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Glasmacher/Glasmacherin

Glasmacher/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 21312

Was ist Glasmacher/Glasmacherin?

Was macht man in diesem Beruf?Glasmacher/innen stellen handgearbeitete oder mundgeblasene Artikel aus einer Kugel her, die sie zunächst aus einem flüssigen Glastropfen fertigen und dann mithilfe verschiedener Handwerkzeuge und der Glasmacherpfeife in die gewünschte Form bringen. Das fertig geformte Objekt überziehen sie anschließend ggf. mit Farbglas und versehen es beispielsweise mit Stielen und Henkeln. Auf diese Weise fertigen sie Becher und Kelchgläser an, aber auch Vasen, Kerzenhalter, Bowlengefäße, Schalen und Glasteller. Zur Anfertigung von Getränkeflaschen und Konservenglas sowie von Glaskolben und -röhren für Beleuchtung, Solartechnik und technisch-medizinische Zwecke setzen sie vollautomatische Maschinen ein, die sie auch pflegen und warten. Den Produktionsvorgang steuern und überwachen sie von Leitständen aus.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Glasmacher/innen finden Beschäftigungin der Glasindustriein Glashüttenin RecyclingbetriebenArbeitsorte:Glasmacher/innen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen in WerkstättenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt (z.B. beim Arbeiten mit dem zerbrechlichen Rohstoff Glas oder Durchführen von Qualitätskontrollen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. für die manuelle Herstellung von Glasprodukten)Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. Überwachen der Maschinen und Anlagen, Eingreifen bei Störungen)Technisches Verständnis (z.B. um Störungen im Produktionsprozess zu erkennen)Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Stehen unter Hitzebelastung)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Mischungsverhältnisse von Rohstoffen zu berechnen)Chemie (z.B. um verschiedene Stoffzusammensetzungen zu verstehen)Werken/Technik (z.B. um Schnittzeichnungen anzufertigen und Glasrohlinge zu formen)Physik (z.B. um Werkstoffeigenschaften richtig zu beurteilen oder Glasschmelze herzustellen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.125 €2. Ausbildungsjahr: 1.155 €3. Ausbildungsjahr: 1.295 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Glasmacher/Glasmacherin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Glasmacher/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Glasindustrie): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein in Zwiesel (Bayern):Glasfachschule Zwiesel Staatliches Berufliches Schulzentrum für Glasfür die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Ilmenau (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Arnstadt-IlmenauQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Glasmacher/innen stellen handgearbeitete oder mundgeblasene Artikel aus einer Kugel her, die sie zunächst aus einem flüssigen Glastropfen fertigen und dann mithilfe verschiedener Handwerkzeuge und der Glasmacherpfeife in die gewünschte Form bringen. Das fertig geformte Objekt überziehen sie anschließend ggf. mit Farbglas und versehen es beispielsweise mit Stielen und Henkeln. Auf diese Weise fertigen sie Becher und Kelchgläser an, aber auch Vasen, Kerzenhalter, Bowlengefäße, Schalen und Glasteller. Zur Anfertigung von Getränkeflaschen und Konservenglas sowie von Glaskolben und -röhren für Beleuchtung, Solartechnik und technisch-medizinische Zwecke setzen sie vollautomatische Maschinen ein, die sie auch pflegen und warten. Den Produktionsvorgang steuern und überwachen sie von Leitständen aus.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Glasmacher/innen finden Beschäftigungin der Glasindustriein Glashüttenin RecyclingbetriebenArbeitsorte:Glasmacher/innen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen in WerkstättenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt (z.B. beim Arbeiten mit dem zerbrechlichen Rohstoff Glas oder Durchführen von Qualitätskontrollen)Gesch...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungGlasmacher/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Glasmacher/innen stellen handgearbeitete oder mundgeblasene Artikel aus einer Kugel her, die sie zunächst aus einem flüssigen Glastropfen fertigen und dann mithilfe verschiedener Handwerkzeuge und der Glasmacherpfeife in die gewünschte Form bringen. Das fertig geformte Objekt überziehen sie anschließend ggf. mit Farbglas und versehen es beispielsweise mit Stielen und Henkeln. Auf diese Weise fertigen sie Becher und Kelchgläser an, aber auch Vasen, Kerzenhalter, Bowlengefäße, Schalen und Glasteller. Zur Anfertigung von Getränkeflaschen und Konservenglas sowie von Glaskolben und -röhren für Beleuchtung, Solartechnik und technisch-medizinische Zwecke setzen sie vollautomatische Maschinen ein, die sie auch pflegen und warten. Den Produktionsvorgang steuern und überwachen sie von Leitständen aus.Wo arbeitet man?Glasmacher/innen finden Beschäftigungin der Glasindustriein Glashüttenin RecyclingbetriebenWeitereBerufe mit Glas

