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Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin

Arbeitswissenschaftler/in

Grundberuf Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 91384

Was ist Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin?

Arbeitswissenschaftler*innen sind Expert*innen, die in Deutschland Arbeitsprozesse, Arbeitsumgebungen und die Mensch-Maschine-Interaktion mit wissenschaftlichen Methoden analysieren und optimieren. Ihr Hauptziel ist es, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Mitarbeiter*innen

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Medien

ARBEIT. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und ArbeitspolitikArbeitswelt-PortalBetriebspraxis & ArbeitsforschungBildungsmonitor 2025BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und PraxisDenkfabrik Digitale ArbeitsgesellschaftErgonomie MarktGute Arbeit. Fachzeitschrift für Arbeitsschutz und ArbeitsgestaltungLeibniz-Forschungsverbund Open ScienceNetzwerk für die Digitale Gesellschaftpræview - Zeitschrift für innovative Arbeitsgestaltung und PräventionWSI-MitteilungenZeitschrift für ArbeitswissenschaftZQF - Zeitschrift für Qualitative Forschung

Trends

Big Data in der WissenschaftForschende in verschiedenen Fachbereichen können durch Big Data große Datensätze auswerten. Sie können z.B. in der medizinischen Forschung Risikofaktoren für Krankheiten identifizieren oder komplexe Interaktionen zwischen Proteinen in Medikamenten aufdecken. Auf der Grundlage umfangreicher Datenanalysen treffen sie dann fundierte Entscheidungen. So ermöglicht es Big Data, bei der Erforschung neuer Technologien effizienter zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssen sich mit dieser Methodik auseinandersetzen, um relevante Informationen herausfiltern und auswerten zu können.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Untersuchen sämtlicher Aspekte menschlicher Arbeitz.B. Analysieren von technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen von Arbeitsprozessenz.B. Erfassen und Beurteilen vorhandener Arbeitssysteme samt UmfeldeinflüssenInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Evaluieren von Projekten zur Arbeitsgestaltungz.B. Organisieren von Datenerhebungen und Aufbereiten erhobener DatenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen von Veränderungsprozessen in UnternehmenInteresse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Informieren und Beraten von Auftraggebern zu optimierten Arbeitssystemen

Arbeitsorte

Arbeitswissenschaftler und Arbeitswissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Besprechungs- und Schulungsräumenan Arbeitsplätzen, z.B. in Fertigungshallen oder Werkstättenin Betriebsräumenin Laborräumenin Bibliotheks- und Archivräumenin Hörsälen und SeminarräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Arbeits-, Betriebs-, OrganisationspsychologieArbeits-, BetriebssoziologieArbeitsplatzanalyseArbeitsrechtArbeitsschutz, UnfallverhütungArbeitswissenschaftErgonomieForschungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArbeitsmedizinArbeitsplatzgestaltungChange-ManagementControllingDatenanalyseFachpublikationen erstellenGutachter-, SachverständigentätigkeitKundenberatung, -betreuungLehrtätigkeit (Hochschule)LogistikOrganisationsberatungOrganisationsentwicklungPersonalberatungPersonalentwicklungProjektmanagementPsychosomatikQualitätsmanagementREFAVortragstätigkeit

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Arbeitswissenschaftler/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. eine dreidimensionale Simulation durchführen, um die Auswirkungen verschiedener Arbeitswerkzeuge auf den Bewegungsapparat des menschlichen Körpers zu ermitteln)Augmented Analytics (z.B. automatisiert aufbereitete Daten für statistische Analysen weiterverwenden)Blended Learning (z.B. Lehrmaterial für die Kombination von virtuellen Lernsettings und Präsenzveranstaltungen vorbereiten)Business-Process-Management-Systeme - BPM-Systeme (z.B. bei der Entwicklung von BPM-Systemen mitwirken)Digitale Tafel (z.B. bei Vorlesungen an der Universität eine interaktive, digitale Tafel benutzen)Digitales Workforce-Management (z.B. bei der Entwicklung von Workforce-Management-Systemen mitwirken)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Manuskripte, Texterzeugnisse und Forschungsergebnisse digital verwalten)Exoskelette (z.B. den Einfluss von Exoskeletten als Unterstützung bei schweren Hebearbeiten beurteilen)Formularmanagementsysteme (z.B. Formularmanagementsysteme verwenden, um Daten zur Analyse von Arbeitsbedingungen zu sammeln)Massive Open Online Course - MOOC (z.B. Onlinekurse an einer Hochschule durchführen)Open Access (z.B. eigene Forschungsergebnisse auf Open-Access-Plattformen veröffentlichen)Open Data (z.B. Open Data...

