Fachkraft für Fruchtsafttechnik
Fachkraft - Fruchtsafttechnik
Was ist Fachkraft für Fruchtsafttechnik?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Fachkraft für Fruchtsafttechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Fachkräfte für Fruchtsafttechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Fruchtsaftindustrie): Produktionshallen, Lager, Kühlräume, Betriebslabors, im Freien bei der Annahme der RohstoffeBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Geisenheim (Hessen):Berufliche Schulen Rheingau des Rheingau-Taunus-KreisesQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Fruchtsafttechnik stellen Obst- und Gemüsesäfte sowie Fruchtweine her. Als Ausgangsstoffe verwenden sie frisches Obst und Gemüse sowie Fruchtsaftkonzentrate und Wasser. Sie überwachen die Rohstoffauswahl und alle Verarbeitungsprozesse. Mithilfe von Maschinen reinigen sie Früchte oder Gemüse, pressen den Saft heraus oder passieren die verwertbaren Rohstoffteile, wie etwa Fruchtfleisch. Schließlich mischen sie weitere Zutaten wie Aromastoffe, Zucker und Wasser zu. Bei der Herstellung von Fruchtweinen und Fruchtschaumweinen überwachen sie die Gärung der Fruchtmaische. Sie pasteurisieren die Getränke in der Regel, um diese haltbar zu machen. Schließlich füllen sie den fertigen Saft in Flaschen, Dosen oder Kartons ab. Während der gesamten Produktion beachten sie sorgfältig Hygienevorschriften. Da die Herstellungsvorgänge teilweise automatisiert sind, bedienen und überwachen sie auch computergesteuerte Anlagen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachkräfte für Fruchtsafttechnik finden Beschäftigungin Betrieben der Fruchtsaftindustriein Betrieben der ObstweinherstellungArbeitsorte:Fachkräfte für Fruchtsafttechnik arbeiten in erster Liniein Produktionshallenin Lager- und KühlräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freien in...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungFachkraft für FruchtsafttechnikBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Fruchtsafttechnik stellen Obst- und Gemüsesäfte sowie Fruchtweine her. Als Ausgangsstoffe verwenden sie frisches Obst und Gemüse sowie Fruchtsaftkonzentrate und Wasser. Sie überwachen die Rohstoffauswahl und alle Verarbeitungsprozesse. Mithilfe von Maschinen reinigen sie Früchte oder Gemüse, pressen den Saft heraus oder passieren die verwertbaren Rohstoffteile, wie etwa Fruchtfleisch. Schließlich mischen sie weitere Zutaten wie Aromastoffe, Zucker und Wasser zu. Bei der Herstellung von Fruchtweinen und Fruchtschaumweinen überwachen sie die Gärung der Fruchtmaische. Sie pasteurisieren die Getränke in der Regel, um diese haltbar zu machen. Schließlich füllen sie den fertigen Saft in Flaschen, Dosen oder Kartons ab. Während der gesamten Produktion beachten sie sorgfältig Hygienevorschriften. Da die Herstellungsvorgänge teilweise automatisiert sind, bedienen und überwachen sie auch computergesteuerte Anlagen.Wo arbeitet man?Fachkräfte für Fruchtsafttechnik finden Beschäftigungin Betrieben der Fruchtsaftindustriein Betrieben der ObstweinherstellungWeitereBerufe mit Getränken
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Kenntnisse des AusbildungsbetriebesAuswählen, Annehmen, Lagern und Verarbeiten von Früchten und Gemüse zu Saft und MarkAuswählen, Prüfen und Verarbeiten der HalbwareAufbereiten von Trinkwasser und Herstellen von entmineralisiertem WasserAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten:Inhaltsstoffe von Obst und GemüseLebensmittelhygiene und LebensmittelrechtWerkstoffkundechemisch-physikalische TechnikMathematikLabor- und VerfahrenstechnikTechnologie der SaftherstellungKonzentratherstellung und AromarückgewinnungZwischenprüfung vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. AusbildungsjahrHaltbarmachen, Lagern und Überwachen von Saft und MarkHerstellen von Fruchtwein und FruchtschaumweinAbfüllen, Ausstatten, Lagern, Versandfertigmachen und Transportieren der FertigwareAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. AusbildungsjahrVerarbeitung von Gemüse, tropischen und subtropischen FrüchtenAbfülltechnikFrucht- und DessertweineFertigungstechnikAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie die einzelnen Rohwaren (Obst und Gemüse) angenommen, gelagert, geprüft, verlesen und gereinigt bzw. ggf. aufgetaut werdenwie Obst und Gemüse sortenbedingt entsteint, zerkleinert, gedämpft, passiert und enzymatisch behandelt wirdworan man beim Vorklären, Separieren, Schönen und Filtrieren von Säften denken musswas beim Umgang mit Oechsle-Waagen, Refraktometern und pH-Metern beachtet werden musswie man Geräte und Anlagen, zum Beispiel Entsteinungsmaschinen und Obstreinigungsanlagen, bedient und wartetwie Frucht- und Gemüsemark gewonnen werdenwie Fertigware durch Mischen, Fermentieren, Schönen und Filtrieren hergestellt sowie versandfertig gemacht, kommissioniert und transportiert wirdwie Konzentrate und Halbkonzentrate hergestellt und haltbar gemacht werdenwie man Rezepturen zur Herstellung von Fruchtsäften, Fruchtnektaren und Fruchtsaftgetränken erstelltwas man für die Produktion von Fruchtwein und Fruchtschaumwein wissen mussDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Gebieten (z.B. Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse, Technologie der Saftherstellung)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Früchte und Gemüse entgegennehmen, maschinell zerkleinern und auspressen, Aroma- und Hilfsmittel zugeben, Abfüllanlagen steuern Umgebung: Maschinenlärm an Zerkleinerungs- und AbfüllanlagenKleidung: Arbeitskleidung, z.B. Handschuhe, Schürzen, z.T. GehörschutzArbeitszeit: z.T. SchichtarbeitAnforderungen:Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Überwachen von Produktionsanlagen) Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Reinigen und Instandhalten der Produktionsanlagen)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Mischen von Säften und Konzentraten mit Wasser und Zusatzstoffen, beim Befolgen lebensmittelrechtlicher Vorschriften)An der BerufsschuleUnterricht als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 1.000 € bis 1.333 €2. Ausbildungsjahr: 1.130 € bis 1.412 €3. Ausbildungsjahr: 1.212 € bis 1.507 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Volumen- und Mischungsverhältnisse zu berechnenChemie: z.B. um Roh- und Hilfsstoffe fachgerecht zu verarbeitenPhysik: z.B. um Entsteinungsmaschinen zu wartenBiologie: z.B. um Früchte und Gemüse zu lagernWerken/Technik: z.B. um Produktionsanlagen einzurichten
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachkraft für Fruchtsafttechnik an:Bereich GetränkeWeintechnologe/WeintechnologinBrauer und Mälzer/Brauerin und MälzerinBrenner/BrennerinDestillateur/DestillateurinMilchtechnologe/MilchtechnologinGemeinsamkeit:Geräte und technische Geräte im Bereich der Getränkeherstellung bedienen und überwachenBereich LebensmittelFachkraft für LebensmitteltechnikVerfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin - Mühlen- und Getreidewirtschaft - AgrarlagerVerfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin - Mühlen- und Getreidewirtschaft - MüllereiGemeinsamkeit:Maschinen und Anlagen unter Beachtung der Hygienevorschriften bedienen, Qualitätsprüfungen durchführen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1950:Anerkennung des Berufs Süßmoster/in 1984:Anerkennung des Berufs Fachkraft für Fruchtsafttechnik Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Fachkraft für Fruchtsafttechnik tritt in KraftAufhebung des Vorläuferberufs Süßmoster/Süßmosterin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungFachkraft für Fruchtsafttechnik
▶ Ausbildungsvergütung (Bayern)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.195 €2. Ausbildungsjahr: 1.341 €3. Ausbildungsjahr: 1.507 €Quelle:Bayerisches Tarifregister (BTR), Stand September 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Bremen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.071 €2. Ausbildungsjahr: 1.130 €3. Ausbildungsjahr: 1.212 €Quelle:Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten NGG, Stand April 2023Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Hessen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.333 €2. Ausbildungsjahr: 1.412 €3. Ausbildungsjahr: 1.483 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand März 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Hamburg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.200 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Saarland)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.314 €2. Ausbildungsjahr: 1.349 €3. Ausbildungsjahr: 1.398 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand März 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Fachkräfte für Fruchtsafttechnik verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Fachkräfte für Fruchtsafttechnik in Betrieben der Fruchtsaftindustrie oder in Betrieben der Obstweinherstellung.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Getränkeherstellung bis hin zu Lebensmittelrecht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Getränkebetriebsmeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Brauerei-, Getränketechnologie erwerben.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 27 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 44 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 33 Prozent besaßen die Hochschulreife. 22 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [22.0%]22mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [33.0%]33Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Ausbildungsvergütung (Niedersachsen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.071 €2. Ausbildungsjahr: 1.130 €3. Ausbildungsjahr: 1.212 €Quelle:Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten NGG, Stand April 2023Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Rheinland-Pfalz)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.314 €2. Ausbildungsjahr: 1.349 €3. Ausbildungsjahr: 1.398 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand März 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik (FrSaftAusbV) vom 25.06.1984 (BGBl. I S. 774)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Fachkraft für Fruchtsafttechnik (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 09.08.1984)
