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Berufsberater/Berufsberaterin

Berufsberater/in

Grundberuf Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 71523

Was ist Berufsberater/Berufsberaterin?

Ein Berufsberater/eine Berufsberaterin ist in Deutschland ein wichtiger Experte/eine wichtige Expertin, der/die Einzelpersonen dabei unterstützt, ihre beruflichen Ziele zu erreichen und umfassende Informationen sowie Orientierungshilfen zu Karrierewegen bereitstellt. Dieser Beruf zielt darauf ab, Klienten zu ermöglichen, die richtigen Karriereentscheidungen zu treffen, indem er/sie ihre Fähigkeiten, Interessen und persönlichen Stärken mit den aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten des Arbeitsmarktes abgleicht.

Berufsberater/innen unterstützen junge

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Berufsberater/Berufsberaterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

ARBEIT. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und ArbeitspolitikArbeitsgemeinschaft BerufsbildungsforschungsnetzBildungskettenBWP - Berufsbildung in Wissenschaft und PraxisDie Öffentliche Verwaltung (DÖV)Journal for Labour Market Researchklischee-frei - Nationale Kooperationen zur Berufs- und StudienwahlPublikationen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)Servicestelle SGB IIThemenseite des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): Jugendliche auf dem Weg ins BerufslebenWarum werden Berufe nicht gewählt? Die Relevanz von Attraktions- und Aversionsfaktoren in der Berufsfindung

Arbeitsorte

Berufsberater und -beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenim Außendienst, z.B. in Veranstaltungsräumen und Klassenzimmern

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:ArbeitsförderungsrechtArbeitsmarktpolitikBerufsberatungBerufsbildungsrechtBerufskundeBildungsberatungKundenberatung, -betreuungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArbeitsrechtArbeitsvermittlungBetriebswirtschaftslehreBewerberauswahl, -beurteilungBewerbertrainingInterkulturelle KommunikationPsychologieRecherche, InformationsbeschaffungUnterricht, Schulung (außerschulischer Bereich)VerBIS (Vermittlungs-, Beratungs- und Informationssystem der Bundesagentur für Arbeit)Verhaltens-, KommunikationstrainingVortragstätigkeitWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe " Bürokommunikation, MS-Office" Kompetenzgruppe " Personengruppen"

Arbeitssituation

Berufsberater/innen erledigen ihre Aufgaben meist eigenständig, arbeiten aber auch mit anderen Fachkräften zusammen. Mit Lehrkräften oder Vertretern von Betrieben organisieren sie z.B. Veranstaltungen zur Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche. Sie haben persönliche, schriftliche und telefonische Kontakte zu Jugendlichen und meist jungen Erwachsenen. Je nach Einsatzbereich knüpfen sie auch Kontakte zu Behörden, Berufsverbänden, Bildungsträgern oder Arbeitgebern. Hier sind Überzeugungskraft und Verhandlungsgeschick gefragt. Die Beratungstätigkeit erfordert von ihnen viel Engagement und eine ausgeprägte Service- und Kundenorientierung. Sie müssen sich auf ständig wechselnde Kunden einstellen können; dies erfordert Kommunikationsstärke und Kooperationstalent. Einfühlungsvermögen ist erforderlich, um die Stärken und Schwächen ihrer Kunden herauszufinden. Persönliche Daten und Unterlagen behandeln sie vertraulich. Da sie ggf. auch mit Kunden in schwierigen Lebenssituationen zu tun haben, ist Verantwortungsbewusstsein unabdingbar. Oft arbeiten sie unter Zeitdruck und müssen auch in schwierigen Situationen zielorientiert Gespräche führen können.Die meisten ihrer Aufgaben erledigen sie im Büro, wo sie sich z.B. auf Beratungstermine vorbereiten und Kunden empfangen. Je nach Schwerpunkt sind sie aber auch im Außendienst tätig und besuchen z.B. Firmen, um diese als Partner für die Kooperation mit Ausbildungsplatzbörsen zu gewinnen, oder gestalten Unterrichte zur Berufsorientierung in Klas...

