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Stuckateur/Stuckateurin

Stuckateur/in

Ausbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 33222

Was ist Stuckateur/Stuckateurin?

Was macht man in diesem Beruf?Stuckateure und Stuckateurinnen geben Häusern und Räumen ihr individuelles Aussehen, sei es im Innenausbau oder bei der Arbeit an der Fassade. Sie verputzen Rohbauten, bauen leichte Trennwände aus Metallprofilen und Gipskartonplatten ein, montieren Fertigteildecken und -wände oder Fassadenverkleidungen. Dabei bringen sie auch Dämmmaterialien zum Schallschutz oder zur Wärmedämmung an. Fassaden und teilweise auch Innenwände oder Decken schmücken sie mit Stuckarbeiten wie Gesimsen, Rosetten oder Säulenkapitellen. Sie arbeiten nicht nur an Neubauten mit, sondern renovieren und restaurieren auch Altbauten und können in der Denkmalpflege tätig sein.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Stuckateure/Stuckateurinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben des Stuckateurhandwerksin industriellen Ausbaubetrieben bzw. in den Bereichen Fassaden- und Trockenbauin Restaurierungswerkstättenbei Betreibern historischer StättenArbeitsorte:Stuckateure/Stuckateurinnen arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien und in Gebäuden.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [5.0%]5Hauptschulabschluss* [49.0%]49mittlerer Bildungsabschluss [28.0%]28Hochschulreife [14.0%]14Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt und handwerkliches Geschick (z.B. beim händischen Ausarbeiten von Profilecken und -kanten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anbringen von Stuckelementen)Schwindelfreiheit (z.B. beim Arbeiten auf Gerüsten und Arbeitsbühnen) Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Freien oder beim Tragen schwerer Materialien) Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwurf von Stuckelementen und -verzierungen)Schulfächer:Mathematik (z.B. für die Ermittlung des Baustoffbedarfs, beim Erstellen von Aufmaßen)Physik (z.B. zum Verstehen der Wirkung von Kräften und Hebelarten)Werken/Technik (z.B. beim Arbeiten mit unterschiedlichen Baumaterialien, Werkzeugen und Geräten) Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie und im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Stuckateur/Stuckateurin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Stuckateure und Stuckateurinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Handwerks- oder Industriebetriebe): Baustellen, RohbautenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen): Hans-Schwier-Berufskolleg für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Weimar (Thüringen): Staatliches Berufsbildungszentrum WeimarQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Aktuelles

Ausbildung in der Bauwirtschaft wird modernisiertDie Ausbildung in den 19 anerkannten Ausbildungsberufen der Bauwirtschaft wird modernisiert und sowohl inhaltlich als auch strukturell angepasst. Der technische Fortschritt sowie insbesondere die gestiegenen Anforderungen des Umwelt- und Verbraucherschutzes, z.B. in Bezug auf Energieeinsparung und Vermeidung von CO2-Emissionen, machen eine Neuordnung der Ausbildung erforderlich. Sowohl beim Neubau als auch beim Bauen im Bestand haben sich die Anforderungen an die Berufe im Baugewerbe verändert: Beispielsweise werden Gebäude immer smarter und technische Anlagen, Werkzeuge und Maschinen sind immer mehr vernetzt. Die Auswirkungen neuer Technologien und Verfahren sowie der Digitalisierung auf die Tätigkeiten in der Bauwirtschaft werden in der neuen Ausbildungsordnung ebenso berücksichtigt wie das Thema Nachhaltigkeit. Aktuelle Rechtsgrundlage für alle 19 Bauberufe ist die "Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft". Künftig werden die Berufe im Hochbau, im Ausbau und im Tiefbau in drei Verordnungen geregelt. Die modernisierte Ausbildungsordnung tritt am 01.08.2026 in Kraft.

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie und im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Stuckateure und Stuckateurinnen geben Häusern und Räumen ihr individuelles Aussehen, sei es im Innenausbau oder bei der Arbeit an der Fassade. Sie verputzen Rohbauten, bauen leichte Trennwände aus Metallprofilen und Gipskartonplatten ein, montieren Fertigteildecken und -wände oder Fassadenverkleidungen. Dabei bringen sie auch Dämmmaterialien zum Schallschutz oder zur Wärmedämmung an. Fassaden und teilweise auch Innenwände oder Decken schmücken sie mit Stuckarbeiten wie Gesimsen, Rosetten oder Säulenkapitellen. Sie arbeiten nicht nur an Neubauten mit, sondern renovieren und restaurieren auch Altbauten und können in der Denkmalpflege tätig sein.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Stuckateure/Stuckateurinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben des Stuckateurhandwerksin industriellen Ausbaubetrieben bzw. in den Bereichen Fassaden- und Trockenbauin Restaurierungswerkstättenbei Betreibern historischer StättenArbeitsorte:Stuckateure/Stuckateurinnen arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien und in Gebäuden.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänge...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungStuckateur/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Stuckateure und Stuckateurinnen geben Häusern und Räumen ihr individuelles Aussehen, sei es im Innenausbau oder bei der Arbeit an der Fassade. Sie verputzen Rohbauten, bauen leichte Trennwände aus Metallprofilen und Gipskartonplatten ein, montieren Fertigteildecken und -wände oder Fassadenverkleidungen. Dabei bringen sie auch Dämmmaterialien zum Schallschutz oder zur Wärmedämmung an. Fassaden und teilweise auch Innenwände oder Decken schmücken sie mit Stuckarbeiten wie Gesimsen, Rosetten oder Säulenkapitellen. Sie arbeiten nicht nur an Neubauten mit, sondern renovieren und restaurieren auch Altbauten und können in der Denkmalpflege tätig sein.Wo arbeitet man?Stuckateure/Stuckateurinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben des Stuckateurhandwerksin industriellen Ausbaubetrieben bzw. in den Bereichen Fassaden- und Trockenbauin Restaurierungswerkstättenbei Betreibern historischer StättenWeitereBerufe im Ausbau

