Was ist Biochemiker/Biochemikerin?
Um in Deutschland Biochemiker zu werden, ist in der Regel ein Studium (Hochschulbildung) der Biochemie, Biologie oder Chemie an einer Universität erforderlich. Dieser Weg beginnt typischerweise mit einem dreijährigen Bachelorstudium, gefolgt von einem ein- oder zweijährigen Masterstudiengang. Eine Promotion ist auch häufig erforderlich, insbesondere für Forschungs- und Entwicklungsstellen. Für Studierende aus der Türkei ist die Anerkennung ihrer Bachelor- oder Masterabschlüsse in Deutschland entscheidend.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Informatik →Der Beruf Biochemiker/Biochemikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:
- Economics Data Science and Policy
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Informatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3D Interaction Games
Master · Merz Akademie Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart
Administrative Computer Science
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Advanced Driver Assistance Systems
Master · Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Advanced Media Technology
Master · Hochschule RheinMain
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitFilm ChemieWeitere Informationsangebote|transkriptBAVC-Transformationsstudie: Chemie-Arbeitswelten 2030Biological ChemistryBIOspektrumChemBioChemChemMedChemCLB Chemie - Leben - BiotechnikClinical Chemistry and Laboratory Medicine (CCLM)Deine Zukunft: BiowissenschaftenDer Future Skills Report Chemie 2.0EurJOC European Journal of Organic ChemistryJBC - The Journal of Biological ChemistryJournal of Cellular BiochemistryKOFA-STUDIE 2/2025: Fachkräftecheck ChemieOnline-Studienführer "Master in den Biowissenschaften"
▶ Trends
CO2-KreislaufwirtschaftCarbon Capture and Utilization (CCU) bezeichnet die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid (CO2) aus Abgasen, die dann einen weiteren Nutzungszyklus durchlaufen. CCU zielt also auf eine direkte Wiederverwendung ab. Bei Carbon Capture and Storage (CCS) ist das Ziel hingegen die Speicherung von aus der Atmosphäre entzogenem CO2. CCU trägt zur Reduzierung von Emissionen bei und wirkt dem Treibhauseffekt entgegen. Techniken wie die (modifizierte) Photosynthese, Gasfermentation oder Elektrobiosynthese ermöglichen den Gewinn verschiedener Erzeugnisse, z.B. synthetische Kraftstoffe, Futtermittel, Farbstoffe oder auch Leichtbaumaterialien. Fach- und Führungskräfte werden sich mit entsprechenden Weiterbildungen auf die verschiedenen Anwendungsgebiete vorbereiten.Nachhaltigkeit in der chemischen und pharmazeutischen IndustrieImmer mehr Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie befassen sich mit den Themen Nachhaltigkeit und ökologisches Stoffstrommanagement. Ziel ist die Entlastung von Menschen und Umwelt durch Chemikalien. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus der Chemiewelt betrachtet: Rohstoffe, Chemikalien, Produkte und Abfall. Betriebe arbeiten z.B. an sicheren Lösungs- und Hilfsmitteln oder neuen Recyclingmethoden. Die Energieerzeugung aus Biomasse und der Einsatz natürlich abbaubarer Materialien sind ebenfalls relevant. Für Fach- und Führungskräfte erfordert diese Entwicklung ein hohes Maß an Innovations- und Weiterbildungsbereitschaft.Smarte Technologi...
