Diabetesberater/Diabetesberaterin
Diabetesberater/in
Was ist Diabetesberater/Diabetesberaterin?
Steckbrief
Berufstyp: Weiterbildungsberuf Weiterbildungsart: Weiterbildung nach kammerrechtlichen oder internen Regelungen der Lehrgangsträger Weiterbildungsdauer: Unterschiedlich, ca. 12-18 Monate (Teilzeit) - je nach Bildungsangebot und Lernform
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Diabetesberater/Diabetesberaterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Die Weiterbildung findet an Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen:Bildungseinrichtung: Schulungsräumediabetologische Einrichtung, Krankenhaus: Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume, Büroräume bzw. Stationszimmerbei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume, Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume, Büroräume bzw. Stationszimmer bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten
▶ Steckbrief
BerufstypWeiterbildungsberufWeiterbildungsartWeiterbildung nach kammerrechtlichen oder internen Regelungen der LehrgangsträgerWeiterbildungsdauerUnterschiedlich, ca. 12-18 Monate (Teilzeit) - je nach Bildungsangebot und LernformAufgaben und Tätigkeiten Diabetesberater und Diabetesberaterinnen vermitteln in Gesprächen, Vorträgen oder Kursen Wissen über die chronische Gesundheitsstörung Diabetes mellitus sowie über Vorbeuge- bzw. Therapiemaßnahmen. Sie begleiten Erkrankte beim Umgang mit ihrer Erkrankung, klären sie und ihre Angehörigen über das Krankheitsbild, mögliche Risiken, chronische Folgeerkrankungen und Therapiemöglichkeiten auf. Dabei erläutern sie die einzelnen Diabetestypen und deren Besonderheiten und zeigen ganzheitliche therapeutische Konzepte auf, die . Auch zu Spezialthemen, etwa Schwangerschaftsdiabetes oder Sport und Diabetes, erteilen sie Ratschläge oder stellen Informationsmaterial zur Verfügung. Für Betroffene entwerfen sie individuelle Diätpläne und überwachen ggf. das therapeutische Maßnahmenpaket. Sie entwickeln auch selbst Informationsmaterialien, verfassen Stellungnahmen zu diätetischen Problemen, wirken an wissenschaftlichen Studien mit und halten sich über aktuelle und innovative pharmazeutische Heil- und Hilfsmittel auf dem Laufenden.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Diabetesberater und Diabetesberaterinnen sind in erster Linie beschäftigtin Krankenhäusernin Praxen für Diabetologiein HausarztpraxenArbeitsorte:Diabetesberater und Diabet...
▶ Weiterbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform: Teilzeit: 12-18 Monate
▶ Weiterbildungsaufbau
Stundenverteilung (beispielhaft):Theoretischer Unterricht:medizinisch-diabetologisches Grundlagenwissen: 240 Stundenpflegerisch-diabetologisches Fachwissen: 45 StundenErnährung: 45 Stundenpädagogisches Grundlagenwissen und Training: 100 Stundenpsychologisches Grundlagenwissen: 30 StundenEvaluation, Studien, Statistik und Qualitätsmanagement: 20 StundenOrganisation und Case-Management: 20 StundenBerufs- und Rechtskunde: 20 StundenTheoretischer Unterricht insgesamt: 520 UnterrichtsstundenPraktischer Unterricht:mindestens 860 Stunden in Abteilungen für Innere Medizin oder in anderen medizinischen Fachabteilungen wie Gynäkologie oder Pädiatrie in Krankenhäusern, in diabetologischen Schwerpunktpraxen, in Diabetesambulanzen, in Diabetes-Fußambulanzen, in Diätküchen oder in DialyseabteilungenGesamtstundenzahl:1.380 Stunden
