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Chiropraktiker/Chiropraktikerin

Chiropraktiker/in

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81713

Was ist Chiropraktiker/Chiropraktikerin?

Chiropraktiker sind in Deutschland Gesundheitsfachkräfte, die sich auf die Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen der Wirbelsäule und des Nervensystems konzentrieren. Dieser Beruf zielt darauf ab, die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers zu unterstützen und hilft insbesondere Patienten mit muskuloskelettalen Schmerzen, Haltungsstörungen und Gelenkfunktionsstörungen. Zu ihren Hauptaufgaben gehören eine detaillierte körperliche Untersuchung des Patienten und die Feststellung von Fehlstellungen oder Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule und den Gelenken. Bei der Behandlung werden in der Regel manuelle Manipulationen (manuelle Therapie-Techniken) und Mobilisationen eingesetzt; diese Techniken zielen darauf ab, den normalen Bewegungsumfang der Gelenke wiederherzustellen, Schmerzen zu lindern und den Druck auf das Nervensystem zu verringern.

Chiropraktiker arbeiten in der Regel in ihren eigenen Praxen oder in interdisziplinären Gesundheitszentren. Ihre Arbeitsumgebung ist oft patientenorientiert und sie können Geräte wie Untersuchungsliegen, Röntgen- oder andere bildgebende Geräte (zu Diagnosezwecken) und verschiedene manuelle Therapieinstrumente verwenden. Sie unterstützen ihre Patienten bei langfristiger Gesundheit und Genesung, indem sie Übungsempfehlungen, Änderungen des Lebensstils und ergonomische Ratschläge geben.

In Deutschland gibt es keine direkte berufliche Ausbildung (Ausbildung) für den Beruf des Chiropraktikers. In der Regel ist ein international anerkanntes Hochschulstudium (Studium) erforderlich; dieses Studium wird oft im Ausland (z. B. Großbritannien, skandinavische Länder oder USA) absolviert und anschließend in Deutschland anerkannt (Denkliği). Alternativ können Ärzte oder Heilpraktiker spezielle Weiterbildungen absolvieren, um sich in diesem Bereich zu spezialisieren. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die in diesem Bereich arbeiten möchten, ist der Prozess der Anerkennung (Denkliği) von im Ausland erworbenen Diplomen in Deutschland von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (Niveau B2 oder C1) unerlässlich, um effektiv mit Patienten kommunizieren und medizinische Unterlagen verstehen zu können. Das Verständnis des deutschen Gesundheitssystems und des rechtlichen Rahmens ist ebenfalls entscheidend für den Erfolg in diesem Beruf.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Chiropraktiker/Chiropraktikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

DHZ Deutsche Heilpraktiker-ZeitschriftForum NaturheilkundemanuelletherapieNaturheilkunde JournalNaturheilpraxisphysiopraxis - Das Fachmagazin für Physiotherapie

Arbeitsorte

Chiropraktiker und -praktikerinnen arbeiten meistin Praxis- und Behandlungsräumenin Büroräumen

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:AnamneseBiomechanikChirogymnastik, WirbelsäulengymnastikGesundheitsvorsorge (Prävention)Manuelle TherapiePatientenbetreuungRehabilitationWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AbrechnungBüro- und VerwaltungsarbeitenEntspannungstechnikenHeilmittelkatalogMedizinische Dokumentation

Arbeitssituation

Chiropraktiker/innen behandeln Menschen mit Krankheiten und Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule eigenständig oder aufgrund von ärztlichen Diagnosen. Sie identifizieren Fehlstellungen durch eine genaue Beobachtung der Patienten, was einen analytischen Blick voraussetzt. Dabei sind sie sich ihrer Verantwortung gegenüber den Patienten stets bewusst und begegnen ihnen mit Einfühlungsvermögen. Bei der Auswahl der passenden Behandlungsmethoden wenden sie ihre medizinischen und chiropraktischen Kenntnisse an. Mit kommunikativer Stärke und Überzeugungskraft motivieren sie auch zu gesunder Lebensführung. Über Patientendaten bewahren Chiropraktiker/innen Verschwiegenheit.Chiropraktiker/innen erledigen administrative und organisatorische Arbeiten in Büroräumen am Computer. Sie behandeln ihre Patienten in Behandlungsräumen von chiropraktischen Arztpraxen, Gesundheitszentren und Rehabilitationszentren. Gelegentlich machen sie Hausbesuche.

