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Keramiker/Keramikerin

Keramiker/in

Ausbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 93412

Was ist Keramiker/Keramikerin?

Was macht man in diesem Beruf? Keramiker/innen stellen unter anderem Ofenkacheln und Fliesen her, aber auch Zier- und Gebrauchskeramik wie Tassen, Teller, Blumenkrüge oder Vasen, die sie teilweise eigenständig entwerfen. Sofern sie keine fertige Arbeitsmasse verwenden, mischen sie Ton und Zuschlagstoffe selbst zusammen. Je nach Arbeitsprojekt kommen anschließend unterschiedliche Formgebungsverfahren zum Einsatz. Runde Gebrauchs- und Zierkeramik drehen sie mithilfe von Töpferscheiben. Andere Werkstücke, wie Plastiken oder Kacheln, werden modelliert bzw. in Gipsformen gegossen. Nach dem Ausformen kommen die Rohlinge in den Ofen. Manche keramische Erzeugnisse brennen Keramiker/innen mehrfach. Der Roh- oder Schrühbrand verfestigt die Rohlinge, die nun bemalt und glasiert werden können. Der Glattbrand brennt schließlich die Glasur ein. Je nach Betriebsgröße sind Keramiker/innen auch in der Präsentation und im Verkauf der Produkte tätig.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Keramiker/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Klein- und Mittelbetrieben des KeramikerhandwerksArbeitsorte:Keramiker/innen arbeiten in erster Liniein Werkhallenin Werkstättenin LagerräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [11.0%]11mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [56.0%]56*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Anbringen von Verzierungen und Henkeln) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Gießen oder Einformen der Arbeitsmasse in Gipsformen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Formen keramischer Erzeugnisse auf Töpferscheiben oder Bemalen von Rohlingen)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Zierkeramik sowie beim Umsetzen der Entwürfe)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um verschiedene keramische Produkte und Gipsformen herzustellen)Kunst (z.B. um Skizzen und Entwürfe anzufertigen)Mathematik (z.B. um die Zusammensetzung der Rohstoffe zu berechnen)Chemie (z.B. um chemische Zusammensetzungen der Rohstoffe, Farben und Glasuren zu bestimmen)Was verdient man in der Ausbildung?Zur Höhe der Ausbildungsvergütung liegen derzeit keine Informationen vor.