▶ Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.231 €2. Ausbildungsjahr: 1.325 €3. Ausbildungsjahr: 1.480 €Quelle:Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten NGG, Stand April 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Schleswig-Holstein)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.200 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten
Eine abgeschlossene Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer/in mit dem Schwerpunkt Lebensmitteltechnik kann auf die Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik angerechnet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Nordrhein-Westfalen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Erfrischungsgetränkeindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.132 €2. Ausbildungsjahr: 1.314 €3. Ausbildungsjahr: 1.505 €Quelle:Tarifregister Nordrhein-Westfalen, Stand Mai 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Fachkraft für Fruchtsafttechnik
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Fachkraft für Fruchtsafttechnik in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Fruchtsafttechnik stellen Obst- und Gemüsesäfte sowie Fruchtweine her. Als Ausgangsstoffe verwenden sie frisches Obst und Gemüse sowie Fruchtsaftkonzentrate und Wasser. Sie überwachen die Rohstoffauswahl und alle Verarbeitungsprozesse. Mithilfe von Maschinen reinigen sie Früchte oder Gemüse, pressen den Saft heraus oder passieren die verwertbaren Rohstoffteile, wie etwa Fruchtfleisch. Schließlich mischen sie weitere Zutaten wie Aromastoffe, Zucker und Wasser zu. Bei der Herstellung von Fruchtweinen und Fruchtschaumweinen überwachen sie die Gärung der Fruchtmaische. Sie pasteurisieren die Getränke in der Regel, um diese haltbar zu machen. Schließlich füllen sie den fertigen Saft in Flaschen, Dosen oder Kartons ab. Während der gesamten Produktion beachten sie sorgfältig Hygienevorschriften. Da die Herstellungsvorgänge teilweise automatisiert sind, bedienen und überwachen sie auch computergesteuerte Anlagen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachkräfte für Fruchtsafttechnik finden Beschäftigungin Betrieben der Fruchtsaftindustriein Betrieben der ObstweinherstellungArbeitsorte:Fachkräfte für Fruchtsafttechnik arbeiten in erster Liniein Produktionshallenin Lager- und KühlräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freien in der RohstoffannahmeWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [22.0%]22mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [33.0%]33Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Überwachen von Produktionsanlagen) Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Reinigen und Instandhalten der Produktionsanlagen)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Mischen von Säften und Konzentraten mit Wasser und Zusatzstoffen, beim Befolgen lebensmittelrechtlicher Vorschriften)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Volumen- und Mischungsverhältnisse zu berechnen)Chemie (z.B. um Roh- und Hilfsstoffe fachgerecht zu verarbeiten)Physik (z.B. um Entsteinungsmaschinen zu warten)Biologie (z.B. um Früchte und Gemüse zu lagern)Werken/Technik (z.B. um Produktionsanlagen einzurichten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):1. Ausbildungsjahr: 1.000 € bis 1.333 €2. Ausbildungsjahr: 1.130 € bis 1.412 €3. Ausbildungsjahr: 1.212 € bis 1.507 €
Ist Fachkraft für Fruchtsafttechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Fachkraft für Fruchtsafttechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Fachkraft für Fruchtsafttechnik qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Fachkraft für Fruchtsafttechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Fachkraft für Fruchtsafttechnik in Deutschland typischerweise? ▼
Fachkräfte für Fruchtsafttechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Fruchtsaftindustrie): Produktionshallen, Lager, Kühlräume, Betriebslabors, im Freien bei der Annahme der RohstoffeBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Geisenheim (Hessen):Berufliche Schulen Rheingau des Rheingau-Taunus-KreisesQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Fachkraft für Fruchtsafttechnik in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.