Existenzgründung

Chiropraktiker und -praktikerinnen können sich z.B. mit einer eigenen Praxis selbstständig machen.

Verdienst/Einkommen

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

Branchen im Einzelnen

GesundheitswesenTraditionelle, komplementäre und alternative medizinische Tätigkeiten, hier: ChiropraktikFacharztpraxen, hier: mit ChiropraktikangebotSonstiges Gesundheitswesen a. n. g., z.B. Gesundheitszentren, Anbieter mobiler ChiropraktikVorsorge- und Rehabilitationskliniken

Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten häufig eine Weiterbildung in der Chiropraktik oder ein entsprechendes Studium.

Arbeitsbereiche/Branchen

Chiropraktiker und -praktikerinnen finden Beschäftigungin eigenen Praxen in Arzt- oder Heilpraktikerpraxen, Gesundheitszentren und Rehabilitationskliniken

Tätigkeitsbezeichnungen

Chiropraktiker/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheChiropractor (m/f)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheChiropracteur/ChiropractriceChiropracticien/Chiropracticienne

Die Tätigkeit im Überblick

Chiropraktiker und -praktikerinnen behandeln Blockaden und Fehlstellungen v.a. der Wirbelsäule mit speziellen Grifftechniken.

Stellen- und Bewerberbörsen

Gesundheit.JobsJobbörse Gesundheitswirtschafttherapeutenonline.devalmedi.de

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)Bund deutscher Chiropraktiker e.V. (BDC)Bund Deutscher Heilpraktiker e.V. (BDH)Deutsch-Amerikanische Gesellschaft für Chiropraktik e.V. (DAGC)Deutsche Chiropraktoren-Gesellschaft e.V. (DCG) - Geschäftsstellever.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. die geeignete Behandlung auswählen, Risiken abschätzen)Umgang mit kranken und verletzten Menschengefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (z.B. mit schweren menschlichen Schicksalen konfrontiert werden)Handarbeit (z.B. Gelenkblockaden mit den Händen lösen)Arbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen (z.B. in Praxis- und Therapieräumen, im Büro arbeiten)enger Körperkontakt mit Menschen (z.B. bei der Durchführung therapeutischer Maßnahmen)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Ein zentraler Bestandteil der Tätigkeit ist es, Menschen zu behandeln, die an Funktionsstörungen des Bewegungsapparates leiden. Dabei nutzen Chiropraktiker und Chiropraktikerinnen chiropraktische Verfahren sowie folgende Arbeitsmittel:Geräte, Instrumente, Zubehör und Praxisausstattung, z.B.: Wirbelsäulenscanner, Spinalyzer, Spirometriegeräte, Podometriegeräte zur Fußdruckmessung, Geräte zur Messung der Herzratenvariabilität, Aktivatoren, Keile, Blöcke, Sternalrollen, chiropraktische BehandlungsliegenDaten und Unterlagen, z.B.: Patientendaten, Terminkalender, ärztliche Verordnungen, Befunde, Therapiepläne, Behandlungsberichte, AbrechnungsformulareBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Chiropraktiker und -praktikerinnen lösen Gelenkblockaden, die u.a. durch falsche Haltung oder Unfälle entstehen. Sie erstellen zunächst eine Anamnese und begutachten die Wirbelsäule, Haltung, Stabilität und Beweglichkeit ihrer Patienten und Patientinnen. Sie wenden spezielle Handgriffe an, um z.B. verschobene Wirbel wieder in ihre ursprüngliche Position zu bringen und üben gezielten Druck auf Knochen oder Gewebe aus. Zudem beraten sie die Patienten und Patientinnen zu ihren Alltagsgewohnheiten u.a. im Hinblick auf Haltung, Fehlbelastungen und Sport. Sie überprüfen bei Folgeterminen, ob sich der Gesundheitszustand verbessert hat und passen ggf. den Behandlungsplan an. Chiropraktiker und -praktikerinnen vergeben z.B. auch Termine und stellen Rechnungen aus.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. Manuelle Therapie, Gesundheitsberatung, Abrechnung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Humanmedizin oder Gesundheitswissenschaft, Public Health).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Anamnese erheben und Erstuntersuchung durchführenaktuelle Beschwerden erfragen, Vorgeschichte erfassenWirbelsäule der Patienten/Patientinnen untersuchen, ihre Haltung analysieren, Statik und Beweglichkeit messen, Gleichgewicht testenSchmerzursache ermitteln persönliche Behandlungspläne erstellenPatienten/Patientinnen behandeln und begleitenGelenkblockaden mit den Händen lösen, z.B. durch gezielten Druck oder sanfte Impulse auf betroffene Knochen oder Muskelnregelmäßige Zwischenuntersuchungen durchführenPatienten/Patientinnen zu Alltagsgewohnheiten beraten, z.B. hinsichtlich Haltung, möglicher Fehlbelastungen, Sport oder Ernährungorganisatorische und administrative Aufgaben erledigenTermine vergebenBefunde dokumentierenBuchhaltung durchführenRechnungen stellenggf. mit Krankenkassen abrechnen

