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Bankkaufmann/Bankkauffrau

Bankkaufmann/-frau

Ausbildung Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 72112

Was ist Bankkaufmann/Bankkauffrau?

Was macht man in diesem Beruf?Bankkaufleute unterstützen Kunden in Geldangelegenheiten. Sie informieren z.B. über Kapitalanlagen, Kontoführung und wickeln den in- oder ausländischen Zahlungsverkehr für Kunden ab. Sie beraten individuell zu Privat- und Firmenkrediten, Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder anderen Verträgen, bahnen Vertragsabschlüsse an und bearbeiten diese. Im internen Bereich eines Kreditinstitutes planen und steuern sie Arbeitsabläufe. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bankkaufleute finden Beschäftigungin Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassenan Börsen oder im WertpapierhandelArbeitsorte:Bankkaufleute arbeiten in erster Liniein Büroräumenam KundenschalterDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchbei Privat- oder Firmenkundenim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [39.0%]39Hochschulreife [60.0%]60Sonstige [1.0%]Worauf kommt es an?Anforderungen:Kunden- und Serviceorientierung, Kommunikationsfähigkeit (z.B. bei der Kundenberatung)Sorgfalt, Konzentration und Verschwiegenheit (z.B. beim ordnungsgemäßen Buchen von Geschäftsvorgängen, beim Umgang mit Kundendaten)Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (z.B. beim Einschätzen von Kreditrisiken, beim Aushandeln von Konditionen für Geldanlagen oder Kredite)Schulfächer:Deutsch (z.B. um Beratungsgespräche zu führen)Wirtschaft (z.B. um Bilanzkennzahlen von Unternehmen zu analysieren)Mathematik (z.B. um Zins- und Prozentrechnung durchzuführen)Englisch (z.B. um mit internationaler Kundschaft zu kommunizieren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.350 € bis 1.496 €2. Ausbildungsjahr: 1.420 € bis 1.558 €3. Ausbildungsjahr: 1.500 € bis 1.620 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Kreditgewerbe (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Bankkaufmann/Bankkauffrau in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Bankkaufleute werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Kreditinstitute): Büroräume, KundenschalterBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Kreditgewerbe (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Bankkaufleute unterstützen Kunden in Geldangelegenheiten. Sie informieren z.B. über Kapitalanlagen, Kontoführung und wickeln den in- oder ausländischen Zahlungsverkehr für Kunden ab. Sie beraten individuell zu Privat- und Firmenkrediten, Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder anderen Verträgen, bahnen Vertragsabschlüsse an und bearbeiten diese. Im internen Bereich eines Kreditinstitutes planen und steuern sie Arbeitsabläufe. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bankkaufleute finden Beschäftigungin Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassenan Börsen oder im WertpapierhandelArbeitsorte:Bankkaufleute arbeiten in erster Liniein Büroräumenam KundenschalterDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchbei Privat- oder Firmenkundenim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [39.0%]39Hochschulreife [60.0%]60Sonstige [1.0%]Wora...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungBankkaufmann/-frauBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Bankkaufleute unterstützen Kunden in Geldangelegenheiten. Sie informieren z.B. über Kapitalanlagen, Kontoführung und wickeln den in- oder ausländischen Zahlungsverkehr für Kunden ab. Sie beraten individuell zu Privat- und Firmenkrediten, Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder anderen Verträgen, bahnen Vertragsabschlüsse an und bearbeiten diese. Im internen Bereich eines Kreditinstitutes planen und steuern sie Arbeitsabläufe. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien.Wo arbeitet man?Bankkaufleute finden Beschäftigungin Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassenan Börsen oder im WertpapierhandelWeitereBerufe im Büro und SekretariatBerufe rund um Geld, Versicherungen und Immobilien

