Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin
Industrie-Isolierer/in
Was ist Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Kunst, Kunstwissenschaft →Der Beruf Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:
– Church Music
Master · Hochschule für Musik Freiburg
– Elemental Music Pedagogy
Master · Hochschule für Musik Freiburg
3D Animation for Film and Games
Master · Technische Hochschule Köln
Accessory Design
Bachelor · Hochschule Pforzheim
Accordion
Bachelor · Hochschule für Musik Würzburg
Accordion
Master · Hochschule für Musik Würzburg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Industrie-Isolierer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Isolierbaubetriebe sowie Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus oder des Fahrzeugbaus): Produktionshallen, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Bautechnik (BS 08)für die Länder Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Leuna (Sachsen-Anhalt):Berufsbildende Schulen II des Landkreises SaalekreisQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf? Industrie-Isolierer/innen dämmen Rohre, Behälter, Maschinen und Gebäude in industriellen Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemissionen zu vermindern bzw. schädliche Einwirkungen, z.B. durch Feuchtigkeit, zu verhindern. Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämmtechniken aus und richten die Baustelle ein. Dann bauen sie z.B. Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen bzw. Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie ggf. noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Industrie-Isolierer/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Pro...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungIndustrie-Isolierer/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf? Industrie-Isolierer/innen dämmen Rohre, Behälter, Maschinen und Gebäude in industriellen Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemissionen zu vermindern bzw. schädliche Einwirkungen, z.B. durch Feuchtigkeit, zu verhindern. Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämmtechniken aus und richten die Baustelle ein. Dann bauen sie z.B. Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen bzw. Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie ggf. noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff.Wo arbeitet man?Industrie-Isolierer/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigenin Betrieben unterschiedlicher Branchen, wo Produktionsanlagen oder Maschinen gegen Wärme- u...
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen: Lesen und Anfertigen von Skizzen und ZeichnungenPlanen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Einrichten von Baustellen, Kontrollieren der ArbeitsergebnisseGrundfertigkeiten im TrockenbauAufstellen und Prüfen von Arbeits- und SchutzgerüstenArbeiten mit KunststoffenBearbeiten von BlechenHerstellen von Wärme-, Kälte- und SchalldämmungenAnbringen von UnterkonstruktionenUmmanteln von DämmungenInstandhalten von Werkzeugen und GerätenAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten: Sicherheitstechniktechnische KommunikationDämmstoffeUmmantelungenWärmeschutzKälteschutzWärmetechnikAufmaß und Abrechnung Zwischenprüfung am Ende des 2. Ausbildungsjahres bzw. Abschlussprüfung als Isolierfacharbeiter/in3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen: Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. AusbildungsjahrBeurteilen und Herstellen von DampfbremsenAufmessen, Aufreißen, Abwickeln, Zurichten und Montieren von FormstückenFeststellen von Störungen an Maschinen; Veranlassen von ReparaturenAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten: Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. AusbildungsjahrBrandschutzSchallschutzCNC-TechnikAbschlussprüfung als In...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Dämmstoffe gegen Wärme, Kälte und Schall befestigt wie man Kunststoffformteile und -schläuche zuschneidet und bearbeitetwie man vorgefertigte Bleche unter Berücksichtigung des Schallschutzes montiertwas beim Montieren von abgehängten Decken zu beachten istwie man Brandschutzanschlüsse herstelltwie Dampfbremsen geprüft werden und man ihre Wirkung beurteiltauf welche Weise man die Maße für Formstücke an betriebstechnischen Anlagen ermitteltwie man vorgefertigte Teile anpasst, ausrichtet und befestigt und wie man vorgefertigte Formstücke montiertwelche Maßnahmen der Qualitätssicherung man ergreifen kannwas beim Feststellen von Störungen an Maschinen und Geräten zu tun ist und wann Reparaturen veranlasst werden müssenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lerngebieten (z.B. Dämmstoffe, Wärmetechnik, Brandschutz)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Dämmungen für den Wärme-, Kälte- und Schallschutz herstellen und an- bzw. einbringen, Ummantelungen aus Blechen anfertigen, Leichtwände und abgehängte Decken montieren und Dämmstoffe einbauenUmgebung: wechselnde Baustellen, z.T. Arbeit in Rohbauten (Kälte, Hitze, Nässe, Zugluft), Maschinenlärm, BaustaubKleidung: Schutzkleidung (z.B. Schutzhelm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe, z.T. Gehörschutz)Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Ummanteln von Dämmungen mit Blechen und Zuschneiden von Kunststoffformteilen)Umsicht (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten sowie mit mineral- oder glashaltigen Dämmstoffen)Teamfähigkeit (z.B. beim Montieren von Wänden und Decken)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Flächen- und Materialberechnungen durchzuführenPhysik: z.B. um Fensterrahmen fachgerecht gegen Kälte und Wärme zu isolierenWerken/Technik: z.B. für die Arbeit mit Werkzeugen und Baugeräten
