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Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin

Kindheitspädagoge/-pädagogin

Grundberuf Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 91334

Was ist Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin?

In Deutschland ist ein Kindheitspädagoge/eine Kindheitspädagogin eine Fachkraft, die die Entwicklung von Kindern vielfältig unterstützt, Eltern in Erziehungsfragen berät und Leitungsaufgaben in pädagogischen Einrichtungen übernehmen kann.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitBerichte: Arbeitsmarkt kompakt, Februar 2025: Arbeitsmarkt Kinderbetreuung und -erziehungWeitere InformationsangeboteDer pädagogische Blick – Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis in pädagogischen BerufenDiskurs Kindheits- und Jugendforschunge&l - erleben und lernenFachportal PädagogikGutes Aufwachsen mit MedienKindheitspädagoginnen und -pädagogen im Kita-TeamKompass Erziehungsberufeneue praxis - Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und SozialpolitikQualität vor Ort: Kita-Qualität aus KindersichtSozial ExtraWeiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (wiff)

Interessen

Folgendes Interesse ist wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Zur Veranschaulichung des Interessenbereichs werden Tätigkeiten genannt.Interesse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Begleiten von Förder- und Lernangebotenz.B. Führen von Beratungsgesprächenz.B. Unterstützen von Kindern mit speziellem Förderungsbedarf

Arbeitsorte

Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Spiel- und Gruppenräumenin Klassenzimmern und Gymnastikräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freien

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BildungsarbeitBildungsberatungDidaktikErziehungErziehungsberatungErziehungswissenschaft, PädagogikFrühförderungGenderkompetenzInklusionKindheitspädagogikLeichte SpracheMethodikUnterricht, Schulung (außerschulischer Bereich)Vorschularbeit, -erziehungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Bildungsmanagement, -planungDigitale SozialplattformenDokumentation (Erziehung)Fachpublikationen erstellenForschungHeilpädagogik, BehindertenpädagogikInklusionspädagogikKinder (Betreuung etc.)Kinder- und JugendhilferechtKleinkinder (Betreuung etc.)Lehrmaterialien (erstellen, aktualisieren etc.)MigrantenarbeitOffene Kindergarten-ArbeitPädagogische Psychologie, SchulpsychologieProjektmanagementQualitätsmanagementRecherche, InformationsbeschaffungSonderpädagogikSozialpädagogikSpielpädagogikUmweltpädagogikWaldpädagogikWildnispädagogik

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Kindheitspädagogen und -pädagoginnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Digitale Sozialplattformen (z.B. über digitale Beratungsangebote informieren bzw. selbst digitale Beratungstermine anbieten)Digitale Tafel (z.B. Kinder im Rahmen kunstpädagogischer Lernangebote digitale Bilder malen lassen)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Konzepte zur psychischen, sozialen und pädagogischen Förderung von Kindern erarbeiten und digital verwalten)Game Based Learning (z.B. Lernspiele, digitale Highscores und Gamification-Elemente zur Motivationssteigerung einsetzen)Lernplattformen und -Apps (z.B. cloudbasierte Lernplattformen für Kinder mit Förderbedarf konzipieren und einsetzen)Open Educational Resources - OER (z.B. lizenzfreie Materialien und Fachliteratur für die Erstellung von Förderkonzepten nutzen)

Arbeitssituation

Kindheitspädagogen und -pädagoginnen sind sich bei der Beurteilung des Entwicklungsstands von Kindern ihrer großen Verantwortung bewusst. In Erziehungsfragen arbeiten sie eng mit Eltern und Fachkräften wie Erziehern und Erzieherinnen oder Therapeuten zusammen. Im Umgang mit Kindern beweisen sie pädagogisches Geschick, Frustrationstoleranz sowie psychische Belastbarkeit. Um die kindliche Entwicklung individuell zu fördern, benötigen sie Einfühlungsvermögen und Geduld. Neben selbstständiger Aufgabenerledigung, Kommunikationsstärke und der Kompetenz zur konstruktiven Konfliktbearbeitung ist vor allem für die Leitung einer pädagogischen Einrichtung Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen erforderlich. Zwischen Kindheitspädagogen und -pädagoginnen und den von ihnen betreuten Kindern sowie deren Eltern entsteht ein Vertrauensverhältnis. Hier achten sie auf den notwendigen inneren Abstand und stellen das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz her.In Büroräumen erstellen Kindheitspädagogen und -pädagoginnen am Computer z.B. Gutachten und Förderkonzepte, im Rahmen einer Leitungsfunktion u.a. auch Budget- und Personaleinsatzpläne. Bei der Arbeit mit Kindern hantieren sie beispielsweise mit Musikinstrumenten, Sportgeräten, Lerncomputern, Spielzeug oder Mal-, Bastel- und Naturmaterialien. Dabei wechseln sie zwischen Spiel- und Gruppenräumen, Klassenzimmern und Gymnastikräumen.

