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Pädagoge/Pädagogin

Grundberuf Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 91334

Was ist Pädagoge/Pädagogin?

In Deutschland beraten Pädagoginnen und Pädagogen Menschen in verschiedenen Lebensbereichen, unterstützen, bilden und erziehen sie. Das Hauptziel dieses Berufs ist es, die Entwicklungsprozesse von Individuen – von jungen bis zu alten Menschen – zu unterstützen und Bildungsprozesse effektiv zu gestalten.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Pädagoge/Pädagogin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitFilm Erziehungswissenschaften / PädagogikWeitere InformationsangeboteDer pädagogische Blick – Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis in pädagogischen BerufenDigiBits - Digitale Bildung trifft SchuleDiskurs Kindheits- und Jugendforschunge&l - erleben und lernenEPALE - E-Plattform für Erwachsenenbildung in EuropaFachportal PädagogikGutes Aufwachsen mit MedienKompass Erziehungsberufeneue praxis - Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und SozialpolitikPÄDAGOGIKSchule im AufbruchSCHULEWIRTSCHAFTwb-web - Das Portal für Lehrende in der Erwachsenen- und WeiterbildungWeiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (wiff)WENN. DANN. Befunde zu den Wirkungen kultureller BildungZeitschrift für Pädagogische PsychologieZfE Zeitschrift für Erziehungswissenschaft

Trends

Digitalisierung im BildungsbereichDie Digitalisierung verändert das Lernen in der Schule und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Digitale Elemente erweitern klassische Unterrichtskonzepte, Bildungsangebote finden zunehmend online oder in hybrider Form statt. Neue Lernformen wie Social Learning fördern die Zusammenarbeit von Lehrenden und Lernenden via Internet, z.B. mithilfe von Chats oder Mikroblogs. Über interaktive Tools können Lernende Inhalte an mobilen Endgeräten nutzen. Cloudbasierte Lernplattformen und Lern-Apps sowie personalisierte Lernangebote, die Inhalte an Vorkenntnisse und Lernerfolge anpassen oder spielerische Elemente in den Lernprozess integrieren (Gamification) erweitern das Angebot. Fach- und Führungskräfte im Bildungswesen werden die Entwicklungen in diesem Bereich verfolgen und in ihre Arbeit integrieren.

Interessen

Folgendes Interesse ist wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Zur Veranschaulichung des Interessenbereichs werden Tätigkeiten genannt.Interesse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Führen von Beratungsgesprächen; Leiten von Informationsveranstaltungenz.B. Betreuen von Menschen in Notlagenz.B. Unterstützen von Kindern mit Förderungsbedarf

Arbeitsorte

Pädagogen und Pädagoginnen arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Unterrichts- und Schulungsräumenin Gruppen- und Gemeinschaftsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Freien, z.B. bei Freizeitveranstaltungenin Patientenzimmern

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BildungsarbeitBildungsberatungBildungsmanagement, -planungDidaktikErziehungErziehungswissenschaft, PädagogikFachtheoretische UnterweisungForschungJugend- und ErwachsenenbildungLehrmaterialien (erstellen, aktualisieren etc.)MethodikUnterricht (schulischer Bereich)Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Digitale LernformenDigitale TafelDokumentation (Erziehung)ErziehungsberatungFachpublikationen erstellenGutachter-, SachverständigentätigkeitHeilpädagogik, BehindertenpädagogikInklusionInklusionspädagogikKulturpädagogikKunstpädagogikLegasthenie (Test, Diagnose etc.)Lehrtätigkeit (Hochschule)Lernplattformen und -AppsLernzielkontrolleMedienpädagogikNetzwerkarbeit (Soziale Arbeit)Pädagogische Psychologie, SchulpsychologieProjektmanagementQualitätsmanagementRecherche, InformationsbeschaffungSchüler-, Studentenbetreuung, TutorialsSonderpädagogikSozialpädagogikTeilhabeplanungTheaterpädagogikTraumapädagogikUmweltpädagogikUnterricht, Schulung (außerschulischer Bereich)Virtuelles KlassenzimmerWaldpädagogikWildnispädagogik