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Messen der Reizleitung von Nervenzellenz.B. Analysieren von DNA-UntersuchungenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Kontrollieren der Chemikalienvorräte
▶ Arbeitsorte
Biochemiker bzw. Biochemikerinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenin Hörsälen und Seminarräumenin FertigungshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:AnalyseAnalytische ChemieAssay (Fachkenntnisse)BiochemieBioinformatikBiologieBiotechnologieChemische Untersuchungs- und MessverfahrenEntwicklungForschungLaborarbeiten, LabortechnikMessmethoden (Umgang, bestimmen etc.)MolekularbiologiePharmakologieQualitätsmanagementVersuchsdurchführung und -auswertungVersuchsplanungZellbiologieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:BioanalytikBioprintingFachpublikationen erstellenGentechnologieGutachter-, SachverständigentätigkeitLehrtätigkeit (Hochschule)Medizintechnik, biomedizinische TechnikMikrobiologieMolekulargenetikNasschemieProduktmanagementProjektmanagementSachkundenachweis Arzneimittelherstellung (§ 15 AMG)Sachkundenachweis nach Pflanzenschutz-SachkundeverordnungToxikologieVerfahrenstechnikVortragstätigkeitWissenschaftliche Dokumentation
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Biochemiker/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. gezielte Mutationen von Bakterien simulieren)Bioprinting (z.B. neue Biotinten für das Bioprinting entwickeln)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Versuchsprotokolle, Prüfberichte und Expertisen digital verwalten und anderen Abteilungen zur Verfügung stellen)IoT-Plattformen (z.B. Daten von vernetzten Messgeräten und Prüfapplikationen mithilfe von IoT-Plattformen auswerten)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. Bakterienproben prüfen und digital auswerten)Numerische Simulation (z.B. Ergebnisse aus molekularbiologischen Versuchen oder Testreihen berechnen und analysieren)Smart Spraying (z.B. Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Menschen untersuchen und daraus Grenzwerte für die Entwicklung von neuen Smart-Spraying-Technologien ableiten)Wearable Technology (z.B. computergestützte Analyseanlagen mittels Datenbrillen überwachen)
▶ Arbeitssituation
Biochemiker/innen sind mit der Weiterentwicklung und Verbesserung bereits eingeführter Medikamente befasst und gehen mit gentechnisch veränderten Organismen um. Das setzt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige Arbeitsweise voraus. Laboruntersuchungen erfordern exaktes Beobachten, Geschicklichkeit, Konzentration und Durchhaltevermögen. Bei der systematisch-logischen Ausarbeitung und beim Aufbau von Versuchsreihen benötigen Biochemiker/innen analytisches Denkvermögen. Wenn sie im Labor entwickelte Produktions- und Aufarbeitungsverfahren auf den großtechnischen Maßstab übertragen und anpassen, nutzen sie ihre organisatorischen und planerischen Fähigkeiten. Sind sie in der Lehre an Hochschulen tätig, wenden sie zudem aktuelle pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen der Studierenden. Für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fachdisziplinen und für die Beratung von Ärzten und Kliniken über neue Medikamente ist eine gute Kommunikationsfähigkeit unerlässlich. Bei Forschungstätigkeiten arbeiten Biochemiker/innen ggf. mit Fachkollegen aus anderen Ländern zusammen und kommunizieren dabei auch in Englisch oder einer anderen Fremdsprache. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben. Biochemiker/innen gehen sowohl mit Versuchstieren, biologischen und chemischen Stoffen als auch mit komplexen...
▶ Existenzgründung
Biochemiker bzw. Biochemikerinnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:diagnostischen Labor gründen bzw. übernehmenals Gutachter/inals Projektleiter/inals Berater/in
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.473 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitäten, z.B. Hochschulinstitute für Biochemie, Pharmazie und Molekulare BiotechnologieNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. Labors in chemischen und pharmazeutischen Industrieunternehmen oder Betrieben der NahrungsmittelindustrieGesundheitswesenHochschulklinikenErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienPharmazieHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen, z.B. Entwicklungs- und Prüflaboratorien von PharmaunternehmenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen, z.B. Entwicklungs- und Prüflaboratorien von PharmaunternehmenChemieHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln, z.B. Entwicklungs- und Prüflaboratorien von ChemieunternehmenHerstellung von Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, z.B. Entwicklungs- und Prüflaboratorien von ChemieunternehmenHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g., z.B. Hersteller von Diagnose- und LaborreagenzienHerstellung von flüssigen BiokraftstoffenÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Gesundheitswesens, z.B. Ämter zur LebensmittelüberwachungÖffentliche Verwaltung des Umwelt- und Naturschutzes, z.B. UmweltämterTechnische, physikalische, chemische UntersuchungTechnische, physikalische und chemisc...
