Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst)
Beamter/Beamtin - Feuerwehrtechnischer Dienst (gehobener Dienst)
Was ist Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst)?
Steckbrief
Berufstyp: Beamtenausbildung;abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen BundesländernAusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes bzw. der BundesländerDauer des VorbereitungsdienstesI.d.R. 1,5-2 Jahre bzw. 3,5 Jahre (je nach Vorbildung)Mindestvoraussetzung für die Zulassung zum VorbereitungsdienstJe nach Bundesland bzw. Bundesbehörde unterschiedlich (z.B. abgeschlossenes Bachelorstudium)LernorteLandesfeuerwehrschulen, Berufsfeuerwehren, Kliniken, ggf. Bundeswehrfeuerwehren, ggf. Bildungszentrum der Bundeswehr, Hochschulen
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Lernorte sind:Landesfeuerwehrschulen, ggf. Bildungszentrum der Bundeswehr: UnterrichtsräumeHochschuleinrichtungen (bei Absolvieren eines Bachelorstudiums mit integrierter Laufbahnausbildung bei der Bundeswehr): Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, BibliothekenBerufsfeuerwehren, ggf. Bundeswehrfeuerwehren: Büroräume, Leitstellen, Einsatzzentralen, Außendienst (Übungen und Einsätze an Unfallorten, Löschfahrzeuge)Kliniken bzw. Polizeidienststellen (Praktika)
▶ Aktuelles
Novellierung der BundeslaufbahnverordnungAm 17.03.2026 trat die neue Bundeslaufbahnverordnung in Kraft. Sie eröffnet bedarfsorientierte Sonderzugänge, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Schwerpunkt der Reform ist u.a. die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung. Im gehobenen technischen Verwaltungsdienst sowie im gehobenen naturwissenschaftlichen Dienst ist nun z.B. auch der Zugang für Personen mit den beruflichen Fortbildungsabschlüssen Bachelor Professional oder Master Professional möglich.
▶ Steckbrief
BerufstypBeamtenausbildung;abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen BundesländernAusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes bzw. der BundesländerDauer des VorbereitungsdienstesI.d.R. 1,5-2 Jahre bzw. 3,5 Jahre (je nach Vorbildung)Mindestvoraussetzung für die Zulassung zum VorbereitungsdienstJe nach Bundesland bzw. Bundesbehörde unterschiedlich (z.B. abgeschlossenes Bachelorstudium)LernorteLandesfeuerwehrschulen, Berufsfeuerwehren, Kliniken, ggf. Bundeswehrfeuerwehren, ggf. Bildungszentrum der Bundeswehr, HochschulenAufgaben und TätigkeitenBeamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst leiten Einsätze bei der Brandbekämpfung, bei der Rettung von Personen, Tieren und Sachgütern und organisieren die Beseitigung oder Absicherung von Gefahrenquellen. Auch bei den Feuerwehren der Bundeswehr sind sie sichernd und schützend tätig. Im Innendienst sorgen Beamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst als Wachvorsteher bzw. Wachvorsteherinnen in Feuer- und Rettungswachen für die Einsatzbereitschaft der Wache und der technischen Einrichtungen bzw. Ausrüstung: Sie planen den Personaleinsatz, koordinieren den Schichtdienst der Wachabteilungen, organisieren den Einsatz der Zugführer bzw. Zugführerinnen und planen für Großveranstaltungen bzw. feuergefährliche Arbeiten Sicherheitswachen. Als Sachbearbeiter bzw. Sachbearbeiterinnen in Fachabteilungen der Feuerwehr erledigen sie Verwaltungsaufgaben, führen Brandschauen dur...
▶ Ausbildungsdauer
I.d.R. 1,5 bis 2 Jahre (bei Zugang mit Bachelorabschluss)Hinweis: Ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Bachelorstudium bei der Bundeswehr mit integrierter Laufbahnausbildung erstreckt sich i.d.R. auf 3,5 Jahre.
▶ Auswahlverfahren
Das Auswahlverfahren umfasst bspw. einen Eignungstest mit Einzelgespräch sowie mit Persönlichkeits- und sportlichen Leistungstests.Für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bei der Bundeswehr setzt sich der schriftliche Teil des Auswahlverfahrens aus einem Leistungstest, einem Persönlichkeitstest, einem biografischen Fragebogen, einer Simulationsaufgabe oder einem Aufsatz zusammen. Der mündliche Teil kann ein Referat, eine Präsentation, Gruppenaufgaben und ein Interview umfassen. Im praktischen Teil des Auswahlverfahrens wird ein Fitnesstest durchgeführt.