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Pädagogen und Pädagoginnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Blended Learning (z.B. Tutorials und Zusatzübungen in der Erwachsenenbildung zur Kursvorbereitung auf Lernplattformen bereitstellen)Digitale Kulturvermittlung (z.B. Inhalte für digitale Vermittlungsmethoden von Kultureinrichtungen erstellen und pflegen)Digitale Tafel (z.B. die Beratung, Betreuung und Förderung sowie Erwachsenenbildung mithilfe einer digitalen Tafel durchführen)Dokumentenkamera (z.B. mit einer Dokumentenkamera hochauflösende Bilder von Seminarmaterialien präsentieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. pädagogische Konzepte für die Bildungs-, Kultur- und Freizeitarbeit erarbeiten und digital verwalten)Game Based Learning (z.B. in der Betreuung und Förderung von Kindern Lernspiele, digitale Highscores und Gamification-Elemente zur Motivationssteigerung einsetzen)Inverted Classroom Model - ICM (z.B. den Teilnehmern und Teilnehmerinnen von Kursen und Weiterbildungen zusätzliches Material bereitstellen und zur Basis der Präsenzveranstaltungen machen)Lernplattformen und -Apps (z.B. Lernplattformen und -Apps nutzen, um den Kursteilnehmern und -teilnehmerinnen Materialien bereitzustellen und Workshops zu organisieren)Open Educational Resources - OER (z.B. lizenzfreie Materialien und Texte für die Erstellung pädagog...

Arbeitssituation

Pädagogen und Pädagoginnen beraten, betreuen, unterrichten und erziehen Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Dabei setzen sie ihre kommunikativen Fähigkeiten ein und treten durchsetzungsstark und selbstsicher auf. Sie stellen sich auf unterschiedliche Zielgruppen ein, die je nach Einsatzgebiet aus einem gleichbleibenden oder einem häufig wechselnden Personenkreis bestehen. In ihrer pädagogischen Arbeit zeigen sie Verantwortungsbewusstsein, Geduld sowie Einfühlungs- und Durchhaltevermögen, um langfristig die gewünschten Ziele zu erreichen. Bei der Arbeit mit problembelasteten Menschen, z.B. Suchtkranken, sind sie mitunter belastenden Situationen ausgesetzt, mit denen sie souverän umzugehen verstehen. Verwaltend-organisatorische, konzeptionelle oder ggf. wissenschaftliche Tätigkeiten werden sorgfältig geplant und ausgeführt.Im Büro am Computer erstellen Pädagogen und Pädagoginnen z.B. Konzepte oder erledigen Verwaltungs- und Organisationsarbeiten. Für Beratungs- und Schulungsveranstaltungen in Besprechungs- oder Unterrichtsräumen nutzen sie Lehrmaterialen wie Arbeitsblätter sowie die üblichen Präsentationsmedien wie Flipcharts, Präsentationssoftware und Beamer. Beim Umsetzen von Projekten bzw. Veranstaltungen sind sie mitunter häufig unterwegs. Kurse und Seminare bzw. Workshops finden zu unterschiedlichen Zeiten statt, ggf. auch abends oder am Wochenende.

Existenzgründung

Pädagogen und Pädagoginnen können sich selbstständig machen z.B. als Trainer/in für berufliche WeiterqualifizierungBerater/in in persönlichen und beruflichen KonfliktsituationenKursleiter/in im Bereich FreizeitgestaltungMitarbeiter/in in der Konzeption von multimedialen Lehr- und Lernprogrammen

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.039 € bis 5.181 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Erwachsenenbildung, sonstiger UnterrichtBerufliche ErwachsenenbildungAllgemeine und politische ErwachsenenbildungAllgemeinbildende SchulenAllgemeinbildende weiterführende SchulenGrundschulenBerufsbildende SchulenBerufsbildende weiterführende SchulenGesundheitswesenKrankenhäuser, auch RehabilitationsklinikenSozialwesenWohnheime für Menschen mit BehinderungHeime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur Erziehung, z.B. Erziehungsheime, Jugendwohnheime, WaisenhäuserJugendarbeit (auch Jugendsozialarbeit), z.B. JugendzentrenSonstige soziale Beratungsdienste, z.B. Jugend- und FamilienberatungsstellenErziehungsberatung, z.B. ErziehungsberatungsstellenHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, VerwaltungsfachhochschulenÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung der Bildung, z.B. BildungsreferateÖffentliche Verwaltung der Kultur und des Sports, z.B. kommunale KulturreferateJustizverwaltungRechtspflege, z.B. Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen der ResozialisierungKunst, Kultur, MuseenMuseen und Sammlungen, z.B. MuseumspädagogikVerlageVerlegen von ZeitschriftenVerlegen von Büchern, z.B. Redaktionen von Schulbuch- oder pädagogischen Fachbuchverlagen