Existenzgründung

Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen können sich beispielsweise mit einer pädagogischen Einrichtung, z.B. einer Kindertagesstätte, selbstständig machen.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.279 € bis 6.594 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Kindergärten, KinderbetreuungKindergärten und VorschulenTagesbetreuung von Kindern a. n. g.Allgemeinbildende SchulenGrundschulen, z.B. Schulen mit unterrichtserweiternden Bildungs- und BetreuungsangebotenAllgemeinbildende weiterführende Schulen, z.B. mit pädagogischen BetreuungsangebotenGesundheitswesenVorsorge- und Rehabilitationskliniken, z.B. Rehabilitationskliniken mit Kinderbetreuung, Kurkliniken mit KinderkurenSozialwesenJugendarbeit (auch Jugendsozialarbeit), z.B. Einrichtungen der Kinder- und JugendhilfeSonstige soziale Beratungsdienste, z.B. Beratungsstellen für FamilienReligionsgemeinschaftenKirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen, z.B. Einrichtungen der Familien-, Jugendhilfe in kirchlicher TrägerschaftÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung der Bildung, z.B. BildungsreferateÖffentliche Verwaltung des Sozialwesens, z.B. Jugendämter, Familienbüros

Zugang zur Tätigkeit

Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Voraussetzung ist ein Studium im Bereich Kindheitspädagogik und die staatliche Anerkennung.

Zugangsstudienfächer

Kindheitspädagogik (grundständig)Kindheitspädagogik (weiterführend)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (grundständig)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Soziale Arbeit (grundständig)Soziale Arbeit (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen finden Beschäftigungin Kindergärten, -tagesstätten, Vorschulen oder Horten, in Schulen mit unterrichtserweiternden Angeboten/Ganztagsbetreuungin Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, z.B. Tagesgruppen, Wohnheime, -gruppen, Einrichtungen für Kinder mit seelischen Erkrankungen, sozialpädagogische Einrichtungenin Rehabilitations- und Kurklinikenin Therapiezentren, Einrichtungen der Familienberatung, -bildungim Öffentlichen Dienst (z.B. Sozial-, Jugendämter)

Tätigkeitsbezeichnungen

Kindheitspädagoge/-pädagoginBerufsbezeichnung in englischer SpracheEarly years teacher (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheEnseignant/Enseignante en maternelle

Sonstige Zugangsbedingungen

Die zuständige Landesbehörde erteilt die staatliche Anerkennung nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums. Absolventen und Absolventinnen müssen sie dort beantragen.Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten und tatkräftigen pädagogischen Förderung von Kindern mit unterschiedlich ausgeprägtem Förderbedarf)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Bewahren von Geduld trotz zeitweiliger Rückschläge)Sorgfalt (z.B. sorgfältiges Planen und Evaluieren von Fördermaßnahmen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. fachlich korrektes Vorgehen beim Erarbeiten von Förderangeboten, um Entwicklungsverzögerungen oder -störungen entgegenzuwirken)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Erstellen von frühpädagogischen Konzepten)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen in den Erziehungswissenschaften)Verschwiegenheit (z.B. Wahren von Stillschweigen über vertrauliche und personenbezogene Daten)Psychische Belastbarkeit (z.B. leistungsfähig und freundlich bleiben auch in stressigen Beratungssituationen)Psychische Stabilität (z.B. zugewandtes Verhalten und gleichzeitige professionelle Distanz im Kontakt mit Kindern und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten)Kommunikationsfähigkeit (z.B. aktives Zuhören und dabei Berücks...

