Restaurator/Restauratorin (Hochschule)
Restaurator/in (Hochschule)
Was ist Restaurator/Restauratorin (Hochschule)?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Kunst, Kunstwissenschaft →Der Beruf Restaurator/Restauratorin (Hochschule) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:
– Church Music
Master · Hochschule für Musik Freiburg
– Elemental Music Pedagogy
Master · Hochschule für Musik Freiburg
3D Animation for Film and Games
Master · Technische Hochschule Köln
Accessory Design
Bachelor · Hochschule Pforzheim
Accordion
Bachelor · Hochschule für Musik Würzburg
Accordion
Master · Hochschule für Musik Würzburg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Die DenkmalpflegeInitiative Kultur- und Kreativwirtschaft der BundesregierungLeitfaden Professionell arbeiten im Museummonumente - Magazin für Denkmalkultur in DeutschlandMuseumsJournalMuseumskundeRestaurator. International Journal for the Preservation of Library and Archival MaterialRESTAURO - Magazin zur Erhaltung des KulturerbesRomoe - das Restauratoren-NetzwerkSculpture MagazineVDR-Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und KulturgutWie werde ich Restaurator?
▶ Trends
Archäologie und Künstliche Intelligenz (KI)Archäologen und Archäologinnen können Künstliche Intelligenz (KI) bspw. nutzen, um neue Ausgrabungsorte zu identifizieren. Dabei analysiert die KI Satellitenbilder und verknüpft sie mit weiteren Datenquellen. Auch bei der Auswertung archäologischer Funde wie Keramikscherben, Werkzeugfragmenten oder Schriftresten kommt KI zunehmend zum Einsatz: Ein 3-D-Scanner erfasst die Objekte, die anschließend von der KI anhand von Referenzdatenbanken automatisch zeitlich und geografisch eingeordnet, dokumentiert und klassifiziert werden. Durch den Einsatz automatischer Lernsysteme und neuronaler Netzwerke können Archäologieteams Funde effizient vorsortieren, bestimmten Epochen oder Regionen zuordnen und sogar Vorschläge für Rekonstruktionen erhalten.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Recherchieren kunsthistorischer Zusammenhänge, um Alter und Herkunft einer Plastik zu ermittelnz.B. Analysieren des Zustandes eines Kunstwerks und Erarbeiten von RestaurierungsmaßnahmenInteresse an kreativ-gestaltenden Tätigkeitenz.B. stilgerechtes und ästhetisch stimmiges Wiederherstellen einer kunsthandwerklichen Figurz.B. einfallsreiches Suchen nach Ersatz für alte Materialien und TechnikenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Reinigen und Freilegen von Oberflächen mit Bürsten, Pinseln, Spatelnz.B. Retuschieren von Beschädigungen an einem GemäldeInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. exaktes fotografisches, zeichnerisches und messtechnisches Dokumentieren von Restaurierungsarbeiten
▶ Arbeitsorte
Restauratoren und Restauratorinnen arbeiten in erster Liniein Ateliers bzw. Werkstättenim Laborvor Ort (in Gebäuden oder im Freien)in Magazinen und Ausstellungsräumenin Büro- und BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArbeitsvorbereitungBestandspflege (Archiv, Bibliothek)Betriebsmitteleinsatz planenDokumentation (Archiv, Bibliothek)Gutachter-, SachverständigentätigkeitKalkulationKonservieren (historische Objekte)KulturgeschichteKunstgeschichteRecherche, InformationsbeschaffungRestaurierungsarbeitenSchadensanalyseWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArchäologieAusstellungen organisieren und durchführenDenkmalpflegeDenkmalschutzDokumentation (technisch)EntwurfFachpublikationen erstellenForschungKatalogisieren, Bestanderschließung (Archiv, Bibliothek, Museum)Kosten- und LeistungsrechnungKunstwissenschaftLehrtätigkeit (Hochschule)PräparierenProjektmanagementQualitätsmanagementStilkundeUmbaumaßnahmen (organisieren, kontrollieren etc.)Weitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "CAD-/CAM-Anwendungen"
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Restauratoren und Restauratorinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. Nachbildungen zerstörter Originalteile von Restaurierungsobjekten im 3-D-Druckverfahren herstellen)3-D-Laserscanning (z.B. mit einem 3-D-Laserscanner Schäden an historischen Gemälden und Skulpturen feststellen)3-D-Simulation (z.B. mithilfe von Simulationen zu restaurierende historische Objekte rekonstruieren)Augmented-Reality-Visualisierung (z.B. eine detailgetreue Modellansicht eines Restaurierungsobjekts zur Dokumentation wertvollen Kulturguts erstellen)Color Reader (z.B. mit einem mobilen Gerät die verwendeten Farben an einem Restaurierungsobjekt identifizieren und bei Bedarf nachbestellen)Digital-Asset-Management - DAM (z.B. den Zustand einer Grafik fotografisch dokumentieren und diese digital archivieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Protokolle früherer Restaurierungen aus DM-Systemen abrufen; Untersuchungsdokumentationen digital bereitstellen)Drohnentechnik (z.B. Drohnen nutzen, um Bildaufnahmen von Statuen an hochgelegenen Fassaden von Gebäuden anzufertigen)Wearable Technology (z.B. eine Datenbrille zur Vorgabe von Entwürfen und Vorgaben tragen)
