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Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin

Schmuckdesigner/in

Grundberuf Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 93524

Was ist Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin?

**Schmuckdesigner (Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin) in Deutschland** sind kreative Fachleute, die Gebrauchs- und Kunstobjekte sowie Schmuckstücke aus Edelmetallen, Edelsteinen und verschiedenen anderen Materialien planen, entwerfen und gestalten.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Medien

ART AUREABlickpunkt JuwelierDESIGNER IN ACTION - InfoSite für KreativeformGZ Goldschmiede Zeitung - Internationales Journal für Schmuck und UhrenInitiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierungndion Design - Brand - InnovationSchmuck Magazin

Trends

3-D-Druck im DesignFür die Herstellung von Prototypen ist die Technik der Additiven Fertigung bereits im Einsatz. Zunehmend erobert sie auch das Design. Auf der Grundlage digitaler Informationen werden dreidimensionale Objekte nach Kundenwunsch hergestellt. So werden individuelle Designerstücke zugänglicher, die sonst nur sehr aufwändig produziert werden könnten. Designer und Designerinnen müssen sich mit der neuen Technik vertraut machen, um für diese Entwicklung gerüstet zu sein.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an kreativ-gestaltenden Tätigkeitenz.B. Gestalten von Schmuckstückenz.B. Erstellen von Skizzen bzw. EntwürfenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Vermessen von Schmucksteinenz.B. Umarbeiten und Restaurieren von Schmuckstücken

Arbeitsorte

Schmuckdesigner und Schmuckdesignerinnen arbeiten in erster Linie in den Atelierräumenin der Werkstattin Verkaufsräumenin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Edelmetalle be- und verarbeitenEntwurfGestaltung, DesignKundenberatung, -betreuungModelle, Musterstücke anfertigenSchmuckdesignZeichnenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Einzel- und KleinserienfertigungEmaillierenFertigungs-, AuftragssteuerungGravierenIndustriedesign, ProduktdesignKalkulationLehrtätigkeit (Hochschule)MarketingOberflächen behandeln, veredelnPräsentationProjektmanagementRestaurierungsarbeitenSchleifen (Edelstein)SerienfertigungVergoldenVersilbernZiselierenWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "CAD-/CAM-Anwendungen"Kompetenzgruppe "Edelsteinbearbeitung"Kompetenzgruppe "Grafik-, Bildbearbeitungs-, DTP-, Multimediasoftware"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Schmuckdesigner/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. kleinere Gegenstände mit einem 3-D-Drucker herstellen; Schmuckprototypen mit einem 3-D-Drucker herstellen)3-D-Laserscanning (z.B. Objekte und Entwürfe mit einem 3-D-Scanner einscannen, um die Daten in einem CAD-Programm weiterbearbeiten zu können)Augmented-Reality-Visualisierung (z.B. in der Kundenberatung und in Verkaufsgesprächen AR-Anwendungen zur virtuellen Schmuckanprobe nutzen)Produktkonfiguratoren (z.B. individuell von Kunden/Kundinnen gestaltete Produktentwürfe nach digitaler Vorlage umsetzen)

Arbeitssituation

Schmuckdesigner/innen entwerfen und gestalten Schmuck-, Gebrauchs- und Kunstgegenstände mit Kreativität und Einfallsreichtum. Die Anfertigung von Entwurfszeichnungen, Skizzen und Modellen erfordert ein Gespür für eine ästhetische Form- und Farbgestaltung. Aber auch handwerkliches Können, der Einsatz manueller Werkzeuge und Kenntnisse über die verschiedenen Materialien sind unerlässlich, damit Unikate entstehen. Zu Beginn ihrer Arbeiten legen sie unter Berücksichtigung funktionaler, ästhetischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte sowie des aktuellen Geschmacks der jeweiligen Zielgruppe die Anforderungen und Bedingungen ihrer jeweiligen Aufgabe fest. Im Beratungsgespräch mit Auftraggebern gehen sie auf deren Wünsche und Anforderungen ein und reagieren flexibel auf Änderungswünsche. Wenn es sich um industrielle Serienfertigung handelt, erstellen Schmuckdesigner/innen sorgfältig die erforderlichen Ausführungsunterlagen für die Fertigung und betreuen die Produktion.In Designateliers planen und gestalten sie neue Entwürfe von Hand oder am Computer, die in Werkstätten bzw. Werkhallen mit Präzisionsgeräten und -instrumenten umgesetzt werden. Hier kann es oft heiß sein, z.B. wenn Metalle beim Löten auf relativ hohe Temperaturen erhitzt werden müssen, und Dämpfe und Feinstaub liegen in der Luft. Bei Tätigkeiten wie Schleifarbeiten tragen sie eine Schutzbrille sowie bei Bedarf eine Staubschutzmaske. Verwaltende und organisatorische Arbeiten erledigen sie in Büroräumen.