▶ Weiterbildungskosten
Für den Besuch von Weiterbildungslehrgängen fallen in der Regel Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst in der Regel Prüfungsgebühren. Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenWeiterbildungen können ggf. gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz finanziell gefördert werden. Weitere Informationen: Aufstiegs-BAföG - Aufstieg mit FörderungFörderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium
▶ Weiterbildungsinhalte
medizinisch-diabetologische GrundlagenKommunikation und Schulungskompetenzendiabetologischer VersorgungsprozessGrundlagen der BeratungskompetenzDigitalisierung und TelemedizinKinder und Jugendliche mit diabetologischer Stoffwechsellageältere und hochbetagte Menschen mit diabetologischer Stoffwechsellage
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildungsprüfung erfolgreich zu bestehen:Biologie/Chemie: z.B. um über Verdauung, Stoffwechsel, Proteine und Vitamine zu beraten
▶ Weiterbildungssituation
Die Weiterbildung besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeit i.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am Abend bzw. als BlockunterrichtLernformbei Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort) sowie praktische Einsätze in Kliniken und Hospitationen in diabetologischen Einrichtungenbei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und selbstgestaltetes Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme von zu Hause aus
▶ Weiterbildung im Ausland
Für eine Weiterbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeit:ÖsterreichWeiterbildungsangebote: AMS - Arbeitsmarktservice Österreich - Weiterbildungsdatenbank(z.B. mit dem Suchbegriff "Diabetesberatung")Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Lernaufenthalte zu dokumentieren.Weitere Informationen zum Europass
▶ Weiterbildungsvergütung
Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Diabetesberater/in an:Bereich ErnährungErnährungsberater/ErnährungsberaterinGemeinsamkeit:Personen hinsichtlich gesunder Ernährung beratenBereich Kosmetik, Körperpflege und WellnessWellnessberater/WellnessberaterinGemeinsamkeit:Personen hinsichtlich gesunder Ernährung, sportlicher Betätigung und Körperpflege beratenBereich Gesundheits- und SozialmanagementGeprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im Gesundheits- und SozialwesenGemeinsamkeit:Informationsmöglichkeiten zur Gesundheitsförderung erstellen und vermitteln
▶ Entwicklung der Weiterbildung
2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.
▶ Verkürzungen/Verlängerungen
Mit einem Abschluss als Diabetesassistent bzw. Diabetesassistentin ist eine verkürzte Weiterbildung zum Diabetesberater bzw. zur Diabetesberaterin als Aufbauqualifikation möglich.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
je nach zuständiger Kammer bzw. Bildungsangebot z.B.Staatlich anerkannter Diabetesberater im Gesundheitswesen und in der Altenpflege/Staatlich anerkannte Diabetesberaterin im Gesundheitswesen und in der AltenpflegeDiabetesberater DDG/Diabetesberaterin DDGHinweis: Die Weiterbildung Diabetesberater DDG bzw. Diabetesberaterin DDG erfolgt in 2 Stufen. Die Abschlussbezeichnung für die erste Stufe lautet: Diabetesassistent bzw. Diabetesassistentin.