▶ Arbeitssituation
Restauratoren und Restauratorinnen sind weitgehend eigenständig tätig und benötigen für ihre Arbeit umfassende ästhetische, (kunst)historische, fachliche und technische Kenntnisse. Konzentriert recherchieren sie für den jeweiligen Sachverhalt die nötigen Informationen. Bei größeren Projekten, z.B. wenn es um die Restaurierung einer großen Wandmalerei geht, arbeiten sie mit Kollegen und Kolleginnen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Denkmalschutzämtern zusammen und benötigen hierfür Team- und Kontaktfähigkeit. Im Umgang mit Kunden und Ämtern sind ihre Überzeugungskraft und ihr Verhandlungsgeschick gefragt. In leitenden Funktionen nutzen sie ihre organisatorischen Fähigkeiten z.B. bei der Mitarbeitereinsatzplanung. Wenn sie Gemälde, Bücher oder andere Objekte auf ihren Zustand untersuchen oder diese in der Werkstatt von Hand restaurieren, arbeiten sie äußerst sorgfältig, um beispielsweise bei der Abtragung einzelner Farbschichten die darunterliegenden nicht zu beschädigen. Außerdem erstellen sie Schadenskataloge und dokumentieren ihre Arbeit exakt. So sorgen sie verantwortungsbewusst dafür, dass die Objekte, die von hohem kulturgeschichtlichem und finanziellem Wert sein können, für die Nachwelt bewahrt werden und ihre Geschichte nachvollziehbar bleibt. Bei der handwerklichen Restaurierung sind Präzision und Einfallsreichtum gefragt, um ein Objekt stilgerecht und ästhetisch stimmig wiederherzustellen. Sind sie in der Lehre an Hochschulen tätig, wenden sie zudem pädagogi...
▶ Existenzgründung
Restauratoren und Restauratorinnen können sich z.B. mit einer eigenen Restaurierungswerkstatt selbstständig machen.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.300 € bis 5.874 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Kunst, Kultur, MuseenHistorische Stätten und DenkmälerKonservierung und Restaurierung von kulturellem ErbeMuseen und SammlungenArchiv, Bibliothek, DokumentationBibliothekenArchiveÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung der Kultur und des Sports, z.B. Ämter für Denkmalpflege, Verwaltung historischer GebäudePolitische Parteien, Verbände, OrganisationenOrganisationen der Bildung, Wissenschaft und ForschungOrganisationen der KulturHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitäten, z.B. Institute für Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Archäologie, EthnologieFachhochschulen, Duale Hochschulen, VerwaltungsfachhochschulenSonstige Dienstleistungen für Unternehmen und PrivathaushalteAlle anderen Tätigkeiten typischerweise freiberuflicher, wissenschaftlicher oder technischer Art a. n. g. (ohne Künstler- und Modelagenturen), hier: als Sachverständige/rEinzelhandelEinzelhandel mit sonstigen Kunst- und Kulturerzeugnissen a. n. g.Einzelhandel mit Musikinstrumenten und NotenEinzelhandel mit Antiquitäten und Gebrauchtwaren
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Restaurierung oder Konservierung.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Restaurierung (grundständig)Restaurierung (weiterführend)Konservierung (grundständig)Konservierung (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Restauratoren und Restauratorinnen finden Beschäftigung z.B.in Museenin Bibliotheken und Archivenin Restaurierungswerkstätten in der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Denkmalschutzbehörden oder -stiftungenals Sachverständigean Hochschulenim Einzelhandel mit Antiquitäten oder Kunstgegenständen
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Restaurator/in (Hochschule)Berufsbezeichnung in englischer SpracheRestorer (m/f)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheRestaurateur-conservateur/Restauratrice-conservatriceRestaurateur/Restauratrice d'oeuvres d'art
