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Museologe/Museologin

Grundberuf Sprach- und Kulturwissenschaften KldB B 94704

Was ist Museologe/Museologin?

Museologen (Museologe/Museologin) spielen in Deutschland eine zentrale Rolle bei den Prozessen des Sammelns, Bewahrens, Dokumentierens und Ausstellens von Museumssammlungen. Sie bewerten Museumsobjekte akribisch und managen Ausstellungen von Anfang bis Ende.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sprach- und Kulturwissenschaften →

Der Beruf Museologe/Museologin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

AG Sammlungsmanagementart-in.deBlachReport MuseumKulturGut vermitteln - Museum bildet!Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat im MuseumLeitfaden Professionell arbeiten im MuseumMUSEUM AKTUELLMuseumsJournalMuseumskundeWeltkunst

Trends

Archäologie und Künstliche Intelligenz (KI)Archäologen und Archäologinnen können Künstliche Intelligenz (KI) bspw. nutzen, um neue Ausgrabungsorte zu identifizieren. Dabei analysiert die KI Satellitenbilder und verknüpft sie mit weiteren Datenquellen. Auch bei der Auswertung archäologischer Funde wie Keramikscherben, Werkzeugfragmenten oder Schriftresten kommt KI zunehmend zum Einsatz: Ein 3-D-Scanner erfasst die Objekte, die anschließend von der KI anhand von Referenzdatenbanken automatisch zeitlich und geografisch eingeordnet, dokumentiert und klassifiziert werden. Durch den Einsatz automatischer Lernsysteme und neuronaler Netzwerke können Archäologieteams Funde effizient vorsortieren, bestimmten Epochen oder Regionen zuordnen und sogar Vorschläge für Rekonstruktionen erhalten.NFTs im Verkauf digitaler KunstNon-Fungible Tokens (NFTs bzw. nicht austauschbare Token) sind digitalisierte Vermögenswerte. Dazu gehören z.B. Kunstgemälde, Comics oder Fotografien. Sie werden mithilfe der Blockchain-Technologie fälschungssicher gespeichert und über Onlineshops verkauft. Interessierte können die NFTs inkl. Urheberrechten mit Kryptowährung kaufen. NFTs sind eine innovative Möglichkeit, im Kunsthandel auch virtuelle Formen neben physischen Objekten rechtlich abzusichern. Designer und Designerinnen, Kunst- und Kulturschaffende sowie Kunstsammler und Kunstsammlerinnen werden sich mit den Anwendungsmöglichkeiten und digitalen Vertriebsmöglichkeiten von NFTs auseinandersetzen.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Katalogisieren von Museumsbeständenz.B. Inventarisieren von übernommenen Objekten in MuseumsdatenbänkenInteresse an kreativ-gestaltenden Tätigkeitenz.B. Entwerfen von Ausstellungsdesigns

Arbeitsorte

Museologen und Museologinnen arbeiten in erster Liniein Ausstellungsräumen von Museenin Bibliotheks-, Archiv- und Magazinräumenin Büro- und Besprechungsräumenin Seminarräumen sowie HörsälenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Ausstellungen organisieren und durchführenBestandspflege (Archiv, Bibliothek)Dokumentation (Archiv, Bibliothek)Führungen veranstaltenKatalogisieren, Bestanderschließung (Archiv, Bibliothek, Museum)Konservieren (historische Objekte)Konzeption (Theater, Film, Fernsehen, Ausstellung)MuseologieMuseumspädagogikÖffentlichkeitsarbeit, Public RelationsWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArchäologieContent-MarketingDenkmalschutzDigitale KulturvermittlungDigitales SammlungsmanagementDigitales StorytellingEthnologie (Völkerkunde)FinanzierungForschungKulturgeschichteKulturmanagement, -verwaltungKulturpädagogikKundenberatung, -betreuungKunstgeschichteKunstwissenschaftLehrtätigkeit (Hochschule)MikroverfilmenPräparierenRecherche, InformationsbeschaffungRestaurierungsarbeitenSicherheitstechnikSocial-Media-KommunikationVeranstaltungsfinanzierung, -budgetierung

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Museologen und Museologinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Laserscanning (z.B. für eine Katalogerstellung ein Wappenrelief mithilfe eines 3-D-Laserscanners einscannen)Audio-Mining-Systeme (z.B. Musik- oder Podcastsammlungen aufbauen, verwalten und den Besuchern und Besucherinnen zur Verfügung stellen)Digitale Kulturvermittlung (z.B. Strategien für den Einsatz von Apps und Virtual Reality im Museum entwickeln; soziale Medien für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen)Digitales Sammlungsmanagement (z.B. Museumsbestände digitalisieren, in Sammlungsdatenbanken verwalten und über das Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Forschungsergebnisse, Inventarlisten und den Personaleinsatz digital verwalten)Wearable Technology (z.B. Besuchergruppen bei der Verwendung von AR-Datenbrillen anleiten)