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. bis 15. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Serviceleistungen anbietenLiquidität sicherstellenVermögen bilden mit SparformenKonsumentenkredite anbieten und Abschlüsse vorbereitenProjektorientiert arbeiten1. und 2. AusbildungsjahrAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Die eigene Rolle im Betrieb und im Wirtschaftsleben mitgestaltenKonten für Privatkunden führen und den Zahlungsverkehr abwickelnKonten für Geschäfts- und Firmenkunden führen und den Zahlungsverkehr abwickelnKunden über Anlagen auf Konten und staatlich gefördertes Sparen beratenAllgemein-Verbraucherdarlehensverträge abschließenMarktmodelle anwendenWerteströme und Geschäftsprozesse erfassen und dokumentierenKunden über die Anlage in Finanzinstrumenten beratenBaufinanzierungen abschließenTeil 1 der Abschlussprüfung im vierten Ausbildungshalbjahr16. bis 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Kunden ganzheitlich beratenKunden gewinnen und Kundenbeziehungen intensivierenVermögen bilden mit WertpapierenZu Vorsorge und Absicherung informierenBaufinanzierungen vorbereiten und bearbeitenAn gewerblichen Finanzierungen mitwirkenInstrumente der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle n...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Kundenanliegen in analoger und digitaler Form aufnimmt und Kundenwünsche ermittelt, Kundenfragen beantwortet und Kundenaufträge bearbeitetwie man Kundengespräche kundenorientiert vorbereitet, kundengerechte Lösungen unter Nutzung analoger oder digitaler vertriebs- und beratungsunterstützender Hilfsmittel erarbeitet, anbietet und erläutertwie Kundengespräche systematisch nachbereitet, Gesprächsergebnisse dokumentiert und Abschlüsse umgesetzt werden wie man Konten eröffnet, führt und schließtwie man Kunden zu Anlagemöglichkeiten auf Konten oder zu Bausparverträgen berätwas bei der Beratung von Kunden über Anlagen in Aktien, Renten, Fonds und Zertifikaten zu beachten ist und welche Chancen und Risiken Anlagen in Wertpapieren mit sich bringenwie man Kunden über die Besonderheiten der digitalen Nutzung von Konten oder über digitalen Wertpapierhandel aufklärt und sicherheitsrelevante Informationen gibtwas bei der Information von Kunden über Zins- bzw. Ertragsgutschriften und deren steuerliche Auswirkungen beachtet werden musswie man Kunden über Finanzierungsmöglichkeiten informiert, die persönlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen für eine Kreditaufnahme prüft und Entscheidungen vorbereitetwie man Neukunden gewinnt, Kundenbeziehungen intensiviert sowie Kundendaten erhebt, aufbereitet, verarbeitet und pflegtwie statistische Daten aufbereitet und ausgewertet werdenwie Kosten und Erlöse von Geschä...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Kunden bei der Wahl der Kontoart beraten, über Anlagemöglichkeiten in Wertpapieren informieren, Kreditvorlagen erstellenUmgebung: wechselnde Arbeitsorte, Bildschirmarbeit in Büroräumen, Arbeit an KundenschalternArbeitszeit: ggf. unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. im Direkt-, Telefon- oder Onlinebanking)Anforderungen:Kunden- und Serviceorientierung, Kommunikationsfähigkeit (z.B. bei der Kundenberatung)Sorgfalt, Konzentration und Verschwiegenheit (z.B. beim ordnungsgemäßen Buchen von Geschäftsvorgängen, beim Umgang mit Kundendaten)Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (z.B. beim Einschätzen von Kreditrisiken, beim Aushandeln von Konditionen für Geldanlagen oder Kredite)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Großbritannien, IrlandIntensivkurs "Professional Development Programme (PDP)", ggf. mit Erwerb der Zusatzqualifikation "Kaufmann/-frau International Certificate"Ort: European College of Business and Management (ECBM), London und DublinDauer: 3 WochenWeitere Informationen zum Intensivkurs Professional Development Programme (PDP)Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Bankgewerbe (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.350 € bis 1.496 €2. Ausbildungsjahr: 1.420 € bis 1.558 €3. Ausbildungsjahr: 1.500 € bis 1.620 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand November 2025Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Deutsch: z.B. um Beratungsgespräche zu führenWirtschaft: z.B. um Bilanzkennzahlen von Unternehmen zu analysierenMathematik: z.B. um Zins- und Prozentrechnung durchzuführenEnglisch: z.B. um mit internationaler Kundschaft zu kommunizieren

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/inDie Zusatzqualifikation "Privates Vermögensmanagement" vermittelt ergänzend zur Erstausbildung Kenntnisse in Finanzdienstleistungen und Immobilien. Die Auszubildenden besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht z.B. in Privatkundenberatung zu Individualversicherungen, Baufinanzierungen, Vermögensplanung und legen eine schriftliche und mündliche Prüfung ab. Die zuständige Industrie- und Handelskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:IHK Heilbronn-Franken - Zusatzqualifikation Privates VermögensmanagementDie Zusatzqualifikation "Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende" befähigt angehende Kaufleute, Telefonate und Schriftverkehr in einer Fremdsprache wie Englisch zu führen. Auszubildende absolvieren eine schriftliche und mündliche Prüfung. Die zuständige Industrie- und Handelskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:IHK Köln - Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Bankkaufmann/-frau an:Bereich Geld, Versicherungen und ImmobilienImmobilienkaufmann/ImmobilienkauffrauInvestmentfondskaufmann/InvestmentfondskauffrauKaufmann/Kauffrau für Versicherungen und FinanzanlagenGemeinsamkeit:Geld- und Vermögensanlagen, Versicherungen und Immobilien anbieten und vermarktenBereich Vertrieb und VerkaufIndustriekaufmann/IndustriekauffrauAutomobilkaufmann/AutomobilkauffrauGemeinsamkeit:Kunden betreuen, Finanzierungen durchführen