Existenzgründung

Berufsberater und -beraterinnen können sich z.B. mit einem privaten Karriereberatungsinstitut selbstständig machen oder freiberuflich als privater Karriereberater bzw. private Karriereberaterin tätig werden.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung nach absolviertem Studium (monatlich): 4.099 €Quelle:Tarifvertrag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Bundesagentur für Arbeit (TV-BA)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

SozialversicherungSozialversicherung, z.B. Berufsberatung bei den Agenturen für ArbeitSozialwesenSonstige soziale Beratungsdienste, z.B. private Beratungseinrichtungen im Bereich der Bildungs- und BerufsberatungAuch denkbar:Wirtschafts-, Berufsverbände, GewerkschaftenBerufsorganisationen, z.B. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern

Zugang zur Tätigkeit

Für eine Beschäftigung in Agenturen für Arbeit oder in Jobcentern wird i.d.R. ein Studium im Bereich Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit vorausgesetzt.Private Arbeitsvermittlungen erwarten häufig eine Weiterbildung bzw. ein Studium in Pädagogik oder Sozialwissenschaften.

Zugangsstudienfächer

Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung (grundständig)Arbeitsmarktmanagement (grundständig)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (grundständig)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Pädagogische Psychologie (grundständig)Pädagogische Psychologie (weiterführend)Sozialwissenschaften (grundständig)Sozialwissenschaften (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Berufsberater und -beraterinnen finden meist Beschäftigung in den Agenturen für Arbeitim Bereich der privaten Bildungs- und BerufsberatungSie finden auch Beschäftigungbei Beratungs- und Bildungseinrichtungen der Kammern

Tätigkeitsbezeichnungen

Berufsberater/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheCareers advisor (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheConseiller/Conseillère d'orientation professionnelle

Die Tätigkeit im Überblick

Berufsberater und -beraterinnen informieren und beraten über Berufe, Ausbildungswege, Anforderungen in Ausbildung und Tätigkeit, den Arbeitsmarkt und Beschäftigungschancen.

Stellen- und Bewerberbörsen

Agentur für Arbeit, Dienststellen vor OrtInteramt.deservice.bund.deStellenblatt.de

Verbände und Organisationen

Bundesagentur für Arbeit - Zentraledvb Deutscher Verband für Bildungs- und Berufsberatung e.V. - GeschäftsstelleGesamtverband der Personaldienstleister e. V. (GVP)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Kundenkontakt (z.B. Jugendliche und deren Eltern, Hochschulabgänger, Umschüler und Arbeitsuchende individuell bei der Berufswahl bzw. dem Berufseinstieg beraten)Beachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben (z.B. Berufsbildungsrecht)Verantwortung für Personen (z.B. Konsequenzen des eigenen Handelns für die Jugendlichen, Umschüler und Arbeitsuchenden bedenken)Bildschirmarbeit (z.B. Bewerbungsunterlagen von Kunden optimieren, in Online-Stellenbörsen für Kunden recherchieren)Arbeit in Büroräumen (z.B. bei den Agenturen für Arbeit, aber auch bei privaten Anbietern im Bereich der Bildungs- und Berufsberatung)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Bewerbungsunterlagen, Formulare, Stellengesuche bzw. -angebote, Rechtsvorschriften, Verwaltungsanweisungen, Beratungs- und InformationsmaterialienDatenverwaltungssysteme, z.B.: Job- und WeiterbildungsdatenbankenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Videokonferenztools

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Berufsberater und -beraterinnen informieren über Möglichkeiten der Berufswahl. Arbeitnehmerkunden und -kundinnen beraten sie zur beruflichen Neuorientierung und empfehlen z.B. Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen. Sie helfen dabei, Bewerbungsunterlagen zu optimieren, bereiten auf Vorstellungsgespräche vor oder vereinbaren Schritte zur Eingliederung. Auch helfen sie, Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt zu integrieren und beraten über Sprachförderungsmaßnahmen. Neben Einzelberatungen führen sie Gruppenveranstaltungen an Schulen, auf Jobmessen oder in Berufsinformationszentren durch und informieren über die Arbeitswelt. In der privaten Bildungs- und Berufsberatung bieten sie auch Karrierecoachings an.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge/Geprüfte Aus- und WeiterbildungspädagoginGeprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung)