Arbeitssituation

Museologen und Museologinnen sind weitgehend eigenständig tätig, arbeiten jedoch, je nach Projekt, mit Restauratoren und Restauratorinnen sowie Wissenschaftlern aus Bereichen wie Geschichte, Archäologie oder Biologie zusammen. Hier ist ihre Teamfähigkeit gefragt. Sorgfältig und verantwortungsbewusst sichten, bewerten, ordnen, systematisieren und verwalten sie Kunstgegenstände in Museen, Galerien, Ausstellungen. Neben (kunst)historischem Wissen stellen sie auch Kreativität unter Beweis, wenn sie z.B. Ausstellungen und Führungen konzipieren. Bei der Planung und Durchführung von museumspädagogischen Angeboten für unterschiedlichste Besuchergruppen wenden sie pädagogische und didaktische Kenntnisse an. Im Kontakt zu Besuchern wie auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bringen sie zudem ihre kommunikativen Fähigkeiten zu Einsatz. Um das Besucherinteresse zu halten, gilt es immer wieder neue museumspädagogische Konzepte einzusetzen. Museologen und Museologinnen bilden sich deshalb kontinuierlich über neue Aspekte in ihrem Arbeitsbereich weiter. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen ihrer Studierenden. Wenn sie an internationalen Tagungen teilnehmen, sich zu Forschungszwecken im Ausland aufhalten oder mit Kunstsammlern oder Museen aus aller Welt Kontakt halten, sind ihre interkulturelle Kompetenz, ihre Offenheit für fremde Kulturen sowie ihre Frem...

Existenzgründung

Museologen und Museologinnen können sich z.B. im Bereich Kulturpädagogik selbstständig machen und u.a. Führungen durch Ausstellungen konzipieren und durchführen.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 5.874 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Kunst, Kultur, MuseenMuseen und SammlungenHistorische Stätten und DenkmälerPolitische Parteien, Verbände, OrganisationenOrganisationen der Kultur, z.B. MuseumsgesellschaftenOrganisationen der Bildung, Wissenschaft und ForschungÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. Ämter für Denkmalpflege, Verwaltung historischer GebäudeHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, Verwaltungsfachhochschulen

Zugang zur Tätigkeit

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Museologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Museologie (grundständig)Museologie (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Museologen und Museologinnen finden Beschäftigung z.B.in Museen öffentlicher oder privater Trägerschaftbei Museumsgesellschaften und -vereinenin der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Ämtern für Denkmalpflege oder in Schlösserverwaltungenan Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Tätigkeitsbezeichnungen

Museologe/MuseologinAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymMuseumskundler/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheMuseologist (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheConservateur/Conservatrice du patrimoine

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur Planung und Durchführung von immer wieder neuen museumspädagogischen Angeboten für unterschiedlichste Besuchergruppen)Sorgfalt (z.B. sorgfältiger Umgang mit Leihgaben anderer Museen oder Sammlungen; Anlegen von Inventaren und Katalogen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. verantwortungsvolles Umgehen mit kostbaren und unersetzlichen Exponaten, um Schäden beim Ausstellen und Lagern zu vermeiden)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Realisieren museumspädagogischer Konzepte)Kreativität (z.B. einfallsreiches Gestalten von Ausstellungen und Führungen)

Die Tätigkeit im Überblick

Museologen und Museologinnen sammeln, pflegen, dokumentieren und präsentieren Museumsbestände. Sie begutachten museale Objekte, planen Ausstellungen, organisieren Leihgaben und führen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene durch die Sammlungen.

Stellen- und Bewerberbörsen

Bundesverband MuseumspädagogikBVDGDeutscher MuseumsbundPortal Kunstgeschichte

Verbände und Organisationen

Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V. BfKBundesverband Museumspädagogik e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Museumsbund e.V. (DMB)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband Deutscher Kunsthistoriker e.V. Geschäftsstelle

