, die beispielsweise motorische Schwierigkeiten aufweisen, zählen zu ihren Patienten.Nach individuell erstelltem Behandlungsplan üben sie mit ihnen je nach Bedarf z.B. grundlegende Fertigkeiten wie Essen, Waschen, Ankleiden, Schreiben oder Einkaufen. Bei anderen Patienten trainieren sie die Grob- und Feinmotorik, die Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit oder den Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen. Sie geben Anregungen und Anleitungen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes, zur Arbeit im Haushalt oder zur Planung des Tagesablaufs. In den Therapieplan beziehen sie auch die Angehörigen und das Umfeld der Patienten mit ein. Durch die Therapie streben sie an, den Patienten ein möglichst selbstständiges Leben bzw. eine Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen.Wo arbeitet man?Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen finden Beschäftigungin Praxen für Ergotherapiein Krankenhäusern und Kliniken sowie Gesundheitszentrenin sozialen Einrichtungen und Heimenin pädagogischen Einrichtungen wie Sonderschulen und Frühförderzentrenin Kurhotels mit ErgotherapieangebotWeitereBerufe in der Therapie (nichtär...

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Auswahlverfahren

Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Praktiziert werden Aufnahmeprüfungen, Eignungstests und die Auswahl nach einem persönlichen Gespräch, nach einem Losverfahren oder nach der Reihenfolge der Anmeldungen. Zum Teil wird den Bewerbern und Bewerberinnen empfohlen, vor Beginn der Ausbildung ein Praktikum im sozialen Bereich zu absolvieren.

Ausbildungsaufbau

Stundenverteilung gemäß Ausbildungs- und PrüfungsverordnungTheoretischer und praktischer Unterricht an der Berufsfachschule:Wissensgrundlagen werden in folgenden Bereichen vermittelt:allgemeine Fächer: 370 Stunden Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde: 40 Stunden Fachsprache, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: 80 Stundenfrei auf oben genannte Fächer verteilbare Stunden: 250 Stundenmedizinische Grundlagen: 590 Stunden Grundlagen der Gesundheitslehre und Hygiene: 30 Stunden Biologie, beschreibende und funktionelle Anatomie, Physiologie: 180 Stundenallgemeine Krankheitslehre: 30 Stundenspezielle Krankheitslehre: 280 Stunden Arzneimittellehre: 20 StundenGrundlagen der Arbeitsmedizin: 30 Stundenerste Hilfe: 20 Stundensozialwissenschaftliche Grundlagen: 320 StundenPsychologie und Pädagogik: 210 StundenBehindertenpädagogik: 40 StundenMedizinsoziologie und Gerontologie: 70 Stundenergotherapeutische Mittel: 700 Stundenhandwerkliche und gestalterische Techniken: 500 StundenSpiele, Hilfsmittel, Schienen und technische Medien: 200 Stundenergotherapeutische Verfahren: 720 StundenGrundlagen der Ergotherapie: 140 Stundenmotorisch-funktionelle Behandlungsverfahren: 100 Stundenneurophysiologische Behandlungsverfahren: 100 Stundenneuropsychologische Behandlungsverfahren: 100 Stundenpsychosoziale Behandlungsverfahren: 100 Stundenarbeitstherapeutische Verfahren: 100 Stundenadaptierende Verfahren in der Ergotherapie: 40 StundenPrävention und Rehabilitation: 40 StundenGesamtstundenza...

Ausbildungskosten

Bei einer Ausbildung an öffentlichen Schulen sind in der Regel keine Kosten für Schulgeld und Ausbildungsmittel zu tragen.Abhängig von den diesbezüglichen rechtlichen Regelungen in den Bundesländern, können an privaten Schulen Kosten für die Ausbildung anfallen.Grundsätzlich können Kosten, z.B. für Lernmittel, Berufsbekleidung, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung, entstehen.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten.Weitere Informationen:Das BAföG: alle Infos auf einen BlickFörderungsmöglichkeitenBei Vorliegen der Förderungsvoraussetzungen können Schüler/innen, die an einer berufsbildenden Ausbildung teilnehmen, eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) erhalten.Weitere Informationen: Das BAföG: alle Infos auf einen Blick

