Bestattermeister/Bestattermeisterin
Bestattermeister/in
Was ist Bestattermeister/Bestattermeisterin?
Steckbrief
Berufstyp: Weiterbildungsberuf: Meister/in Weiterbildungsart: Meisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung Teilnahme: an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlich Weiterbildungsdauer: Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Bestattermeister/Bestattermeisterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden z.B. an Bildungszentren von Verbänden und anderen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindSchulungsräume und Lehrfriedhöfe bei Präsenzveranstaltungenzu Hause bei Online-Lerneinheiten
▶ Steckbrief
BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/inWeiterbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher RegelungTeilnahme an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlichWeiterbildungsdauerUnterschiedlich, je nach Bildungsangebot und LernformAufgaben und TätigkeitenBestattermeister und -meisterinnen planen Arbeitsabläufe, leiten Fachkräfte an und führen ggf. den gesamten Bestattungsbetrieb. Außerdem bilden sie Auszubildende aus. Sie verhandeln mit Lieferunternehmen, kalkulieren Angebote und erledigen den Schriftverkehr. Zudem beraten sie die Kundschaft und geben trauerpsychologische Hilfestellung. Sie richten Bestattungsfeierlichkeiten unter Berücksichtigung religiöser, sozialer und kultureller Aspekte aus.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Bestattermeister und -meisterinnen sind im Bestattungswesen, hauptsächlich in Bestattungsunternehmen bzw. -instituten, beschäftigt.im Bestattungswesen, hauptsächlich in Bestattungsunternehmen bzw. -institutenArbeitsorte:Bestattermeister und -meisterinnen arbeiten meistin Geschäfts- und Büroräumen auf Friedhöfen, in Trauerhallen oder im FreienSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenEin Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf ist Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe.Inhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.Fachpraxis (Teil I):Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch: z.B. Planen, Durchführen und Dokumentieren einer Erd- oder Feuerbest...
▶ Weiterbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform
▶ Weiterbildungsaufbau
Stundenverteilung (beispielhaft):Teil I - Fachpraktischer Teil und Teil II - Fachtheoretischer Teil: ca. 510 StundenTeil III - Betriebswirtschaftlicher, kaufmännischer und rechtlicher Teil: ca. 240 StundenTeil IV - Berufs- und arbeitspädagogischer Teil: ca. 115 StundenGesamtstundenzahl: ca. 865 Stunden
▶ Weiterbildungskosten
Für den Besuch von Vorbereitungslehrgängen fallen Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst Prüfungsgebühren. Weitere Kosten entstehen für das Meisterprüfungsprojekt sowie ggf. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenVorbereitungslehrgänge auf die Meisterprüfung können gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz finanziell gefördert werden.Weitere Informationen: Aufstiegs-BAföG - Aufstieg mit FörderungFörderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium
▶ Weiterbildungsinhalte
Fachpraxis (Teil I):Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch: z.B. Planen, Durchführen und Dokumentieren einer Erd- oder Feuerbestattung mit nationalem oder internationalem BezugSituationsaufgabe: Identifizieren technischer, organisatorischer oder dienstleistungsbezogener Mängel für eine vorgegebene Bestattung und Aufzeigen von Maßnahmen zur BeseitigungFachtheorie (Teil II):Handlungsfeld Bestattungsberatung: z.B. Konzepte für die Durchführung von Gesprächen mit Kunden/Kundinnen zu Bestattungen sowie zur Bestattungsvorsorge und deren Finanzierung entwickeln, religiöse Grundlagen sowie Besonderheiten der Bestattungs-, Trauer-, Erinnerungs- und Friedhofskultur berücksichtigenHandlungsfeld Friedhofs- und Krematoriumsbetrieb: z.B. Anforderungen an Anlagen und Maschinen beurteilen, Arbeits- und Montageverfahren beim Einbringen von Schalungen sowie beim Herrichten und Überbauen von Gräbern bewerten, Ofen- und Filtertechniken für Krematorien auswählenHandlungsfeld Auftragsabwicklung: z.B. Wünsche von Kunden/Kundinnen ermitteln, Auftragsdaten erfassen, Angebotsunterlagen und Arbeitspläne erstellen, den Einsatz von Personal, Material, Maschinen und Geräten bewerten und bestimmen, Nachkalkulationen durchführenHandlungsfeld Betriebsführung und Betriebsorganisation: betriebliche Kosten ermitteln, Marketingmaßnahmen zur Gewinnung und Pflege von Kunden/Kundinnen erarbeiten, betriebliches Qualitätsmanagement entwickeln, Personalentwicklung, Betriebs-, Lagerausstattung und logistische Prozesse...
