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Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik

Industriekeramiker/in Dekorationstechnik

Ausbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 93422

Was ist Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik?

Was macht man in diesem Beruf?Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik veredeln Porzellan, Gebrauchs- und Zierkeramik mit unterschiedlichen Dekorationstechniken. Sie bemalen Werkstücke z.B. mit Ränder-, Linien- oder Bänderdekors, mit Blumen und Ornamenten oder mit Schriften und Monogrammen. Hierzu tragen sie Farben und Edelmetalle wie Glanz- und Poliergold auch von Hand mit dem Pinsel auf. Sie wenden Dekorationsverfahren wie die Spritztechnik und den Siebdruck an oder kombinieren verschiedene Dekortechniken. Meist zeichnen und malen sie nach Vorlage, zum Teil entwerfen sie Schriften und Dekore aber auch selbst. Je nach Arbeitsverfahren glasieren, trocknen und brennen sie die dekorierten Objekte. Abschließend prüfen Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik die Qualität ihrer Arbeit, nehmen Verbesserungen vor und dokumentieren die Ergebnisse.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik finden Beschäftigung in Betrieben der Keramik- und Porzellanindustrie.Arbeitsorte:Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik arbeiten in erster Liniein Produktionshallenin Werkstättenin Spritzkabinenin ÄtzräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Lagerräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim maßgenauen Übertragen von Vorlagen auf Porzellan- und Keramikprodukte)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Bemalen von Werkstücken mit Pinseln und Zeichenfedern oder Glasieren von zu dekorierenden Werkstücken)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Dekoren, beim Umsetzen der Entwürfe)Schulfächer:Kunst/Werken (z.B. um Farbverläufe zu gestalten, Reliefs einzuritzen oder Dekore zu entwerfen)Chemie/Physik (z.B. unterschiedliche Trocknungs- und Brennverfahren)Mathematik (z.B. zur Berechnung von Mischungsverhältnisse bei Glasuren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.200 €2. Ausbildungsjahr: 1.250 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der keramischen Industrie): Werkstätten, ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Saarland in Selb (Bayern):Staatliches Berufliches Schulzentrum für Produktdesign und Prüftechnik Selbfür die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in Meißen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum Meißen-Radebeulfür die Länder Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Hermsdorf (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik veredeln Porzellan, Gebrauchs- und Zierkeramik mit unterschiedlichen Dekorationstechniken. Sie bemalen Werkstücke z.B. mit Ränder-, Linien- oder Bänderdekors, mit Blumen und Ornamenten oder mit Schriften und Monogrammen. Hierzu tragen sie Farben und Edelmetalle wie Glanz- und Poliergold auch von Hand mit dem Pinsel auf. Sie wenden Dekorationsverfahren wie die Spritztechnik und den Siebdruck an oder kombinieren verschiedene Dekortechniken. Meist zeichnen und malen sie nach Vorlage, zum Teil entwerfen sie Schriften und Dekore aber auch selbst. Je nach Arbeitsverfahren glasieren, trocknen und brennen sie die dekorierten Objekte. Abschließend prüfen Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik die Qualität ihrer Arbeit, nehmen Verbesserungen vor und dokumentieren die Ergebnisse.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik finden Beschäftigung in Betrieben der Keramik- und Porzellanindustrie.Arbeitsorte:Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik arbeiten in erster Liniein Produktionshallenin Werkstättenin Spritzkabinenin ÄtzräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Lagerräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorg...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungIndustriekeramiker/in DekorationstechnikBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik veredeln Porzellan, Gebrauchs- und Zierkeramik mit unterschiedlichen Dekorationstechniken. Sie bemalen Werkstücke z.B. mit Ränder-, Linien- oder Bänderdekors, mit Blumen und Ornamenten oder mit Schriften und Monogrammen. Hierzu tragen sie Farben und Edelmetalle wie Glanz- und Poliergold auch von Hand mit dem Pinsel auf. Sie wenden Dekorationsverfahren wie die Spritztechnik und den Siebdruck an oder kombinieren verschiedene Dekortechniken. Meist zeichnen und malen sie nach Vorlage, zum Teil entwerfen sie Schriften und Dekore aber auch selbst. Je nach Arbeitsverfahren glasieren, trocknen und brennen sie die dekorierten Objekte. Abschließend prüfen Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik die Qualität ihrer Arbeit, nehmen Verbesserungen vor und dokumentieren die Ergebnisse.Wo arbeitet man?Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik finden Beschäftigung in Betrieben der Keramik- und Porzellanindustrie.WeitereBerufe mit Keramik