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (berufliche Grundbildung) und in überbetrieblichen Lehrgängen: Auftragsübernahme, Leistungserfassung, Arbeitsplan und AblaufplanEinrichten, Sichern und Räumen von BaustellenPrüfen, Lagern und Auswählen von Bau- und BauhilfsstoffenLesen und Anwenden von Zeichnungen, Anfertigen von SkizzenDurchführen von MessungenBearbeiten von Holz und Herstellen von HolzbauteilenHerstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton Herstellen von Baukörpern aus SteinenEinbauen von Dämmstoffen für den Wärme-, Kälte-, Schall- und BrandschutzHerstellen von Putzen und StuckHerstellen von EstrichenAnsetzen und Verlegen von Fliesen und PlattenHerstellen von Bauteilen im TrockenbauAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Einrichten einer BaustelleErschließen und Gründen eines BauwerkesMauern eines einschaligen BaukörpersHerstellen eines StahlbetonbauteilesHerstellen einer HolzkonstruktionBeschichten und Bekleiden eines BauteilesZwischenprüfung am Ende des 1. Ausbildungsjahres2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (berufliche Fachbildung) und in überbetrieblichen Lehrgängen: Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrPrüfen und Vorbereiten von Untergründenqualitätssichernde Maßnahmen und BerichtswesenAusbildung in der...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Putze hergestellt und aufgetragen werdenwie Putz- und Stuckschäden zu beurteilen sind und welche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung einzuleiten sindwie Wände aus Gipswandbauplatten gesetzt werdenwie Arbeits- und Schutzgerüste aufgebaut werden und ihre Betriebssicherheit geprüft wirdwie man Zeichnungen liest und eigene Aufmaßskizzen anfertigtwie geprüft wird, ob die geleistete Arbeit fehlerfrei istwie Fertigbauteile wie Türen montiert und Ummantelungen aus Gipskartonplatten hergestellt werdenwie vor Ort Stuckprofile gezogen und Säulen gedreht werdenwie man Geräte und Maschinen auswählt, anfordert und vorbereitetwie mit Gefahrstoffen umgegangen werden mussDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Einrichten einer Baustelle, Herstellen eines Stahlbetonbauteiles, Einbauen eines Estrichs)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Decken abhängen, Putzmaschine betätigen, alte Stuckteile abnehmenUmgebung: wechselnde Baustellen, z.T. im Freien bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen, Baulärm, BaustaubKleidung: Schutzkleidung (z.B. Arbeitshandschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, Atemschutz)Arbeitszeit: z.T. längere Abwesenheit vom Wohnort, Schichtbetrieb auf GroßbaustellenAnforderungen: Sorgfalt und handwerkliches Geschick(z.B. beim händischen Ausarbeiten von Profilecken und -kanten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anbringen Stuckelementen)Schwindelfreiheit (z.B. beim Arbeiten auf Gerüsten und Arbeitsbühnen) Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Freien oder beim Tragen schwerer Materialien) Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwurf von Stuckelementen und -verzierungen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik:Für Baustoffbedarfsermittlungen oder das Erstellen von Aufmaßen ist das sichere Beherrschen der Grundrechenarten wichtig.Physik:Kenntnisse in Physik sind in der Ausbildung für das Verständnis der Wirkung von Kräften und Hebelarten nützlich.Werken/Technik: Erfahrungen im technischen Werken helfen beim Arbeiten mit unterschiedlichen Baumaterialien, Werkzeugen und Geräten. Angehende Stuckateure bzw. Stuckateurinnen, die Kenntnisse im Technischen Zeichnen haben, sind beim Darstellen von Bauwerksteilen als Skizze oder beim Lesen von Detailzeichnungen im Vorteil.