Existenzgründung

Schmuckdesigner und Schmuckdesignerinnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten: mit einem eigenen Schmuckdesign-Atelierals Teilhaber/innen in einem Designteam

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.945 € bis 6.340 €Quelle:IG MetallHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Design, GestaltungIndustrie-, Produkt- und Modedesign, insbesondere Schmuckdesign-AteliersSchmuckwarenHerstellung von Schmuck, Gold- und Silberschmiedewaren, ohne Fantasieschmuck, z.B. handwerkliche Gold- und Silberschmiedewerkstätten, industrielle SchmuckwarenfertigungHerstellung von Fantasieschmuck, z.B. ModeschmuckEinzelhandelEinzelhandel mit Uhren und Schmuck, z.B. Juweliergeschäfte

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Schmuckdesign.

Zugangsstudienfächer

Schmuckdesign (grundständig)Schmuckdesign (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Schmuckdesigner und Schmuckdesignerinnen finden Beschäftigungin Ateliers für Schmuckdesignin handwerklichen Gold- und Silberschmiedewerkstättenin Betrieben der industriellen Schmuckwarenfertigungin Juweliergeschäften

Tätigkeitsbezeichnungen

Schmuckdesigner/inAbweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDRDiplomformgestalter/Diplomformgestalterin (Uni) - Fachrichtung Schmuck- und MetallgestaltungBerufsbezeichnung in englischer SpracheJewellery designer (m/f)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheDesigner (m/f) en bijouterieDesigner (m/f) en bijouxDesigner (m/f) en joaillerie

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. bereitwilliges und engagiertes Führen von fachlich besonders schwierigen Kundenberatungen bei der Gestaltung von Schmuck)Sorgfalt (z.B. exaktes Ausarbeiten von Entwürfen)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln und Vorstellen von Gestaltungsentwürfen für einen Kundenauftrag)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum beim Entwerfen und Gestalten von Schmuckgegenständen)Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Umarbeiten oder Restaurieren von Schmuck und Edelmetallobjekten nach Kundenwünschen)Verhandlungsgeschick (z.B. Führen von Verhandlungen mit Kunden in der Akquise)Durchsetzungsvermögen (z.B. argumentatives Überzeugen von Kunden hinsichtlich der ästhetisch ansprechenden Gestaltung eines Schmuckobjekts)

Die Tätigkeit im Überblick

Schmuckdesigner und Schmuckdesignerinnen planen, entwerfen und gestalten Schmuck sowie Gebrauchs- und Kunstgegenstände aus Edelmetallen, Edelsteinen und sonstigen Materialien.

Verbände und Organisationen

Allianz deutscher Designer e.V. (AGD)Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)Bundesverband der Edelstein- und Diamantindustrie e.V.Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ)Bundesverband Schmuck und Uhren e.V.IG Metall (IGM)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Präzisions-, Feinarbeit (z.B. kleinteilige Werkstücke zusammenfügen)Kundenkontakt (Kunden beraten, Designentwürfe mit den Kunden abstimmen)Handarbeit (Unikate bzw. Modelle für die industrielle Serienproduktion aus Edelmetallen wie Gold, Silber, Platin und Edelsteinen sowie anderen Werkstoffen herstellen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Schleif-, Poliermaschinen und Ultraschallgeräte)Bildschirmarbeit (z.B. Entwürfe und Konzeptionen erstellen, Kostenkalkulationen durchführen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzbrille bei Schleifarbeiten)Arbeit in Ateliers/StudiosArbeit in Werkstätten, Werk-/ProduktionshallenArbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Schleifstaub, Lötarbeiten)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Lehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Erzeugnisse, z.B.: Schmuck, Gebrauchs- und KunstgegenständeWerkstoffe, z.B.: Gold, Silber, Platin, Edelhölzer, Perlmutt, Perlen, Edel-, Halbedelsteine, Glas, synthetische Schmucksteine, LederWerkzeuge und Geräte, z.B.: Zeichenutensilien, Sticheln, Zangen, Feilen, Messzeuge, Polier- und Schleifmaschinen, UltraschallgeräteUnterlagen, z.B.: Skizzen, Fertigungsunterlagen, Kalkulationen, Marketingunterlagen, Angebote, Verträge Büroausstattung und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, 3-D- und CAD-Programme

