Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule)
Musikinstrumentenbauer/in (Hochschule)
Was ist Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule)?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Kunst, Kunstwissenschaft →Der Beruf Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:
– Church Music
Master · Hochschule für Musik Freiburg
– Elemental Music Pedagogy
Master · Hochschule für Musik Freiburg
3D Animation for Film and Games
Master · Technische Hochschule Köln
Accessory Design
Bachelor · Hochschule Pforzheim
Accordion
Bachelor · Hochschule für Musik Würzburg
Accordion
Master · Hochschule für Musik Würzburg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
BTR - Bühnentechnische RundschauInitiative Kultur- und Kreativwirtschaft der BundesregierungInstrumentenbau Reportmusiconn - für vernetzte MusikwissenschaftRESTAURO - Magazin zur Erhaltung des Kulturerbes
▶ Trends
Innovation und Artenschutz im Instrumentenbau Das Thema Nachhaltigkeit und Artenschutz wird in allen Bereichen immer wichtiger, so auch im Instrumentenbau. Durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES), unterliegen immer mehr exotische Holzarten Einfuhr- und Handelsbeschränkungen. Dazu gehören z.B. Palisanderholz, Grenadill und Ebenholz. Diese Hölzer sind sehr robust und bieten besondere klangliche Eigenschaften. Für einen nachhaltigen Umgang müssen Instrumentenbauer verstärkt auf alternative Rohstoffe wie Karbon, Kunstharz und heimische Hölzer zurückgreifen. Um ähnliche Klangeigenschaften z.B. bei heimischen Hölzern zu erzeugen, bedarf es neuer Fertigungsmethoden oder Verarbeitungsverfahren.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Anfertigen, Montieren und Lackieren von Instrumentenz.B. Zusägen von Teilen; Verrichten von HobelarbeitenInteresse an kreativ-gestaltenden Tätigkeitenz.B. Gestalten und Restaurieren von Instrumenten
▶ Arbeitsorte
Musikinstrumentenbauer und Musikinstrumentenbauerinnen arbeiten in erster Liniein Werkhallen bzw. Werkstättenin Büroräumenin Lagerräumen
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Betriebsmitteleinsatz planenEntwurfGeigenbauHolzbearbeiten, HolzverarbeitenHolzoberflächenbearbeitungIntonieren, StimmenKalkulationMusikinstrumentenbautechnikMusikinstrumentenkundeStreichinstrumenteZupfinstrumentenbauWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AkustikBogenmachenForschungGutachter-, SachverständigentätigkeitKosten- und LeistungsrechnungKundenberatung, -betreuungMusikwissenschaftenOberflächen behandeln, veredelnQualitätsprüfung, QualitätssicherungRestaurierungsarbeitenSchnitzenStilkundeVerkaufWartung, Reparatur, InstandhaltungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Musikinstrumente"
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Musikinstrumentenbauer/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. Ersatzteile und Halterungen für Restaurierungen und Neubauten mit einem 3-D-Drucker herstellen)3-D-Laserscanning (z.B. mit einem 3-D-Laserscanner Fehler und Schäden an einem Musikinstrument feststellen und visualisieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Konstruktionszeichnungen, Auftragsunterlagen und Gutachten digital verwalten)
▶ Arbeitssituation
Musikinstrumentenbauer/innen führen einen Auftrag vom Entwurf bis zur praktischen Realisierung durch. Hierbei können sie ihre kreativ-gestalterischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, aber auch ihr Zeichentalent, z.B. wenn sie Entwurfszeichnungen und Skizzen anfertigen. Fachlich versiert wählen sie die Werkstoffe nach klang- und instrumentenspezifischen Gesichtspunkten aus. Mit handwerklichem Geschick fertigen sie Einzelteile der Instrumente exakt an und bauen sie sorgfältig und konzentriert zusammen. Wenn sie Instrumente intonieren bzw. stimmen, sind Musikalität und ein ausgezeichnetes Gehör unerlässlich. Bei Reparaturen von beschädigten Instrumenten gehen sie im Beratungsgespräch mit Kunden serviceorientiert und kommunikationsstark auf deren Wünsche und Fragen ein. Neben Kreativität erfordert der Musikinstrumentenbau ein hohes Maß an Organisationsvermögen, Koordinationstalent und wirtschaftlichem Denken, beispielsweise um Aufwand und Kosten von Restaurierungsarbeiten zu berechnen.Einen Großteil ihrer Arbeit verbringen Musikinstrumentenbauer/innen in Werkstätten. Bei der Bearbeitung der Instrumente kann Schleifstaub entstehen und der Geruch von Leimen und Lacken kann in der Luft liegen. Im Büro am Schreibtisch erledigen sie organisatorische und verwaltende Aufgaben oder erstellen Gutachten und Zertifikate.