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Stuckateur/in an:Bereich AusbauTrockenbaumonteur/TrockenbaumonteurinFliesen-, Platten- und Mosaikleger/Fliesen-, Platten- und MosaiklegerinMaler und Lackierer/Malerin und Lackiererin Fachrichtung Ausbautechnik und OberflächengestaltungMaler und Lackierer/Malerin und Lackiererin Fachrichtung Energieeffizienz- und GestaltungstechnikMaler und Lackierer/Malerin und Lackiererin Fachrichtung Gestaltung und InstandhaltungMaler und Lackierer/Malerin und Lackiererin Fachrichtung Kirchenmalerei und DenkmalpflegeMaler und Lackierer/Malerin und Lackiererin Fachrichtung Bauten- und KorrosionsschutzGemeinsamkeit:Flächen in und an Gebäuden gestalten, dabei Untergründe vorbereiten und ggf. Dämmstoffe einbauenBereich HochbauMaurer/MaurerinGemeinsamkeit:Unterkonstruktionen und vorgefertigte Bauteile montieren, Dämmstoffe einbauen

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die handwerksmäßig betrieben werden können1957:Anerkennung des Berufsbildes für das Stuckateur-Handwerk1974:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft tritt in KraftStaatliche Anerkennung des Berufs für Handwerk und Industrie1999:Neuordnung der Berufsausbildung in der Bauwirtschaft Ausbildung mit Anrechnungsmöglichkeit: Berufsabschluss als Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin (2-jährig) Berufsabschluss als Stuckateur bzw. Stuckateurin (3-jährig)2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängi...

Die Ausbildung im Überblick

Stuckateur/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie und im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungStuckateur/Stuckateurin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Stuckateure und Stuckateurinnen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Stuckateure und Stuckateurinnen in Betrieben des Stuckateur-Handwerks, im Fassaden- und Trockenbau oder in industriellen Ausbaubetrieben.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Stuckarbeiten bis hin zu Denkmalpflege.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Stuckateurmeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Stuckateur-Handwerks oder des verwandten Maler- und Lackierer-Handwerks.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es in den Ausbildungsbereichen Handwerk sowie Industrie und Handel insgesamt 402 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 49 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 28 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 14 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 5 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [5.0%]5Hauptschulabschluss* [49.0%]49mittlerer Bildungsabschluss [28.0%]28Hochschulreife [14.0%]14Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV) vom 02.06.1999 (BGBl. I S. 1102), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 20.02.2009 (BGBl. I S. 399)Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 05.02.1999)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter/zur Ausbaufacharbeiterin, z.B. mit dem Schwerpunkt Stuckateurarbeiten, kann auf die Ausbildung zum Stuckateur/zur Stuckateurin angerechnet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Stuckateur/Stuckateurin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Stuckateur/Stuckateurin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Stuckateure und Stuckateurinnen geben Häusern und Räumen ihr individuelles Aussehen, sei es im Innenausbau oder bei der Arbeit an der Fassade. Sie verputzen Rohbauten, bauen leichte Trennwände aus Metallprofilen und Gipskartonplatten ein, montieren Fertigteildecken und -wände oder Fassadenverkleidungen. Dabei bringen sie auch Dämmmaterialien zum Schallschutz oder zur Wärmedämmung an. Fassaden und teilweise auch Innenwände oder Decken schmücken sie mit Stuckarbeiten wie Gesimsen, Rosetten oder Säulenkapitellen. Sie arbeiten nicht nur an Neubauten mit, sondern renovieren und restaurieren auch Altbauten und können in der Denkmalpflege tätig sein.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Stuckateure/Stuckateurinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben des Stuckateurhandwerksin industriellen Ausbaubetrieben bzw. in den Bereichen Fassaden- und Trockenbauin Restaurierungswerkstättenbei Betreibern historischer StättenArbeitsorte:Stuckateure/Stuckateurinnen arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien und in Gebäuden.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [5.0%]5Hauptschulabschluss* [49.0%]49mittlerer Bildungsabschluss [28.0%]28Hochschulreife [14.0%]14Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt und handwerkliches Geschick (z.B. beim händischen Ausarbeiten von Profilecken und -kanten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anbringen von Stuckelementen)Schwindelfreiheit (z.B. beim Arbeiten auf Gerüsten und Arbeitsbühnen) Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Freien oder beim Tragen schwerer Materialien) Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwurf von Stuckelementen und -verzierungen)Schulfächer:Mathematik (z.B. für die Ermittlung des Baustoffbedarfs, beim Erstellen von Aufmaßen)Physik (z.B. zum Verstehen der Wirkung von Kräften und Hebelarten)Werken/Technik (z.B. beim Arbeiten mit unterschiedlichen Baumaterialien, Werkzeugen und Geräten) Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Ist Stuckateur/Stuckateurin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Stuckateur/Stuckateurin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Stuckateur/Stuckateurin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Stuckateur/Stuckateurin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Stuckateur/Stuckateurin in Deutschland typischerweise?

Stuckateure und Stuckateurinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Handwerks- oder Industriebetriebe): Baustellen, RohbautenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen): Hans-Schwier-Berufskolleg für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Weimar (Thüringen): Staatliches Berufsbildungszentrum WeimarQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Stuckateur/Stuckateurin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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