Kulturpädagogik (weiterführend)
Was ist Kulturpädagogik (weiterführend)?
Sie können in Kultureinrichtungen wie Museen, Theatern und Bibliotheken, in Jugend- und Erwachsenenbildungsstätten, in Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder in freien Projekten tätig sein. Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation von Workshops, Seminaren, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen; die Arbeit mit Zielgruppen unterschiedlicher Altersstufen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren) und sozialer Hintergründe; das Projektmanagement; sowie die Unterstützung von Fundraising-Prozessen. In ihrer Arbeit setzen sie pädagogische Methoden, kreative Techniken, digitale Medientools und Kommunikationsfähigkeiten effektiv ein.
Für den Zugang zu diesem Berufsfeld in Deutschland ist in der Regel ein Bachelor- oder Masterabschluss eines einschlägigen Hochschulstudiengangs erforderlich (z. B. Pädagogik, Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Soziale Arbeit oder eine künstlerische Disziplin).
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Kunst, Kunstwissenschaft →Der Beruf Kulturpädagogik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:
– Church Music
Master · Hochschule für Musik Freiburg
– Elemental Music Pedagogy
Master · Hochschule für Musik Freiburg
3D Animation for Film and Games
Master · Technische Hochschule Köln
Accessory Design
Bachelor · Hochschule Pforzheim
Accordion
Bachelor · Hochschule für Musik Würzburg
Accordion
Master · Hochschule für Musik Würzburg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Module, z.B.:Formen der KulturpädagogikFormen der KulturvermittlungForschung in kulturellen KontextenKulturdiskurseKulturmanagementMediendiskursePolitik/Kultur und politische KulturProzesse in der MigrationsgesellschaftRechtliche Rahmenbedingungen der KulturarbeitPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. an Bildungseinrichtungen)
▶ Auswahlverfahren
Die Hochschulen führen ggf. Eignungsprüfungen oder Auswahlgespräche durch.
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. an einer Bildungseinrichtung), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studium im Ausland
Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:FrankreichBinationaler deutsch-französischer Masterstudiengang "Kulturvermittlung / Médiation culturelle des arts"Hochschulen: Universität Hildesheim, Université de Provence (Aix-Marseille)Abschluss: Master of Arts (M.A.), DoppelabschlussWeitere Informationen: Universität Hildesheim: Masterstudiengang Kulturvermittlung / Médiation culturelle des arts
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Kulturpädagogik (weiterführend) sein:Bereich Erziehung, Schule, Aus- und WeiterbildungKunstpädagogik (weiterführend)Medienpädagogik (weiterführend)Theaterpädagogik (weiterführend)Musikpädagogik (weiterführend)Pädagogische Psychologie (weiterführend)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Bildungsmanagement (weiterführend)Kindheitspädagogik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse in Bereichen wie künstlerische Theorie und Praxis, Soziologie und Kulturvermittlung erwerbenverschiedene Inhalte pädagogisch aufbereiten und zielgruppengerecht vermittelnBereich Kunst und KulturKulturmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse in Bereichen wie Kunstgeschichte, Kunst- und Kulturwissenschaften, Kulturmanagement erwerbenKunst-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen planen und organisieren
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Kulturpädagogik (grundständig)Kunstpädagogik (grundständig)Medienpädagogik (grundständig)Theaterpädagogik (grundständig)Musikpädagogik (grundständig)Kulturmanagement (grundständig)Allgemeine und vergleichende Kulturwissenschaft (grundständig)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Interkulturelle Kompetenz Selbstmanagement Praktika, z.B. in einer Bildungseinrichtung), bereiten gezielt auf das Berufsleben vor. Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das kann z.B. kulturelle Bildung an Schulen sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Kulturpädagogik abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.
▶ Studiengangsbezeichnungen
Beispiele Kulturelle Bildung (Master) Kulturelle Bildung an Schulen (Master) Kulturpädagogik und Kulturmanagement (Master) Kulturvermittlung, Kulturpolitik und Transformation im Kontext der Künste (Master) Kulturvermittlung (Master) Museumspädagogik (Master) Public History (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen der Kulturpädagogik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft an, z.B. Medien-, Kulturpädagogik, Ausstellungsmanagement, -planung oder Kunst-, Kulturmanagement.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
Ende der 1960er-Jahre:Einrichtung erster eigenständiger pädagogischer StudiengängeEntwicklung der Kulturpädagogik als eigenes FachgebietAb den 1970er-Jahren:Veränderung des Kulturbegriffs: erhöhte Wertschätzung von Populär- und Alltagskultur1981:Einrichtung der ersten Professur für Kulturpädagogik in Hildesheimzunehmende Etablierung als eigenständiges Studienfach1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden21. Jahrhundert:Etablierung spezialisierter Studiengänge
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Arts (M.A.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Kulturpädagogik (grundständig) vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch oder einer anderen Fremdsprache nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Kulturpädagogik (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Kulturpädagogik (weiterführend) in Deutschland? ▼
Das Berufsfeld der Kulturpädagogik (Weiterbildung/Spezialisierung) in Deutschland ist ein fortgeschrittenes Feld, das darauf abzielt, die aktive Teilnahme von Einzelpersonen und Gemeinschaften am kulturellen Leben zu gewährleisten, ihre Kreativität zu entwickeln und ihre Fähigkeiten zum kritischen Denken zu stärken. Fachkräfte in diesem Bereich konzipieren, implementieren und evaluieren kulturelle Bildungsprogramme und tragen somit zur Bewahrung des kulturellen Erbes sowie zur Entwicklung neuer kultureller Formen bei.
Sie können in Kultureinrichtungen wie Museen, Theatern und Bibliotheken, in Jugend- und Erwachsenenbildungsstätten, in Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder in freien Projekten tätig sein. Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation von Workshops, Seminaren, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen; die Arbeit mit Zielgruppen unterschiedlicher Altersstufen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren) und sozialer Hintergründe; das Projektmanagement; sowie die Unterstützung von Fundraising-Prozessen. In ihrer Arbeit setzen sie pädagogische Methoden, kreative Techniken, digitale Medientools und Kommunikationsfähigkeiten effektiv ein.
Für den Zugang zu diesem Berufsfeld in Deutschland ist in der Regel ein Bachelor- oder Masterabschluss eines einschlägigen Hochschulstudiengangs erforderlich (z. B. Pädagogik, Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Soziale Arbeit oder eine künstlerische Disziplin).
Ist Kulturpädagogik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Kulturpädagogik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Kulturpädagogik (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Kulturpädagogik (grundständig) vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch oder einer anderen Fremdsprache nachzuweisen.
Wo arbeiten Kulturpädagogik (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Kulturpädagogik (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.