▶ Existenzgründung
Musikinstrumentenbauer und Musikinstrumentenbauerinnen können z.B. einen Betrieb im Musikinstrumentenhandel gründen oder übernehmen. Sie können sich auch mit der Herstellung und Restaurierung von Musikinstrumenten selbstständig machen.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 6.574 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
MusikinstrumenteHerstellung von MusikinstrumentenAuch denkbar:Kunst, Kultur, MuseenMuseen und Sammlungen, z.B. Restaurierungsabteilungen für historische Musikinstrumente
▶ Zugang zur Tätigkeit
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Musikinstrumentenbau.
▶ Zugangsstudienfächer
Musikinstrumentenbau (grundständig)Musikinstrumentenbau (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Musikinstrumentenbauer und Musikinstrumentenbauerinnen finden Beschäftigung in erster Liniebei Hersteller/innen von MusikinstrumentenDarüber hinaus finden sie auch Beschäftigungin Restaurierungsabteilungen von Museen
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten Übernahme von Restaurierungsaufträgen für historische Musikinstrumente)Sorgfalt (z.B. maßgenaues Reparieren und Zusammenbauen wertvoller Musikinstrumente)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Durchführen von Werkstattarbeiten)Kreativität (z.B. ästhetisch ansprechendes Gestalten von Musikinstrumenten)Kunden- und Serviceorientierung (z.B. serviceorientiertes Eingehen auf Kundenwünsche)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Musikinstrumentenbauer und Musikinstrumentenbauerinnen entwerfen, bauen und reparieren hochwertige, künstlerisch gestaltete Musikinstrumente. Sie restaurieren sie auch und erstellen Gutachten, z.B. für Versicherungen.
▶ Verbände und Organisationen
Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-HandwerkBundesverband der Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller e.V. (BdMH)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Musikrat e.V. gGmbHDeutsches Musikinformationszentrum Deutscher Musikrat gGmbHIG Metall (IGM)Institut für Musikinstrumentenbau IfM e.V.Verband der Restauratoren e.V.
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Präzisions-, Feinarbeit (vor allem bei detail- und originalgetreuen Restaurierungsarbeiten)Kundenkontakt (z.B. bei der Annahme von Restaurierungsarbeiten)Handarbeit (z.B. Zusägen von Instrumententeilen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Laser- und Messwerkzeuge)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (beim Instrumentenbau oder bei der Restaurierung alter Musikinstrumente)Arbeit in Büroräumen (fachrelevante Daten, Dokumente, Literatur ermitteln)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Schleifstaub, Dämpfe von Lacken und Leimen)
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Erzeugnisse, z.B.: Streich-, Zupf-, Holzblas- und Blechblasinstrumente, Klaviere, Orgeln, HarmonienMaterialien und Hilfsstoffe, z.B.: Holz, Metall, Verbundwerkstoffe wie karbonverstärkte Kunststoffe, Pflanzenfasern, Rosshaar, Klebstoffe, Spachtelmassen, Lasuren, Polituren, NanobeschichtungenWerkzeuge, Maschinen und Geräte, z.B.: Sägen, Hämmer, Schnitzmesser, Feilen, Skalpelle, Spachtel, Pinsel, Fräs-, Hobel- und Bohrmaschinen, Kunststoffbearbeitungsmaschinen, Handschleifgeräte, Lötgeräte, StimmgeräteUnterlagen, z.B.: Skizzen, Entwürfe, Konstruktionszeichnungen, Gutachten, Versicherungsunterlagen, Schablonen, Artenschutzbestimmungen (CITES)Büroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Beamer