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Keramiker/Keramikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Keramiker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Keramikerhandwerks): Werkstätten bzw. WerkhallenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen in Landshut (Bayern):Keramikschule Landshut Staatl. Meisterschule, BFS und Berufsschule IIIfür die Länder Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt in Montabaur (Rheinland-Pfalz):Berufsbildende Schule Montabaurfür die Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Meißen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum Meißen-RadebeulQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf? Keramiker/innen stellen unter anderem Ofenkacheln und Fliesen her, aber auch Zier- und Gebrauchskeramik wie Tassen, Teller, Blumenkrüge oder Vasen, die sie teilweise eigenständig entwerfen. Sofern sie keine fertige Arbeitsmasse verwenden, mischen sie Ton und Zuschlagstoffe selbst zusammen. Je nach Arbeitsprojekt kommen anschließend unterschiedliche Formgebungsverfahren zum Einsatz. Runde Gebrauchs- und Zierkeramik drehen sie mithilfe von Töpferscheiben. Andere Werkstücke, wie Plastiken oder Kacheln, werden modelliert bzw. in Gipsformen gegossen. Nach dem Ausformen kommen die Rohlinge in den Ofen. Manche keramische Erzeugnisse brennen Keramiker/innen mehrfach. Der Roh- oder Schrühbrand verfestigt die Rohlinge, die nun bemalt und glasiert werden können. Der Glattbrand brennt schließlich die Glasur ein. Je nach Betriebsgröße sind Keramiker/innen auch in der Präsentation und im Verkauf der Produkte tätig.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Keramiker/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Klein- und Mittelbetrieben des KeramikerhandwerksArbeitsorte:Keramiker/innen arbeiten in erster Liniein Werkhallenin Werkstättenin LagerräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungKeramiker/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf? Keramiker/innen stellen unter anderem Ofenkacheln und Fliesen her, aber auch Zier- und Gebrauchskeramik wie Tassen, Teller, Blumenkrüge oder Vasen, die sie teilweise eigenständig entwerfen. Sofern sie keine fertige Arbeitsmasse verwenden, mischen sie Ton und Zuschlagstoffe selbst zusammen. Je nach Arbeitsprojekt kommen anschließend unterschiedliche Formgebungsverfahren zum Einsatz. Runde Gebrauchs- und Zierkeramik drehen sie mithilfe von Töpferscheiben. Andere Werkstücke, wie Plastiken oder Kacheln, werden modelliert bzw. in Gipsformen gegossen. Nach dem Ausformen kommen die Rohlinge in den Ofen. Manche keramische Erzeugnisse brennen Keramiker/innen mehrfach. Der Roh- oder Schrühbrand verfestigt die Rohlinge, die nun bemalt und glasiert werden können. Der Glattbrand brennt schließlich die Glasur ein. Je nach Betriebsgröße sind Keramiker/innen auch in der Präsentation und im Verkauf der Produkte tätig.Wo arbeitet man?Keramiker/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Klein- und Mittelbetrieben des KeramikerhandwerksWeitereBerufe im KunsthandwerkBerufe mit KeramikBerufe rund um Design und Gestaltung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb:Anfertigen und Umsetzen von EntwürfenAufbereiten von keramischen MassenHerstellen und Fertigstellen von RohlingenHerstellen von SuspensionenBearbeiten und Gestalten von keramischen OberflächenTrocknen und BrennenProduktkontrolle und Qualitätssicherung an Halb- und FertigwarenInhalte der ersten gewählten Wahlqualifikation1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:1. Ausbildungsjahr:keramische Produkte präsentierenRoh- und Hilfsstoffe für die Produktion zusammenstellenRohstoffe, Hilfsstoffe und Arbeitsmassen aufbereitenArbeitsmassen formen2. Ausbildungsjahr:Halbfabrikate trocknen und brennenkeramische Produkte dekorieren, glasieren, nachbearbeitenkomplexe Formen entwerfen, freidrehen und vervollständigenkomplexe Formen halbmaschinell fertigen und gießenZwischenprüfung am Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb:Vertiefung und Erweiterung der Kenntnisse aus den ersten 18 AusbildungsmonatenInhalte der zweiten gewählten Wahlqualifikation3. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:baukeramische Produkte formenModelle und Formen herstellenkeramische Überzüge entwickelnDekorationstechniken anwendenGesellenprüfung nac...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Skizzen und Werkzeichnungen insbesondere unter Berücksichtigung technologischer Berechnungen anfertigt und anwendetwie Rohlinge geformt, angefertigt und bis zum gewünschten Feuchtigkeitsgrad getrocknet und gelagert werdenwie man Glasuren, Engoben und Farben aufbereitetwie man Material-, Aufbereitungs-, Formgebungs- und Trocknungsfehler erkennt und Maßnahmen zur Fehlerbeseitigung ergreiftwie man Rohlinge zuschneidet, anpasst, verbindet und verputztwie man Oberflächen gestaltet, Glasuren und Dekore entwickelt und ausführtwie man Brennöfen bedient und Brennvorgänge überwachtwie man Brenn- und Oberflächenfehler erkennt und Maßnahmen zur Fehlerbeseitigung ergreiftwie man Ursachen von Fehlern und Qualitätsabweichungen feststellt, dokumentiert und Maßnahmen zur Behebung ergreiftwie Arbeitsaufträge dokumentiert und kundenorientiert durchgeführt werdenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Keramische Produkte präsentieren, Modelle und Formen herstellen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Gipsformen anfertigen, Rohlinge in den Ofen schieben, Werkstücke glasierenUmgebung: in Werkstätten und Werkhallen bei Hitze, Dämpfen von Farben und Lacken sowie Farb- und TonstaubKleidung: Schutzkleidung (z.B. hitzebeständige Handschuhe, Schutzbrille, ggf. Staubschutzmaske)Arbeitszeit: z.T. SchichtarbeitAnforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Anbringen von Verzierungen und Henkeln) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Gießen oder Einformen der Arbeitsmasse in Gipsformen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Formen keramischer Erzeugnisse auf Töpferscheiben oder Bemalen von Rohlingen)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Zierkeramik sowie beim Umsetzen der Entwürfe)An der BerufsschuleUnterricht als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Derzeit liegen keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/ Technik: z.B. um verschiedene keramische Produkte und Gipsformen herzustellenKunst: z.B. um Skizzen und Entwürfe anzufertigenMathematik: z.B. um die Zusammensetzung der Rohstoffe zu berechnenChemie: z.B. um chemische Zusammensetzungen der Rohstoffe, Farben und Glasuren zu bestimmen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Fachoberschul- oder Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:HWK Düsseldorf – Betriebsassistent/in im HandwerkDie Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Keramiker/in an:Bereich KeramikFigurenkeramformer/FigurenkeramformerinIndustriekeramiker/Industriekeramikerin DekorationstechnikIndustriekeramiker/Industriekeramikerin ModelltechnikIndustriekeramiker/Industriekeramikerin VerfahrenstechnikGemeinsamkeit:keramische Werkstoffe, Farben und Glasuren verarbeitenBereich KunsthandwerkManufakturporzellanmaler/ManufakturporzellanmalerinGlas- und Porzellanmaler/Glas- und PorzellanmalerinKerzenhersteller und Wachsbildner/Kerzenherstellerin und WachsbildnerinGemeinsamkeit:Einzelstücke und Kleinserien gestalten, anfertigen, Erzeugnisse dekorieren und bemalen