Die Tätigkeit im Überblick

Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen fördern die Entwicklung von Kindern. Unter anderem beraten sie Eltern in Erziehungsfragen oder übernehmen Leitungsaufgaben in pädagogischen Einrichtungen.

Stellen- und Bewerberbörsen

CareLoungeDeutscher BundesjugendringDiakonie Deutschland KarriereportalEKD-StellenbörseErziehungskunstFachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfeinfo3INFO SOZIAL StellenmarktLehrer.bizsocialnet

Verbände und Organisationen

Berufsverband der Erziehungswissenschaftlerinne n u. ErziehungswissenschaftlerDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation DIPFVerband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. ganzheitliche Förderangebote fachlich einwandfrei erarbeiten und gestalten, um Entwicklungsverzögerungen bzw. -störungen entgegenzuwirken)Umgang mit Kindern und JugendlichenUmgang mit Menschen mit Behinderungen (z.B. rehabilitative Förderangebote für Kinder mit Behinderungen erarbeiten)Umgang mit problembelasteten Menschen (z.B. überforderte Erziehungsverantwortliche beraten)Bildschirmarbeit (z.B. pädagogische Konzepte für die Erziehung und Förderung von Kindern im Vorschulalter entwickeln)Arbeit in Büroräumen (z.B. Gespräche mit Eltern bzw. Erziehungsberechtigten führen)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Kinderbetreuung, -erziehungHeimleiter/HeimleiterinKindergartenleiter/KindergartenleiterinFachkraft für SprachförderungMedien-, KulturpädagogikKreativitätspädagoge/KreativitätspädagoginSozialberatung, -arbeitErziehungsberater/ErziehungsberaterinRedaktion, Journalismus, LektoratE-Learning-Autor/E-Learning-AutorinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinWissenschaftliche ForschungBildungsforscher/BildungsforscherinForschungsreferent/ForschungsreferentinWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche MitarbeiterinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer Forschungsgruppe