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Diabetesberater bzw. Diabetesberaterin ist eine berufliche Weiterbildung. Sie ist durch kammerrechtliche Regelungen oder interne Vorschriften von Bildungseinrichtungen geregelt.Die Weiterbildung dauert ca. 1 Jahr. Eine Aufbauqualifikation ist ebenfalls möglich: An den Abschluss Diabetesassistent bzw. Diabetesassistentin kann eine Weiterbildung zum Diabetesberater bzw. zur Diabetesberaterin anschließen. An nächster Stufe kann das Aufbaumodul Diabetescoach erfolgen.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Diabetesberater/innen z.B. in Krankenhäusern oder internistischen Facharzt- und Allgemeinarztpraxen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Diätwesen bis hin zu Gesundheitsförderung.Beruflich weiterkommenAufbauend auf bereits vorhandenen Qualifikationen können speziell für Weiterbildungsabsolventen konzipierte Aufstiegsweiterbildungen das Kompetenzprofil erweitern und ergänzen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement zu absolvieren.Mit ihrem Weiterbildungsabschluss können Diabetesberater/innen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Ernährungswissenschaft, Ökotrophologie erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als selbstständige/r Diabetes-, Gesundheits- oder Ernährungsberater/in.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Zur Weiterbildung und PrüfungWeiterbildungsordnung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz vom 03.12.2025Daneben gibt es interne Regelungen, beispielsweise:Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für den Qualifikationsbereich Diabetesedukation der DDG der Deutschen Diabetes Gesellschaft (WPO DE DDG) in der Fassung vom 17.06.2024
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung ist z.B.:eine Berufsausbildung als Pflegefachmann/-frau und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschenodereine Berufsausbildung als Diätassistent/in und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschenodereine Berufsausbildung als Podologe/Podologin und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Diabetesberater/Diabetesberaterin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Diabetesberater/Diabetesberaterin in Deutschland? ▼
Aufgaben und Tätigkeiten Diabetesberater und Diabetesberaterinnen vermitteln in Gesprächen, Vorträgen oder Kursen Wissen über die chronische Gesundheitsstörung Diabetes mellitus sowie über Vorbeuge- bzw. Therapiemaßnahmen. Sie begleiten Erkrankte beim Umgang mit ihrer Erkrankung, klären sie und ihre Angehörigen über das Krankheitsbild, mögliche Risiken, chronische Folgeerkrankungen und Therapiemöglichkeiten auf. Dabei erläutern sie die einzelnen Diabetestypen und deren Besonderheiten und zeigen ganzheitliche therapeutische Konzepte auf, die . Auch zu Spezialthemen, etwa Schwangerschaftsdiabetes oder Sport und Diabetes, erteilen sie Ratschläge oder stellen Informationsmaterial zur Verfügung. Für Betroffene entwerfen sie individuelle Diätpläne und überwachen ggf. das therapeutische Maßnahmenpaket. Sie entwickeln auch selbst Informationsmaterialien, verfassen Stellungnahmen zu diätetischen Problemen, wirken an wissenschaftlichen Studien mit und halten sich über aktuelle und innovative pharmazeutische Heil- und Hilfsmittel auf dem Laufenden.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Diabetesberater und Diabetesberaterinnen sind in erster Linie beschäftigtin Krankenhäusernin Praxen für Diabetologiein HausarztpraxenArbeitsorte:Diabetesberater und Diabetesberaterinnen arbeiten meist in Behandlungs- bzw. Schulungsräumenin Patientenzimmernin Büro- und BesprechungsräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung ist z.B.:eine Berufsausbildung als Pflegefachmann/-frau und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschen odereine Berufsausbildung als Diätassistent/in und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschen odereine Berufsausbildung als Podologe/Podologin und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten MenschenInhalte der Weiterbildungmedizinisch-diabetologische GrundlagenKommunikation und Schulungskompetenzendiabetologischer VersorgungsprozessGrundlagen der BeratungskompetenzDigitalisierung und TelemedizinKinder und Jugendliche mit diabetologischer Stoffwechsellageältere und hochbetagte Menschen mit diabetologischer Stoffwechsellage
Ist Diabetesberater/Diabetesberaterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Diabetesberater/Diabetesberaterin" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Diabetesberater/Diabetesberaterin qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung ist z.B.:eine Berufsausbildung als Pflegefachmann/-frau und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschenodereine Berufsausbildung als Diätassistent/in und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschenodereine Berufsausbildung als Podologe/Podologin und Berufspraxis, z.B. in der Betreuung von an Diabetes mellitus erkrankten Menschen
Wo arbeiten Diabetesberater/Diabetesberaterin in Deutschland typischerweise? ▼
Die Weiterbildung findet an Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen:Bildungseinrichtung: Schulungsräumediabetologische Einrichtung, Krankenhaus: Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume, Büroräume bzw. Stationszimmerbei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume, Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume, Büroräume bzw. Stationszimmer bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten
Wie hoch ist das typische Gehalt für Diabetesberater/Diabetesberaterin in Deutschland? ▼
Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.