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb: Kenntnisse der Glasschmelze und der wichtigsten Eigenschaften des GlasesAnfertigen und Umsetzen von EntwurfsskizzenAnfangen einer Glasmenge, Anfertigen eines KölbelsVorformen des Glaspostens sowie Formen durch GießenGlasmenge über Kölbel oder Nabel verarbeitenAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten: naturwissenschaftliche Grundlagenmathematische GrundlagenGrundlagen des FachzeichnensGrundlagen der GlasherstellungGlasartenVorformen von GlasFormgebung von Glas durch Einblasen, Pressen und SchleudernZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb: Fertigformen vorgeformter GlaspostenFreiformen von GlaspostenVerformen von Glasposten nach WiedererwärmenWiedererwärmen und Formen geblasener GlasgegenständeÜberfangen von GlaspostenFormen und Ansetzen von GlasrohlingenQualitätssicherungAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten: Freiformen von GlasHeißveredelung von GlasAnlagen und MaschinenWeiterverarbeiten und VeredelnQualitätssicherungAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:was bei der Schmelzführung, Läuterungund bei der manuellen Heißverarbeitung des Glases zu beachten istwie man fertige Glasartikel abschlägt und sie zur Kühlung überführtworauf beim Anfangen einer Glasmenge und beim Anfertigen eines Kölbels zu achten istwelche Regeln für die Zusammensetzung mehrerer Glassorten existierenwie man Glasposten an einen vorgeblasenen Glasrohling ansetztwie man Ursachen von Glas- und Arbeitsfehlern beseitigt bzw. ihre Beseitigung veranlasstwie man Glasposten freiformt, z.B. durch Ausschwenken, Ausschneiden, Schleudern, Spinnen, Reißenwie man Glasposten wiedererwärmt und sie mit Farbglas, Farbzapfen, Überfangmänteln oder Trichtern überfängtwie Glasmassen für Stiel- und Bodenglas aufgesetzt und abgeschnitten werdenworauf beim Fertigformen vorgeformter Glasposten zu achten istDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Gebieten (z.B. Glassorten, Qualitätssicherung, Formgebung von Glas durch Einblasen, Pressen und Schleudern)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Öfen überwachen, Maschinen beschicken und bedienen, Glaserzeugnisse veredelnUmgebung: Hitze oder Maschinenlärm in ProduktionshallenKleidung: Schutzkleidung (z.B. hitzebeständige Handschuhe, Schutzbrille)Arbeitszeit: z.T. SchichtarbeitAnforderungen:Sorgfalt (z.B. beim Arbeiten mit dem zerbrechlichen Rohstoff Glas oder Durchführen von Qualitätskontrollen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. für die manuelle Herstellung von Glasprodukten)Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. Überwachen der Maschinen und Anlagen, Eingreifen bei Störungen)Technisches Verständnis (z.B. um Störungen im Produktionsprozess zu erkennen)Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Stehen unter Hitzebelastung)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Glasindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.125 €2. Ausbildungsjahr: 1.155 €3. Ausbildungsjahr: 1.295 €Quelle:IG Bergbau, Chemie, Energie, Stand August 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Mischungsverhältnisse von Rohstoffen zu berechnenChemie: z.B. um verschiedene Stoffzusammensetzungen zu verstehenWerken/Technik: z.B. um Schnittzeichnungen anzufertigen und Glasrohlinge zu formenPhysik: z.B. um Werkstoffeigenschaften richtig zu beurteilen oder Glasschmelze herzustellen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Glasmacher/in an:Bereich GlasVerfahrensmechaniker/Verfahrensmechanikerin - GlastechnikGlasapparatebauer/GlasapparatebauerinLeuchtröhrenglasbläser/LeuchtröhrenglasbläserinThermometermacher/Thermometermacherin Fachrichtung ThermometerblasenFlachglastechnologe/FlachglastechnologinGlasveredler/Glasveredlerin Fachrichtung Kanten- und FlächenveredlungThermometermacher/Thermometermacherin Fachrichtung ThermometerjustierenGemeinsamkeit:Glaswaren herstellenBereich KunsthandwerkGlasbläser/Glasbläserin Fachrichtung GlasgestaltungGlasbläser/Glasbläserin Fachrichtung ChristbaumschmuckGlasbläser/Glasbläserin Fachrichtung KunstaugenGlasveredler/Glasveredlerin Fachrichtung Glasmalerei und KunstverglasungGlasveredler/Glasveredlerin Fachrichtung Schliff und GravurGemeinsamkeit:Glasprodukte gestalten bzw. kunsthandwerklich be- und verarbeiten