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. auf die sachgemäße Lagerung und Benutzung wertvoller Ausstellungsobjekte achten)Kundenkontakt (z.B. Kontakt mit Besuchern und Kunstsammlern sowie mit Mitarbeitern von Behörden)Bildschirmarbeit (z.B. den Bestand inventarisieren, katalogisieren und dokumentieren)Arbeit in BüroräumenArbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Ausstellungsmanagement, -planungKurator/KuratorinErwachsenenbildungLehrer/Dozent/Lehrerin/Dozentin in der ErwachsenenbildungGutachter-, SachverständigentätigkeitKunstsachverständiger/KunstsachverständigeKunst-, KulturmanagementLeiter/Leiterin eines MuseumsLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinMedien-, KulturpädagogikMuseumspädagoge/MuseumspädagoginPresse-, ÖffentlichkeitsarbeitPressesprecher/PressesprecherinPR-FachkraftRestaurierung, KonservierungKonservator/KonservatorinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Sammlungsobjekte, z.B.: Objekte aus Technik, Naturwissenschaft, Kunst und Alltag, u.a. Werkzeuge, Waffen, Münzen, Fahrzeuge, Maschinen, Gemälde, Skulpturen, Bauwerke, Schmuck, Möbel, Kleidung, Fotografien, FilmdokumenteRecherche- und Arbeitsunterlagen, z.B.: Fachliteratur, Fotografien, Filmdokumente, Bestandskataloge, Inventarlisten, Gutachten, Unterrichtsmaterial, Denkmalschutzvorschriften, VersicherungspolicenAnlagen, Geräte und Einrichtungen, z.B.: Klimatisierungs- und Klimakontrollanlagen, Bildprojektoren,Virtual-Reality-Brillen, Multimediainstallationen, Vitrinen, Leitsysteme Software, z.B.: fachspezifische DatenbanksystemeBüroausstattung und Datenverwaltungssysteme, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Museologen und Museologinnen verwalten, dokumentieren, sichern und pflegen Museumsbestände. Sie legen mit speziellen Dokumentationssystemen Inventare und Kataloge an und wirken bei der Konzeption, Organisation und technischen Vorbereitung von Ausstellungen mit. Außerdem führen sie Besucher und Besucherinnen durch das Museum und erklären zielgruppengerecht Bedeutung und historischen Kontext der jeweiligen Exponate. Beim Kauf von Exponaten beraten sie die Museumsleitung und begutachten Sammlungsobjekte. Sie kümmern sich darum, dass die Exponate fachgerecht konserviert, Schäden erkannt und behoben werden. Außerdem betreiben sie ggf. Öffentlichkeitsarbeit, um auf das Museum und seine Angebote aufmerksam zu machen.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Museologie, Dokumentationswesen, Kulturmanagement, Public Relations).Darüber hinaus kann sich der Trend zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Museologen und Museologinnen entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Museologie, Kulturmanagement oder Kunstgeschichte.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Sammlungen pflegenSammlungen und Exponate dokumentieren, auch fotografisch und zeichnerischSammlungen und Exponate inventarisieren und katalogisierenDepots und Magazine verwaltenExponate präventiv konservieren, Schäden beheben, sachgemäß lagernAusstellungsmanagementSammlungsobjekte begutachten, die Museumsleitung beim Kauf von neuen Exponaten beraten Leihverkehr vorbereiten und organisierenMuseumsprojekte planen und Konzepte erstellenAusstellungen planen, organisieren und technisch vorbereiten, dabei Aspekte wie Sicherheitsvorschriften berücksichtigenAusstellungs- und Grafikdesign betreuenPublikationen zu Ausstellungen organisieren ggf. Strategien der digitalen Kulturvermittlung erarbeiten, dabei u.a. Vermittlungsformate wie Apps und Blogs oder Technologien wie Virtual Reality berücksichtigen Führungen durch Sammlungen und Ausstellungen für unterschiedliche Zielgruppen konzipieren und durchführen Sammlungen in digitalen Management-Systemen verfügbar machenManagement und VerwaltungMuseum als Kultur- und Erlebnisort ausbauen, kulturpolitische Lobbyarbeit betreibenÖffentlichkeitsarbeit organisieren, Marketingstrategien ermitteln und umsetzenBesucherevaluationen durchführen, Besucherbetreuung koordinierenQualitätsstandards festlegen und überwachenorganisatorische und allgemeine Verwaltungsaufgaben mitunterstützenWissenschaft, Forschung, Lehreforschen, z.B. über die Entstehung und Entwicklung von MuseenLehrveranstaltungen und Vorträge vorbereiten und haltenStudien- und Prüfungsarb...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Museologe/Museologin an:Tätigkeitsfeld Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungArchivar/ArchivarinKunsthistoriker/KunsthistorikerinKunstwissenschaftler/KunstwissenschaftlerinArchäologe/ArchäologinHistoriker/HistorikerinGemeinsamkeiten:Artefakte, Kunstwerke, Dokumente u.a. historische Kulturgüter erforschenKenntnisse aus Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte, Geschichtswissenschaft und Ethnologie einsetzenPublikationen und Ausstellungskonzepte erstellenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Museologen und Museologinnen sammeln, pflegen, dokumentieren und präsentieren Museumsbestände. Sie begutachten museale Objekte, planen Ausstellungen, organisieren Leihgaben und führen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene durch die Sammlungen.Von Bestandsbetreuung bis ÖffentlichkeitsarbeitIm Ausstellungsmanagement erstellen Museologen und Museologinnen die Konzeption, organisieren ggf. Leihgaben aus Sammlungen anderer Museen oder Galerien und kümmern sich um Versicherung, Verpackung und Transport kostbarer und unersetzlicher Exponate. Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, sind für die Kommunikation mit internationalen Ausstellern und Kultureinrichtungen notwendig. Museologen und Museologinnen betreuen meist auch die Erstellung des Kataloges, planen die Ausstellungseröffnung sowie Führungen und Veranstaltungen. Bei der Präsentation der Sammlung achten sie z.B. darauf, historische Objekte in ihrem jeweiligen geschichtlichen Kontext zu zeigen; dabei setzen sie u.a. auch multimediale Methoden ein. Wenn sie zielgruppengerechte Strategien der digitalen Kulturvermittlung erarbeiten, beziehen sie z.B. Apps, Blogs oder Technologien wie Virtual Reality ein.Als Magazinverwalter/innen oder Kuratoren und Kuratorinnen betreuen sie den Bestand, beraten die Museumsleitung bei Ankäufen, überwachen die sachgemäße Lagerung und Pflege musealer und künstlerischer Objekte. Sie legen Dokumentationssysteme und Kataloge an, recherchieren in Museumsdatenbanken und widmen sich der fa...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren und Konzipieren von Informationstexten und Begleitmaterialien zu Ausstellungsexponaten)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Untersuchen und Begutachten musealer Objekte)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Realisieren eines Ausstellungskonzepts; Organisieren von Leihgaben aus Sammlungen anderer Museen oder Galerien)Pädagogisches Geschick (z.B. Anwenden museumspädagogischer Konzepte bei Führungen durch Sammlungen und Ausstellungen für unterschiedliche Zielgruppen)Kenntnisse und FertigkeitenTextverständnis (z.B. Durchführen von Literaturrecherchen für die Ausstellungsplanung)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen und Pflegen von Content für den Internetaufritt; Verfassen von Pressemitteilungen)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Objekte präventiv konservieren bzw. Schäden beheben, sachgemäß lagern)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Ausstellungsobjekte für die Katalogproduktion fotografieren)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. kunsthistorisches Wissen etwa im Rahmen von Führungen vermitteln)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. im Archiv oder in Datenbanken recherchieren)Räumliches Sehvermögen (z.B. Ausstellungsräume und Anordnung von Vitrinen beurteilen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. versicherungsrechtliche Fragen des Leihverkehrs am Telefon klären)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Museologe/Museologin an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Kurator/KuratorinLeiter/Leiterin eines MuseumsMuseumspädagoge/MuseumspädagoginRegistrar/Registrarin (Museum)in angrenzenden Berufen:Konservator/KonservatorinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Museologe/Museologin ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Objekte präventiv konservieren bzw. Schäden beheben, sachgemäß lagern)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Ausstellungsobjekte für die Katalogproduktion fotografieren)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. kunsthistorisches Wissen etwa im Rahmen von Führungen vermitteln)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. im Archiv oder in Datenbanken recherchieren)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Ausstellungsräume und Anordnung von Vitrinen beurteilen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. versicherungsrechtliche Fragen des Leihverkehrs am Telefon klären)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Museologe/Museologin an:Tätigkeitsfeld Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungKunstwissenschaftler/KunstwissenschaftlerinArchäologe/ArchäologinArchivar/ArchivarinKunsthistoriker/KunsthistorikerinHistoriker/HistorikerinGemeinsamkeiten:Artefakte, Kunstwerke, Dokumente u.a. historische Kulturgüter erforschenKenntnisse aus Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte, Geschichtswissenschaft und Ethnologie einsetzenPublikationen und Ausstellungskonzepte erstellenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Museologe/Museologin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Museologe/Museologin in Deutschland?

Museologen (Museologe/Museologin) spielen in Deutschland eine zentrale Rolle bei den Prozessen des Sammelns, Bewahrens, Dokumentierens und Ausstellens von Museumssammlungen. Sie bewerten Museumsobjekte akribisch und managen Ausstellungen von Anfang bis Ende.

Ist Museologe/Museologin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Museologe/Museologin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Museologe/Museologin qualifiziert werden?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Museologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Museologe/Museologin in Deutschland typischerweise?

Museologen und Museologinnen arbeiten in erster Liniein Ausstellungsräumen von Museenin Bibliotheks-, Archiv- und Magazinräumenin Büro- und Besprechungsräumenin Seminarräumen sowie HörsälenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Museologe/Museologin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 5.874 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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