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Schmuckdesigner und Schmuckdesignerinnen entwerfen Schmuck-, Gebrauchs- und Kunstgegenstände als Unikate, aber auch Serien für die industrielle Fertigung. Dabei verwenden sie Werkstoffe wie Edelmetalle, (Halb-)Edelsteine, synthetische Materialien, Edelhölzer, Leder, Glas oder Perlmutt. Sie wenden Bearbeitungsverfahren wie Goldschmieden, Silberschmieden, Ziselieren, Emaillieren, Gravieren, Metalldrücken oder Edelsteinschleifen an. Ihre Inspirationen beziehen sie z.B. aus aktuellen Trends oder durch Eindrücke aus der Natur. Sie entwerfen für Kundschaft Skizzen, Entwürfe und Fertigungsunterlagen und legen die Materialien fest. Sie sind an der Zwischen- und Abschlusspräsentation beteiligt und berücksichtigen Änderungswünsche.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Produktgestaltung oder Computer Aided Design).Darüber hinaus kann sich der Trend, 3-D-Druck im Design einzusetzen, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Schmuckdesigner/innen entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Schmuckdesign, Design oder Produkt-, Industriedesign.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Schmuck sowie Gebrauchs- und Kunstgegenstände aus z.B. Edelmetallen planen und entwerfenSkizzen, Entwürfe und Fertigungsunterlagen anfertigen, Gestaltungskonzepte umsetzenAkquise und Marketing betreibenPlanung, Entwurf und GestaltungIdeen in Skizzen und Entwürfen festhaltenam Bildschirm z.B. mit Formen und Proportionen des zu erstellenden Schmuckstückes experimentierenEntwürfe ausarbeiten, dabei auch materialbedingte, herstellungstechnische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigenMaterial- und Herstellungskosten kalkulierenEntwürfe mit den an der Herstellung beteiligten Stellen (Fertigung, Marketing, Betriebsleitung) bzw. den Auftraggebenden absprechenbei der innerbetrieblichen Planung (Budget, Produktpalette und Personalauswahl) oder bei der Angebotserstellung und Vertragsausarbeitung mitwirkenRealisierungEntwürfe technisch ausarbeiten, d.h., Unikate oder auch Modelle für die industrielle Serienproduktion durch Bearbeitungsverfahren wie z.B. Goldschmieden, Silberschmieden, Ziselieren, Emaillieren, Gravieren, Metalldrücken oder Edelsteinschleifen herstellenEntwürfe der Kundschaft präsentieren, Änderungswünsche umsetzenSchmuck und Edelmetallobjekte auf Kundenwunsch umarbeiten oder restaurierenVorbereitung der Fertigungbei Serienherstellung die erforderlichen Fertigungsunterlagen erstellenProduktion bei der Anfertigung der Basisprodukte, Prototypen und Testserien betreuen, Ergebnisse prüfen und ggf. Korrekturen durchführen oder veranlassenAkquise und MarketingKundschaft akqu...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternative bietet sich für den Beruf Schmuckdesigner/in an:Tätigkeitsfeld Produkt-, IndustriedesignIndustrie-, Produktdesigner/Industrie-, ProduktdesignerinGemeinsamkeiten:Designideen und -konzepte ausarbeiten und präsentierenbetriebswirtschaftliche Aspekte berücksichtigenzeichnerische und modellhafte Darstellungen anfertigenDesignsoftware einsetzen, z.B. CAD-ProgrammeHinweis: Die genannte Jobalternative erfordert ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Schmuckdesigner/innen planen, entwerfen und gestalten Schmuck sowie Gebrauchs- und Kunstgegenstände aus Edelmetallen, Edelsteinen und sonstigen Materialien.Inspiration und EntwurfBei der Planung von neuen Entwürfen achten Schmuckdesigner/innen auf aktuelle (Design)Trends, beziehen aber auch wirtschaftliche Überlegungen ein. Ihre Inspirationen holen sie sich beispielsweise aus dem eigenen Lebensumfeld, aus der Natur, der Architektur, aus Eindrücken von Reisen, von Messen oder aus der Auseinandersetzung mit Kunstwerken. Von den ersten Ideen und Skizzen geht es dann zum konkreten Entwurf, der sowohl von Hand als auch am Computer entstehen kann: Form, Proportionen, Volumen und Plastizität des zu erstellenden Schmuckstückes oder Gegenstands werden genau festgehalten und ggf. variiert. Die Entwürfe präsentieren Schmuckdesigner/innen dann den Kunden, Auftraggebern oder Vorgesetzten und arbeiten ggf. Änderungswünsche ein.TechnikIm nächsten Schritt fertigen sie das Schmuckstück oder den Gegenstand. Die Wahl des Materials bestimmt die Herstellungs- und Bearbeitungstechnik. Schmuckdesigner/innen sind mit den traditionellen Techniken der Edelmetallgestaltung vertraut. Dazu gehören Goldschmieden, Silberschmieden, Ziselieren, Emaillieren, Gravieren, Metalldrücken und Edelsteinschleifen. Ebenso bearbeiten sie Materialien wie Kunststoffe, Edelhölzer, Leder, Glas oder Perlmutt.Das fertigte Unikat übergeben sie dann an den Kunden oder stellen es zum Verkauf. Handelt es sich um di...