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Musikinstrumentenbauer und Musikinstrumentenbauerinnen entwerfen, bauen, reparieren und warten Musikinstrumente, z.B. hochwertige Violinen, Harfen oder Gitarren. Dazu nutzen sie moderne Herstellungs- und Bearbeitungstechniken wie die Lasertechnologie oder traditionelle kunsthandwerkliche Methoden, wie das Schnitzen von Hand. Mit messtechnischen Methoden und Instrumenten erproben sie Akustik und Klang. Sie spezialisieren sich meist auf ein Instrument oder eine Instrumentengattung. Um historische Musikinstrumente in einem originalgetreuen und funktionstüchtigen Zustand zu erhalten, restaurieren Musikinstrumentenbauer bzw. Musikinstrumentenbauerinnen diese auch und ergänzen z.B. fehlende Teile.Auf der Grundlage musik-, natur- und kunstwissenschaftlicher sowie historischer Erkenntnisse und Methoden analysieren und bewerten sie außerdem die Qualität von historischen Musikinstrumenten und erstellen Gutachten, z.B. für Versicherungen.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Restaurierung, Historische Materialkunde und Handwerkstechniken, Fachzeichnen/CAD).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Restaurierung.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Planung, Gestaltung, Umsetzungneue, hochwertige und meist kunstvoll gestaltete Musikinstrumente konstruieren und bauenKonstruktionszeichnungen, Entwürfe und Skizzen erstellen, ggf. am ComputerWerkstoffe nach klang- und instrumentenspezifischen Gesichtspunkten auswählen und vorbereitenbeim Bau die Einhaltung des internationalen Artenschutzabkommens (CITES) beachtenInstrumente herstellen, spielfertig machen und stimmenReparatur und Restauration Instrumente warten, pflegen und einstellenbeschädigte Instrumente reparieren, z.B. Einzelteile ersetzen, Risse flicken; Instrumente reinigen und auffrischenhistorische Musikinstrumente restaurieren, dabei Erhaltungszustand analysieren, historische Handwerkstechniken anwendenBeratung und GutachtertätigkeitKundschaft beraten und betreuen, z.B. beim Verkauf oder zu RestaurierungsarbeitenAufgaben als Sachverständige/r bzw. Gutachter/in übernehmen, z.B. Qualität der Instrumente bestimmen, Expertisen erstellen, den materiellen Wert bestimmen
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternative bietet sich für den Beruf Musikinstrumentenbauer/in an:Tätigkeitsfeld Restaurierung, KonservierungRestaurator/Restauratorin (Hochschule)Gemeinsamkeit:Kenntnisse über Holzbearbeitung, Stilkunde sowie ggf. Restaurierungstechniken und historische Arbeitstechniken anwendenHinweis: Die genannte Jobalternative erfordert ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Musikinstrumentenbauer/innen entwerfen, bauen und reparieren hochwertige, künstlerisch gestaltete Musikinstrumente. Sie restaurieren sie auch und erstellen Gutachten, z.B. für Versicherungen. Instrumente entwerfen und bauenMusikinstrumentenbauer/innen kennen die unterschiedlichen Modelle und Bauweisen von Instrumenten wie beispielweise Violinen, Violen, Violoncelli, Kontrabässe und Gamben und verfügen über das theoretische Wissen sowie die Arbeitstechniken, um versiert Musikinstrumente entwerfen und bauen zu können. Sie wählen Materialien, z.B. Resonanzhölzer, unter Beachtung von Alter, Holzaufbau und Holzstruktur aus und bereiten Hölzer durch spezielle Trocknungs- und Lackierungsverfahren vor, bevor sie die Instrumente in Einzelteilen fertigen und anschließend zusammenbauen. Eine Geige besteht beispielsweise aus Schnecke, Wirbel, Wirbelkasten, Obersattel, Griffbrett, Decke, Saiten und Steg. Für die einzelnen Teile bearbeiten Musikinstrumentenbauer/innen die Hölzer per Hand und mit Maschinen, vor allem durch Sägen, Schneiden, Hobeln und Feilen. Sie beizen, lackieren, politieren, schleifen und ziehen Saiten auf. Besondere Aufmerksamkeit kommt auch der Lackierung zu, denn diese soll das Instrument nicht nur für möglichst lange Zeit konservieren, sondern prägt auch den Klang des Instruments entscheidend mit. Zu den Aufgaben von Musikinstrumentenbauern und -bauerinnen gehören auch das Intonieren, Temperieren und Stimmen der neuen Instrumente. Außerdem stellen sie fe...