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Erziehungs- und Bildungswissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Erziehungs-, Bildungswissenschaft (grundständig)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Pädagogen und Pädagoginnen finden Beschäftigung in Einrichtungen der beruflichen und allgemeinen Erwachsenenbildung, z.B. an Volkshochschulen in Schulenin Jugendheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen, Kliniken in Jugendzentren sowie Erziehungs- und Familienberatungsstellen in Verlagen, z.B. in Schulbuchverlagen an Hochschulen und Forschungsinstituten in Schulämtern, bei Kommunalbehörden oder in Justizvollzugsanstalten im Personalbereich und in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung in Betrieben nahezu aller Wirtschaftsbereiche

Tätigkeitsbezeichnungen

Pädagoge/PädagoginAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymErziehungswissenschaftler/inBerufsbezeichnungen in englischer SpracheEducationalist (m/f)Pedagogue (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SprachePédagogue (m/f)

Sonstige Zugangsbedingungen

Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten und tatkräftigen pädagogischen Betreuung und Förderung unterschiedlicher Zielgruppen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Bewahren von Geduld trotz zeitweiliger Rückschläge)Sorgfalt (z.B. sorgfältiges Planen und Evaluieren von betrieblichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. fachlich einwandfreies Vorbereiten und Gestalten von Unterrichtseinheiten, um den Erfolg der Weiterbildung nicht zu gefährden)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Erstellen von frühpädagogischen Konzepten)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen in den Erziehungswissenschaften)Verschwiegenheit (z.B. Wahren von Stillschweigen über vertrauliche und personenbezogene Daten)Psychische Belastbarkeit (z.B. leistungsfähig und freundlich bleiben auch in schwierigen und stressbelasteten Unterrichtssituationen)Psychische Stabilität (z.B. zugewandtes Verhalten und gleichzeitig professionelle Distanz im Unterricht)Kommunikationsfähigkeit (z.B. Informieren und Beraten in Bildungsfragen)...

Die Tätigkeit im Überblick

Pädagogen und Pädagoginnen beraten, betreuen, unterrichten und erziehen Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Sie entwickeln Förderprogramme und gestalten Bildungsprozesse.

Stellen- und Bewerberbörsen

BFAS Bundesverband der Freien AlternativschulenDeutscher BildungsserverDeutscher BundesjugendringDiakonie Deutschland KarriereportalErziehungskunstFachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfeinfo3INFO SOZIAL StellenmarktLehrCare - Die LehrervermittlungLehrer.biz

Verbände und Organisationen

Berufsverband der Erziehungswissenschaftlerinne n u. ErziehungswissenschaftlerBundesverband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Lehrerverband (DL)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation DIPFVerband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Kurse fachlich einwandfrei vorbereiten und gestalten, um den Erfolg der Weiterbildungen nicht zu gefährden)Umgang mit Kindern und Jugendlichen (z.B. Vorschulkinder pädagogisch fördern)Umgang mit alten Menschen (z.B. Seniorentreffs organisieren und begleiten)Umgang mit problembelasteten Menschen (z.B. Suchtkranke betreuen)Umgang mit Menschen mit Behinderungen (in der Rehabilitation)gefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (Konfrontation mit persönlichen Notlagen)Bildschirmarbeit (z.B. Unterrichtskonzepte und -unterlagen erstellen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Gespräche mit Eltern bzw. Erziehungsberechtigten führen)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Coachings durchführen)unregelmäßige Arbeitszeiten (Veranstaltungen auch abends oder auch am Wochenende abhalten)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Betriebliche Aus- und WeiterbildungBerufspädagoge/BerufspädagoginLeiter/Leiterin - betriebliche Aus- und WeiterbildungBildungs-, BerufsberatungBerufseinstiegsbegleiter/BerufseinstiegsbegleiterinBildungs-, Studienberater/Bildungs-, StudienberaterinBerufsberater/BerufsberaterinJobcoachErwachsenenbildungBildungsreferent/BildungsreferentinLehrer/Dozent/Lehrerin/Dozentin in der ErwachsenenbildungSchulleiter in der Erwachsenenbildung/Schulleiterin in der ErwachsenenbildungLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinMedien-, KulturpädagogikKreativitätspädagoge/KreativitätspädagoginNichtärztliche Behandlung, TherapieLerntherapeut/LerntherapeutinPersonalwesenPersonalentwickler/PersonalentwicklerinRedaktion, Journalismus, LektoratChefredakteur/ChefredakteurinE-Learning-Autor/E-Learning-AutorinJournalist/JournalistinLektor/Lektorin in VerlagenOnlineredakteur/OnlineredakteurinRedakteur/RedakteurinSozial-, GesundheitsmanagementHeimleiter/HeimleiterinLeiter/Leiterin eines SchullandheimesSozialberatung, -arbeitErziehungsberater/ErziehungsberaterinIntegrationsmanager/IntegrationsmanagerinJugendberater/JugendberaterinJugendpfleger/JugendpflegerinWissenschaftliche ForschungBildungsforscher/BildungsforscherinForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche M...

