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Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin

Isolierfacharbeiter/in

Ausbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 33312

Was ist Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin?

Was macht man in diesem Beruf?Isolierfacharbeiter/innen dämmen industrielle Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemission zu vermindern bzw. schädliche Einwirkungen, z.B. durch Feuchtigkeit, zu verhindern. Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämmtechniken aus und richten die Baustelle ein. Dann bauen sie z.B. Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen bzw. Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie ggf. noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Isolierfacharbeiter/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigen in Betrieben unterschiedlicher Branchen, wo Produktionsanlagen oder Maschinen gegen Wärme- und Kälteverlust oder Lärm isoliert werdenArbeitsorte:Isolierfacharbeiter/innen arbeiten in erster Liniean Montageorten innerhalb von Gebäuden sowie im Freien auf Baustellen oder dem Betriebsgeländein ProduktionshallenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [35.0%]35mittlerer Bildungsabschluss [26.0%]26Hochschulreife [9.0%]9Sonstige [30.0%]30*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verkleiden und Zuschneiden der Dämmstoffe)Umsicht (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten sowie mit mineral- oder glashaltigen Dämmstoffen)Teamfähigkeit (z.B. beim Montieren von Wänden und Decken)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Dämmschichtdicken und Materialbedarf zu berechnen)Werken/Technik (z.B. um technische Zeichnungen anzufertigen)Physik (z.B. um Fensterrahmen fachgerecht gegen Kälte und Wärme zu isolieren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 2 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Isolierfacharbeiter/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Isolierbaubetriebe sowie Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus oder des Fahrzeugbaus): Produktionshallen, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Leuna (Sachsen-Anhalt):Berufsbildende Schulen II des Landkreises SaalekreisQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 2 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Isolierfacharbeiter/innen dämmen industrielle Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemission zu vermindern bzw. schädliche Einwirkungen, z.B. durch Feuchtigkeit, zu verhindern. Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämmtechniken aus und richten die Baustelle ein. Dann bauen sie z.B. Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen bzw. Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie ggf. noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Isolierfacharbeiter/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigen in...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungIsolierfacharbeiter/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer2 JahreWas macht man in diesem Beruf?Isolierfacharbeiter/innen dämmen industrielle Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemission zu vermindern bzw. schädliche Einwirkungen, z.B. durch Feuchtigkeit, zu verhindern. Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämmtechniken aus und richten die Baustelle ein. Dann bauen sie z.B. Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen bzw. Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie ggf. noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff.Wo arbeitet man?Isolierfacharbeiter/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigen in Betrieben unterschiedlicher Branchen, wo Produktionsanlagen oder Maschinen gegen Wärme- und Kälteverlust oder Lärm isoliert werdenWeit...

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen: Lesen und Anfertigen von Skizzen und ZeichnungenPlanen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Einrichten von Baustellen, Kontrollieren der ArbeitsergebnisseGrundfertigkeiten im TrockenbauArbeiten mit KunststoffenBearbeiten von BlechenAufstellen und Prüfen von Arbeits- und SchutzgerüstenHerstellen von Wärme-, Kälte- und SchalldämmungenAnbringen von UnterkonstruktionenUmmanteln von DämmungenAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten: Sicherheitstechniktechnische KommunikationDämmstoffeUmmantelungenWärmeschutzKälteschutzZwischenprüfung am Ende des 1. Ausbildungsjahres2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrInstandhalten von Werkzeugen und GerätenAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten:WärmetechnikSchallschutzAufmaß und AbrechnungAbschlussprüfung nach dem 2. Ausbildungsjahr

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Dämmstoffe gegen Wärme, Kälte und Schall verarbeitet werden wie man Kunststoffteile und -schläuche zuschneidet und bearbeitetwie man Bleche schneidet, stanzt, bohrt, kantet oder sickt und Metallteile schraubt, nietet oder stiftetwie man Dämmstoffe an Rohrleitungen, Behältern, Decken und Wänden befestigtwie man Pläne, Zeichnungen, isometrische Darstellungen und Stücklisten liest und anwendetwie man Arbeitsabläufe plant und vorbereitet, Baustellen einrichtet und Arbeitsergebnisse kontrolliertwie man Nähte mit Dichtungsmassen und Bändern abdichtetworauf beim Herstellen von Blechformteilen zu achten istwelche Arbeiten beim Anbringen von Stütz- und Tragkonstruktionen anfallenwie man Werkzeuge, Geräte und Maschinen einrichtet und bedient, instand hält und Reparaturen veranlasstDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lerngebieten (z.B. technische Kommunikation, Wärmetechnik)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Dämmungen für den Wärme-, Kälte- und Schallschutz herstellen und an- bzw. einbringen, Ummantelungen aus Blechen anfertigen, Leichtwände und abgehängte Decken montieren und Dämmstoffe einbauenUmgebung: wechselnde Baustellen, z.T. Arbeit in Rohbauten (Kälte, Hitze, Nässe, Zugluft), Maschinenlärm, BaustaubKleidung: Schutzkleidung (z.B. Schutzhelm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe, z.T. Gehörschutz)Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verkleiden und Zuschneiden der Dämmstoffe)Umsicht (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten sowie mit mineral- oder glashaltigen Dämmstoffen)Teamfähigkeit (z.B. beim Montieren von Wänden und Decken)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Dämmschichtdicken und Materialbedarf zu berechnenWerken/Technik: z.B. um technische Zeichnungen anzufertigenPhysik: z.B. um Fensterrahmen fachgerecht gegen Kälte und Wärme zu isolieren