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. bereitwilliges und tatkräftiges Erledigen von besonders anspruchsvollen Restaurierungsarbeiten)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Planen und beharrliches Durchführen aufwändiger und langwieriger Restaurierungsarbeiten)Sorgfalt (z.B. genaues Durchführen von Bestands- und Schadenaufnahmen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. verantwortungsvolles Umgehen mit wertvollen bzw. historisch bedeutsamen Objekten, um möglichst viel Substanz zu erhalten)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Festlegen von Erhaltungskonzepten zur Durchführung der Restaurierung)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum zeigen in der Verwendung von historischen Techniken und Spezialwerkzeugen)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Restauratoren und Restauratorinnen untersuchen und restaurieren Kunst- und Kulturgüter wie z.B. Gemälde, Möbel, Schriftgut, Steinobjekte oder moderne Medien.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
Deutscher MuseumsbundIADArestauratoren.deRomoeVerband der LandesarchäologenVereinigung der Landesdenkmalpfleger
▶ Verbände und Organisationen
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Museumsbund e.V. (DMB)Schweizerischer Verband für Konservierung u. Restaurierung (SKR)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband der Restauratoren e.V.
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. wertvolle Originalkunstwerke für die Nachwelt restaurieren)Kundenkontakt (z.B. zu Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Museen und Denkmalschutzämtern, Privatpersonen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. beim Restaurieren historischer Bücher)Handarbeit (z.B. Gemälde reinigen, Firnis abtragen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Mikroskope, Röntgengeräte, Laser zur Untersuchung von Restaurierungsobjekten)Bildschirmarbeit (z.B. Schadenskatalog erstellen; Erkenntnisse dokumentieren; historische und kunsthistorische Zusammenhänge recherchieren)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzbrille, Schutzhandschuhe, evtl. Atem- oder Gehörschutz)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Gemälde und Plastiken reinigen, Flecken entfernen; Fehlstellen ergänzen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Restaurierungsmaßnahmen planen und dokumentieren)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)Arbeit im Freien (z.B. bei Außenarbeiten an Gebäuden oder Fassaden; beim Restaurieren bzw. Sanieren von Bauwerksteilen aus Naturstein)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Dämpfe durch chemische Mittel und Farben, feiner Staub beim Schleifen oder Polieren)Arbeit in größeren Höhen mit Absturzgefährdung (z.B. bei Steinbildhauerarbeiten an Fassaden)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Gerüche vo...
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Lehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Restaurationsgut, z.B.: Gemälde, Möbel, Skulpturen, Wandmalereien, historische Musikinstrumente, Schriftgut, Filme, Videos, Fotografien, Textilien, TonträgerMaterialien und Hilfsstoffe, z.B.: Farben, Lacke, Lösungsmittel, Abbeizer, KlebstoffeWerkzeuge, Geräte und Maschinen, z.B.: Zeichenutensilien, Sägen, Hobel, Skalpelle, Bürsten, Schablonen, Lupen, Mikroskope, Röntgen- und Messgeräte, Laser, Schleifmaschinen, 3-D-Drucker, CAD/CAM-TechnologienBüroausstattung und Unterlagen, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Zustands-, Schadens- und Maßnahmendokumentationen, Fotografien, Entwürfe, Restaurierungskonzepte, Fachliteratur
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Restauratoren und Restauratorinnen erforschen und restaurieren Kunst- und Kulturgüter. Dabei kann es sich um unterschiedliche Objekte wie Gemälde, Möbel, Schriftgut, Skulpturen oder moderne Medien handeln. Nachdem sie den Zustand des Artefakts untersucht und erfasst haben, entwickeln sie ein individuelles Restaurierungskonzept. Auf dieser Basis restaurieren sie das jeweilige Objekt und nutzen dabei vielfältige Techniken, z.B. um Schadstellen zu ergänzen oder Rekonstruktionen vorzunehmen. Restauratoren und Restauratorinnen wenden auch Konservierungsverfahren an, um Zerfallserscheinungen entgegenzuwirken. Am Ende ihrer Arbeit dokumentieren sie sämtliche Maßnahmen.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Restaurierung, Historische Materialkunde und Handwerkstechniken, Kulturgeschichte).Darüber hinaus kann sich der Trend zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Archäologie zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Restauratoren und Restrauratorinnen entwickeln.