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:wie Kinder, Erwachsene und ältere Menschen durch Betätigung mobilisiert und aktiviert werden könnenwie man Patienten bei der Bewältigung des täglichen Lebens unterstützen kannwie die motorische Funktionsfähigkeit verbessert bzw. (wieder)erlangt werden kannwarum individuelle Betätigungen zu einer psychosozialen Stabilisierung beitragen könnenwelche Maßnahmen es zur (Wieder-)Eingliederung in das Berufs- und Arbeitsleben gibthandwerkliche und gestalterische Techniken für den Einsatz in der TherapieWährend der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.Praktische AusbildungWährend der praktischen Ausbildung in Einrichtungen der medizinischen, sozialen und beruflichen Rehabilitation werden die im Unterricht erworbenen Kenntnisse vertieft und angewendet, z.B. auf den Gebieten der Neurologie, Orthopädie, der Psychiatrie sowie der Arbeitstherapie.ZusatzkenntnisseJe nach Angebot der einzelnen Schulen werden Zusatzkenntnisse vermittelt, die den Erwerb der Fachhochschulreife ermöglichen.

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:An der Berufsfachschule:Unterricht im Klassenverband, ggf. Projektarbeit, Aufarbeitung der Inhalte zu HauseIn schulischen Übungsräumen und im Praktikumsbetrieb:Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): Behandlungspläne erstellen, Patienten bei Übungen z.B. zum Training der motorischen Fähigkeiten oder im Umgang mit Prothesen anleitenUmgebung: Praxisräume, bei Patienten vor OrtAnforderungen:Pädagogische Fähigkeiten und Kommunikationsfähigkeit (z.B. für das Anleiten und Motivieren von Patienten/Klienten, für das Erläutern von Therapieplänen)Einfühlungsvermögen und Kontaktbereitschaft (z.B. Erkennen der Wünsche und Bedürfnisse der Patienten/Klienten, Zugehen auf neue Patienten/Klienten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. für handwerklich-gestalterische Techniken, beim Unterstützen des Bewegungsfunktionstrainings von Patienten/Klienten)Durchhaltevermögen und psychische Stabilität (z.B. bei langwierigen Therapien, für das Wahren der professionellen Distanz)

Ausbildungsvergütung

Schulische Ausbildungen werden in der Regel nicht vergütet.Während einer Berufsausbildung in einem betrieblich-schulischen Gesundheitsberuf bei einem Ausbildungsträger, der unter den Geltungsbereich eines Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes fällt, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Ausbildungsentgelte (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.365 €2. Ausbildungsjahr: 1.425 €3. Ausbildungsjahr: 1.522 €Quelle:Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes - Allgemeiner Teil und Besonderer Teil Pflege (TVAöD-Pflege)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie: z.B. um die Anatomie des menschlichen Körpers zu verstehenWerken: z.B. um gestalterische Techniken in der Therapie anzuwendenDeutsch: z.B. um Patienten/Patientinnen Behandlungsmaßnahmen zu erklären

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Ergotherapeut/in an:Bereich Therapie (nichtärztlich)Physiotherapeut/Physiotherapeutin (Ausbildung)Logopäde/Logopädin (Ausbildung)Orthoptist/OrthoptistinGemeinsamkeit:Patienten bei therapeutischen Übungen anleitenBereich Menschen mit BehinderungenStaatlich anerkannter Heilerziehungspfleger/Staatlich anerkannte HeilerziehungspflegerinGemeinsamkeit:Menschen mit Behinderungen anleiten und unterstützen

Entwicklung der Ausbildung

1953:Ausbildung an der ersten Lehreinrichtung für Beschäftigungstherapie1977:Gesetz über den Beruf des Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten1999:Gesetz zur Änderung der Berufsbezeichnung in "Ergotherapeut/in" 2000:Neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten

Die Ausbildung im Überblick

Ergotherapeut/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung an Berufsfachschulen für Ergotherapie sowie in ergotherapeutischen Praxen, Fachkliniken und Altenheimen. Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.Daneben besteht die Möglichkeit, Ergotherapie an Hochschulen zu studieren.