Entwicklung der Ausbildung

1940:Anerkennung der Berufe Wirtschaftsglasmacher/in, Kelchglasmacher/in, Beleuchtungsglasmacher/in, Becherglasmacher/in, Flaschenglasmacher/in, Geräteglasmacher/in und Kolbenglasmacher/in1968:Entstehung des Berufs Hohl- und Kelchglasmacher/in1985:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Glasmacher/in tritt in KraftAufhebung des Vorläuferberufs Hohl- und Kelchglasmacher/Hohl- und Kelchglasmacherin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Glasmacher/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungGlasmacher/Glasmacherin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Glasmacher/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Glasmacher/innen in Betrieben der Glasindustrie, in Glashütten oder in Recyclingbetrieben.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Glasverarbeitung bis hin zu Fertigungstechnik.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Glas abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Keramik-, Glastechnik erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 3 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. Zur schulischen Vorbildung liegen keine Informationen vor.Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Glasmacher/zur Glasmacherin (Glasmacher-Ausbildungsverordnung - GlasmAusbV) vom 15.07.1985 (BGBl. I S. 1524)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Glasmacher/Glasmacherin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 26.07.1985)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Glasmacher/Glasmacherin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Glasmacher/Glasmacherin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Glasmacher/innen stellen handgearbeitete oder mundgeblasene Artikel aus einer Kugel her, die sie zunächst aus einem flüssigen Glastropfen fertigen und dann mithilfe verschiedener Handwerkzeuge und der Glasmacherpfeife in die gewünschte Form bringen. Das fertig geformte Objekt überziehen sie anschließend ggf. mit Farbglas und versehen es beispielsweise mit Stielen und Henkeln. Auf diese Weise fertigen sie Becher und Kelchgläser an, aber auch Vasen, Kerzenhalter, Bowlengefäße, Schalen und Glasteller. Zur Anfertigung von Getränkeflaschen und Konservenglas sowie von Glaskolben und -röhren für Beleuchtung, Solartechnik und technisch-medizinische Zwecke setzen sie vollautomatische Maschinen ein, die sie auch pflegen und warten. Den Produktionsvorgang steuern und überwachen sie von Leitständen aus.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Glasmacher/innen finden Beschäftigungin der Glasindustriein Glashüttenin RecyclingbetriebenArbeitsorte:Glasmacher/innen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen in WerkstättenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt (z.B. beim Arbeiten mit dem zerbrechlichen Rohstoff Glas oder Durchführen von Qualitätskontrollen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. für die manuelle Herstellung von Glasprodukten)Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. Überwachen der Maschinen und Anlagen, Eingreifen bei Störungen)Technisches Verständnis (z.B. um Störungen im Produktionsprozess zu erkennen)Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Stehen unter Hitzebelastung)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Mischungsverhältnisse von Rohstoffen zu berechnen)Chemie (z.B. um verschiedene Stoffzusammensetzungen zu verstehen)Werken/Technik (z.B. um Schnittzeichnungen anzufertigen und Glasrohlinge zu formen)Physik (z.B. um Werkstoffeigenschaften richtig zu beurteilen oder Glasschmelze herzustellen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.125 €2. Ausbildungsjahr: 1.155 €3. Ausbildungsjahr: 1.295 €

Ist Glasmacher/Glasmacherin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Glasmacher/Glasmacherin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Glasmacher/Glasmacherin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Glasmacher/Glasmacherin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Glasmacher/Glasmacherin in Deutschland typischerweise?

Glasmacher/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Glasindustrie): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein in Zwiesel (Bayern):Glasfachschule Zwiesel Staatliches Berufliches Schulzentrum für Glasfür die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Ilmenau (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Arnstadt-IlmenauQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Glasmacher/Glasmacherin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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