Arbeitssituation

Arbeitswissenschaftler/innen erheben und analysieren arbeitsplatzbezogene Daten mithilfe ihrer methodischen und analytischen Fähigkeiten. Sorgfältig bereiten sie ihre Ergebnisse auf. Sie sind sich ihrer Verantwortung bewusst, wenn sie z.B. Veränderungen vorschlagen, um Arbeitsabläufe effektiver zu gestalten. Kommunikationsstark überzeugen sie die Verantwortlichen von Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitssicherheit oder der Arbeitsbedingungen. I.d.R. arbeiten sie eigenständig. Bei größeren Projekten oder im Bereich der Forschung ist ihre Teamfähigkeit gefragt, insbesondere wenn sie mit Fachkräften aus mehreren Disziplinen zusammenzuarbeiten, z.B. aus Informatik, Arbeitsmedizin, Psychologie, Soziologie oder Recht. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen ihrer Studierenden.Arbeitswissenschaftler/innen verbringen einen großen Teil ihrer Arbeitszeit im Büro, z.B. wenn sie am Computer die Daten einer Studie auswerten und entsprechende Maßnahmen entwickeln. Im Auftrag eines Unternehmens oder im Rahmen von Forschungsprojekten beobachten sie Arbeitsprozesse und -bedingungen direkt vor Ort.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 5.874 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 6.378 € bis 6.650 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Chemie, Pharmazie, KunststoffElektrotechnik, ElektronikFahrzeugbau, -instandhaltungErziehung, UnterrichtManagement, Beratung, Recht, SteuernMetall, Maschinenbau, Feinmechanik, OptikNahrungs-, GenussmittelherstellungPapier, DruckTransport, VerkehrVerbände, Organisationen, InteressenvertretungenÖffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, VerteidigungWissenschaft, Forschung, Entwicklung

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie, Soziologie oder eine Weiterbildung als Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Wirtschaftsingenieurwesen (grundständig)Wirtschaftsingenieurwesen (weiterführend)Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie (grundständig)Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie (weiterführend)Sozialwissenschaften (grundständig)Sozialwissenschaften (weiterführend)Soziologie (grundständig)Soziologie (weiterführend)Wirtschaftspsychologie (grundständig)Wirtschaftspsychologie (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Arbeitswissenschaftler und Arbeitswissenschaftlerinnen finden Beschäftigung z.B.in Industrie-, Handels- und größeren Handwerksbetrieben bei Interessenvertretungen, Verbänden und Organisationenan Hochschulen und Forschungsinstituten

Tätigkeitsbezeichnungen

Arbeitswissenschaftler/inAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymBerater/in - ArbeitswissenschaftBerufsbezeichnung in englischer SpracheErgonomist (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheErgonome (m/f)

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert und unterstützend Veränderungsprozesse in der Arbeitsplatzgestaltung und -organisation zu begleiten)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Planen, Durchführen und Evaluieren arbeitswissenschaftlicher Langzeitstudien, dabei trotz zeitweiliger Rückschläge und langwieriger Veränderungsprozesse an Studienzielen festhalten)Sorgfalt (z.B. exaktes Auswerten und Interpretieren von arbeitsplatzbezogenen Daten)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Festlegen der Vorgehensweise bei Datenerhebungen)Kommunikationsfähigkeit (z.B. Beraten von Auftraggebern hinsichtlich Rationalisierungsmöglichkeiten oder ergonomischer Gestaltung von Arbeitsmitteln und -plätzen)

Die Tätigkeit im Überblick

Arbeitswissenschaftler und Arbeitswissenschaftlerinnen analysieren technische, organisatorische und soziale Bedingungen von Arbeitsprozessen, um diese zu verbessern.

