Was ist Destillateur/Destillateurin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Destillateur/Destillateurin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Destillateure und Destillateurinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Destillationsbetriebe): Produktionshallen, Lager, LaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Dortmund (Nordrhein-Westfalen): Fritz-Henßler-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Destillateure und Destillateurinnen produzieren hochwertige Spirituosen beispielsweise aus Früchten, Kräutern und Agraralkohol. Sie erzeugen Essenzen, Sirupe und ätherische Öle oder mischen hochprozentigen Alkohol, Aromastoffe, Zucker und Wasser nach Rezept zu Likör, Weinbrand oder Rum. Dabei bedienen und überwachen sie automatisierte Produktionseinrichtungen. Um die Qualität der Produkte zu gewährleisten, bestimmen sie den Alkohol- und Extraktgehalt, Säure und Dichte und kontrollieren Aussehen, Geruch und Geschmack der Erzeugnisse. Sie halten die Hygienevorschriften ein und reinigen bzw. desinfizieren ihre Maschinen, Behälter, Filter, Rohrleitungssysteme und Räume regelmäßig. Zudem füllen sie die fertigen Spirituosen ab, lagern und vermarkten diese.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Destillateure und Destillateurinnen finden Beschäftigungbei Branntwein- und Likörherstellernin BrennereienArbeitsorte:Destillateure und Destillateurinnen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen von Spirituosen herstellenden Betrieben und Brennereienin Lagerhallenin der Abfüllungin Laborsggf. im FreienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlü...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungDestillateur/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Destillateure und Destillateurinnen produzieren hochwertige Spirituosen beispielsweise aus Früchten, Kräutern und Agraralkohol. Sie erzeugen Essenzen, Sirupe und ätherische Öle oder mischen hochprozentigen Alkohol, Aromastoffe, Zucker und Wasser nach Rezept zu Likör, Weinbrand oder Rum. Dabei bedienen und überwachen sie automatisierte Produktionseinrichtungen. Um die Qualität der Produkte zu gewährleisten, bestimmen sie den Alkohol- und Extraktgehalt, Säure und Dichte und kontrollieren Aussehen, Geruch und Geschmack der Erzeugnisse. Sie halten die Hygienevorschriften ein und reinigen bzw. desinfizieren ihre Maschinen, Behälter, Filter, Rohrleitungssysteme und Räume regelmäßig. Zudem füllen sie die fertigen Spirituosen ab, lagern und vermarkten diese.Wo arbeitet man?Destillateure und Destillateurinnen finden Beschäftigungbei Branntwein- und Likörherstellernin BrennereienWeitereBerufe mit Getränken
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Kenntnisse des AusbildungsbetriebesBedienen und Warten der technischen EinrichtungenKontrollieren der Rohstoffe, Halbfabrikate und SpirituosenHerstellen von Halbfabrikaten und SpirituosenLagern der Rohstoffe, Halbfabrikate und SpirituosenLagern der Rohstoffe, Halbfabrikate und Spirituosen, Klären und FiltrierenAbfüllen von SpirituosenAusbildung in der Berufsschule:berufsbezogen: z.B. Technologie, technische Mathematikallgemeinbildend: z.B. Deutsch, Wirtschafts- und SozialkundeZwischenprüfung vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres2. und 3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrAusbildung in der Berufsschule:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man den Alkoholgehalt extraktfreier Erzeugnisse nach Volumen- und Gewichtsprozenten bestimmt wie Zuckerlösungen berechnet und hergestellt werdenwie Rohstoffe und Halbfabrikate gemessen und gewogen werdenwie man technische Einrichtungen für die Abfüllung, Verschließung, Ausstattung und Verpackung von Spirituosenflaschen in Betrieb nimmt und ggf. wartet wie Fruchtsäfte und Fertigerzeugnisse auf Aussehen, Geruch und Geschmack geprüft werdenwie Halbfabrikate für die Spirituosenherstellung, insbesondere Essenzen, ätherische Öle und Sirupe ausgewählt werdenwie Extraktgehalt, Dichte und Alkoholmenge bestimmt werdenwie man alkoholische Rohstoffe, insbesondere Sprit-, Korn- und Weindestillate, Obstbranntweine und Rum auf Geruchs-, Geschmacks- und andere Fehler prüft wie Rohstoffe destilliert werdenwie Essenzen nach Rezeptur gemischt werdenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:auf berufsspezifischen Gebietenin allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Behälter mit Alkohol füllen, Alkohol und Essenzen mischen, Produktionseinrichtungen bedienen, Maschinen, Behälter, Rohrleitungen reinigen und desinfizierenUmgebung: Temperaturschwankungen, Gerüche und Maschinenlärm in Produktionshallen und KellernKleidung: Arbeitskleidung, ggf. Gummistiefel und -handschuhe, z.T. GehörschutzArbeitszeit: z.T. SchichtarbeitAnforderungen:Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Überwachen von Produktionsanlagen) Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Reinigen und Instandhalten der Produktionsanlagen)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim exakten Einhalten der Brenntemperaturen, beim Befolgen lebensmittelrechtlicher sowie der Zoll- und Steuervorschriften)An der BerufsschuleUnterricht als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Spirituosenindustrie und Brennereien (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 740 € bis 1.175 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 1.245 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.295 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Gewichtsberechnungen durchzuführenPhysik: z.B. um Siedepunkte von Flüssigkeiten zu berücksichtigenChemie: z.B. um Trennvorgänge bei der Herstellung von Extrakten zu verstehen
