Bioökonomie (weiterführend)
Was ist Bioökonomie (weiterführend)?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →Der Beruf Bioökonomie (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:
- Nutzpflanzenwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agrarwirtschaft
Bachelor · Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Agrarwissenschaften
Bachelor · Universität Rostock
Agrarwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agricultural and Horticultural Sciences - Bachelor of Science - Monobachelor
Bachelor · Institut für Kunst- und Bildgeschichte (IKB) der Humboldt-Universität zu Berlin
Agricultural Economics
Master · Universität Rostock
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Biologische Transformation und Bioökonomiebiooekonomie.debiotechnologie.deNationale Bioökonomiestrategie
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sindan der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:AgrarbiologieAgrarökonomieBetriebswirtschaftslehreBioanalytikBiochemieBiologieBiotechnologieBioverfahrenstechnikEntwicklungForschungLebensmitteltechnologieMolekularbiologieWeitere Kompetenzen, die für eine spätere Berufsausübung bedeutsam sein können:BiogasgewinnungBiokraftstoffeBiomasse (energetische Nutzung)BioraffinerienControllingKosten- und LeistungsrechnungÖkologischer LandbauPflanzenkohleProjektmanagementQualitätsmanagementUmweltökonomieVerfahrenstechnikZellbiologie
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Pflichtmodule, z.B.:Biogene RohstoffeBioraffineriekonzepteFarm Economics and Strategic Management in the BioeconomyInter- and Transdisciplinary Research Approaches in BioeconomyMarkets, Innovation and Social Acceptance of Biobased ProductsProperties of Biobased Resources and ProductsSustainable Industrial ProcessesWahlpflichtmodule, z.B.:ArzneipflanzenAgricultural Production of Biobased ResourcesDistrict HeatingEconomics and ManagementNatural Science Concepts Praktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Unternehmen der Energiebranche)
▶ Auswahlverfahren
Die Hochschulen führen ggf. Eignungsprüfungen oder Auswahlgespräche durch.
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenPraktische Übungen: z.B. im Labor Versuche zur Fermentation durchführenEigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefenOrganisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in einem Betrieb der Lebensmittelindustrie oder der (nachhaltigen) Energiewirtschaft), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Bioökonomie (weiterführend) sein:Bereich BiologieBiotechnologie (weiterführend)Biochemie (weiterführend)Chemische Biologie (weiterführend)Biologie (weiterführend)Biowissenschaften, Life Sciences (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in den Bereichen Biologie und biotechnisch erzeugte Produkte erwerbenBereich LebensmittelLebensmittelchemie (weiterführend)Lebensmitteltechnologie (weiterführend)Gemeinsamkeit:industrielle Prozesse der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung planen, überwachen und steuern
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Bioökonomie (grundständig)Agrarbiologie (grundständig)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (grundständig)Biotechnologie (grundständig)Agrarwissenschaft (grundständig)Biochemie (grundständig)Lebensmitteltechnologie (grundständig)Verfahrenstechnik (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:BetriebswirtschaftslehreZeitmanagementPräsentationstechnikAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule wie Natural Science Concepts können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika z.B. in Betrieben der Lebensmittelindustrie bereiten gezielt auf das Berufsleben vor. Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. die Produktion und Vermarktung von biobasierten Produkten oder die stoffliche und energetische Verwertung von Biomasse sein.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.
▶ Studiengangsbezeichnungen
Beispiele Bioökonomie (Master) Green Engineering (Nachhaltige Energie- und Verfahrenstechnik für die Bioökonomie) (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen der Bioökonomie bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Land-, forstwirtschaftliche Beratung oder Verfahrens-, Produktentwicklung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden21. Jahrhundert:Etablierung eigenständiger Studiengänge der Bioökonomie
▶ Verbände und Organisationen
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.Helmholtz GemeinschaftJohann Heinrich von Thünen-InstitutVBIO Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.VDL-Bundesverband Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Engineering (M.Eng.)Master of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium der Bioökonomie oder im Bereich Agrar- und Forstwissenschaften (z.B. im Studienfach Agrarbiologie), im Bereich Natur- und Ingenieurwissenschaften (z.B. im Studienfach Biotechnologie) bzw. im Bereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (z.B. im Studienfach Betriebswirtschaftslehre, Business Administration) vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Ggf. sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Bioökonomie (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Bioökonomie (weiterführend) in Deutschland? ▼
Bioökonomie-Spezialisten (Fortgeschrittenes Niveau) in Deutschland sind Fachkräfte, die sich auf die nachhaltige Produktion und Nutzung biologischer Ressourcen konzentrieren und umweltfreundliche sowie innovative Lösungen in Bereichen wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ernährung entwickeln und implementieren. Diese Fachkräfte erforschen neue biobasierte Produkte und Prozesse, verbessern landwirtschaftliche Produktionsmethoden und arbeiten an nachhaltigen Ernährungssystemen, um die Wertschöpfungskette biologischer Ressourcen zu optimieren. Zu ihren Aufgaben können das Management biologischer Ressourcen, Qualitätskontrolle, Datenanalyse und Projektentwicklung gehören. Ihre Arbeitsumfelder umfassen typischerweise Forschungslabore, Industrieanlagen (Lebensmittel-, Chemie-, Energiesektor), öffentliche Einrichtungen oder Beratungsfirmen, wobei sie moderne Laborausrüstung nutzen.
Ist Bioökonomie (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Bioökonomie (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Bioökonomie (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium der Bioökonomie oder im Bereich Agrar- und Forstwissenschaften (z.B. im Studienfach Agrarbiologie), im Bereich Natur- und Ingenieurwissenschaften (z.B. im Studienfach Biotechnologie) bzw. im Bereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (z.B. im Studienfach Betriebswirtschaftslehre, Business Administration) vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Ggf. sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Wo arbeiten Bioökonomie (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sindan der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Bioökonomie (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.