Verkürzungen/Verlängerungen

Verkürzung der Ausbildungszeit Wer eine bundesrechtlich geregelte Ausbildung als Krankengymnast/in, als Physiotherapeut/in oder eine landesrechtlich geregelte Ausbildung als Erzieher/in abgeschlossen hat, kann die Ausbildung um mindestens ein Jahr verkürzen.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungErgotherapeut/Ergotherapeutin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition für ein späteres Studium können sich angehende Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. die Fachhochschulreife als Basis für ein späteres Studium.Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen zum Beispiel in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Gesundheitszentren oder auch in speziellen Praxen für Ergotherapie.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Ergotherapie bis hin zu Case-Management.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Ergotherapie erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer Praxis für Ergotherapie.

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (Ergotherapeuten-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung - ErgThAPrV) vom 02.08.1999 (BGBl. I S. 1731), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 07.06.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 148)Übergreifende Rechtsvorschrift (Ausbildung/Tätigkeit)Gesetz über den Beruf der Ergotherapeutin und des Ergotherapeuten (Ergotherapeutengesetz - ErgThG) vom 25.05.1976 (BGBl. I S. 1246), zuletzt geändert durch Artikel 8z2 des Gesetzes vom 12.12.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 359)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung.Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignungggf. praktische Vorkenntnisseggf. (erweitertes) Führungszeugnisggf. Mindestalter von z.B. 17 JahrenEin Nachweis über den Masernschutz ist für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung) in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Ergotherapeuten und -therapeutinnen beraten und behandeln Personen, die durch eine Erkrankung, z.B. einen Schlaganfall, oder durch eine Behinderung in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt sind. Auch Kinder und ältere Menschen, die beispielsweise motorische Schwierigkeiten aufweisen, zählen zu ihren Patienten.Nach individuell erstelltem Behandlungsplan üben sie mit ihnen je nach Bedarf z.B. grundlegende Fertigkeiten wie Essen, Waschen, Ankleiden, Schreiben oder Einkaufen. Bei anderen Patienten trainieren sie die Grob- und Feinmotorik, die Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit oder den Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen. Sie geben Anregungen und Anleitungen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes, zur Arbeit im Haushalt oder zur Planung des Tagesablaufs. In den Therapieplan beziehen sie auch die Angehörigen und das Umfeld der Patienten mit ein. Durch die Therapie streben sie an, den Patienten ein möglichst selbstständiges Leben bzw. eine Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen finden Beschäftigungin Praxen für Ergotherapiein Krankenhäusern und Kliniken sowie Gesundheitszentrenin sozialen Einrichtungen und Heimenin pädagogischen Einrichtungen wie Sonderschulen und Frühförderzentrenin Kurhotels mit ErgotherapieangebotArbeitsorte:Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen arbeiten in erster Liniein Behandlungsräumenin PatientenzimmernDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Patientenwohnungen bzw. Räumen von Betreuungseinrichtungenin Turn- und Sporthallenin Werkräumenam Arbeitsplatz von Patientenim Freienin BüroräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.Worauf kommt es an?Anforderungen:Pädagogische Fähigkeiten und Kommunikationsfähigkeit (z.B. für das Anleiten und Motivieren von Patienten/Klienten, für das Erläutern von Therapieplänen)Einfühlungsvermögen und Kontaktbereitschaft (z.B. Erkennen der Wünsche und Bedürfnisse der Patienten/Klienten, Zugehen auf neue Patienten/Klienten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. für handwerklich-gestalterische Techniken, beim Unterstützen des Bewegungsfunktionstrainings von Patienten/Klienten)Durchhaltevermögen und psychische Stabilität (z.B. bei langwierigen Therapien, für das Wahren der professionellen Distanz)Schulfächer:Biologie (z.B. um die Anatomie des menschlichen Körpers zu verstehen)Werken (z.B. um gestalterische Techniken in der Therapie anzuwenden)Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen Behandlungsmaßnahmen zu erklären)Was verdient man in der Ausbildung?Schulische Ausbildungen werden in der Regel nicht vergütet.Während einer Berufsausbildung in einem betrieblich-schulischen Gesundheitsberuf bei einem Ausbildungsträger, der unter den Geltungsbereich eines Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes fällt, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Ausbildungsentgelte (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.365 €2. Ausbildungsjahr: 1.425 €3. Ausbildungsjahr: 1.522 €

Ist Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung) qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung) in Deutschland typischerweise?

Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen werden in Form von theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung ausgebildet.Lernorte sindBerufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband)Fachklinik, ergotherapeutische Praxis, Altenheim: Behandlungs- bzw. Werkräume, Patientenzimmer

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung) in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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