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildungsprüfung erfolgreich zu bestehen:Mathematik: z.B. um betriebliche Kosten und Kennzahlen zu ermittelnWirtschaft/Recht: z.B. um einen Bestattungsbetrieb sicher zu führenMitarbeiterführung und -anleitung: z.B. um Führungsinstrumente wie Zielvereinbarung und Feedback anzuwenden
▶ Weiterbildungssituation
Die Weiterbildung besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeit i.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am Abend bzw. als BlockunterrichtLernformbei Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort)bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und selbstgestaltetes Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme von zu Hause aus
▶ Weiterbildungsvergütung
Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen wird nicht vergütet.
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungsalternative bietet sich für den Beruf Bestattermeister/in an:Bereich BestattungswesenFachwirt/Fachwirtin im BestattungswesenGemeinsamkeit:betriebliche Organisation eines Bestattungsunternehmens steuern
▶ Entwicklung der Weiterbildung
2009:Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und die Prüfungsanforderungen im Bestattungsgewerbe tritt in Kraft2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungBestattermeister/Bestattermeisterin
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Bestattermeister bzw. Bestattermeisterin ist eine berufliche Weiterbildung. Die Meisterprüfung im handwerksähnlichen Bestattungsgewerbe ist bundesweit einheitlich geregelt.Für die Zulassung zur Prüfung ist es nicht erforderlich, an einem Lehrgang teilzunehmen.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Weiterbildung arbeiten Bestattermeister/innen im Bestattungswesen, hauptsächlich in Bestattungsinstituten.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung, z.B. im Bereich Trauerbegleitung, kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Beruflich weiterkommenAufbauend auf bereits vorhandenen Qualifikationen können speziell für Weiterbildungsabsolventen konzipierte Aufstiegsweiterbildungen das Kompetenzprofil erweitern und ergänzen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung abzulegen.Mit ihrem Weiterbildungsabschluss können Meister/innen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Betriebswirtschaftslehre, Business Administration erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Bestattungsgewerbes.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Zur PrüfungVerordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe (Bestattermeisterverordnung - BestMstrV) vom 15.09.2009 (BGBl. I S. 3036), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 72 der Verordnung vom 18.01.2022 (BGBl. I S. 39)Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen III und IV im Handwerk und in handwerksähnlichen Gewerben (Allgemeine Meisterprüfungsverordnung - AMVO) vom 26.10.2011 (BGBl. I S. 2149), geändert durch Artikel 2 Abs. 97 der Verordnung vom 18.01.2022 (BGBl. I S. 39)Verordnung über das Zulassungs- und allgemeine Prüfungsverfahren für die Meisterprüfung im Handwerk und in handwerksähnlichen Gewerben (Meisterprüfungsverfahrensverordnung - MPVerfV), verkündet als Artikel 1 der Verordnung vom 18.01.2022 (BGBl. I S. 39)WeiteresRahmenlehrplan für die Vorbereitung auf Teil III der Meisterprüfung im Handwerk, Stand 2011 (Ludwig-Fröhler-Institut, Forschungsinstitut im Deutschen Handwerksinstitut (DHI))Rahmenlehrplan für die Vorbereitung auf Teil IV der Meisterprüfung im Handwerk, erstellt durch den Arbeitskreis Rahmenlehrplan Teil IV der Meisterprüfung, Hrsg. Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln, Forschungsinstitut im Deutschen Handwerksinstitut (DHI)Übergreifend für Weiterbildung und TätigkeitGesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24.09.1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), zuletzt ge...