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Biochemie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Biochemie (grundständig)Biochemie (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Biochemiker bzw. Biochemikerinnen finden Beschäftigungan Lehr- und Forschungseinrichtungen, z.B. in den Bereichen Medizin, Naturwissenschaften, Umwelt oder Nahrungsmittelan Hochschulkliniken und in medizinischen Laborsin Unternehmen der chemischen, pharmazeutischen und biotechnologischen Industriein Umweltämtern, Ämtern zur Lebensmittelüberwachung oder Untersuchungslabors für Lebensmittelhygiene
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Biochemiker/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheBiochemist (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheBiochimiste (m/f)
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist ein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Dieser wird i.d.R. mit dem erfolgreichen Studienabschluss erbracht.Wer in der Arzneimittelherstellung und -prüfung für die Einhaltung arzneimittelrechtlicher Vorschriften verantwortlich ist, benötigt eine Erlaubnis. Die erforderliche Sachkenntnis als sachkundige Person oder auch "qualified person" wird z.B. nachgewiesen durch ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Chemie sowie eine mindestens zweijährige praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der qualitativen und quantitativen Analyse sowie sonstiger Qualitätsprüfungen von Arzneimitteln. Dies gilt auch für Tierarzneimittel.Wer die Aufgaben eines Pharmaberaters bzw. einer Pharmaberaterin wahrnehmen will, benötigt die entsprechende Sachkenntnis - i.d.R. nachgewiesen durch ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Chemie.
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Überwachungsarbeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. trotz Rückschlägen beharrlich an der Erforschung neuer biochemischer Stoffe und deren industrieller Produzierbarkeit arbeiten)Sorgfalt (z.B. fehlerfreies Planen und Durchführen von Versuchsreihen im Labor)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. gewissenhaftes Überwachen der Einhaltung von geforderten Qualitätsstandards für Produktionsanlagen, Geräte und Analysemethoden in der Arzneimittelherstellung; verantwortungsvolles Umgehen mit Chemikalien und gefährlichen Stoffen)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Optimieren der Arbeitsabläufe zur Herstellung biochemischer Stoffe und Erzeugnisse)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum beim Entwickeln neuer medizinisch verwendbarer Stoffe)Lernbereitschaft (z.B. sich bezüglich neuer Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Biochemie auf dem Laufenden halten)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Biochemiker bzw. Biochemikerinnen untersuchen chemische sowie physikalisch-chemische Prozesse auf molekularer Ebene, stellen biochemische Erzeugnisse her oder arbeiten in der Produktentwicklung, der Qualitätssicherung sowie im Beratungswesen.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
ABG Association Bernard Gregoryanalytik.deAnalytik-NewsBiologie.deBiologyJobs.comBioMBionity.com KarriereChemie.de KarriereGDChhum-molgeninVitro+Jobs - Das Portal für tierversuchsfreie ForschungJOBNetWORK Chemie PharmajobvectorLaborjournalSciTechCareer
▶ Verbände und Organisationen
Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC)DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh)Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM)IGBCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und EnergiePhysikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)SPECTARIS - Dt. Ind.-Verband f. opt., medizin. und mechatron. Technologien e.V.VBIO Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. bereits eingeführte Medikamente weiterentwickeln und verbessern)Verantwortung für Sachwerte (z.B. Validierungsaktivitäten entwickeln, um sicherzustellen, dass Produktionsanlagen und alle Herstellungsprozesse jederzeit den geforderten Qualitätsstandards entsprechen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. mithilfe von Pipetten Flüssigkeiten in Reagenzgläser träufeln, Zellkulturen präparieren)Kundenkontakt (z.B. Ärzte, Kliniken, Forschungseinrichtungen über neue Medikamente informieren)Handarbeit (z.B. Versuchsapparaturen aufbauen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Prüfgeräte und Laboreinrichtungen)Bildschirmarbeit (z.B. neu gewonnene Daten aufbereiten)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Handschuhe, Mundschutz und Laborkittel zum Schutz vor gesundheitsgefährdenden Dämpfen und