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Isolierfacharbeiter/in an:Bereich AusbauIndustrie-Isolierer/Industrie-IsoliererinAusbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt Wärme-, Kälte- und SchallschutzarbeitenAusbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt EstricharbeitenAusbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und MosaikarbeitenAusbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt StuckateurarbeitenAusbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt TrockenbauarbeitenAusbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt ZimmerarbeitenFachkraft für Holz- und BautenschutzarbeitenGemeinsamkeit:Dämm- und Isolierarbeiten im Ausbau bzw. zum Schutz von Gebäuden ausführen, dabei vergleichbare Materialien verarbeiten

Entwicklung der Ausbildung

1979:Anerkennung des Berufs Isolierer/in1997: Ausbildungsordnung für den Beruf Isolierfacharbeiter/inAufhebung des Vorläuferberufs Isolierer/Isoliererin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): Einführung einer Mindestausbildungsvergütung, Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei erfolgreichem Abschluss eines zweijährigen Ausbildungsberufs vom ersten Teil der Abschluss-/Gesellen- bzw. Zwischenprüfung eines darauf aufbauenden Ausbildungsberufs befreit sind.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Isolierfacharbeiter/in ist ein 2-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungIsolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Isolierfacharbeiter/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Isolierfacharbeiter/innen z.B. in Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder auch fertigen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Isolierung bis hin zu Bauzeichnen.Beruflich weiterkommenNach erfolgreicher Abschluss-/Gesellenprüfung können Isolierfacharbeiter/innen unter bestimmten Voraussetzungen ihre Ausbildung um ein Jahr fortsetzen und die Prüfung als Industrie-Isolierer/in ablegen. Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, z.B. die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Isolierung abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 69 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 35 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 26 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 9 Prozent verfügten über die Hochschulreife. 9 Prozent der Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen hatten vor Ausbildungsbeginn ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [35.0%]35mittlerer Bildungsabschluss [26.0%]26Hochschulreife [9.0%]9Sonstige [30.0%]30*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der Isolier-Industrie (ISAusbV) vom 31.01.1997 (BGBl. I S. 217)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin und Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 21.11.1996)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Nach bestandener Abschlussprüfung im Beruf Isolierfacharbeiter/in kann die Berufsausbildung ggf. in dem darauf aufbauenden Ausbildungsberuf Industrie-Isolierer/in fortgesetzt werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Isolierfacharbeiter/innen dämmen industrielle Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemission zu vermindern bzw. schädliche Einwirkungen, z.B. durch Feuchtigkeit, zu verhindern. Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämmtechniken aus und richten die Baustelle ein. Dann bauen sie z.B. Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen bzw. Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie ggf. noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Isolierfacharbeiter/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigen in Betrieben unterschiedlicher Branchen, wo Produktionsanlagen oder Maschinen gegen Wärme- und Kälteverlust oder Lärm isoliert werdenArbeitsorte:Isolierfacharbeiter/innen arbeiten in erster Liniean Montageorten innerhalb von Gebäuden sowie im Freien auf Baustellen oder dem Betriebsgeländein ProduktionshallenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [35.0%]35mittlerer Bildungsabschluss [26.0%]26Hochschulreife [9.0%]9Sonstige [30.0%]30*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verkleiden und Zuschneiden der Dämmstoffe)Umsicht (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten sowie mit mineral- oder glashaltigen Dämmstoffen)Teamfähigkeit (z.B. beim Montieren von Wänden und Decken)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Dämmschichtdicken und Materialbedarf zu berechnen)Werken/Technik (z.B. um technische Zeichnungen anzufertigen)Physik (z.B. um Fensterrahmen fachgerecht gegen Kälte und Wärme zu isolieren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €

Ist Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin in Deutschland typischerweise?

Isolierfacharbeiter/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Isolierbaubetriebe sowie Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus oder des Fahrzeugbaus): Produktionshallen, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Leuna (Sachsen-Anhalt):Berufsbildende Schulen II des Landkreises SaalekreisQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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