Was ist Parkettleger/Parkettlegerin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Kunst, Kunstwissenschaft →Der Beruf Parkettleger/Parkettlegerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:
– Church Music
Master · Hochschule für Musik Freiburg
– Elemental Music Pedagogy
Master · Hochschule für Musik Freiburg
3D Animation for Film and Games
Master · Technische Hochschule Köln
Accessory Design
Bachelor · Hochschule Pforzheim
Accordion
Bachelor · Hochschule für Musik Würzburg
Accordion
Master · Hochschule für Musik Würzburg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Parkettleger/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. handwerkliche Parkettbetriebe): Werkstätten, Baustellen, Rohbauten, fertige GebäudeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg und Saarland in Ehingen (Baden-Württemberg):Gewerbliche Schule Ehingenfür die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Stade (Niedersachsen):Jobelmann-Schule Berufsbildende Schulen I Stadefür die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen): Hans-Schwier-Berufskollegfür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Plauen (Sachsen): Berufliches Schulzentrum (BSZ) e.o.plauenQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Parkettleger/innen gestalten und verschönern Innenräume durch kreative Bodengestaltung wie Stab-, Mosaik-, Intarsien- oder Schiffsbodenparkett. Zunächst messen sie die Räume aus und berechnen den Materialbedarf. Dann prüfen sie den Untergrund und glätten ihn oder fertigen eine Unterbodenkonstruktion an. Schließlich sägen sie die einzelnen Parkettteile zurecht und verlegen sie nach dem geplanten Muster. Haben sie alle Holzteile miteinander verbunden, glätten sie den Boden mit Schleifmaschinen und versiegeln ihn schließlich mit einem Kunststoffüberzug, mit Ölen oder Wachs. Darüber hinaus stellen Parkettleger/innen restaurierungsbedürftige Parkettböden wieder her, führen Holzpflasterarbeiten im Innenwohn- wie im Außenbereich aus oder verlegen Teppichböden, Linoleum, Laminat oder Kork.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Parkettleger/innen finden Beschäftigung in erster Liniein handwerklichen ParkettlegebetriebenArbeitsorte:Parkettleger/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Wohn- und Geschäftsräumenauf BaustellenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin VerkaufsräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänge...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungParkettleger/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Parkettleger/innen gestalten und verschönern Innenräume durch kreative Bodengestaltung wie Stab-, Mosaik-, Intarsien- oder Schiffsbodenparkett. Zunächst messen sie die Räume aus und berechnen den Materialbedarf. Dann prüfen sie den Untergrund und glätten ihn oder fertigen eine Unterbodenkonstruktion an. Schließlich sägen sie die einzelnen Parkettteile zurecht und verlegen sie nach dem geplanten Muster. Haben sie alle Holzteile miteinander verbunden, glätten sie den Boden mit Schleifmaschinen und versiegeln ihn schließlich mit einem Kunststoffüberzug, mit Ölen oder Wachs. Darüber hinaus stellen Parkettleger/innen restaurierungsbedürftige Parkettböden wieder her, führen Holzpflasterarbeiten im Innenwohn- wie im Außenbereich aus oder verlegen Teppichböden, Linoleum, Laminat oder Kork.Wo arbeitet man?Parkettleger/innen finden Beschäftigung in erster Liniein handwerklichen ParkettlegebetriebenWeitereBerufe im AusbauBerufe mit Holz
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen: Umgang mit Informations- und KommunikationstechnikenVorbereiten von Arbeitsabläufen, Auswerten von Informationen, Arbeiten im TeamAnfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen, Durchführen von MessungenVorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von ArbeitsplätzenHandhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen EinrichtungenBe- und Verarbeiten von Werk- und HilfsstoffenPrüfen der Verlegebedingungen, Herstellen von UntergründenVerlegen von Parkett, anderen Holzfußböden und SchichtwerkstoffenVerlegen von BodenbelägenBehandeln von OberflächenHerstellen und Anbringen von Profilenqualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Einrichten einer BaustelleEinbauen eines DielenbodensVerlegen eines Bodens aus MehrschichtelementenPrüfen und Vorbereiten eines BaustellenestrichsVerlegen eines ParkettbodensBehandeln der Oberfläche eines ParkettbodensVerlegen eines HolzpflasterbodensVerlegen eines elastischen BodenbelagesVerlegen eines textilen BodenbelagesZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Beda...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Bau- und Werkzeichnungen zur Konstruktion und Einteilung von Parkett und anderen Holzböden gelesen und angewendet werden wie man Messungen des Raumklimas sowie der Zustände von Estrichen, Holz und Holzwerkstoffen durchführtwie Werkstoffe - insbesondere Holz, Holzwerkstoffe, Kunststoffe und Metalle - auf Fehler und Einsetzbarkeit geprüft und Maße übertragen werdenwie Werkzeuge, Geräte, Werk- und Hilfsstoffe sowie technische Einrichtungen eingesetzt, gepflegt und vorbereitet werdenwie man Untergründe auf Belegreife prüftwelche Gefahren von lösemittelhaltigen Stoffen ausgehen und was beim Verlegen zu beachten istwas bei der Festlegung und Umsetzung von Verlegemustern zu beachten istwie Parkett und andere Holzfußböden restauriert werdenwie Zeitaufwand und personelle Unterstützung abgeschätzt und dokumentiert werdenwie man Treppen bekleidet und Schwellen und Anschlüsse herstelltwie man den Kunden hinsichtlich der Gestaltung berätDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Verlegen eines Holzpflasterbodens, Verlegen eines Bodens aus Mehrschichtelementen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Verlegemuster planen, Unterkonstruktionen herstellen, Parkettschleifmaschine bedienenUmgebung: wechselnde Einsatzorte (auf Baustellen, in Rohbauten, Wohn- und Geschäftsräumen)Kleidung: Schutzkleidung (z.B. Knieschoner, Arbeitshandschuhe, Atemschutz, ggf. Gehörschutz)Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Zuschneiden und Verlegen von Parkettelementen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim passgenauen Zusägen und Einpassen der Parkettelemente)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Erstellen von Verlegeplänen)Gute körperliche Konstitution (z.B. Arbeit auf Knien über längere Zeiträume, z.T. Heben und Tragen schwerer Parkettpakete)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Parkett- und Bodenlegerhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 940 €2. Ausbildungsjahr: 990 €3. Ausbildungsjahr: 1.060 €Quelle:Bayerisches Tarifregister (BTR), Stand Januar 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Flächen, Materialbedarf und Kosten zu berechnenWerken/Technik: z.B. um Skizzen und Aufmaße anzufertigenPhysik: z.B. um Kenntnissen der Wärmelehre zu erwerben
