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Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule)

Betriebswirt/in (Hochschule)

Grundberuf Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 71304

Was ist Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule)?

Ein Betriebswirt/eine Betriebswirtin (Hochschule) ist in Deutschland ein hochqualifizierter Spezialist/eine hochqualifizierte Spezialistin, der/die die wirtschaftlichen Prozesse von Unternehmen verwaltet, optimiert und bei strategischen Entscheidungen unterstützt. Inhaber/innen dieses Grundberufs sichern die finanzielle Gesundheit von Unternehmen und steigern deren Effizienz, um wettbewerbsfähig

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Betriebswirt info: Wegweiser zum BetriebswirtBFuP - Betriebswirtschaftliche Forschung und PraxisDer BetriebswirtIdeen- und InnovationsmanagementJournal of Business EconomicsManagement Review QuarterlyMonitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2018Organisationsberatung Supervision Coaching (OSC)RKW MagazinVierteljahreshefte zur Arbeits- und Wirtschaftsforschungwir-sind-bund.deWiSt - Wirtschaftswissenschaftliches Studiumwiwi-online - Der Begleitfaden für Studium & KarriereWiWi-Treff - Die Online-Zeitung für Wirtschaftswissenschaften - WiWi, VWL, BWLWSI-Mitteilungen

Trends

HyperautomationHyperautomation erweitert Robotic Process Automation (RPA) um intelligente Automatisierungslösungen und Künstliche Intelligenz (KI). Unternehmen analysieren, gestalten, messen, automatisieren, vereinfachen und steuern ihre Arbeitsabläufe mithilfe dieser Technologien. Sie verfolgen dabei das Ziel, Entscheidungsprozesse zunehmend durch KI zu unterstützen. Fach- und Führungskräfte prüfen in ihren Verantwortungsbereichen, wie sie Hyperautomation einsetzen können.Leasing von kollaborativen Robotern (Cobots)Kollaborative Roboter (Cobots) unterstützen Fachkräfte in der Industrie und verbessern durch Automatisierung sowohl die Produktionsgeschwindigkeit als auch die Qualität. Ihre Anschaffung kann jedoch hohe Kosten verursachen, besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Leasing-Modelle schaffen hier Abhilfe, da sie die Einstiegskosten senken und den Zugang zur Technologie erleichtern. Immer mehr Anbieter reagieren mit entsprechenden Angeboten auf das wachsende Interesse. Führungskräfte in der Industrie prüfen daher zunehmend die Optionen für Cobot-Leasing.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Erstellen von Budgetplanungen für das Unternehmenskonzeptz.B. Organisieren der Umsetzung eines BusinessplansInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Verfassen und Verwalten von Projektabschlussberichten

Arbeitsorte

Betriebswirte und Betriebswirtinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Außendienstim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BetriebswirtschaftslehreChange-ManagementControllingFinanzwirtschaftHandelsrechtKalkulationKosten- und LeistungsrechnungKundenberatung, -betreuungLogistikMakroökonomieMarketingMaterialwirtschaftMikroökonomiePersonalwesenRevisionSteuerrechtVerkaufVertriebWirtschaftsinformatikWirtschaftsrechtWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AngebotsmanagementAußenhandelBetriebsleitung, BetriebsführungBuchführung, BuchhaltungDiversity ManagementE-Commerce, E-BusinessEinkauf, BeschaffungFinanzierungInformations- und KommunikationsmanagementInvestitionsplanungIT-OrganisationMarktforschungÖffentlichkeitsarbeit, Public RelationsPredictive AnalyticsProjektmanagementQualitätsmanagementStatistikVertriebsmanagementVolkswirtschaftslehreWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe " Betriebswirtschafts-, Finanz- und Controllingsoftware"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Betriebswirte und Betriebswirtinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Business Intelligence - BI (z.B. mithilfe automatisch analysierter Daten und dem daraus erhaltenen Erkenntnisgewinn operative und strategische Entscheidungen treffen)Business-Process-Management-Systeme - BPM-Systeme (z.B. an der Weiterentwicklung von Software zur Analyse und Steuerung von Geschäftsprozessen mitwirken, um die Effizienz zu erhöhen)Consent-Management-Plattformen (z.B. die rechtskonforme Verarbeitung von Kunden- und Nutzerdaten über Consent-Management-Plattformen organisieren)Customer-Data-Plattformen - CDP (z.B. Marketing- und Verkaufskonzepte auf Basis der Daten aus der CDP entwickeln)Data Warehouse (z.B. Anforderungen an Data-Warehouse-Systeme definieren, um fundierte Geschäftsentscheidungen treffen zu können)Digitales Workforce-Management (z.B. mithilfe von Software Schwächen in der Workforce erkennen)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Wirtschaftlichkeitsanalysen dokumentieren und verwalten)Enterprise-Resource-Planning-Systeme - ERP-Systeme (z.B. Personalplanung über ein ERP-System organisieren)KI as a Service - KIaaS (z.B. den Einsatz von mietbaren KI-Plattformen für eine optimierte Datennutzung planen und organisieren)KI-Agenten (z.B. KI-Agenten mit Erstellung und Überprüfung von Kostenanalysen...