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Destillateur/in an:Bereich GetränkeBrenner/BrennerinFachkraft für FruchtsafttechnikBrauer und Mälzer/Brauerin und MälzerinWeintechnologe/WeintechnologinGemeinsamkeit:Geräte und technische Anlagen im Bereich der Getränkeherstellung bedienen und überwachenBereich LebensmittelFachkraft für LebensmitteltechnikVerfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin - Mühlen- und Getreidewirtschaft - AgrarlagerVerfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin - Mühlen- und Getreidewirtschaft - MüllereiGemeinsamkeit:Maschinen und Anlagen unter Beachtung der Hygienevorschriften bedienen, Qualitätsprüfungen durchführen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1937:Anerkennung des Berufs Destillateur/in 1951:Erlass zur Neufassung des Berufsbilds1981:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Destillateur/in tritt in KraftStaatliche Anerkennung des Ausbildungsberufs Destillateur/in 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Destillateur/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungDestillateur/Destillateurin
▶ Ausbildungsvergütung (Hessen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Spirituosenindustrie und Brennereien (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.175 €2. Ausbildungsjahr: 1.245 €3. Ausbildungsjahr: 1.295 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Destillateure und Destillateurinnen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Destillateure und Destillateurinnen in Alkoholbrennereien und Betrieben der Branntwein- und Likörherstellung.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Getränkeherstellung bis hin zu Lebensmittelrecht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Destillateurmeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Lebensmitteltechnologie erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer Alkoholbrennerei oder einem Herstellungsbetrieb für Spirituosen, Essige oder andere Destillate.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 27 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 67 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 33 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [67.0%]67Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Ausbildungsvergütung (Rheinland-Pfalz)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Spirituosenindustrie und Brennereien (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.175 €2. Ausbildungsjahr: 1.245 €3. Ausbildungsjahr: 1.295 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschrift und Empfehlung zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Destillateur/zur Destillateurin (DestAusbV) vom 22.01.1981 (BGBl. I S. 109)
▶ Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Spirituosenindustrie und Brennereien (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 740 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IHK Stuttgart, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Destillateur/Destillateurin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Destillateur/Destillateurin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Destillateure und Destillateurinnen produzieren hochwertige Spirituosen beispielsweise aus Früchten, Kräutern und Agraralkohol. Sie erzeugen Essenzen, Sirupe und ätherische Öle oder mischen hochprozentigen Alkohol, Aromastoffe, Zucker und Wasser nach Rezept zu Likör, Weinbrand oder Rum. Dabei bedienen und überwachen sie automatisierte Produktionseinrichtungen. Um die Qualität der Produkte zu gewährleisten, bestimmen sie den Alkohol- und Extraktgehalt, Säure und Dichte und kontrollieren Aussehen, Geruch und Geschmack der Erzeugnisse. Sie halten die Hygienevorschriften ein und reinigen bzw. desinfizieren ihre Maschinen, Behälter, Filter, Rohrleitungssysteme und Räume regelmäßig. Zudem füllen sie die fertigen Spirituosen ab, lagern und vermarkten diese.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Destillateure und Destillateurinnen finden Beschäftigungbei Branntwein- und Likörherstellernin BrennereienArbeitsorte:Destillateure und Destillateurinnen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen von Spirituosen herstellenden Betrieben und Brennereienin Lagerhallenin der Abfüllungin Laborsggf. im FreienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [67.0%]67Worauf kommt es an?Anforderungen:Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Überwachen von Produktionsanlagen) Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Reinigen und Instandhalten der Produktionsanlagen)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim exakten Einhalten der Brenntemperaturen, beim Befolgen lebensmittelrechtlicher sowie der Zoll- und Steuervorschriften)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Gewichtsberechnungen durchzuführen)Physik (z.B. um Siedepunkte von Flüssigkeiten zu berücksichtigen)Chemie (z.B. um Trennvorgänge bei der Herstellung von Extrakten zu verstehen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):1. Ausbildungsjahr: 740 € bis 1.175 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 1.245 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.295 €
Ist Destillateur/Destillateurin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Destillateur/Destillateurin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Destillateur/Destillateurin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Destillateur/Destillateurin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Destillateur/Destillateurin in Deutschland typischerweise? ▼
Destillateure und Destillateurinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Destillationsbetriebe): Produktionshallen, Lager, LaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Dortmund (Nordrhein-Westfalen): Fritz-Henßler-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Destillateur/Destillateurin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.