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenfigural-räumliches Denken (z.B. Lesen, Anfertigen und Umsetzen von Konstruktionszeichnungen)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von kleinsten Abweichungen im Herstellungsprozess des Instruments)Fingergeschick (z.B. Anfertigen und Montieren von Trakturteilen; Aufziehen von Saiten)Handgeschick (z.B. Zusammenbau von Teilen eines Instruments)Auge-Hand-Koordination (z.B. passgenaues Einsetzen von Instrumententeilen)Handwerkliches Geschick (z.B. Durchführen von Reparaturen an Orgeln, Blas- oder Streichinstrumenten)Zeichnerische Befähigung (z.B. Skizzieren von Änderungen an einem Instrument)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren der einzelnen Arbeitsschritte beim Bau eines Instruments)Musikalische Befähigung (z.B. Intonieren von Orgeln; Stimmen von Saiten- oder Streichinstrumenten)Sinn und Gespür für Ästhetik (z.B. Gestalten von Zierelementen an einem Instrument)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Oberflächen verschiedener Hölzer mit Verfahren wie Schleifen, Putzen mit Ziehklingen oder Lackieren behandeln)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Musikinstrumente bauen und gestalten)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Kunden über Möglichkeiten der Reparatur bzw. Restaurierung älterer Instrumente beraten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Unebenheiten an feinen Hölzern erkennen; Materialien auswählen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Bauteile von Instrumenten zusammensetzen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. den Klang eines Instrumentes prüfen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Lacken, Schleif-, Polier- und Lösungsmitteln hantieren)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einfluss von Schleifstaub und Dämpfen von Farben und Lösungsmitteln arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Musikinstrumentenbauer/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Bogenmachermeister/Bogenmachermeisterin/Bachelor Professional im Bogenbauer-HandwerkGeigenbauermeister/Geigenbauermeisterin/Bachelor Professional im Geigenbauer-HandwerkHandzuginstrumentenmachermeister/Handzuginstrumentenmachermeisterin/Bachelor Professional im Handzuginstrumentenmacher-HandwerkHolzblasinstrumentenmachermeister/Holzblasinstrumentenmachermeisterin/Bachelor Professional im Holzblasinstrumentenmacher-HandwerkKlavier- und Cembalobauermeister/Klavier- und Cembalobauermeisterin/Bachelor Professional im Klavier- und Cembalobauer-HandwerkMetallblasinstrumentenmachermeister/Metallblasinstrumentenmachermeisterin/Bachelor Professional im Metallblasinstrumentenmacher-HandwerkOrgel- und Harmoniumbauermeister/Orgel- und Harmoniumbauermeisterin/B...
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Musikinstrumentenbauer/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Oberflächen verschiedener Hölzer mit Verfahren wie Schleifen, Putzen mit Ziehklingen oder Lackieren behandeln)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Musikinstrumente bauen und gestalten)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Kunden über Möglichkeiten der Reparatur bzw. Restaurierung älterer Instrumente beraten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Unebenheiten an feinen Hölzern erkennen; Materialien auswählen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Bauteile von Instrumenten zusammensetzen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. den Klang eines Instrumentes prüfen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Lacken, Schleif-, Polier- und Lösungsmitteln hantieren)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. unter Einfluss von Schleifstaub und Dämpfen von Farben und Lösungsmitteln arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu...
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule) in Deutschland? ▼
In Deutschland entwerfen, bauen, reparieren, restaurieren und bearbeiten Musikinstrumentenbauer Versicherungsangelegenheiten für hochwertige, künstlerisch gestaltete Musikinstrumente.
Ist Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule)" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Musikinstrumentenbau.
Wo arbeiten Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule) in Deutschland typischerweise? ▼
Musikinstrumentenbauer und Musikinstrumentenbauerinnen arbeiten in erster Liniein Werkhallen bzw. Werkstättenin Büroräumenin Lagerräumen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Musikinstrumentenbauer/Musikinstrumentenbauerin (Hochschule) in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 6.574 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.