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Parkettleger/in an:Bereich HolzTischler/TischlerinRaumausstatter/RaumausstatterinHolzmechaniker/Holzmechanikerin Fachrichtung Herstellen von Möbeln und InnenausbauteilenHolzmechaniker/Holzmechanikerin Fachrichtung Montieren von Innenausbauten und BauelementenGemeinsamkeit:Holz verarbeiten, dabei ästhetische Gesichtspunkte beachtenBereich AusbauBodenleger/BodenlegerinEstrichleger/EstrichlegerinFliesen-, Platten- und Mosaikleger/Fliesen-, Platten- und MosaiklegerinGemeinsamkeit:Bodenbeläge verlegen und Untergründe prüfen und vorbereiten
▶ Entwicklung der Ausbildung
1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die handwerksmäßig betrieben werden können1968:Anerkennung des Berufsbildes durch Verordnung über das Berufsbild des Parkettleger-Handwerks1973:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft2002:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung, u.a. kommt den Bereichen Kundenbetreuung, Qualitätsmanagement und Umweltschutz eine höhere Bedeutung zu 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Parkettleger/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungParkettleger/Parkettlegerin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Parkettleger/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Parkettleger/innen in handwerklichen Parkettlegebetrieben.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Bodenlegerei bis hin zu Klebtechniken.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Parkettlegermeister/in abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Holztechnik erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb im Parkettleger-Handwerk oder durch Übernahme eines Dienstleistungsbetriebes für Gebäude.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 219 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 46 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 29 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 11 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. 10 Prozent verfügten über die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [11.0%]11Hauptschulabschluss* [46.0%]46mittlerer Bildungsabschluss [29.0%]29Hochschulreife [10.0%]10Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Parkettleger/zur Parkettlegerin vom 17.06.2002 (BGBl. I S. 1852)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Parkettleger/Parkettlegerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14.05.2002)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Parkettleger/Parkettlegerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Parkettleger/Parkettlegerin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Parkettleger/innen gestalten und verschönern Innenräume durch kreative Bodengestaltung wie Stab-, Mosaik-, Intarsien- oder Schiffsbodenparkett. Zunächst messen sie die Räume aus und berechnen den Materialbedarf. Dann prüfen sie den Untergrund und glätten ihn oder fertigen eine Unterbodenkonstruktion an. Schließlich sägen sie die einzelnen Parkettteile zurecht und verlegen sie nach dem geplanten Muster. Haben sie alle Holzteile miteinander verbunden, glätten sie den Boden mit Schleifmaschinen und versiegeln ihn schließlich mit einem Kunststoffüberzug, mit Ölen oder Wachs. Darüber hinaus stellen Parkettleger/innen restaurierungsbedürftige Parkettböden wieder her, führen Holzpflasterarbeiten im Innenwohn- wie im Außenbereich aus oder verlegen Teppichböden, Linoleum, Laminat oder Kork.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Parkettleger/innen finden Beschäftigung in erster Liniein handwerklichen ParkettlegebetriebenArbeitsorte:Parkettleger/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Wohn- und Geschäftsräumenauf BaustellenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin VerkaufsräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [11.0%]11Hauptschulabschluss* [46.0%]46mittlerer Bildungsabschluss [29.0%]29Hochschulreife [10.0%]10Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Zuschneiden und Verlegen von Parkettelementen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim passgenauen Zusägen und Einpassen der Parkettelemente)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Erstellen von Verlegeplänen)Gute körperliche Konstitution (z.B. Arbeit auf Knien über längere Zeiträume, z.T. Heben und Tragen schwerer Parkettpakete)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächen, Materialbedarf und Kosten zu berechnen)Werken/Technik (z.B. um Skizzen und Aufmaße anzufertigen)Physik (z.B. um Kenntnissen der Wärmelehre zu erwerben)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 940 €2. Ausbildungsjahr: 990 €3. Ausbildungsjahr: 1.060 €
Ist Parkettleger/Parkettlegerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Parkettleger/Parkettlegerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Parkettleger/Parkettlegerin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Parkettleger/Parkettlegerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Parkettleger/Parkettlegerin in Deutschland typischerweise? ▼
Parkettleger/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. handwerkliche Parkettbetriebe): Werkstätten, Baustellen, Rohbauten, fertige GebäudeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg und Saarland in Ehingen (Baden-Württemberg):Gewerbliche Schule Ehingenfür die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Stade (Niedersachsen):Jobelmann-Schule Berufsbildende Schulen I Stadefür die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen): Hans-Schwier-Berufskollegfür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Plauen (Sachsen): Berufliches Schulzentrum (BSZ) e.o.plauenQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Parkettleger/Parkettlegerin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.