Arbeitssituation

Betriebswirte und Betriebswirtinnen planen, organisieren und kontrollieren eigenverantwortlich Geschäftsprozesse. Wenn sie ein Team führen, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dazu benötigen sie kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen, im Kundengespräch Verhandlungsgeschick. Ihre analytischen und organisatorischen Fähigkeiten setzen sie ein, wenn sie z.B. betriebliche Kennzahlen auswerten oder Geschäftsprozesse effektiver gestalten. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen benötigen sie z.B. beim Umgang mit Geschäftspartnern aus anderen Ländern.Sie arbeiten hauptsächlich im Büro am Schreibtisch, sind aber auch im Außendienst unterwegs, z.B. beim Besuch von Handelsniederlassungen, Kunden, Lieferanten und (internationalen) Messen.

Existenzgründung

Betriebswirte und Betriebswirtinnen können sich z.B. als Unternehmensberater bzw. Unternehmensberaterin oder mit einem eigenen Unternehmen freiberuflich arbeiten.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.378 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Bau, ArchitekturChemie, Pharmazie, KunststoffElektrotechnik, ElektronikFahrzeugbau, -instandhaltungFinanzdienstleistungen, ImmobilienGesundheit, SozialesHandelHolz, MöbelIT, Software, TelekommunikationMedienMetall, Maschinenbau, Feinmechanik, OptikNahrungs-, GenussmittelherstellungPapier, DruckTextil, Bekleidung, LederTransport, VerkehrÖffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, VerteidigungManagement, Beratung, Recht, Steuern

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Betriebswirtschaftslehre.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (grundständig)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Betriebswirte und Betriebswirtinnen finden Beschäftigung in erster Linie in Industrie-, Handels- und größeren Handwerksbetrieben verschiedener Wirtschaftsbereiche.

Tätigkeitsbezeichnungen

Betriebswirt/in (Hochschule)Berufsbezeichnung in englischer SpracheBusiness economist (m/f)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheEconomiste (m/f)Responsable (m/f) en gestion

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten und zupackenden Übernahme kaufmännischer Analyse-, Planungs- und Führungsaufgaben)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Planung langfristiger Investitionsvorhaben, dabei trotz zeitweiliger Rückschläge oder kurzfristig geänderter Prioritäten an der Umsetzung festhalten)Sorgfalt (z.B. genaues und fehlerfreies Durchführen von Kontrollen der Umsatz- und Kostenentwicklung)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. verantwortlich Handeln im Hinblick auf die effiziente und wirtschaftliche Gestaltung der kaufmännischen Prozesse im Unternehmen)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Organisieren und Kontrollieren von Geschäftsprozessen)Psychische Belastbarkeit (z.B. leistungsfähig bleiben bei Arbeiten unter Zeit- und Kostendruck; unterschiedlichen Anforderungen der Auftraggeber, Mitarbeiter/innen und der Geschäftsleitung gleichzeitig gerecht werden)Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Anbieten kundenspezifischer Problemlösungen bei der Beratung von Kunden im Außendienst)Verhandlungsgeschick (z.B. Verhandeln über Lieferkond...

Die Tätigkeit im Überblick

Betriebswirte und Betriebswirtinnen planen, organisieren und überwachen die Geschäftsaktivitäten von Unternehmen der Privatwirtschaft und wirtschaftsnahen Verwaltungen.

