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Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend)

Weiterbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 91184

Was ist Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend)?

In Deutschland arbeiten Spezialisten für Rhetorik und Sprechwissenschaft auf fortgeschrittenem Niveau in einem anspruchsvollen Bereich, der darauf abzielt, die Kommunikationsfähigkeiten von Einzelpersonen und Gruppen zu verbessern, Überzeugungsfähigkeiten zu entwickeln und erfolgreich in der Öffentlichkeit aufzutreten. Fachkräfte in diesem Bereich analysieren komplexe Kommunikationsprozesse, untersuchen die Dynamik verbaler und nonverbaler Kommunikation und übertragen dieses Wissen in praktische Anwendungen. Diese Fachleute bieten Einzelpersonen und Organisationen Beratung und Schulungen zu Themen wie öffentliches Sprechen, Präsentationstechniken, effektive Argumentation und Körpersprache an. Sie können in Medienorganisationen, Bildungseinrichtungen, politischen Parteien oder den Kommunikationsabteilungen privater Unternehmen tätig sein oder auch als freiberufliche Berater arbeiten. Bei ihrer Arbeit unterstützen sie typischerweise die Entwicklung ihrer Klienten, indem sie Präsentationstools, Videoanalysesoftware, Audioaufnahmegeräte und verschiedene Kommunikationsmodelle einsetzen.

Um diesen Beruf auszuüben, ist in der Regel ein relevanter Bachelor- oder Masterabschluss erforderlich. Anschließend absolvieren Sie typischerweise Weiterbildungsprogramme in Rhetorik oder Sprechwissenschaft, die von Universitäten oder privaten Institutionen angeboten werden.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

▶ Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Musikhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

▶ Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

▶ Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

▶ Studieninhalte

Module, z.B.:Analyse sprechkünstlerischer ProzesseForschungsmethoden PhonetikGesprächsforschungKlinische Sprechwissenschaft und Medizin: interdisziplinäre Bezüge (HNO, Phoniatrie, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie)Kontrastive und NormphonetikKonzepte der rhetorischen KommunikationMedienkommunikationSprechbildung: Kompetenz und VermittlungSprechwissenschaft und PsycholinguistikStimm- und Sprachstörungen: diagnostische und therapeutische KonzeptePraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. am Theater)

▶ Auswahlverfahren

Die Hochschulen führen ggf. Eignungsprüfungen oder Auswahlgespräche durch.

▶ Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktikumsmodule absolvieren (z.B. Hospitationen, Erstellung von Lehr- und Beratungskonzepten oder Durchführung von Lehr- und Beratungstätigkeiten), Berufseinstieg vorbereiten

▶ Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend) sein:Bereich Therapie (nichtärztlich)Logopädie, Sprachtherapie (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse in Bereichen wie Sprachwissenschaft, Psychologie sowie Stimm- und Sprachheilkunde erwerbenPatienten bei therapeutischen Sprachübungen anleitenBereich Sprach- und LiteraturwissenschaftenAllgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft (weiterführend)Germanistik (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Bereichen wie Struktur der deutschen Gegenwartssprache, Phonologie und Phonetik, Sprachentwicklung sowie Prinzipien der mündlichen Kommunikation erwerben

▶ Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Rhetorik, Sprechwissenschaft (grundständig)Logopädie, Sprachtherapie (grundständig)

▶ Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Betriebswirtschaft Interkulturelle KompetenzSelbstmanagementAuch Praktikumsmodule z.B. Hospitationen, Erstellung von Lehr- und Beratungskonzepten oder Durchführung von Lehr- und Beratungstätigkeiten, bereiten gezielt auf das Berufsleben vor. Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

▶ Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. Phonetik, Sprechkunst, Sprecherziehung oder Sprechwissenschaft sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Rhetorik, Sprechwissenschaft abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss. Rhetorik, Sprechwissenschaft gibt es auch als Teilzeitstudiengang.Durch eine universitäre Zusatzqualifikation in der Sprecherziehung oder eine Verbandsprüfung vor der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS) kann der Abschluss Sprecherzieher bzw. Sprecherzieherin erworben werden.

▶ Studiengangsbezeichnungen

BeispieleAllgemeine Rhetorik (Master)Mediensprechen (Master)Rhetorik (Master)Speech Communication and Rhetorik (Master)Sprechkunst (Master)Sprechwissenschaft (Master)Sprechwissenschaft und Phonetik (Master)

▶ Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen im Bereich Rhetorik, Sprechwissenschaft bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft oder im Gesundheitsbereich an, z.B. Erwachsenenbildung oder Nichtärztliche Behandlung, Therapie.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

▶ Entwicklung des Studienfachs

Ab 1900:Entstehung sprecherzieherischer Universitätslektorate1920 bis 1930:Einrichtung eigener sprecherzieherischer Abteilungen z.B. innerhalb von Seminaren für Deutsche PhilologieGründung erster Institute für Sprechwissenschaft bzw. Sprechkunde1959:Etablierung des ersten fachlich eigenständigen Diplomstudiengangs Sprechwissenschaft und Sprecherziehung1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussgradMaster of Arts (M.A.)Darüber hinaus gibt es den Abschluss Sprecherzieher bzw. Sprecherzieherin - je nach Bildungsgang bzw. Prüfung auch mit Klammerzusatz "(univ.)" oder "(DGSS)".

▶ Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

▶ Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Rhetorik, Sprechwissenschaft (grundständig) vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch und/oder einer anderen modernen Fremdsprache bzw. Latein nachzuweisen.Darüber hinaus kann ein fachärztliches, phoniatrisches Stimm- und Hörgutachten gefordert werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend) in Deutschland? ▼

In Deutschland arbeiten Spezialisten für Rhetorik und Sprechwissenschaft auf fortgeschrittenem Niveau in einem anspruchsvollen Bereich, der darauf abzielt, die Kommunikationsfähigkeiten von Einzelpersonen und Gruppen zu verbessern, Überzeugungsfähigkeiten zu entwickeln und erfolgreich in der Öffentlichkeit aufzutreten. Fachkräfte in diesem Bereich analysieren komplexe Kommunikationsprozesse, untersuchen die Dynamik verbaler und nonverbaler Kommunikation und übertragen dieses Wissen in praktische Anwendungen. Diese Fachleute bieten Einzelpersonen und Organisationen Beratung und Schulungen zu Themen wie öffentliches Sprechen, Präsentationstechniken, effektive Argumentation und Körpersprache an. Sie können in Medienorganisationen, Bildungseinrichtungen, politischen Parteien oder den Kommunikationsabteilungen privater Unternehmen tätig sein oder auch als freiberufliche Berater arbeiten. Bei ihrer Arbeit unterstützen sie typischerweise die Entwicklung ihrer Klienten, indem sie Präsentationstools, Videoanalysesoftware, Audioaufnahmegeräte und verschiedene Kommunikationsmodelle einsetzen.

Um diesen Beruf auszuüben, ist in der Regel ein relevanter Bachelor- oder Masterabschluss erforderlich. Anschließend absolvieren Sie typischerweise Weiterbildungsprogramme in Rhetorik oder Sprechwissenschaft, die von Universitäten oder privaten Institutionen angeboten werden.

Ist Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend) qualifiziert werden? ▼

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Rhetorik, Sprechwissenschaft (grundständig) vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch und/oder einer anderen modernen Fremdsprache bzw. Latein nachzuweisen.Darüber hinaus kann ein fachärztliches, phoniatrisches Stimm- und Hörgutachten gefordert werden.

Wo arbeiten Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼

Das Studium findet an Universitäten und Musikhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend) in Deutschland? ▼

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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