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Präsentationsmittel und Lehrmaterial, z.B.: Flipcharts, Beamer, Arbeitsblätter und -folien, Karten, Lehrfilme und -videos, Bücher, Informationsbroschüren Geräte und Zubehör, z.B.: Sportgeräte, Musikanlagen und -instrumente, Spiele, Mal- und BastelmaterialienUnterlagen, z.B.: Personalakten, Gutachten, Förderanträge, Rechtsvorschriften, Statistiken, Dokumentationen, FachliteraturBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Pädagogen und Pädagoginnen befassen sich mit der pädagogischen oder sozialpädagogischen Förderung von Menschen unterschiedlicher Lebensalter. Dazu zählen die Betreuung Jugendlicher, das Coaching Erwachsener und die Seniorenarbeit. Im außerschulischen Erziehungswesen z.B. fördern sie Kinder mit Schwierigkeiten in der Sozialisation und beraten Eltern und Lehrkräfte. Sie übernehmen in Unternehmen z.B. Aufgaben in der Aus- und Weiterbildung und arbeiten auch in der Medienpädagogik. Im Rahmen der Erwachsenenbildung führen sie z.B. Veranstaltungen zur beruflichen Wiedereingliederung durch.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Pädagogische Diagnostik, Erziehung, Erwachsenenbildung, Erlebnispädagogik).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Psychosoziale/r Prozessbegleiter/in).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Erziehungs-, Bildungswissenschaft, Kindheitspädagogik oder Berufspädagogik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