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Restaurierung, Konservierung oder Kunstgeschichte.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Untersuchung und Bestandsaufnahme eingehende Bestands- und Schadensaufnahme vornehmen, Schadenskatalog erstellenüber temporäre oder dauerhafte Sicherung vor Ort entscheiden oder bei erforderlichem Standortwechsel den Transport leiten und überwachenZiel der Restaurierung festlegen, Restaurierungskonzept erarbeiten, Maßnahmenkatalog erstellenFachkundige Restaurierung und DokumentationKunst- und Kulturgüter unter historischen, materiellen und ideellen Gesichtspunkten fachgerecht restaurierenggf. erforderliche Konservierungsarbeiten selbst vornehmen bzw. in Auftrag gebenZeichnungen, Fotos und andere Dokumente über den Restaurierungsprozess anfertigen, Restaurierungsmaßnahmen dokumentierenEmpfehlungen zu Aufstellung und Pflege formulieren Sammlungen in digitalen Management-Systemen verfügbar machenWissenschaft und LehreForschungsprojekte betreuen, z.B. zu historischen Bearbeitungstechnikenneue Restaurierungstechniken ausarbeiten, Modellversuche durchführenLehrveranstaltungen vorbereiten und durchführenStudierende betreuen, Prüfungen abnehmen
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Restauratoren und Restauratorinnen untersuchen und restaurieren Kunst- und Kulturgüter wie z.B. Gemälde, Möbel, Schriftgut, Steinobjekte oder moderne Medien.BestandsaufnahmeKunst- und Kulturgüter sind der Alterung und dem Verfall unterworfen. Restauratoren und Restauratorinnen machen es sich zur Aufgabe, diese Objekte für die Nachwelt zu erhalten und gegebenenfalls einen früheren Zustand wieder herzustellen. Meist sind sie Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet und befassen sich z.B. mit der Restaurierung von Gemälden, Skulpturen, Wandmalereien, antiken Möbeln oder Schriftgut. Aber auch Medien wie Fotografien, Videofilme oder Tonträger können zu ihrem Aufgabenbereich gehören.Am Anfang ihrer Arbeit steht eine ausführliche Voruntersuchung, in der die Restauratoren und Restauratorinnen das Artefakt umfassend beurteilen, bereits erfolgte Veränderungen feststellen und Schäden identifizieren. Dabei berücksichtigen sie nicht nur die kulturhistorische Bedeutung des Objekts, sondern versuchen auch, die notwendigen Eingriffe in die Originalsubstanz so gering wie möglich zu halten. Davon ausgehend erarbeiten sie ein Restaurierungskonzept und bestimmen die geeigneten Maßnahmen.Restaurierung von Kunst- und KulturgüternRestauratoren und Restauratorinnen arbeiten je nach Objekt mit unterschiedlichen Werkstoffen, Techniken und Methoden. Bei der Restaurierung eines Gemäldes etwa legen sie alte Fassungen wieder frei. Dazu weichen sie mithilfe eines beheizbaren Spachtels einzeln...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenfigural-räumliches Denken (z.B. Analysieren, Beurteilen und Dokumentieren des Zustands von zu restaurierenden Plastiken; Lesen, Anfertigen und Umsetzen von Zeichnungen und Skizzen)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen feiner Nuancen der Oberflächengestaltung von Gold- oder Silbergegenständen bei der Alters- und Wertfeststellung)Konzentration (z.B. Ausblenden von störenden Einflüssen beim Restaurieren empfindlicher Objekte)Fingergeschick (z.B. Ergänzen schadhafter oder fehlender farbiger Fassungen von Holzskulpturen; Retuschieren von Fehlstellen eines Gemäldes)Handgeschick (z.B. Raspeln, Feilen, Schleifen von Oberflächen)Auge-Hand-Koordination (z.B. exaktes Zuschneiden von Holz oder Edelmetallen)Handwerkliches Geschick (z.B. Ausführen von Restaurierungsarbeiten an wertvollen Möbeln, Figuren und Ornamenten mit verschiedenen Werkzeugen)Zeichnerische Befähigung (z.B. zeichnerisches Dokumentieren von Restaurierungsarbeiten; Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen zur Rekonstruktion von Objekten)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Vorbereiten von Restaurierungsarbeiten)Sinn und Gespür für Ästhetik (z.B. Auswählen von passenden Materialien und Methoden für eine Restaurierung)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Restaurierungsarbeiten in unbequemen Haltungen, auf Knien, gebückt oder über Kopf arbeitend ausführen)Robuste Gesundheit (z.B. bei Arbeit im Freien oder in ungeheizten Räumen)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Deckenbemalungen vor der Bearbeitung reinigen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Retuschen an Reliefs vornehmen)Ausreichende Bewegungskoordination (z.B. an Gebäuden und Denkmälern auf Leitern und Gerüsten arbeiten)Schwindelfreiheit (z.B. an Fassaden in größeren Höhen mit Absturzgefährdung arbeiten)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Kunden über Restaurierungsmöglichkeiten von Möbeln beraten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm Schadenskataloge erstellen und Erkenntnisse dokumentieren)Farbsehvermögen (z.B. Farben für Anstriche auswählen; Farblösungen zur Hinterlegung an schadhaften Stellen ansetzen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Restaurierungsmaßnahmen an einer Holzskulptur durchführen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen von Kunden verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Reinigungs- und Holzschutzmitteln hantieren)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einwirkung von Dämpfen chemischer Mittel arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage fü...