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Chiropraktiker/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Osteopath/Osteopathinin angrenzenden Berufen:Bobath-Therapeut/Bobath-TherapeutinEutonietherapeut/EutonietherapeutinLymphdrainage- und Ödemtherapeut/Lymphdrainage- und ÖdemtherapeutinMasseur und medizinischer Bademeister/Masseurin und medizinische BademeisterinPhysiotherapeut/PhysiotherapeutinVojta-Therapeut/Vojta-TherapeutinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Chiropraktiker/Chiropraktikerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Chiropraktiker/Chiropraktikerin in Deutschland?

Chiropraktiker sind in Deutschland Gesundheitsfachkräfte, die sich auf die Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen der Wirbelsäule und des Nervensystems konzentrieren. Dieser Beruf zielt darauf ab, die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers zu unterstützen und hilft insbesondere Patienten mit muskuloskelettalen Schmerzen, Haltungsstörungen und Gelenkfunktionsstörungen. Zu ihren Hauptaufgaben gehören eine detaillierte körperliche Untersuchung des Patienten und die Feststellung von Fehlstellungen oder Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule und den Gelenken. Bei der Behandlung werden in der Regel manuelle Manipulationen (manuelle Therapie-Techniken) und Mobilisationen eingesetzt; diese Techniken zielen darauf ab, den normalen Bewegungsumfang der Gelenke wiederherzustellen, Schmerzen zu lindern und den Druck auf das Nervensystem zu verringern.

Chiropraktiker arbeiten in der Regel in ihren eigenen Praxen oder in interdisziplinären Gesundheitszentren. Ihre Arbeitsumgebung ist oft patientenorientiert und sie können Geräte wie Untersuchungsliegen, Röntgen- oder andere bildgebende Geräte (zu Diagnosezwecken) und verschiedene manuelle Therapieinstrumente verwenden. Sie unterstützen ihre Patienten bei langfristiger Gesundheit und Genesung, indem sie Übungsempfehlungen, Änderungen des Lebensstils und ergonomische Ratschläge geben.

In Deutschland gibt es keine direkte berufliche Ausbildung (Ausbildung) für den Beruf des Chiropraktikers. In der Regel ist ein international anerkanntes Hochschulstudium (Studium) erforderlich; dieses Studium wird oft im Ausland (z. B. Großbritannien, skandinavische Länder oder USA) absolviert und anschließend in Deutschland anerkannt (Denkliği). Alternativ können Ärzte oder Heilpraktiker spezielle Weiterbildungen absolvieren, um sich in diesem Bereich zu spezialisieren. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die in diesem Bereich arbeiten möchten, ist der Prozess der Anerkennung (Denkliği) von im Ausland erworbenen Diplomen in Deutschland von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (Niveau B2 oder C1) unerlässlich, um effektiv mit Patienten kommunizieren und medizinische Unterlagen verstehen zu können. Das Verständnis des deutschen Gesundheitssystems und des rechtlichen Rahmens ist ebenfalls entscheidend für den Erfolg in diesem Beruf.

Ist Chiropraktiker/Chiropraktikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Chiropraktiker/Chiropraktikerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Chiropraktiker/Chiropraktikerin qualifiziert werden?

Arbeitgebende erwarten häufig eine Weiterbildung in der Chiropraktik oder ein entsprechendes Studium.

Wo arbeiten Chiropraktiker/Chiropraktikerin in Deutschland typischerweise?

Chiropraktiker und -praktikerinnen arbeiten meistin Praxis- und Behandlungsräumenin Büroräumen

Wie hoch ist das typische Gehalt für Chiropraktiker/Chiropraktikerin in Deutschland?

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

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