Entwicklung der Ausbildung

1946 und 1951:Anerkennung des Berufs Sparkassenkaufmann/-frau in Schleswig-Holstein bzw. Niedersachsen1961:Staatliche Anerkennung der Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/-frau1973 und 1979:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft1995:Sparkassenkaufmann/-frau geht im Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau auf1997:Neuordnung der Ausbildung (kunden- und marktorientiertes Denken und Handeln rückt stärker in den Vordergrund)2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.Neue, modernisierte Ausbildungsordnung, u.a. mit neuer Prüfungsstruktur (Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen) sowie Berücksichtigung inhaltlicher und technologischer Entwicklungen (insbesondere durch die Digitalisierung)2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Bankkaufmann/-frau ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Kreditgewerbe (Ausbildungsbereich Industrie und Handel).

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungBankkaufmann/Bankkauffrau

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Bankkaufleute verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. in den Bereichen privates Vermögensmanagement oder Fremdsprachen für kaufmännische Auszubildende.Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Bankkaufleute vor allem in Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Bank- und Finanzdienstleistungen bis hin zu Rechnungswesen.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Bankfachwirt/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bank, Finanzdienstleistungen erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als unabhängige/r Finanzdienstleistungsberater/in oder Börsenmakler/in.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 9.528 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 60 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 39 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [39.0%]39Hochschulreife [60.0%]60Sonstige [1.0%]Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Bankkaufmann und zur Bankkauffrau (Bankkaufleuteausbildungsverordnung - BankkflAusbV) vom 05.02.2020 (BGBl. I S. 121), geändert durch Verordnung vom 30.04.2021 (BGBl. I S. 865)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bankkaufmann und Bankkauffrau (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 13.12.2019)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Bankkaufmann/Bankkauffrau

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Bankkaufmann/Bankkauffrau in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Bankkaufleute unterstützen Kunden in Geldangelegenheiten. Sie informieren z.B. über Kapitalanlagen, Kontoführung und wickeln den in- oder ausländischen Zahlungsverkehr für Kunden ab. Sie beraten individuell zu Privat- und Firmenkrediten, Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder anderen Verträgen, bahnen Vertragsabschlüsse an und bearbeiten diese. Im internen Bereich eines Kreditinstitutes planen und steuern sie Arbeitsabläufe. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bankkaufleute finden Beschäftigungin Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassenan Börsen oder im WertpapierhandelArbeitsorte:Bankkaufleute arbeiten in erster Liniein Büroräumenam KundenschalterDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchbei Privat- oder Firmenkundenim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [39.0%]39Hochschulreife [60.0%]60Sonstige [1.0%]Worauf kommt es an?Anforderungen:Kunden- und Serviceorientierung, Kommunikationsfähigkeit (z.B. bei der Kundenberatung)Sorgfalt, Konzentration und Verschwiegenheit (z.B. beim ordnungsgemäßen Buchen von Geschäftsvorgängen, beim Umgang mit Kundendaten)Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (z.B. beim Einschätzen von Kreditrisiken, beim Aushandeln von Konditionen für Geldanlagen oder Kredite)Schulfächer:Deutsch (z.B. um Beratungsgespräche zu führen)Wirtschaft (z.B. um Bilanzkennzahlen von Unternehmen zu analysieren)Mathematik (z.B. um Zins- und Prozentrechnung durchzuführen)Englisch (z.B. um mit internationaler Kundschaft zu kommunizieren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.350 € bis 1.496 €2. Ausbildungsjahr: 1.420 € bis 1.558 €3. Ausbildungsjahr: 1.500 € bis 1.620 €

Ist Bankkaufmann/Bankkauffrau eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Bankkaufmann/Bankkauffrau" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Bankkaufmann/Bankkauffrau qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Bankkaufmann/Bankkauffrau" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Bankkaufmann/Bankkauffrau in Deutschland typischerweise?

Bankkaufleute werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Kreditinstitute): Büroräume, KundenschalterBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Wie hoch ist das typische Gehalt für Bankkaufmann/Bankkauffrau in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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