▶ Ausbildungsaufbau
Gliederung eines Vorbereitungsdienstes im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst Grundausbildung: 6 Monateberufspraktische Ausbildung Teil 1: 3,5 MonateFührungslehrgang: 1,5 Monateberufspraktische Ausbildung Teil 2: 2 MonateBrandoberinspektorenlehrgang Teil 1: 2,5 Monateberufspraktische Ausbildung Teil 3: 3,5 MonateBrandoberinspektorenlehrgang Teil 2: 1,5 Monateberufspraktische Ausbildung Teil 4 einschließlich Laufbahnprüfung: 3,5 MonateAusbildungsdauer insgesamt: 2 Jahre
▶ Ausbildungskosten
Für die Laufbahnausbildung werden keine Lehrgangsgebühren erhoben. Es können Fahrtkosten oder Kosten für Lernmittel anfallen. Für die Unterbringung am Ausbildungsort können ebenfalls Kosten entstehen.
▶ Ausbildungsinhalte
Theoretischen und praktische Ausbildungsinhalte, z.B.:Grundkenntnisse und -fertigkeiten des FeuerwehrdienstesGrundkenntnisse und -fertigkeiten des Rettungsdienstes, je nach Bundesland Ausbildung als Rettungshelfer/in oder Rettungssanitäter/in Funktion und Einsatz der RettungsgeräteEinsatztaktik und -leitung (Einsatzvor- und -nachbereitung); Menschenführungvorbeugender Brand- und Gefahrenschutzpersönliches Verhalten im Einsatzdienst und im Dienstbetrieb (Stressbewältigung, Vorbildfunktion)Rechtsgrundlagen (z.B. Feuerschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstrecht, Einsatzrecht, Öffentliches Dienstrecht)Verwaltung, Organisation, BetriebswirtschaftslehreInformations- und Kommunikationstechnik Dienstsport
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Während der theoretischen Ausbildungsabschnitte:Lehrveranstaltungen: z.B. Lehrgänge an einer Landesfeuerwehrschule (bzw. zusätzlich bei Absolvieren eines Bachelorstudiums mit integrierter Laufbahnausbildung bei der Bundeswehr Vorlesungen und Seminare in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule) besuchenEigenständige Arbeit: z.B. Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Leistungsnachweise vorbereitenOrganisation: z.B. vorgegebene Abgabetermine für Referate und Hausarbeiten einhaltenWährend der praktischen Ausbildungsabschnitte:Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. an Übungen und Einsätzen teilnehmenPraktika: z.B. Praktikum in einem Klinikum bzw. einer Polizeidienststelle ableistenSchlüsselqualifikationen: z.B. Problemlösungs-, Organisations- und Kommunikationskompetenzen erweitern
▶ Ausbildungsvergütung
Monatlicher Anwärtergrundbetrag bei Bundesbehörden (brutto): 1.744 €Beispielhafter monatlicher Anwärtergrundbetrag bei Länderbehörden (brutto): 1.549 €Quellen:Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)LandesbesoldungsgesetzeHinweis: Neben dem Anwärtergrundbetrag umfassen die Anwärterbezüge die vermögenswirksamen Leistungen, ggf. auch den Familienzuschlag und weitere Zulagen, Vergütungen und Zuschläge.