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Fachliteratur, Statistiken, Gutachten, ProjektbeschreibungenInstrumente, Geräte und Zubehör, z.B.: Musikinstrumente und -anlagen, Sportgeräte, Lerncomputer, Spielzeug, Mal-, Bastel- und Naturmaterialien, Diagnostiktools Büroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen fördern Kinder z.B. in Kindertageseinrichtungen oder -horten und stärken deren Entwicklung und soziales Verhalten. Sie betreuen altersgemischte Gruppen unterschiedlicher sozialer Herkünfte, beobachten den Entwicklungsstand und unterstützen gezielt bei Schwierigkeiten. Dabei arbeiten sie eng mit Erziehern und Erzieherinnen, therapeutischen bzw. ärztlichen Fachkräften und Erziehungsberechtigten zusammen. In leitenden Positionen entwickeln sie Konzepte, organisieren Abläufe und vertreten die Einrichtung nach außen. In Forschung und Lehre behandeln sie frühpädagogische Themen, publizieren Fachtexte und lehren an Hochschulen.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Elementar- und Lernpädagogik, Pädagogische Konzepte, Elternberatung oder Supervision).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich durch ein weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Kindheitspädagogik oder Erziehungs-, Bildungswissenschaft).Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Förderung, Beratung, Schutz Förderkonzepte je nach Entwicklungsstand und Lebenssituation der Kinder entwerfenindividuelle Lernangebote entwickeln, Methoden des Sozialen Lernens, der Musik-, Bewegungs- und Kunsttherapie einsetzenden Alltag sowie Feste, Ausflüge und Aktivitäten mitgestaltenFördermaßnahmen gemeinsam mit Erziehern/Erzieherinnen, Eltern und ggf. therapeutischen bzw. ärztlichen Fachkräften umsetzen Beratungsgespräche mit Eltern bzw. Erziehungsberechtigten führenProblemsituationen identifizieren und Lösungswege erarbeiten, ggf. gemeinsam mit Psychologen/Psychologinnen oder Erziehern/Erzieherinnenin Jugendämtern z.B. Kinderschutzfälle bearbeiten, Jugendhilfeangebote planen und umsetzen, Eltern bzw. Elternteile in besonderen Lebenssituationen unterstützenEinrichtungsleitung und -management pädagogisches Gesamtkonzept planen bzw. mitentwickeln und Umsetzung betreuenbetriebswirtschaftliche Aufgaben übernehmen, z.B. Kosten kalkulieren, Budgets planen und überwachenPersonaleinsatz planen, Mitarbeitende anleiten, Aufgaben in der Aus- und Weiterbildung übernehmenEinrichtungen in der Öffentlichkeit repräsentierenWissenschaft und Lehremethodische Grundlagen der Frühpädagogik ausarbeitenBindungs- und Erziehungsmuster untersuchen, Studien zu frühkindlichen Entwicklungsphasen durchführen, Entwicklungsverzögerungen und -störungen diagnostizieren Publikationen zur Förderung von Kindern im Vorschulalter erstellenLehrveranstaltungen an Hochschulen durchführen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternative bietet sich für den Beruf Kindheitspädagoge/-pädagogin an:Tätigkeitsfeld Kinderbetreuung, -erziehungSozialarbeiter/Sozialpädagoge / Sozialarbeiterin/SozialpädagoginGemeinsamkeit:Kinder und Erziehungsberechtigte in besonderen Situationen beraten, unterstützen und betreuenHinweis: Die genannte Jobalternative erfordert ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Kindheitspädagogen und -pädagoginnen fördern die Entwicklung von Kindern. Sie gestalten pädagogische Konzepte, beraten Eltern in Erziehungsfragen oder übernehmen Leitungsaufgaben in pädagogischen Einrichtungen.KindheitspädagogikKindheitspädagogen und -pädagoginnen entwickeln Konzepte und Angebote zur psychischen, sozialen und pädagogischen Förderung von Kindern im Alter von 0 bis ca. 12 Jahren. Dazu gehören, je nach Förderbedarf auch individuelle Lernarrangements, Maßnahmen der Sprachförderung, Elemente des Sozialen Lernens sowie der Musik-, Kunst- oder Bewegungstherapie. Ihre Konzepte setzen sie gemeinsam mit Erziehern und Erzieherinnen, Erziehungsberechtigten sowie therapeutischen bzw. ärztlichen Fachkräften um. Sie beobachten und dokumentieren die Fortschritte der Kinder und passen ihre Konzepte ggf. an. Ihre Arbeit steht auch im Dienste der Chancengleichheit und Teilhabe: Kindheitspädagogen und -pädagoginnen bemühen sich, z.B. mithilfe von Elternarbeit und durch Bildung der Kinder die Auswirkungen sozialer Ungleichheiten auszugleichen bzw. die Inklusion von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, -störungen oder Behinderungen zu fördern.Daneben sorgen sie mit für die Alltagsgestaltung z.B. in Kindertageseinrichtungen und Horten und betreuen die jeweiligen Gruppen z.B. beim Spielen, Singen, Musizieren, beim Essen und der Hygiene. Sie unterstützen neue Kinder bei der Eingewöhnung und wirken mit bei der Veranstaltung von Festen oder Ausflügen. Ggf. leiten sie Gr...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren und Konzipieren von Unterlagen bzw. Anleitungen für pädagogische Förderangebote)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Wahrnehmen kleiner, aber bedeutsamer Veränderungen im Verhalten von Kindern)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Namen, Gesichter, Kompetenzen und Problemlagen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren von Beratungsterminen und Förderangeboten)Pädagogisches Geschick (z.B. Anleiten und Motivieren von Kindern bei Übungen)Kenntnisse und FertigkeitenVerständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Rückfragen von Klienten/Klientinnen, Kindern, Eltern bzw. Erziehungsberechtigten)Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Erziehungsberechtigten zum Umgang mit Entwicklungsstörungen)Textverständnis (z.B. Analysieren und Exzerpieren von Studien und Fachliteratur)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Gutachten; Verfassen von Fachbeiträgen)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

BundesebeneGesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)LandesebeneAbsolventen und Absolventinnen des Studiengangs Kindheitspädagogik müssen die staatliche Anerkennung i.d.R. nach dem Studienabschluss beantragen. Sie ist die Voraussetzung für die Eingruppierung gemäß Tarifvertrag. In einigen Bundesländern legen spezifische Regelungen fest, unter welchen Bedingungen die staatliche Anerkennung erteilt wird.Als Beispiele hier:Gesetz über die staatliche Anerkennung und die Weiterbildung in sozialen Berufen im Land Brandenburg (Brandenburgisches Sozialberufsgesetz - BbgSozBerG) vom 03.12.2008 (Bra.GVBl. I S. 278), zuletzt geändert durch Artikel 20 des Gesetzes vom 08.05.2018 (Bra.GVBl. I Nr. 8 S. 18)Gesetz über die staatliche Anerkennung von Sozialberufen (Sozialberufe-Anerkennungsgesetz - SobAnG M-V) vom 18.12.2017 (GVOBl. M-V S. 366)Gesetz über die staatliche Anerkennung akademischer Sozialberufe (Sozialberufe-Anerkennungsgesetz - SobAG) vom 17.07.2024 (GVOBl.Schl.-H. S. 644)Thüringer Gesetz über die staatliche Anerkennung sozialpädagogischer Berufe (Thüringer Sozialberufe-Anerkennungsgesetz -ThürSozAnerkG-) vom 10.10.2007 (Thü.GVBl. S. 149), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 02.07.2016 (Thü.GVBl. S. 229)Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlini...

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Beratungsgespräche führen; Kinder anleiten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Berichte über Durchführung und Erfolg von Fördermaßnahmen am Bildschirm lesen und verfassen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Kinder, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte oder Therapeuten verstehen)(Intaktes) Belastbares Nervensystem (z.B. mit verhaltensauffälligen oder aggressiven Kindern umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Kindheitspädagoge/-pädagogin an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Pädagoge/Pädagoginfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Erziehungsberater/ErziehungsberaterinHeimleiter/HeimleiterinKindergartenleiter/Kindergartenleiterinin angrenzenden Berufen:Kunstpädagoge/KunstpädagoginMedienpädagoge/MedienpädagoginMuseumspädagoge/MuseumspädagoginPädagogischer Psychologe/Pädagogische PsychologinTheaterpädagoge/Theaterpädagoginmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich anerkannter Erzieher/Staatlich anerkannte ErzieherinErzieher/Erzieherin Fachrichtung Jugend- und HeimerziehungEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Kindheitspädagoge/-pädagogin ist reglementiert. Gemäß den landesrechtlichen Gesetzen über die staatliche Anerkennung von Kindheitspädagogen/-pädagoginnen erfordert die Ausübung der Tätigkeit und das Führen der Berufsbezeichnung eine staatliche Erlaubnis.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist eine berufliche Anerkennung notwendig. Die Feststellung der Gleichwertigkeit mit einer deutschen Lehramtsbefähigung ist zwingende Voraussetzung für die Berufsausübung in Deutschland.Informationen zum Anerkennungsverfahren bietet das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: www.anerkennung-in-deutschland.deZuständige Stellen sind z.B. Kultusministerien, Landesschulämter oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Beratungsgespräche führen; Kinder anleiten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Berichte über Durchführung und Erfolg von Fördermaßnahmen am Bildschirm lesen und verfassen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Kinder, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte oder Therapeuten verstehen)Schwere vegetative oder nervliche Erkrankungen (z.B. mit verhaltensauffälligen oder aggressiven Kindern umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Kindheitspädagoge/-pädagogin an:Tätigkeitsfeld Kinderbetreuung, -erziehungSozialarbeiter/Sozialpädagoge / Sozialarbeiterin/SozialpädagoginGemeinsamkeit:Kinder und Erziehungsberechtigte in besonderen Situationen beraten, unterstützen und betreuenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin in Deutschland?

In Deutschland ist ein Kindheitspädagoge/eine Kindheitspädagogin eine Fachkraft, die die Entwicklung von Kindern vielfältig unterstützt, Eltern in Erziehungsfragen berät und Leitungsaufgaben in pädagogischen Einrichtungen übernehmen kann.

Ist Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin qualifiziert werden?

Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Voraussetzung ist ein Studium im Bereich Kindheitspädagogik und die staatliche Anerkennung.

Wo arbeiten Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin in Deutschland typischerweise?

Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Spiel- und Gruppenräumenin Klassenzimmern und Gymnastikräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freien

Wie hoch ist das typische Gehalt für Kindheitspädagoge/Kindheitspädagogin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.279 € bis 6.594 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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