Lösungen)Arbeit im LaborArbeit in Büroräumen (z.B. Daten aufbereiten und auswerten)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (in Fertigungshallen)Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (in Laboren)Umgang mit Chemikalien (z.B. Säuren, Laugen oder Nährbodenlösungen)Umgang mit mikrobiologischen StoffenArbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Belastungen durch scharfe, saure oder alkoholhaltige Desinfektions- und Lösungsmittel)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der laufenden Überwachung von Versuchsreihen)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:LaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungQualitätsmanager/QualitätsmanagerinVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungMedical AdvisorProduktentwickler/ProduktentwicklerinRegulatory-Affairs-Manager/Regulatory-Affairs-ManagerinZulassungsbeauftragter/ZulassungsbeauftragteReferent/Referentin für klinische Studien (CRA)Wissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeGenetiker/GenetikerinWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Untersuchungsobjekte, z.B.: lebende Organismen (Bakterien, Viren oder Pilze), Zellkulturen, medizinisch verwendbare Stoffe, VersuchstiereLaborausstattung und -zubehör, z.B.: Mikroskope, Zentrifugen, Spektrometer und Chromatografen, Sequenzierroboter, Dichtemessgeräte, Reaktionsgefäße, PipettenChemische Stoffe, z.B.: Nährbodenlösungen, Säuren, Laugen, DesinfektionsmittelUnterlagen, z.B.: Versuchsprotokolle, Schulungs- und Vortragsunterlagen, Produktionsunterlagen, Hygiene-, Sicherheits- und UmweltschutzbestimmungenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Biochemiker bzw. Biochemikerinnen arbeiten in verschiedenen Bereichen. In der Forschung analysieren sie z.B. den Aufbau von Molekülen, den Stoffwechsel oder die Zellstrukturen von Organismen und veröffentlichen ihre Ergebnisse. An Hochschulen führen sie Lehrveranstaltungen durch und nehmen Prüfungen ab.In der chemischen oder pharmazeutischen Industrie arbeiten sie daran, medizinisch verwendbare Stoffe zu finden und Medikamente zu optimieren. Sie wirken als Bindeglied zwischen Arzneimittelproduktion und -anwendung, verbessern verfahrenstechnische Abläufe oder prüfen die Qualität der Produkte. Zudem nehmen sie an Zulassungsverfahren für neue Medikamente teil oder arbeiten in der pharmazeutischen Beratung.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Biologie, Biotechnologie, Chemie, Pharmazie, Pharmatechnik oder Forschung und Entwicklung).Darüber hinaus kann sich der Trend, den Herausforderungen der Umsetzung von Industrie 4.0 zu begegnen, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Biochemiker/innen entwickeln. Die Entwicklung und Verwendung von Biokunststoffen, deren Ausgangsstoffe aus Grünabfällen gewonnen werden, bieten ebenso Weiterbildungspotenzial wie smarte Systeme und Technologien für das Labor 4.0.
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Klinische/r Chemiker/in).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Biochemie, Biotechnologie oder Klinische Forschung, Arzneimittelerprobung, -zulassung.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Lebenserscheinungen von Organismen chemisch erforschen, z.B. Stoffwechsel, Vererbung, Zellteilung neue medizinisch verwendbare Stoffe auffinden oder entwickeln, bestehende Medikamente weiterentwickeln und verbessernchemische und pharmazeutische Produkte aus der Forschung auf ihre Anwendungsmöglichkeiten und optimalen Verarbeitungsmethoden untersuchen und überprüfenWissenschaft und Lehrean Forschungsprojekten mitwirken und Berichte verfassenLehrveranstaltungen durchführen, ggf. Prüfungen abnehmen Examens- und Promotionskandidaten/-kandidatinnen betreuen Entwicklung und ProduktionVerarbeitungs- und Testverfahren entwickeln, im Labor entwickelte Produktions- und Aufarbeitungsverfahren auf den großtechnischen Maßstab übertragen und anpassenProdukte verbessern, nach neuen Anwendungen für vorhandene Produkte suchen, neue Produkte entwickelnHerstellungsprozess hinsichtlich Qualität, Umweltverträglichkeit und betriebswirtschaftlicher Vorgaben überwachenggf. Validierungsaktivitäten entwickeln und dokumentieren, um Qualitätsstandards einzuhalten Beratung und Vertriebwissenschaftlichen Kontakt zwischen Produktion und Anwendung bzw. Erprobung in Kliniken pflegenÄrzte, Kliniken, Forschungseinrichtungen z.B. über neue Medikamente informierenbei der Zulassung und Registrierung von Arzneimitteln mitwirken Marketingstrategien, Konzepte für das Produktmanagement im Vertrieb und für die Kundenberatung entwickeln