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Vorbereitungsdienst: Management/Organisation: z.B. um die Verwaltung und Einsätze der Feuerwehren effizient organisieren zu könnenMitarbeiterführung und -anleitung: z.B. für die erfolgreiche Leitung von Rettungseinsätzen
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Alternativen bieten sich für den Beruf Beamter/Beamtin im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst an:Bereich Recht und VerwaltungBeamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (gehobener technischer Dienst)Beamter/Beamtin in der Gewerbeaufsichtsverwaltung (gehobener technischer Dienst)Beamter/Beamtin im Eichwesen (gehobener technischer Dienst)Gemeinsamkeit:Prüfende und kontrollierende Aufgaben wahrnehmenBereich Schutz und SicherheitRettungsingenieurwesen (weiterführend)Sicherheitstechnik (weiterführend)Sicherheitsmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeit:Prüf- und Organisationsaufgaben im Bereich Sicherheit übernehmen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden2017:neue Verordnung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst in der Bundeswehr: Vorbereitungsdienst in Form eines Bachelorstudiums mit integrierter Laufbahnausbildung
▶ Die Ausbildung im Überblick
Die Ausbildung im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst erfolgt als Vorbereitungsdienst. Sie dauert in der Regel 1,5 bis 2 Jahre und ist durch Verordnungen des Bundes bzw. der Bundesländer geregelt. Die Ausbildung schließt mit einer Laufbahnprüfung ab.Voraussetzung ist i.d.R. mindestens ein Bachelorstudium.Hinweis: Die Laufbahnbefähigung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst kann auch im Rahmen eines geeigneten ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Bachelorstudiums bei der Bundeswehr erworben werden. Die Laufbahnausbildung wird dann parallel zum Bachelorstudium absolviert.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Die Laufbahn ist beim Bund sowie in allen Bundesländern eingerichtet, es liegen jedoch keine Abschluss-/Berufsbezeichnungen vor.LaufbahnbezeichnungenBeamter/Beamtin - Feuerwehr (gehobener technischer Dienst)Beamter/Beamtin - feuerwehrtechnischer Dienst (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt)Beamter/Beamtin - feuerwehrtechnischer Dienst (Laufbahngruppe 2, erste Einstiegsebene)Beamter/Beamtin - feuerwehrtechnischer Dienst (dritte Qualifikationsebene)Beamter/Beamtin - feuerwehrtechnischer Dienst (drittes Einstiegsamt)Die Laufbahnbezeichnungen sind beispielhaft und können je nach Bundesland variieren.Nach einem erfolgreich absolvierten Bachelorstudium mit integrierter Laufbahnausbildung wird neben der Laufbahnbefähigung auch der akademische Grad Bachelor verliehen.Hinweis: Die zuständigen Stellen legen fest, ob die Laufbahn als Ausbildung angeboten wird.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Den passenden Einsatzbereich findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Beamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst hauptsächlich bei Berufs- und Bundeswehrfeuerwehren.Auf dem Laufenden bleibenDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Brandschutz bis hin zu Verwaltungsrecht.Beruflich weiterkommenBei entsprechender Eignung haben Beamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst die Möglichkeit, nach erfolgreichem Aufstiegsverfahren in die nächsthöhere Laufbahn zu wechseln.Auch ein weiterführendes Studium kann in Betracht gezogen werden. Naheliegend ist es z.B., einen Masterabschluss im Studienfach Sicherheitstechnik zu erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als Gutachter/in oder Sachverständige/r im Bereich vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Der Vorbereitungsdienst für die Beamtenlaufbahnen wird von Bund und Ländern in eigenen Verordnungen geregelt. Die jeweiligen Bestimmungen können voneinander abweichen.BundesebeneVerordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehr im Verwendungsbereich Brandschutz (GtDBwBrandschutzVDV) vom 23.08.2017 (BGBl. I S. 3273), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 21 der Verordnung vom 11.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 67)LandesebeneVerordnung des Innenministeriums über die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst (Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst - APrOFw gD) vom 17.11.2014 (BW.GBl. S. 663), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 10.02.2026 (BW.GBl. Nr. 20)Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt feuerwehrtechnischer Dienst (FachV-Fw) vom 18.11.2011 (Bay.GVBl. S. 599), zuletzt geändert durch § 2 der Verordnung vom 10.06.2024 (Bay.GVBl. S. 159)Verordnung über die Laufbahnen der Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes (Feuerwehr-Laufbahnverordnung - FwLVO) vom 12.01.2016 (Ber.GVBl. S. 6), geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 18.12.2025 (Ber.GVBl. S. 689)Verordnung über die Ausbildung und die Prüfung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst (APOgDFw) vom 14.12.2017 (Ber.GVBl. S. 712)Verordnung über die Laufbahnen der Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes im Land Brandenburg (Feuerwehrlaufbahnverordnung - Fe...