Stellen- und Bewerberbörsen

CityJobsEconJobMarket.orgNWB

Verbände und Organisationen

Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb)Institut für ökologische Wirtschaftsforschung iöwIW Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftWissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten, motivieren und führen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. Finanzierungspläne erarbeiten; Absatzplanung festlegen)Kundenkontakt (z.B. Preis- oder Vertragsverhandlungen mit Großkunden führen; Konzepte im Rahmen von Unternehmensberatungen entwerfen)Bildschirmarbeit (z.B. Analyse-, Konzeptions- und Planungsarbeiten erledigen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Mitarbeitergespräche führen)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeit im Tätigkeitsfeld Betriebsorganisation, -planungFremdfirmenkoordinator/Fremdfirmenkoordinatorin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Wirtschaftlichkeitsanalysen, Businesspläne, betriebliche Kennzahlen, Jahresabschlussberichte, Ablauf- und Organisationspläne, Statistiken, Rechtsvorschriften (z.B. Datenschutzbestimmungen)Datenverwaltungssysteme und Software, z.B.: Planungs- und Kontrollsysteme, Buchhaltungs- und FinanzsoftwareBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Betriebswirte und Betriebswirtinnen unterstützen ökonomische Entscheidungsprozesse in verschiedenen Funktionsbereichen wie Organisation, Rechnungswesen, Controlling, Personalwesen, Einkauf, Logistik oder Marketing und Vertrieb. Sie analysieren Sachverhalte, entwickeln Konzepte, optimieren die Organisation, verbessern Informationsflüsse mithilfe von EDV-Anwendungen und steuern betriebliche Abläufe.In der Betriebsorganisation analysieren sie Unternehmenskonzepte, indem sie die strategische Ausrichtung planen, Businesspläne erarbeiten und Wirtschaftlichkeitsanalysen durchführen. Dabei bereiten sie Entscheidungen vor, die die Marktposition des Unternehmens beeinflussen können. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, prüfen sie neue Ideen und planen deren Umsetzung. Zudem optimieren sie interne Abläufe in Lagern, Rechnungswesen und Vertrieb, betreuen Kundschaft im Außendienst oder bauen für Handelsunternehmen das E-Business oder den E-Service aus.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Betriebswirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf, Marketing).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Wirtschaftsprüfer/in).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Handelsbetriebswirtschaft, Industriebetriebswirtschaft oder Internationale Wirtschaft.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Analyse und KonzeptionAusgangslage identifizieren, Unternehmensaktivitäten analysieren und bewerteninnovative und praktikable Unternehmenskonzepte eruieren, z.B. Konkurrenzbeobachtung strategische Positionierung des Unternehmens planenIntegration neuer Konzepte in unternehmensinterne und -übergreifende Abläufe planen, z.B. voll automatisierte Warenwirtschaftssysteme oder elektronische HandelsaktivitätenFinanzierungspläne erarbeiten, Absatzplanung festlegenArbeitsabläufe optimierenBusinesspläne und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zu Projekten durchführen, z.B. Zeitplan, notwendiges Budget, Ziele einschätzenKonzepte absprechen und ggf. anpassenDurchführung und KontrolleUmsetzungsprozesse begleiten, Teilaufgaben koordinieren oder mitbetreuen, Zwischenziele überwachen, z.B. in Betriebsorganisation, -planung; Controlling; Einkauf, Beschaffung; Finanz- und RechnungswesenUnternehmensaktivitäten laufend überprüfen und an Gegebenheiten anpassen, z.B. NachhaltigkeitErfolgskontrollen durchführen, Schlussberichte verfassen, Verbesserungsvorschläge formulierenBeratung und LeitungKundschaft beratenTätigkeiten in der Geschäftsleitung, im Management und in der Unternehmensplanung wahrnehmen, z.B. Funktionsbereich leitenWissenschaft und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirken und Berichte verfassenLehrveranstaltungen durchführen, ggf. Prüfungen abnehmen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Betriebswirt/in an:Tätigkeitsfeld Management, UnternehmensführungÖkonom/ÖkonominWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinVolkswirt/VolkswirtinGemeinsamkeiten:Betriebsabläufe planen, überwachen und organisierenökonomische Entscheidungsprozesse unterstützenmit Geschäftspartnern und Kunden verhandelnFinanzsoftware konzipieren und einsetzenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Betriebswirte und Betriebswirtinnen planen, organisieren und überwachen die Geschäftsaktivitäten von Unternehmen der Privatwirtschaft und wirtschaftsnahen Verwaltungen. Entscheidungen vorbereitenIst die Discountschiene für das eigene Handelsunternehmen interessant? Bieten sich im E-Business attraktive