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Medienpädagogik (weiterführend)

Weiterbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 91334

Was ist Medienpädagogik (weiterführend)?

Eine fortgeschrittene Spezialisierung im Bereich Medienpädagogik ist in Deutschland ein Berufsfeld, das darauf abzielt, Einzelpersonen und Gruppen zu befähigen, digitale und traditionelle Medien bewusst, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Diese Expert*innen übernehmen Aufgaben wie die Förderung der Medienkompetenz, die Analyse von Medieninhalten und die Gestaltung von Bildungsmaterialien und leiten die Gesellschaft in der Medienwelt an. Ihre Arbeitsumfelder sind oft verschiedene Orte wie Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen), Jugendzentren, Kultureinrichtungen, Medienunternehmen, die öffentliche Verwaltung oder Nichtregierungsorganisationen. Zu ihren Aufgaben gehören die Entwicklung von Medienbildungsprogrammen, die Organisation von Workshops, die Erstellung von bildungsrelevanten Medieninhalten und die Beratung von Institutionen zum Thema Mediennutzung; dabei nutzen sie aktiv Werkzeuge wie digitale Plattformen, Bildungssoftware und Kommunikationstechnologien. Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein abgeschlossener Hochschul-Bachelorabschluss in Pädagogik, Kommunikationswissenschaften, Medienwissenschaften oder einem verwandten Fachbereich erforderlich, gefolgt von einem weiterführenden Masterprogramm oder einer speziellen Weiterbildung. Diese weiterführenden Ausbildungen können in der Regel 1 bis 2 Jahre dauern und für die Bewerbung wird ein akademischer Hintergrund im relevanten Bereich und manchmal auch praktische Erfahrung erwartet. Für internationale Studierende, die in Deutschland in diesem Bereich Karriere machen möchten, ist es von großer Bedeutung, zunächst die Anerkennung ihrer bestehenden Diplome in Deutschland sicherzustellen und die von den Hochschulen geforderte fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) zu erwerben.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Medienpädagogik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Module, z.B.:MediendidaktikHerausforderungen der Medienbildung und -erziehungMediensozialisation und MedienbiografieMediennutzung und -aneignungLehren und Lernen mit digitalen MedienKonzeption und Implementierung digitaler Lehr- und LernmedienMedientechnikInformationstechnikPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in einer Bildungseinrichtung)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in einer Bildungseinrichtung), Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Medienpädagogik (weiterführend) sein:Bereich Erziehung, Schule, Aus- und WeiterbildungKulturpädagogik (weiterführend)Kunstpädagogik (weiterführend)Musikpädagogik (weiterführend)Theaterpädagogik (weiterführend)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Kindheitspädagogik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse in Bereichen wie künstlerische Theorie und Praxis, Soziologie und Kulturvermittlung erwerbenverschiedene Inhalte pädagogisch aufbereiten und zielgruppengerecht vermittelnBereich Druck und MedienMedienproduktion (weiterführend)Mediendesign, -kunst (weiterführend)Medienwissenschaft (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse in Bereichen wie Grafik- und Mediendesign, Medientechnik und -management erwerbenmediale Gestaltungsideen und -konzepte entwickeln und umsetzenBereich Kunst und KulturKulturmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse in Bereichen wie Kunst- und Kulturwissenschaften, Kulturmanagement erwerbenKunst-, Kultur- und Bildungsveranstaltungen planen und organisieren

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Medienpädagogik (grundständig)Medienwissenschaft (grundständig)Kunstpädagogik (grundständig)Kulturpädagogik (grundständig)Kindheitspädagogik (grundständig)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Interkulturelle KompetenzSelbstmanagement Praktika z.B. in einer Bildungseinrichtung bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das kann z.B. E-Learning sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Medienpädagogik abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Medienpädagogik gibt es auch als Fern- und Teilzeitstudiengang.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleBildung, Medien und Digitalisierung (Master)Digital Learning (Master)E-Learning und Medienbildung (Master)Kinder- und Jugendmedien (Master)Medienpädagogik (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Medienpädagogik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft an, z.B. Medien-, Kulturpädagogik, Ausstellungsmanagement, -planung oder Erwachsenenbildung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

Ende der 1960er-Jahre: Einrichtung eigenständiger pädagogischer StudiengängeSeit 1970:Entwicklung der Medienpädagogik zu eigenem FachgebietEntstehung spezialisierter eigenständiger Studiengänge der Medienpädagogik1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussgradMaster of Arts (M.A.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Medienpädagogik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Medienpädagogik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Medienpädagogik (weiterführend) in Deutschland?

Eine fortgeschrittene Spezialisierung im Bereich Medienpädagogik ist in Deutschland ein Berufsfeld, das darauf abzielt, Einzelpersonen und Gruppen zu befähigen, digitale und traditionelle Medien bewusst, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Diese Expert*innen übernehmen Aufgaben wie die Förderung der Medienkompetenz, die Analyse von Medieninhalten und die Gestaltung von Bildungsmaterialien und leiten die Gesellschaft in der Medienwelt an. Ihre Arbeitsumfelder sind oft verschiedene Orte wie Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen), Jugendzentren, Kultureinrichtungen, Medienunternehmen, die öffentliche Verwaltung oder Nichtregierungsorganisationen. Zu ihren Aufgaben gehören die Entwicklung von Medienbildungsprogrammen, die Organisation von Workshops, die Erstellung von bildungsrelevanten Medieninhalten und die Beratung von Institutionen zum Thema Mediennutzung; dabei nutzen sie aktiv Werkzeuge wie digitale Plattformen, Bildungssoftware und Kommunikationstechnologien. Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein abgeschlossener Hochschul-Bachelorabschluss in Pädagogik, Kommunikationswissenschaften, Medienwissenschaften oder einem verwandten Fachbereich erforderlich, gefolgt von einem weiterführenden Masterprogramm oder einer speziellen Weiterbildung. Diese weiterführenden Ausbildungen können in der Regel 1 bis 2 Jahre dauern und für die Bewerbung wird ein akademischer Hintergrund im relevanten Bereich und manchmal auch praktische Erfahrung erwartet. Für internationale Studierende, die in Deutschland in diesem Bereich Karriere machen möchten, ist es von großer Bedeutung, zunächst die Anerkennung ihrer bestehenden Diplome in Deutschland sicherzustellen und die von den Hochschulen geforderte fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) zu erwerben.

Ist Medienpädagogik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Medienpädagogik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Medienpädagogik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Medienpädagogik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.

Wo arbeiten Medienpädagogik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Medienpädagogik (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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