BeratungPersonen, Lebensgemeinschaften und Familien bei der Bewältigung und Lösung ihrer Probleme unterstützen, z.B. bei Erziehungskonflikten oder Trennungen; Eltern und Lehrer/innen beraten Beratungsgespräche führen, dabei Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, Betroffene zur Selbsthilfe befähigen, materielle Hilfe vermittelnBildungsberatung durchführen, z.B. hinsichtlich Studien-, Ausbildungs- und BerufsmöglichkeitenBetreuung und Förderungin der außerschulischen Jugendbildung Kurse bzw. Freizeitaktivitäten organisieren und durchführenältere Menschen betreuen und aktivieren, Seniorentreffs organisierenDrogenabhängige betreuen, Ausstiegshilfen anbieten, mit psychisch kranken Menschen und Menschen mit Behinderungen arbeiten, Kranke bei der Bewältigung der Krankheit unterstützenin der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund z.B. pädagogische Hilfen bei kulturellen Anpassungsproblemen anbietenKurse und Weiterbildungen pädagogisch vorbereiten und durchführen, z.B. Kurse zur beruflichen Wiedereingliederung, Integrationskurse für Menschen mit Migrationshintergrund Berufs- und Betriebspädagogik betriebliche Aus- und Weiterbildung planen und organisieren, Ausbildungspläne erstellenPersonalentwicklungskonzepte erstellenan der Verbesserung bzw. Veränderung von Organisations-, Kommunikationsstrukturen sowie Arbeitsplätzen und Arbeitsprozessen mitwirkenKonzeption und Redaktion pädagogische Konzepte für die Bildungs-, Kultur- und Freizeitarbeit erarbeitenneue Schul- und Lehrbücher, Methode...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternative bietet sich für den Beruf Pädagoge/Pädagogin an:Tätigkeitsfeld Sozialberatung, -arbeitSozialarbeiter/Sozialpädagoge / Sozialarbeiterin/SozialpädagoginGemeinsamkeit:einzelne Menschen oder bestimmte Personengruppen in sozialen Problemsituationen beraten, unterstützen und betreuenHinweis: Die genannte Jobalternative erfordert ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Pädagogen und Pädagoginnen beraten, betreuen, unterrichten und erziehen Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Sie entwickeln Förderprogramme und gestalten Bildungsprozesse.Vielfältige Einsatzgebiete Pädagogen und Pädagoginnen sind u.a. in der Erziehungsberatung und Jugendarbeit, in der Suchtprävention, der Bildungsplanung, der betrieblichen Ausbildung, der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, der Senioren- oder der Stadtteilarbeit tätig.In Erziehungsberatungsstellen unterstützen sie z.B. Rat suchende Eltern. Sie lassen sie sich die jeweilige Problematik ausführlich erklären, hören zu, machen sich Notizen und fragen bei Unklarheiten nach. Dabei gehen sie die Gespräche methodisch an und suchen gemeinsam mit den Gesprächspartnern nach möglichen Ursachen vorliegender Schwierigkeiten. Aus der Perspektive neutraler Beobachter analysieren sie die jeweilige Situation und schlagen Lösungswege vor. Ggf. schalten sie auch psychologische oder medizinische Fachkräfte ein.In der Jugendarbeit gestalten sie Bildungsprozesse und begleiten die einzelnen Entwicklungsschritte, um bei möglichen Störungen regulierend eingreifen zu können. Sie führen Anti-Gewalt-Trainings für gewaltbereite Jugendliche durch oder schulen jugendliche Mediatoren und Mediatorinnen bzw. Konfliktlöser/innen darin, Konfliktsituationen gewaltfrei zu klären. In der Erwachsenenbildung organisieren und leiten Pädagogen und Pädagoginnen beispielsweise Kurse zur beruflichen Wiedereinglieder...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren, Beschreiben und Interpretieren von Bildungsprozessen)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Wahrnehmen von Änderungen in Verhalten und Leistungen von Schülern und Schülerinnen)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Namen und Gesichter sowie für individuelle Problemlagen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren von Lehrveranstaltungen, Beratungsterminen, Freizeitaktivitäten oder sozialen Begegnungsmöglichkeiten)Pädagogisches Geschick (z.B. Beraten, Betreuen, Unterrichten und Erziehen von Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen)Kenntnisse und FertigkeitenVerständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen der Rückfragen von Jugendlichen, Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, Lehrern und Lehrerinnen)Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Personen, Lebensgemeinschaften und Familien bei der Bewältigung und Lösung ihrer Probleme)Textverständnis (z.B. Analysieren und Exzerpieren von Studien und pädagogischer Fachliteratur)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Entwickeln von Schul- und Lehrbüchern und pädagogischen Medien; Verfassen von Fachbeiträgen zu pädagogischen Themen)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Beratungsgespräche führen; Kurse leiten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Entwicklungsberichte am Bildschirm lesen und verfassen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Kinder, Eltern und Lehrer/innen verstehen)(Intaktes) Belastbares Nervensystem (z.B. mit verhaltensauffälligen oder aggressiven Kindern und Jugendlichen umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Pädagoge/Pädagogin an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Berufspädagoge/BerufspädagoginBildungs-, Studienberater/Bildungs-, StudienberaterinBildungsforscher/BildungsforscherinBildungsreferent/BildungsreferentinErziehungsberater/ErziehungsberaterinHeimleiter/HeimleiterinJugendberater/JugendberaterinJugendreferent/JugendreferentinSchulleiter in der Erwachsenenbildung/Schulleiterin in der Erwachsenenbildungin angrenzenden Berufen:Bildungsmanager/BildungsmanagerinKindheitspädagoge/KindheitspädagoginKulturpädagoge/KulturpädagoginMedienpädagoge/MedienpädagoginMuseumspädagoge/MuseumspädagoginPädagogischer Psychologe/Pädagogische PsychologinTheaterpädagoge/TheaterpädagoginEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Pädagoge/Pädagogin ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Beratungsgespräche führen; Kurse leiten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Entwicklungsberichte am Bildschirm lesen und verfassen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Kinder, Eltern und Lehrer/innen verstehen)Schwere vegetative oder nervliche Erkrankungen (z.B. mit verhaltensauffälligen oder aggressiven Kindern und Jugendlichen umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Pädagoge/Pädagogin an:Tätigkeitsfeld Sozialberatung, -arbeitSozialarbeiter/Sozialpädagoge / Sozialarbeiterin/SozialpädagoginGemeinsamkeit:einzelne Menschen oder bestimmte Personengruppen in sozialen Problemsituationen beraten, unterstützen und betreuenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Pädagoge/Pädagogin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Pädagoge/Pädagogin in Deutschland?

In Deutschland beraten Pädagoginnen und Pädagogen Menschen in verschiedenen Lebensbereichen, unterstützen, bilden und erziehen sie. Das Hauptziel dieses Berufs ist es, die Entwicklungsprozesse von Individuen – von jungen bis zu alten Menschen – zu unterstützen und Bildungsprozesse effektiv zu gestalten.

Ist Pädagoge/Pädagogin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Pädagoge/Pädagogin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Pädagoge/Pädagogin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Erziehungs- und Bildungswissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Pädagoge/Pädagogin in Deutschland typischerweise?

Pädagogen und Pädagoginnen arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Unterrichts- und Schulungsräumenin Gruppen- und Gemeinschaftsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Freien, z.B. bei Freizeitveranstaltungenin Patientenzimmern

Wie hoch ist das typische Gehalt für Pädagoge/Pädagogin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.039 € bis 5.181 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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