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Ein Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf ist Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Bestattermeister/Bestattermeisterin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Bestattermeister/Bestattermeisterin in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenBestattermeister und -meisterinnen planen Arbeitsabläufe, leiten Fachkräfte an und führen ggf. den gesamten Bestattungsbetrieb. Außerdem bilden sie Auszubildende aus. Sie verhandeln mit Lieferunternehmen, kalkulieren Angebote und erledigen den Schriftverkehr. Zudem beraten sie die Kundschaft und geben trauerpsychologische Hilfestellung. Sie richten Bestattungsfeierlichkeiten unter Berücksichtigung religiöser, sozialer und kultureller Aspekte aus.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Bestattermeister und -meisterinnen sind im Bestattungswesen, hauptsächlich in Bestattungsunternehmen bzw. -instituten, beschäftigt.im Bestattungswesen, hauptsächlich in Bestattungsunternehmen bzw. -institutenArbeitsorte:Bestattermeister und -meisterinnen arbeiten meistin Geschäfts- und Büroräumen auf Friedhöfen, in Trauerhallen oder im FreienSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenEin Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf ist Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe.Inhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.Fachpraxis (Teil I):Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch: z.B. Planen, Durchführen und Dokumentieren einer Erd- oder Feuerbestattung mit nationalem oder internationalem BezugSituationsaufgabe: Identifizieren technischer, organisatorischer oder dienstleistungsbezogener Mängel für eine vorgegebene Bestattung und Aufzeigen von Maßnahmen zur BeseitigungFachtheorie (Teil II):Handlungsfeld Bestattungsberatung: z.B. Konzepte für die Durchführung von Gesprächen mit Kunden/Kundinnen zu Bestattungen sowie zur Bestattungsvorsorge und deren Finanzierung entwickeln, religiöse Grundlagen sowie Besonderheiten der Bestattungs-, Trauer-, Erinnerungs- und Friedhofskultur berücksichtigenHandlungsfeld Friedhofs- und Krematoriumsbetrieb: z.B. Anforderungen an Anlagen und Maschinen beurteilen, Arbeits- und Montageverfahren beim Einbringen von Schalungen sowie beim Herrichten und Überbauen von Gräbern bewerten, Ofen- und Filtertechniken für Krematorien auswählenHandlungsfeld Auftragsabwicklung: z.B. Wünsche von Kunden/Kundinnen ermitteln, Auftragsdaten erfassen, Angebotsunterlagen und Arbeitspläne erstellen, den Einsatz von Personal, Material, Maschinen und Geräten bewerten und bestimmen, Nachkalkulationen durchführenHandlungsfeld Betriebsführung und Betriebsorganisation: betriebliche Kosten ermitteln, Marketingmaßnahmen zur Gewinnung und Pflege von Kunden/Kundinnen erarbeiten, betriebliches Qualitätsmanagement entwickeln, Personalentwicklung, Betriebs-, Lagerausstattung und logistische Prozesse planenBetriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Grundlagen (Teil III)Berufs- und arbeitspädagogische Grundlagen (Teil IV)
Ist Bestattermeister/Bestattermeisterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Bestattermeister/Bestattermeisterin" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Bestattermeister/Bestattermeisterin qualifiziert werden? ▼
Ein Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf ist Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe.
Wo arbeiten Bestattermeister/Bestattermeisterin in Deutschland typischerweise? ▼
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden z.B. an Bildungszentren von Verbänden und anderen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindSchulungsräume und Lehrfriedhöfe bei Präsenzveranstaltungenzu Hause bei Online-Lerneinheiten
Wie hoch ist das typische Gehalt für Bestattermeister/Bestattermeisterin in Deutschland? ▼
Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen wird nicht vergütet.