Stellen- und Bewerberbörsen

academics.deDeutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Verbände und Organisationen

Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e.V. (GfA)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)REFA Fachverband e. V.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Kundenkontakt (z.B. mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unternehmen bei der Analyse der Arbeitsbedingungen)Bildschirmarbeit (z.B. Daten erheben und analysieren)Arbeit in Büroräumen (in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, auch an Hochschulen und bei Verbänden)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Recherche- und Arbeitsunterlagen, z.B.: Daten- und Analyseauswertungen, Befragungs-, Beobachtungs-, Messprotokolle, betriebswirtschaftliche Kenn- und Rahmendaten, Fragebögen, Arbeitsschutzrichtlinien, Fachliteratur, SchulungsunterlagenBüroausstattung, Datenverwaltungssysteme und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Beamer, Datenmanagementsysteme, Statistiksoftware

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Arbeitswissenschaftler und Arbeitswissenschaftlerinnen untersuchen Arbeitsprozesse wissenschaftlich, methodisch und systematisch. Sie beobachten, befragen, messen und erheben Daten, um Optimierungspotenzial an Arbeitssystemen zu identifizieren. Daraus entwickeln sie Konzepte, die sie mit Fach- und Führungskräften in Organisationen umsetzen. Ziel ist es, einen besseren Arbeitsschutz bzw. einen höheren Arbeitsoutput zu ermöglichen. Während und nach der Umsetzung führen sie Evaluationen und ggf. Korrekturen durch. An Hochschulen lehren und forschen sie.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Ergonomie, Arbeitsgestaltung, Betriebliche Organisation, Arbeitsrecht oder Forschung und Entwicklung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Wirtschaftspsychologie.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

arbeitswissenschaftliche Themen analysieren, z.B. wie Arbeit geplant, gestaltet und durchgeführt wird, dabei wissenschaftlich und methodisch vorgehenDaten erheben, z.B. befragen, beobachten oder physiologische Messungen durchführen Daten auswerten und interpretieren, d.h., anhand der Ergebnisse Belastungssituationen an Arbeitsplätzen erkennenPotenziale für Verbesserungen feststellen, z.B. durch Arbeitssystemvergleiche anwendungsorientierte Konzepte entwickeln und umsetzenArbeitsplatzanalyseArbeit untersuchen, z.B. Arbeitsaufgabe und ArbeitssystemArbeitssystem samt Umfeldeinflüssen erfassen, z.B. durch Arbeitszeit- oder ArbeitsprozessstudienDatenverarbeitungInformationen speichern, z.B. in DatenbankenInformationen aufbereiten, u.a. mittels sozialwissenschaftlicher und statistischer MethodenInformationen so anpassen, dass sie zur Zielgruppe und zum Thema passen (z.B. in einem Bericht)Arbeitsplatzorganisationauf Basis der Untersuchungsergebnisse passende Veränderungen planengemeinsam mit Fach- und Führungskräften Veränderungen umsetzenVeränderungsprozesse begleiten und dokumentieren, ggf. Beratungsleistungen anbietenProzessergebnisse überprüfen, ggf. Korrekturmaßnahmen ergreifenWissenschaft und Lehrean Forschungsprojekten mitwirken und Berichte verfassenLehrveranstaltungen vorbereiten, durchführen und ggf. Prüfungen abnehmen z.B. neue Methoden im Bereich des Arbeitsmanagements beschreiben und erproben; Arbeitsergebnisse erläutern