Erweiterungsmöglichkeiten für das Dienstleistungsunternehmen? Soll das bislang national agierende Industrieunternehmen in Exportmärkte expandieren? Betriebswirte und Betriebswirtinnen kennen ihr Unternehmen, die Branche und deren Konkurrenzsituation. Sie wissen über innovative Marketingkonzepte, neue Beschaffungswege und vorteilhafte Distributionssysteme Bescheid. So sind ihnen die Vor- und Nachteile aller verfügbaren Beschaffungswege und Absatzkanäle bekannt: Welches ist der zuverlässigste Lieferant, wer liefert bei gleich bleibender Qualität am schnellsten und günstigsten? Gleichermaßen wissen sie durch Kundenbefragungen oder die Auswertung von Kundenreklamationen, wie sie ihre Kundschaft an das Unternehmen binden können. Je nach Unternehmen beobachten sie auch ausländische Märkte, holen Angebote von Produkten und Leistungen im Ausland ein oder versuchen, ihre Absatzaktivitäten auf Exportmärkte auszuweiten. Bevor sie Exportgeschäfte anbahnen, analysieren sie die betriebswirtschaftlichen und unternehmenspolitischen Konsequenzen. Auf dieser Grundlage können die Betriebswirte und Betriebswirtinnen unternehmerische Entscheidungen vorbereiten, zukunftsfähige Konzepte...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Auswerten betrieblicher Kennzahlen; Erarbeiten von Finanzierungsplänen)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Zahlen und Personen)Umstellungsfähigkeit (z.B. schneller und häufiger Wechsel zwischen Verwaltungstätigkeiten und Kundengesprächen unter Zeitdruck)Kaufmännische Befähigung (z.B. Erkennen und Einschätzen von Marktentwicklungen und Marktrisiken und Entwicklung entsprechender Strategien)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen, Erarbeiten und Umsetzen betrieblicher Organisationskonzepte)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. in Besprechungen mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Geschäfts- und Finanzpläne erläutern)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Analyse-, Konzeptions- und Planungsarbeiten am Computer erledigen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. in Verhandlungen und Besprechungen Äußerungen von Kunden, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Betriebswirt/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. ohne Einarbeitung):Master of Business Administrationfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für HandelBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für HandwerksmanagementBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für IndustrieBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Internationale WirtschaftBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Unternehmensführung, Managementfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für DienstleistungsmanagementBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für LogistikBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für MarketingBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für PersonalmanagementBetriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Rechnungswesen und ControllingBe...

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Betriebswirt/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. in Besprechungen mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Geschäfts- und Finanzpläne erläutern)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Analyse-, Konzeptions- und Planungsarbeiten am Computer erledigen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. in Verhandlungen und Besprechungen Äußerungen von Kunden, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Betriebswirt/in an:Tätigkeitsfeld Management, UnternehmensführungÖkonom/ÖkonominGemeinsamkeiten:Betriebsabläufe planen, überwachen und organisierenökonomische Entscheidungsprozesse unterstützenmit Geschäftspartnern und Kunden verhandelnFinanzsoftware konzipieren und einsetzenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) in Deutschland?

Ein Betriebswirt/eine Betriebswirtin (Hochschule) ist in Deutschland ein hochqualifizierter Spezialist/eine hochqualifizierte Spezialistin, der/die die wirtschaftlichen Prozesse von Unternehmen verwaltet, optimiert und bei strategischen Entscheidungen unterstützt. Inhaber/innen dieses Grundberufs sichern die finanzielle Gesundheit von Unternehmen und steigern deren Effizienz, um wettbewerbsfähig

Ist Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule)" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Betriebswirtschaftslehre.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) in Deutschland typischerweise?

Betriebswirte und Betriebswirtinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Außendienstim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.378 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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