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenfigural-räumliches Denken (z.B. Entwerfen und Gestalten dreidimensionaler Schmuck- und Kunstobjekte)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Prüfen und Beurteilen der Farbnuancen bei der Auswahl von synthetischen Schmucksteinen)Fingergeschick (z.B. Zusammenfügen kleinteiliger Werkstücke für einen Prototyp)Handgeschick (z.B. Montieren von Modellen und Prototypen)Auge-Hand-Koordination (z.B. Gravieren einer Metalloberfläche)Handwerkliches Geschick (z.B. Arbeiten mit Feilen, Schleif- und Poliermaschinen)Zeichnerische Befähigung (z.B. Anfertigen von Entwurfsskizzen und -zeichnungen)Sinn und Gespür für Ästhetik (z.B. ästhetisch ansprechendes Gestalten von Schmuck und Kunstgegenständen)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Edelmetalle mithilfe von Zangen, Feilen und Hämmern bearbeiten)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Entwürfe von Schmuckstücken zeichnen; sehr kleine Werkstücke zusammensetzen oder vermessen)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Kunden individuell über Gestaltungsvarianten von Schmuckstücken beraten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Schmuckstücke vermessen; Bildschirmarbeit)Farbsehvermögen (z.B. Farben und Lichtbrechung der geschliffenen Edelsteine beurteilen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Schmuck umarbeiten und restaurieren)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Kundenwünsche im Beratungsgespräch verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Schleif- und Poliermitteln oder Ätzlösungen hantieren)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Schmuckdesigner/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Staatlich geprüfter Designer/Staatlich geprüfte Designerin - angewandte Formgebung, Schmuck und GerätStaatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin Fachrichtung Edelstein, Schmuck und Gerät/Bachelor Professional in Gestaltungin angrenzenden Berufen:Designer/Designerin (Hochschule)Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Schmuckdesigner/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Edelmetalle mithilfe von Zangen, Feilen und Hämmern bearbeiten)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Entwürfe von Schmuckstücken zeichnen; sehr kleine Werkstücke zusammensetzen oder vermessen)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Kunden individuell über Gestaltungsvarianten von Schmuckstücken beraten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Schmuckstücke vermessen; Bildschirmarbeit)Farbsinnstörungen (z.B. Farben und Lichtbrechung der geschliffenen Edelsteine beurteilen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Schmuck umarbeiten und restaurieren)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Kundenwünsche im Beratungsgespräch verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Schleif- und Poliermitteln oder Ätzlösungen hantieren)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzel...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Schmuckdesigner/in an:Tätigkeitsfeld Produkt-, IndustriedesignIndustrie-, Produktdesigner/Industrie-, ProduktdesignerinGemeinsamkeiten:Designideen und -konzepte ausarbeiten und präsentierenbetriebswirtschaftliche Aspekte berücksichtigenzeichnerische und modellhafte Darstellung anfertigenDesignsoftware einsetzen, z.B. CAD-ProgrammeHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin in Deutschland?

Schmuckdesigner (Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin) in Deutschland sind kreative Fachleute, die Gebrauchs- und Kunstobjekte sowie Schmuckstücke aus Edelmetallen, Edelsteinen und verschiedenen anderen Materialien planen, entwerfen und gestalten.

Ist Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Schmuckdesign.

Wo arbeiten Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin in Deutschland typischerweise?

Schmuckdesigner und Schmuckdesignerinnen arbeiten in erster Linie in den Atelierräumenin der Werkstattin Verkaufsräumenin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Schmuckdesigner/Schmuckdesignerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.945 € bis 6.340 €Quelle:IG MetallHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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