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Restaurator/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. ohne Einarbeitung):Denkmalpfleger/Denkmalpflegerinfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Konservator/Konservatorinfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Geprüfter Restaurator im Buchbinderhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Buchbinderhandwerk - Master Professional für Restaurierung im HandwerkGeprüfter Restaurator im Gold- und Silberschmiedehandwerk/Geprüfte Restauratorin im Gold- und Silberschmiedehandwerk - Master Professional für Restaurierung im HandwerkGeprüfter Restaurator im Graveurhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Graveurhandwerk - Master Professional für Restaurierung im HandwerkGeprüfter Restaurator im Holzbildhauerhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Holzbildhauerhandwerk - Master Professional für Restaurierung im HandwerkGeprüfter Restaurator...
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Restaurator/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Restaurierungsarbeiten in unbequemen Haltungen, auf Knien, gebückt oder über Kopf arbeitend ausführen)Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. bei Arbeit im Freien oder in ungeheizten Räumen)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Deckenbemalungen vor der Bearbeitung reinigen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Retuschen an Reliefs vornehmen)Störungen der Bewegungskoordination, Gleichgewichtsstörungen (z.B. an Gebäuden und Denkmälern auf Leitern und Gerüsten arbeiten)Schwindelneigung (z.B. an Fassaden in größeren Höhen mit Absturzgefährdung arbeiten)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Kunden über Restaurierungsmöglichkeiten von Möbeln beraten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm Schadenskataloge erstellen und Erkenntnisse dokumentieren)Farbsinnstörungen (z.B. Farben für Anstriche auswählen; Farblösungen zur Hinterlegung an schadhaften Stellen ansetzen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Restaurierungsmaßnahmen an einer Holzskulptur durchführen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörs...
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Restaurator/Restauratorin (Hochschule)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Restaurator/Restauratorin (Hochschule) in Deutschland? ▼
In Deutschland spielen Restauratoren eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung und Weitergabe von Kunst- und Kulturgütern an zukünftige Generationen. Diese Fachleute untersuchen, analysieren und restaurieren verschiedene Kulturgüter wie Gemälde, Möbel, schriftliche Werke, Steinobjekte und sogar moderne Medien. In diesem umfassenden Beruf ermitteln Sie zunächst akribisch den aktuellen Zustand und die Schäden der Kunstwerke und entwickeln anschließend für jedes Stück ein spezifisches Restaurierungs- und Konservierungskonzept. Sie restaurieren die Kunstwerke mit verschiedenen Techniken und wissenschaftlichen Methoden, um beschädigte Teile zu ergänzen, zu rekonstruieren oder weiteren Verfall zu verhindern, wobei alle Prozesse sorgfältig dokumentiert werden, um Daten für zukünftige Forschung bereitzustellen.
Ist Restaurator/Restauratorin (Hochschule) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Restaurator/Restauratorin (Hochschule)" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Restaurator/Restauratorin (Hochschule) qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Restaurierung oder Konservierung.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Restaurator/Restauratorin (Hochschule) in Deutschland typischerweise? ▼
Restauratoren und Restauratorinnen arbeiten in erster Liniein Ateliers bzw. Werkstättenim Laborvor Ort (in Gebäuden oder im Freien)in Magazinen und Ausstellungsräumenin Büro- und BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Restaurator/Restauratorin (Hochschule) in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.300 € bis 5.874 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.