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb:betriebliche und technische KommunikationPlanen und Organisieren von Arbeitsabläufen, Bewerten von Arbeitsergebnissen, GeschäftsprozesseUnterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Roh-, Hilfs- und Werkstoffen, keramisches RechnenFormgebung und VeredlungWarten und Pflegen von BetriebsmittelnTrocknen und BrennenDurchführen qualitätssichernder MaßnahmenAnfertigen von Linien- und Flächendekoren aus Grundformen1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:1. Ausbildungsjahr:Werkstoffinformationen auswertenRohstoffe für die Produktion auswählen und vorbereitenRoh-, Hilfsstoffe und Arbeitsmassen aufbereitenbildsame und unbildsame Arbeitsmassen formen2. Ausbildungsjahr:Halbfabrikate und Fertigprodukte durch thermische Prozesse verändernkeramische Produkte veredeln und nachbearbeitenDekore entwerfenDekore aus Grundformen anfertigenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb:Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten 18 MonatenZeichnen und MalenHandmalen von Schriften und MonogrammenAnfertigen von Dekoren aus kombinierten FormenAusführen von SpritztechnikenAusführen von Buntdruckdekoren3. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Linienmalereien, insbesondere Rändern, Linieren und Bändern, ausgeführt werden und wie man Flächendekore aufbringtwelche mechanischen und manuellen Veredlungstechniken es gibtwelche Trocknungs- und Brennverfahren es in der Keramik gibt und was bei der Überwachung des Trocknens und Brennens wichtig istwas bei Wartung und Pflege der Geräte und Maschinen zu beachten istwie man mit technischen Unterlagen umgeht und englische Fachbegriffe einsetztwie man Farben und Edelmetallpräparate, z.B. Poliergold, aufbringt, verschiedene Dekorarten kombiniert, die Keramiken mit unterschiedlichen Dekorbrandtechniken brennt, Dekorationsfehler erkennt und nachbearbeitetwie man Spritztechniken einsetzt, die nicht zu spritzenden Flächen abdeckt, die Farben von hell nach dunkel aufspritzt und die Spritzwerkzeuge reinigtwas man beim Malen und Zeichnen mit Bleistift, Feder und Wasserfarben beachten muss und wie man Schriften und Monogramme entwirft und maltwie Buntdruckdekorationen ausgeführt und Schiebebilder aufgebracht werdenwas bei der Qualitätskontrolle zu beachten ist und wie man Fertigungsfehler erkennt und beseitigt Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Werkstoffinformationen auswerten,...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Farben anmischen, Werkstücke reinigen, Farbspritzpistole betätigenUmgebung: Werkstätten, Produktionshallen (Hitze, Farb-, Lackdämpfe, Farbstaub)Kleidung: Schutzkleidung (z.B. hitzebeständige Handschuhe, Schutzbrille, ggf. Staubschutzmaske)Arbeitszeit: SchichtarbeitAnforderungen: Sorgfalt (z.B. beim maßgenauen Übertragen von Vorlagen auf Porzellan- und Keramikprodukte)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Bemalen von Werkstücken mit Pinseln und Zeichenfedern oder Glasieren von zu dekorierenden Werkstücken)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Dekoren sowie beim Umsetzen der Entwürfe)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel feinkeramische Industrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.200 €2. Ausbildungsjahr: 1.250 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €Quelle:Tarifregister Nordrhein-Westfalen, Stand Januar 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Kunst/ Werken: z.B. um Farbverläufe zu gestalten, Reliefs einzuritzen oder Dekore zu entwerfenChemie/ Physik: z.B. unterschiedliche Trocknungs- und BrennverfahrenMathematik: z.B. zur Berechnung von Mischungsverhältnisse bei Glasuren