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag des Berufs (damals noch unter der Bezeichnung Töpfer/in) im Verzeichnis der Gewerbe, die handwerksmäßig betrieben werden können1957:Staatliche Anerkennung des Berufsbilds für das Töpferhandwerk1967:Erlass fachlicher Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesens 1984:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft Fachrichtungen Baukeramik, Dekoration, Scheibentöpferei 2009:Neue Ausbildungsverordnung - Ausbildung ohne Fachrichtungen Aufhebung der VorläuferberufeKeramiker/Keramikerin Fachrichtung DekorationKeramiker/Keramikerin Fachrichtung ScheibentöpfereiKeramiker/Keramikerin Fachrichtung Baukeramik2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Keramiker/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungKeramiker/Keramikerin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Keramiker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Betriebsassistent/in im Handwerk oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Keramiker/innen in Klein- und Mittelbetrieben des Keramiker-Handwerks.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Keramikverarbeitung bis hin zu Produktgestaltung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung zum Keramikermeister bzw. zur Keramikermeisterin abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Keramik-, Glastechnik erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Keramikwerkstatt.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 27 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 56 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 33 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 11 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [11.0%]11mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [56.0%]56*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationen vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.:Freidrehen und Abdrehen von FormenHenkeln und GarnierenFormen, Aufbauen und Modellieren von BaukeramikenEntwerfen und Umsetzen von DekorenHalbmaschinelle FormgebungsverfahrenHerstellen von Modellen und Formen

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Keramiker und zur Keramikerin (Keramikgewerbe-Ausbildungsverordnung - KerAusbV) vom 27.05.2009 (BGBl. I S. 1177), geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 15.11.2010 (BGBl. I S. 1540)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Keramiker/Keramikerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 23.04.2009)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Keramiker/Keramikerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Keramiker/Keramikerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf? Keramiker/innen stellen unter anderem Ofenkacheln und Fliesen her, aber auch Zier- und Gebrauchskeramik wie Tassen, Teller, Blumenkrüge oder Vasen, die sie teilweise eigenständig entwerfen. Sofern sie keine fertige Arbeitsmasse verwenden, mischen sie Ton und Zuschlagstoffe selbst zusammen. Je nach Arbeitsprojekt kommen anschließend unterschiedliche Formgebungsverfahren zum Einsatz. Runde Gebrauchs- und Zierkeramik drehen sie mithilfe von Töpferscheiben. Andere Werkstücke, wie Plastiken oder Kacheln, werden modelliert bzw. in Gipsformen gegossen. Nach dem Ausformen kommen die Rohlinge in den Ofen. Manche keramische Erzeugnisse brennen Keramiker/innen mehrfach. Der Roh- oder Schrühbrand verfestigt die Rohlinge, die nun bemalt und glasiert werden können. Der Glattbrand brennt schließlich die Glasur ein. Je nach Betriebsgröße sind Keramiker/innen auch in der Präsentation und im Verkauf der Produkte tätig.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Keramiker/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Klein- und Mittelbetrieben des KeramikerhandwerksArbeitsorte:Keramiker/innen arbeiten in erster Liniein Werkhallenin Werkstättenin LagerräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [11.0%]11mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [56.0%]56*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Anbringen von Verzierungen und Henkeln) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Gießen oder Einformen der Arbeitsmasse in Gipsformen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Formen keramischer Erzeugnisse auf Töpferscheiben oder Bemalen von Rohlingen)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Zierkeramik sowie beim Umsetzen der Entwürfe)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um verschiedene keramische Produkte und Gipsformen herzustellen)Kunst (z.B. um Skizzen und Entwürfe anzufertigen)Mathematik (z.B. um die Zusammensetzung der Rohstoffe zu berechnen)Chemie (z.B. um chemische Zusammensetzungen der Rohstoffe, Farben und Glasuren zu bestimmen)Was verdient man in der Ausbildung?Zur Höhe der Ausbildungsvergütung liegen derzeit keine Informationen vor.

Ist Keramiker/Keramikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Keramiker/Keramikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Keramiker/Keramikerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Keramiker/Keramikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Keramiker/Keramikerin in Deutschland typischerweise?

Keramiker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Keramikerhandwerks): Werkstätten bzw. WerkhallenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen in Landshut (Bayern):Keramikschule Landshut Staatl. Meisterschule, BFS und Berufsschule IIIfür die Länder Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt in Montabaur (Rheinland-Pfalz):Berufsbildende Schule Montabaurfür die Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Meißen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum Meißen-RadebeulQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Keramiker/Keramikerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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