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Biochemiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungBiologe/BiologinAgrarbiologe/AgrarbiologinIngenieur/Ingenieurin für PharmatechnikBioniker/inGemeinsamkeiten:biochemische Messungen, Analysen und Laboruntersuchungen durchführenVersuchsapparaturen aufbauen und Versuche durchführen, Ergebnisse dokumentierenTätigkeitsfeld Pharmazeutische Beratung, PharmavertriebPharmareferent/PharmareferentinGemeinsamkeiten:Kenntnisse über biochemische Zusammenhänge einbringenüber die Zusammensetzung und Wirkungsweise von Medikamenten informierenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Biochemiker/innen untersuchen in der wissenschaftlichen Forschung chemische sowie physikalisch-chemische Prozesse auf molekularer Ebene. Daneben können sie in der Herstellung biochemischer Erzeugnisse tätig sein, in der Produktentwicklung, der Qualitätssicherung oder im Beratungswesen.Wissenschaftliche Forschung und LehreBiochemiker/innen befassen sich z.B. mit dem Zellaufbau und mit Prozessen in der Zelle, untersuchen die Übertragung von Informationen durch Proteine oder erforschen Zelltypen und Antikörper, die das Immunsystem bilden. In der Bio- bzw. Gentechnologie arbeiten sie daran, durch gezielte Mutationen z.B. von Bakterien und Hefen Stoffe von pharmakologischem oder wirtschaftlichem Interesse in technischem Maßstab zugänglich zu machen. In der Biochemie der Naturstoffe befassen sie sich mit der Strukturanalyse, der Biosynthese und dem biologischen Abbau etwa von Antibiotika. Im Fachgebiet Bionik untersuchen sie Struktur- und Organisationsprinzipien aus der Natur und entwickeln aufgrund ihrer Erkenntnisse bionische Materialien wie selbstreinigende Oberflächen. In der klinischen Biochemie untersuchen sie z.B. genetisch oder umweltbedingte Stoffwechselkrankheiten, prüfen das Verhalten z.B. von Medikamenten im Organismus oder untersuchen die Auswirkung von Zivilisationsprodukten wie Pflanzenschutzmitteln auf Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Menschen und leiten daraus Grenzwerte ab.Sie veröffentlichen die Forschungsergebnisse und machen sie so anderen Wis...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden chemiespezifischer mathematischer Methoden und Werkzeuge wie der Stöchiometrie und Chemometrie)figural-räumliches Denken (z.B. Verstehen des Aufbaus und Zusammenwirkens komplexer Moleküle bzw. der räumlichen Struktur von Molekülverbindungen)Auge-Hand-Koordination (z.B. Dosieren von chemischen Substanzen für Laborversuche)Technisches Verständnis (z.B. Optimieren verfahrenstechnischer Abläufe in der chemischen, pharmazeutischen oder biotechnologischen Produktion)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen, Optimieren und Organisieren der Arbeitsabläufe in der chemischen, pharmazeutischen oder biotechnologischen Produktion)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von prozentualen Zusammensetzungen in chemischen Verbindungen)
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung (PflSchSachkV), geändert durch Artikel 376 des Gesetzes vom 31.08.2015 (BGBl. I S. 1474)Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz - AMG) vom 12.12.2005 (BGBl. I S. 3394), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 23.10.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 324)Gesetz über den Verkehr mit Tierarzneimitteln und zur Durchführung unionsrechtlicher Vorschriften betreffend Tierarzneimittel (Tierarzneimittelgesetz - TAMG), verkündet als Artikel 1 des Gesetzes vom 27.09.2021 (BGBl. I S. 4530), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 04.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 60)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsapparaturen im Labor aufbauen; komplexe und empfindliche Labor-, Mess- und Analysegeräte bedienen und pflegen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Zellkulturen präparieren; mit Pipetten Flüssigkeiten in Reagenzgläser träufeln)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Lösungen dosieren; neu gewonnene Daten am Bildschirm aufbereiten)Farbsehvermögen (z.B. farbliche Veränderungen bei Versuchen oder Verfahren erkennen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. sich mit Experten und Expertinnen aus angrenzenden Fachbereichen austauschen)Intakter Geruchs- und Geschmackssinn (z.B. Geruchstests durchführen, Warnwirkung von Chemikalien erkennen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. Schutzkleidung tragen beim Umgang mit Chemikalien wie Säuren, Laugen oder Nährbodenlösungen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. in mit gesundheitsgefährdenden Dämpfen und Lösungen