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Industriekeramiker/in Dekorationstechnik an:Bereich KeramikKeramiker/KeramikerinFigurenkeramformer/FigurenkeramformerinIndustriekeramiker/Industriekeramikerin ModelltechnikIndustriekeramiker/Industriekeramikerin AnlagentechnikIndustriekeramiker/Industriekeramikerin VerfahrenstechnikGemeinsamkeit:Keramikprodukte herstellenBereich KunsthandwerkGlas- und Porzellanmaler/Glas- und PorzellanmalerinManufakturporzellanmaler/ManufakturporzellanmalerinGemeinsamkeit:keramische Oberflächen dekorieren und bemalen

Entwicklung der Ausbildung

1937:Anerkennung des Ausbildungsberufs Kerammaler/in1985:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Glas- und Kerammaler/in der Fachrichtung KerammalereiAufhebung des Vorläuferberufs Kerammaler/Kerammalerin2005:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung für den Beruf Industriekeramiker/in mit den Fachrichtungen Anlagentechnik, Dekorationstechnik, Modelltechnik, VerfahrenstechnikDie Ausbildungsordnung berücksichtigt veränderte technische Anforderungen, u.a. Bedienung moderner Formgebungsmaschinen, Durchführung von Qualitätsprüfungen.Aufhebung des Vorläuferberufs Glas- und Kerammaler/Glas- und Kerammalerin Fachrichtung Kerammalerei2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Industriekeramiker/in Dekorationstechnik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungIndustriekeramiker Dekorationstechnik/Industriekeramikerin Dekorationstechnik

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik in den Veredlungsabteilungen von Betrieben der Keramik- und Porzellanindustrie.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Keramikverarbeitung bis hin zu Druckverfahren.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Keramik abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Keramik-, Glastechnik erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 12 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 6 verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 3 besaßen die Hochschulreife. Zur Verteilung der übrigen Schulabschlüsse liegen keine Informationen vor.Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der keramischen Industrie vom 03.06.2005 (BGBl. I S. 1541)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Industriekeramiker Dekorationstechnik /Industriekeramikerin Dekorationstechnik (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 28.04.2005)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik veredeln Porzellan, Gebrauchs- und Zierkeramik mit unterschiedlichen Dekorationstechniken. Sie bemalen Werkstücke z.B. mit Ränder-, Linien- oder Bänderdekors, mit Blumen und Ornamenten oder mit Schriften und Monogrammen. Hierzu tragen sie Farben und Edelmetalle wie Glanz- und Poliergold auch von Hand mit dem Pinsel auf. Sie wenden Dekorationsverfahren wie die Spritztechnik und den Siebdruck an oder kombinieren verschiedene Dekortechniken. Meist zeichnen und malen sie nach Vorlage, zum Teil entwerfen sie Schriften und Dekore aber auch selbst. Je nach Arbeitsverfahren glasieren, trocknen und brennen sie die dekorierten Objekte. Abschließend prüfen Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik die Qualität ihrer Arbeit, nehmen Verbesserungen vor und dokumentieren die Ergebnisse.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik finden Beschäftigung in Betrieben der Keramik- und Porzellanindustrie.Arbeitsorte:Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik arbeiten in erster Liniein Produktionshallenin Werkstättenin Spritzkabinenin ÄtzräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Lagerräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim maßgenauen Übertragen von Vorlagen auf Porzellan- und Keramikprodukte)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Bemalen von Werkstücken mit Pinseln und Zeichenfedern oder Glasieren von zu dekorierenden Werkstücken)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Dekoren, beim Umsetzen der Entwürfe)Schulfächer:Kunst/Werken (z.B. um Farbverläufe zu gestalten, Reliefs einzuritzen oder Dekore zu entwerfen)Chemie/Physik (z.B. unterschiedliche Trocknungs- und Brennverfahren)Mathematik (z.B. zur Berechnung von Mischungsverhältnisse bei Glasuren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.200 €2. Ausbildungsjahr: 1.250 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €

Ist Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik in Deutschland typischerweise?

Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der keramischen Industrie): Werkstätten, ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Saarland in Selb (Bayern):Staatliches Berufliches Schulzentrum für Produktdesign und Prüftechnik Selbfür die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in Meißen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum Meißen-Radebeulfür die Länder Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Hermsdorf (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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