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Arbeitswissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungSozialwissenschaftler/SozialwissenschaftlerinSozialökonom/Sozialwirt / Sozialökonomin/SozialwirtinGemeinsamkeiten:Qualität von Arbeitsprozessen hinsichtlicher sozialer Angemessenheit, Arbeitsinhalt, psychischer Belastung u.Ä. analysierenSchwachstellen bei der Arbeitsgestaltung oder -organisation ermitteln und Maßnahmen zur Behebung erarbeitenDaten zu Arbeitsprozessen erheben, auswerten und statistisch darstellenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Arbeitswissenschaftler/innen analysieren die technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen von Arbeitsprozessen, mit dem Ziel, diese zu verbessern.Arbeitsplatzgestaltung und -organisationArbeitswissenschaftler/innen versuchen Arbeitsaufgaben und -systeme optimal zu gestalten, Arbeitsplätze zu bewerten sowie die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sicherzustellen. Dazu bereiten sie Sachverhalte zur Planung, Gestaltung, Leistung und Durchführung menschlicher Arbeit wissenschaftlich, methodisch und systematisch auf und stützen sich auf empirische und theoretische Methoden. Sie führen empirische Studien durch, z.B. zum physischen und psychischen Gesundheitsschutz von Fach- und Führungskräften, entwickeln, begleiten und überprüfen Maßnahmen bzw. Konzepte, etwa des integrierten Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagements in Unternehmen. Dazu überprüfen sie Daten, etwa betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie Fehlzeiten und Produktivitätswerte, und erheben Daten, etwa durch offene oder geschlossene Gruppen- oder Einzelbefragungen, verdeckte oder offene Beobachtungen, physiologische Messungen z.B. des metabolischen Systems, der Großhirnrinde, des Sehapparats, des Herz- Kreislaufsystems, der Hautoberfläche oder des Stütz- und Bewegungsapparats. Sie erfassen diese objektiv, kontinuierlich und ziehen aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf die Belastungssituationen an Arbeitsplätzen.Auf Basis ihrer Analysen ermitteln sie Schwachstellen bei der Arbeitsge...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt. Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Auswerten empirischer Untersuchungen zur Arbeitswelt mittels mathematischer und statistischer Methoden) verbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren und Beschreiben von Arbeitsprozessen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Beobachten von Arbeitssituationen zur Beurteilung von Belastungen oder Änderungsbedarf; Ablesen von Messgeräten) Technisches Verständnis (z.B. Analysieren der technischen Bedingungen und Zusammenhänge von Arbeitsprozessen) Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren von Datenerhebungen oder Änderungen in der Arbeitsorganisation) Kenntnisse und FertigkeitenTextverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von Fachliteratur, Befragungs- und Beobachtungsprotokollen, Arbeitsschutzrichtlinien und Schulungsunterlagen) Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Verfassen von Gutachten und Expertisen zu Bedingungen von Arbeitsprozessen)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Präsentationen halten; Fachvorträge halten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Daten erheben und analysieren; anhand von Messergebnissen Rückschlüsse auf Belastungssituationen an Arbeitsplätzen ziehen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Gruppen- oder Einzelbefragungen durchführen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Arbeitswissenschaftler/in an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Arbeitspsychologe/ArbeitspsychologinREFA-Ingenieur/REFA-Ingenieurin (Industrial Engineering)Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Arbeitswissenschaftler/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Präsentationen halten; Fachvorträge halten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Daten erheben und analysieren; anhand von Messergebnissen Rückschlüsse auf Belastungssituationen an Arbeitsplätzen ziehen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Gruppen- oder Einzelbefragungen durchführen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Arbeitswissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungFacharzt/Fachärztin Fachrichtung ArbeitsmedizinSozialwissenschaftler/SozialwissenschaftlerinGemeinsamkeiten:Qualität von Arbeitsprozessen hinsichtlich sozialer Angemessenheit, Arbeitsinhalt, psychischer Belastung u.Ä. analysierenSchwachstellen bei der Arbeitsgestaltung oder -organisation ermitteln und Maßnahmen zur Behebung erarbeitenDaten zu Arbeitsprozessen erheben, auswerten und statistisch darstellenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin in Deutschland?

Arbeitswissenschaftlerinnen sind Expertinnen, die in Deutschland Arbeitsprozesse, Arbeitsumgebungen und die Mensch-Maschine-Interaktion mit wissenschaftlichen Methoden analysieren und optimieren. Ihr Hauptziel ist es, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Mitarbeiter*innen

Ist Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie, Soziologie oder eine Weiterbildung als Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin in Deutschland typischerweise?

Arbeitswissenschaftler und Arbeitswissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Besprechungs- und Schulungsräumenan Arbeitsplätzen, z.B. in Fertigungshallen oder Werkstättenin Betriebsräumenin Laborräumenin Bibliotheks- und Archivräumenin Hörsälen und SeminarräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 5.874 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 6.378 € bis 6.650 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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