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Industrie-Isolierer/in an:Bereich AusbauBauwerksabdichter/BauwerksabdichterinDachdecker/DachdeckerinTrockenbaumonteur/TrockenbaumonteurinWärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/Wärme-, Kälte- und SchallschutzisoliererinGemeinsamkeit:Dämm-, Isolier- und Abdichtungsmaterialien verarbeitenBereich Versorgung und InstallationKlempner/KlempnerinGemeinsamkeit:Feinbleche bearbeiten und an Gebäuden bzw. Industrieausrüstungen befestigen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1979:Anerkennung des Berufs Isolierer/in 1997: Ausbildungsordnung für den Beruf Industrie-Isolierer/in Aufhebung des Vorläuferberufs Isolierer/Isoliererin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Industrie-Isolierer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungIndustrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Industrie-Isolierer/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Industrie-Isolierer/innen vor allem in Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigen. Ebenso sind sie im Hoch- und Ausbau in den Bereichen Wärmedämmung und Schallisolierung tätig.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Dämmung bis hin zu Brandschutz.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Isolierung abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 60 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 35 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 25 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 20 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 10 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [10.0%]10Hauptschulabschluss* [25.0%]25mittlerer Bildungsabschluss [35.0%]35Hochschulreife [20.0%]20Sonstige [10.0%]10*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der Isolier-Industrie (ISAusbV) vom 31.01.1997 (BGBl. I S. 217)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Isolierfacharbeiter/Isolierfacharbeiterin und Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 21.11.1996)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten
Eine abgeschlossene Ausbildung zum Isolierfacharbeiter/zur Isolierfacharbeiterin kann auf die Ausbildung zum Industrie-Isolierer/zur Industrie-Isoliererin angerechnet werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf? Industrie-Isolierer/innen dämmen Rohre, Behälter, Maschinen und Gebäude in industriellen Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemissionen zu vermindern bzw. schädliche Einwirkungen, z.B. durch Feuchtigkeit, zu verhindern. Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämmtechniken aus und richten die Baustelle ein. Dann bauen sie z.B. Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen bzw. Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie ggf. noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Industrie-Isolierer/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die kälte-, wärme- und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigenin Betrieben unterschiedlicher Branchen, wo Produktionsanlagen oder Maschinen gegen Wärme- und Kälteverlust oder Lärm isoliert werdenArbeitsorte:Industrie-Isolierer/innen arbeiten in erster Linie in Produktionshallen, an Montageorten innerhalb von Gebäuden sowie im Freien auf Baustellen oder dem Betriebsgelände.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [10.0%]10Hauptschulabschluss* [25.0%]25mittlerer Bildungsabschluss [35.0%]35Hochschulreife [20.0%]20Sonstige [10.0%]10*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Ummanteln von Dämmungen mit Blechen und Zuschneiden von Kunststoffformteilen)Umsicht (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten sowie mit mineral- oder glashaltigen Dämmstoffen)Teamfähigkeit (z.B. beim Montieren von Wänden und Decken)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächen- und Materialberechnungen durchzuführen)Physik (z.B. um Fensterrahmen fachgerecht gegen Kälte und Wärme zu isolieren)Werken/Technik (z.B. für die Arbeit mit Werkzeugen und Baugeräten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €
Ist Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin in Deutschland typischerweise? ▼
Industrie-Isolierer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Isolierbaubetriebe sowie Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus oder des Fahrzeugbaus): Produktionshallen, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Bautechnik (BS 08)für die Länder Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Leuna (Sachsen-Anhalt):Berufsbildende Schulen II des Landkreises SaalekreisQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Industrie-Isolierer/Industrie-Isoliererin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.