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Voraussetzung ist in der Regel ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium oder ein als gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss in einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studienfach.Hinweis: In ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Bachelorstudium mit integrierter Laufbahnausbildung kann dagegen aufgenommen werden, wer die Zugangsberechtigung für eine mit der Bundeswehr kooperierende Hochschuleinrichtung nachweist.Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:Nachweis der für den feuerwehrtechnischen Dienst erforderlichen gesundheitlichen Eignung, u.a. Atemschutztauglichkeit je nach Bundesland ggf. zusätzlich z.B. besondere Anforderungen an die Körpergröße und Sehfähigkeit, Besitz des Schwimmabzeichens in Silber sowie der Fahrerlaubnis der Klasse Bzusätzlich für Bewerber/innen für den feuerwehrtechnischen Dienst der Bundeswehr:deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetzuneingeschränkte VersetzungsbereitschaftBereitschaft, an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmenHöchstalter: 49 Jahreärztlicher Nachweis der Kraftfahrverwendungstauglichkeit
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst) in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenBeamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst leiten Einsätze bei der Brandbekämpfung, bei der Rettung von Personen, Tieren und Sachgütern und organisieren die Beseitigung oder Absicherung von Gefahrenquellen. Auch bei den Feuerwehren der Bundeswehr sind sie sichernd und schützend tätig. Im Innendienst sorgen Beamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst als Wachvorsteher bzw. Wachvorsteherinnen in Feuer- und Rettungswachen für die Einsatzbereitschaft der Wache und der technischen Einrichtungen bzw. Ausrüstung: Sie planen den Personaleinsatz, koordinieren den Schichtdienst der Wachabteilungen, organisieren den Einsatz der Zugführer bzw. Zugführerinnen und planen für Großveranstaltungen bzw. feuergefährliche Arbeiten Sicherheitswachen. Als Sachbearbeiter bzw. Sachbearbeiterinnen in Fachabteilungen der Feuerwehr erledigen sie Verwaltungsaufgaben, führen Brandschauen durch und geben schriftliche Stellungnahmen in Baugenehmigungsverfahren ab. Im Ausbildungsbereich erstellen sie Schulungsunterlagen und erteilen Unterricht.Arbeitsbereiche und -orteArbeitsbereiche:Beamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst finden Beschäftigungbei Berufsfeuerwehren und Bundeswehrfeuerwehrenan FeuerwehrschulenArbeitsorte:Beamte und Beamtinnen im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst arbeiten in erster Linie in Büroräumenim Außendienst (Einsatzleitung)Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Unterrichtsräumen (als Fachlehrer/in)in Fahrzeughallen und Werkstätten (z.B. bei der Kontrolle der technischen Ausrüstung)im Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungen I.d.R. ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder ein als gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss in einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studienfach Voraussetzung für die Ausbildung. Die Hochschulzugangsberechtigung ist für die Zulassung zum 3,5-jährigen Vorbereitungsdienst mit integriertem Bachelorstudium bei der Bundeswehr erforderlich.Bewerber und Bewerberinnen müssen darüber hinaus die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und ein Auswahlverfahren absolvieren. Ggf. bestehende Höchstaltersgrenzen sind einzuhalten. Inhalte des VorbereitungsdienstesTheoretischen und praktische Ausbildungsinhalte, z.B.:Grundkenntnisse und -fertigkeiten des FeuerwehrdienstesGrundkenntnisse und -fertigkeiten des Rettungsdienstes, je nach Bundesland Ausbildung als Rettungshelfer/in oder Rettungssanitäter/in Funktion und Einsatz der RettungsgeräteEinsatztaktik und -leitung (Einsatzvor- und -nachbereitung); Menschenführungvorbeugender Brand- und Gefahrenschutzpersönliches Verhalten im Einsatzdienst und im Dienstbetrieb (Stressbewältigung, Vorbildfunktion)Rechtsgrundlagen (z.B. Feuerschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstrecht, Einsatzrecht, Öffentliches Dienstrecht)Verwaltung, Organisation, BetriebswirtschaftslehreInformations- und Kommunikationstechnik DienstsportWas verdient man während des Vorbereitungsdienstes?Die Beamtenanwärter und -anwärterinnen erhalten als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf Anwärterbezüge, die ggf. durch Zulagen ergänzt werden.Der monatliche Anwärtergrundbetrag beträgt in Laufbahnen des gehobenen Dienstes 1.744 € (bei Bundesbehörden) bzw. ca. 1.549 € (bei Länderbehörden).
Ist Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst) qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst) in Deutschland typischerweise? ▼
Lernorte sind:Landesfeuerwehrschulen, ggf. Bildungszentrum der Bundeswehr: UnterrichtsräumeHochschuleinrichtungen (bei Absolvieren eines Bachelorstudiums mit integrierter Laufbahnausbildung bei der Bundeswehr): Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, BibliothekenBerufsfeuerwehren, ggf. Bundeswehrfeuerwehren: Büroräume, Leitstellen, Einsatzzentralen, Außendienst (Übungen und Einsätze an Unfallorten, Löschfahrzeuge)Kliniken bzw. Polizeidienststellen (Praktika)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (gehobener Dienst) in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.