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Berufs- und Karriereplanung, Personalberatung und -vermittlung, Arbeitsrecht).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung oder Personalmanagement, -dienstleistung).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Schüler/innen, Hochschulabsolventen/-absolventinnen, Umschüler/innen und Arbeitsuchende in Einzelgesprächen beraten und dabei unterstützen, eine Entscheidung zu treffen Auskünfte über Ausbildungswege, -möglichkeiten, Branchen, Berufe, Anforderungen und Beschäftigungsaussichten geben Informationsveranstaltungen in Schulen, in den Berufsinformationszentren (BiZ) der Agenturen für Arbeit, auf Ausbildungsmessen durchführen, ggf. Elternabende veranstaltenHinweise geben, wie Bewerbungsmappen erstellt und optimiert werden können, auf Vorstellungsgespräche vorbereiten Betriebspraktika für Schüler/innen vermittelnArbeitnehmerkunden/-kundinnen über Möglichkeiten einer beruflichen Neuorientierung beraten, ggf. Umschulungsmaßnahmen empfehlenbei der Integration von anerkannten Flüchtlingen sowie Geduldeten mit Arbeitserlaubnis in den Arbeitsmarkt mitwirkenQualifikationen feststellen, Sprachförderbedarf ermitteln, Arbeits-, Ausbildungsplätze oder Praktikumsstellen akquirierenKunden/Kundinnen im persönlichen Gespräch sowie über Hotlines oder internetbasierte Dienste beratenmit den Studienberatungen der Hochschulen, mit Berufsschulen, Betrieben, Kammern und Jobcentern zusammenarbeitenin der privaten Bildungs- und Berufsberatung oder bei Kammern (IHK/HWK) mit Kunden/Kundinnen Strategien zur Karriereplanung oder zur beruflichen Umorientierung erarbeiten das berufliche Potenzial ermitteln und unterstützen, Strategien umzusetzendas soziale Umfeld, Lebenssituation und Lebensentwurf berücksichtige...

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) - Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitsuchende - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24.12.2003, BGBl. I S. 2954) in der Fassung der Bekanntmachung vom 13.05.2011 (BGBl. I S. 850, ber. S. 2094), zuletzt geändert durch Artikel 1a des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24.03.1997, BGBl. I S. 594, 595), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Berufsberater/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. ohne Einarbeitung):Arbeitsmarktmanager/Arbeitsmarktmanagerinfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Berater/Beraterin für Bildung, Beruf und Beschäftigungin angrenzenden Berufen:Arbeitsvermittler/ArbeitsvermittlerinAusbildungsberater/AusbildungsberaterinFallmanager/FallmanagerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Berufsberater/Berufsberaterin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Berufsberater/Berufsberaterin in Deutschland?

Ein Berufsberater/eine Berufsberaterin ist in Deutschland ein wichtiger Experte/eine wichtige Expertin, der/die Einzelpersonen dabei unterstützt, ihre beruflichen Ziele zu erreichen und umfassende Informationen sowie Orientierungshilfen zu Karrierewegen bereitstellt. Dieser Beruf zielt darauf ab, Klienten zu ermöglichen, die richtigen Karriereentscheidungen zu treffen, indem er/sie ihre Fähigkeiten, Interessen und persönlichen Stärken mit den aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten des Arbeitsmarktes abgleicht.

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Ist Berufsberater/Berufsberaterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Berufsberater/Berufsberaterin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Berufsberater/Berufsberaterin qualifiziert werden?

Für eine Beschäftigung in Agenturen für Arbeit oder in Jobcentern wird i.d.R. ein Studium im Bereich Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit vorausgesetzt.Private Arbeitsvermittlungen erwarten häufig eine Weiterbildung bzw. ein Studium in Pädagogik oder Sozialwissenschaften.

Wo arbeiten Berufsberater/Berufsberaterin in Deutschland typischerweise?

Berufsberater und -beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenim Außendienst, z.B. in Veranstaltungsräumen und Klassenzimmern

Wie hoch ist das typische Gehalt für Berufsberater/Berufsberaterin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung nach absolviertem Studium (monatlich): 4.099 €Quelle:Tarifvertrag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Bundesagentur für Arbeit (TV-BA)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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