belasteter Luft und mit persönlichem Atemschutz arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Biochemiker/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Chemiker/ChemikerinMolekularbiologe/Molekularbiologinfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Klinischer Chemiker/Klinische Chemikerinin angrenzenden Berufen:Biowissenschaftler/BiowissenschaftlerinLebensmittelchemiker/LebensmittelchemikerinNatur- und Wirkstoffchemiker/Natur- und WirkstoffchemikerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Biochemiker/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsapparaturen im Labor aufbauen; komplexe und empfindliche Labor-, Mess- und Analysegeräte bedienen und pflegen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Zellkulturen präparieren; mit Pipetten Flüssigkeiten in Reagenzgläser träufeln)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Lösungen dosieren; neu gewonnene Daten am Bildschirm aufbereiten)Farbsinnstörungen (z.B. farbliche Veränderungen bei Versuchen oder Verfahren erkennen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. sich mit Experten und Expertinnen aus angrenzenden Fachbereichen austauschen)Gestörter Geruchs- und Geschmackssinn (z.B. Geruchstests durchführen, Warnwirkung von Chemikalien erkennen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. Schutzkleidung tragen beim Umgang mit Chemikalien wie Säuren, Laugen oder Nährbodenlösungen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. in mit gesundheitsgefährdenden Dämpfen und Lösungen belasteter Luft und mit persönlichem Atemschutz arbeiten)Hinweis:...
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Biochemiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungApotheker/ApothekerinFacharzt/Fachärztin Fachrichtung BiochemieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Klinische PharmakologieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Pharmakologie und ToxikologieIngenieur/Ingenieurin für PharmatechnikGemeinsamkeiten:Biochemische Messungen, Analysen und Laboruntersuchungen durchführenVersuchsapparaturen aufbauen und Versuche durchführen, Ergebnisse dokumentierenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Biochemiker/Biochemikerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Biochemiker/Biochemikerin in Deutschland? ▼
Biochemiker in Deutschland sind Wissenschaftler, die chemische Prozesse, molekulare Strukturen und die Auswirkungen dieser Wechselwirkungen auf das Leben in lebenden Organismen untersuchen. Durch Forschung, Entwicklung und Analyse leisten sie wertvolle Beiträge zu verschiedenen Bereichen wie Medizin, Pharmazie, Landwirtschaft und Umweltwissenschaften. Angehörige dieses Berufs entwerfen und führen Experimente in Laborumgebungen durch, um die Funktionen und Strukturen von Biomolekülen wie Proteinen, Nukleinsäuren, Lipiden und Kohlenhydraten zu verstehen. Zu ihren Verantwortungsbereichen gehören die Entwicklung neuer Medikamente, die Erforschung der molekularen Mechanismen von Krankheiten, Anwendungen der Gentechnik, Lebensmittelsicherheitsanalysen und die Qualitätskontrolle biotechnologischer Produkte. Ihre Arbeitsplätze sind typischerweise universitäre Forschungslabore, Pharma- und Biotechnologieunternehmen, öffentliche Forschungsinstitute oder Umweltanalysezentren. Bei ihren Experimenten verwenden sie verschiedene Hightech-Geräte wie Spektrometer, Chromatographiegeräte, Mikroskope und computergestützte Analysesoftware.
Um in Deutschland Biochemiker zu werden, ist in der Regel ein Studium (Hochschulbildung) der Biochemie, Biologie oder Chemie an einer Universität erforderlich. Dieser Weg beginnt typischerweise mit einem dreijährigen Bachelorstudium, gefolgt von einem ein- oder zweijährigen Masterstudiengang. Eine Promotion ist auch häufig erforderlich, insbesondere für Forschungs- und Entwicklungsstellen. Für Studierende aus der Türkei ist die Anerkennung ihrer Bachelor- oder Masterabschlüsse in Deutschland entscheidend.
Ist Biochemiker/Biochemikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Biochemiker/Biochemikerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Biochemiker/Biochemikerin qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Biochemie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Biochemiker/Biochemikerin in Deutschland typischerweise? ▼
Biochemiker bzw. Biochemikerinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenin Hörsälen und Seminarräumenin FertigungshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Biochemiker/Biochemikerin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.473 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.