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Bodenleger/Bodenlegerin

Bodenleger/in

Ausbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 33102

Was ist Bodenleger/Bodenlegerin?

Was macht man in diesem Beruf?Bodenleger/innen statten Räume mit Teppich-, Linoleum-, PVC- und Korkböden oder Belägen aus anderem Material wie Laminat oder Fertigparkett aus. Sie berechnen den Materialbedarf und transportieren Platten oder Rollen zum Verlegeort. Gegebenenfalls beraten sie auch Kunden bei der Auswahl von Bodenbelägen. Vor dem Auslegen prüfen sie den Untergrund, glätten ihn, gleichen ihn aus und stellen z.B. Unterbodenkonstruktionen her. Anschließend schneiden sie Beläge zu und kleben diese auf den Untergrund. Elastische Beläge wie Kunststoffplatten verschweißen sie thermisch oder chemisch oder fugen sie aus. Bei Bedarf reinigen und versiegeln sie die Böden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bodenleger/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die Fußböden oder Parkett verlegenin Firmen des Raumausstatterhandwerksin Trockenbauunternehmenim MessebauArbeitsorte:Bodenleger/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Wohn- und Geschäftsräumen oder in Rohbautenauf MessenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin VerkaufsräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [15.0%]15Hauptschulabschluss* [52.0%]52mittlerer Bildungsabschluss [23.0%]23Hochschulreife [7.0%]7Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Zuschneiden und Einpassen von Teppichbodenbahnen oder Kunststoffplatten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verlegen von Bodenbelägen auf Treppen oder auf winkeligen Flächen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Erstellen von Verlegeplänen)Gute körperliche Konstitution (z.B. Arbeit auf Knien über längere Zeiträume, z.T. Heben und Tragen schwerer Teppichrollen)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächen oder Materialbedarf zu berechnen)Werken/Technik (z.B. um Korkoberflächen schleifen und Maschinen bedienen zu können)Physik (z.B. Verständnis von Grundlagen der Wärmelehre beim Einbau von Dämmstoffen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 € (Baugewerbe), 940 € (Handwerk)2. Ausbildungsjahr: 1.351 € (Baugewerbe), 990 € (Handwerk)3. Ausbildungsjahr: 1.610 € (Baugewerbe), 1.060 € (Handwerk)

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Bodenleger/Bodenlegerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Bodenleger/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Ausbaugewerbes): Rohbauten, GebäudeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein in Stade (Niedersachsen):Jobelmann-Schule Berufsbildende Schulen I Stadefür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen in Plauen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum (BSZ) e.o.plauenQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Bodenleger/innen statten Räume mit Teppich-, Linoleum-, PVC- und Korkböden oder Belägen aus anderem Material wie Laminat oder Fertigparkett aus. Sie berechnen den Materialbedarf und transportieren Platten oder Rollen zum Verlegeort. Gegebenenfalls beraten sie auch Kunden bei der Auswahl von Bodenbelägen. Vor dem Auslegen prüfen sie den Untergrund, glätten ihn, gleichen ihn aus und stellen z.B. Unterbodenkonstruktionen her. Anschließend schneiden sie Beläge zu und kleben diese auf den Untergrund. Elastische Beläge wie Kunststoffplatten verschweißen sie thermisch oder chemisch oder fugen sie aus. Bei Bedarf reinigen und versiegeln sie die Böden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bodenleger/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die Fußböden oder Parkett verlegenin Firmen des Raumausstatterhandwerksin Trockenbauunternehmenim MessebauArbeitsorte:Bodenleger/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Wohn- und Geschäftsräumen oder in Rohbautenauf MessenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin VerkaufsräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/inn...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungBodenleger/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Bodenleger/innen statten Räume mit Teppich-, Linoleum-, PVC- und Korkböden oder Belägen aus anderem Material wie Laminat oder Fertigparkett aus. Sie berechnen den Materialbedarf und transportieren Platten oder Rollen zum Verlegeort. Gegebenenfalls beraten sie auch Kunden bei der Auswahl von Bodenbelägen. Vor dem Auslegen prüfen sie den Untergrund, glätten ihn, gleichen ihn aus und stellen z.B. Unterbodenkonstruktionen her. Anschließend schneiden sie Beläge zu und kleben diese auf den Untergrund. Elastische Beläge wie Kunststoffplatten verschweißen sie thermisch oder chemisch oder fugen sie aus. Bei Bedarf reinigen und versiegeln sie die Böden.Wo arbeitet man?Bodenleger/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die Fußböden oder Parkett verlegenin Firmen des Raumausstatterhandwerksin Trockenbauunternehmenim MessebauWeitereBerufe im Ausbau

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Umgang mit Informations- und KommunikationstechnikenVorbereiten von Arbeitsabläufen, Auswerten von Informationen, Arbeiten im TeamAnfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen, Durchführen von MessungenVorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von ArbeitsplätzenHandhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen EinrichtungenBe- und Verarbeiten von Werk- und HilfsstoffenPrüfen der Verlegebedingungen, Herstellen von UntergründenGestalten und Verlegen von textilen und elastischen BodenbelägenBehandeln von OberflächenBe- und Verarbeiten von Profilenqualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Einrichten einer BaustellePrüfen und Vorbereiten eines BaustellenestrichsVerlegen eines KunststoffbelagesVerkleben eines textilen BodenbelagesVerlegen eines LinoleumbelagesVerlegen eines KorkbelagesVerlegen eines textilen BodenbelagesVerlegen eines MehrschichtparkettsVerlegen von MehrschichtelementenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntniss...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Bau- und Werkzeichnungen zur Einteilung von textilen und elastischen Bodenbelägen sowie Fertigparkett und Schichtwerkstoffen gelesen und angewendet werden wie man Messungen des Raumklimas sowie der Zustände von Estrichen, Holz und Holzwerkstoffen durchführtwie man Untergründe auf Belegreife prüft und vorbereitetwie Holz, Holzwerkstoffe, Kunststoffe und Metalle auf Fehler und Einsetzbarkeit geprüft und Maße übertragen werdenwie Werkzeuge, Geräte, Werk- und Hilfsstoffe sowie technische Einrichtungen eingesetzt, gepflegt und vorbereitet werdenwie Zeitaufwand und personelle Unterstützung abgeschätzt und dokumentiert werdenwie man Trenn- und Dämmschichten sowie Unterlagen zuschneidet und einbautnach welchen Gesichtspunkten man Fertigparkett und Schichtwerkstoffe entsprechend den Anforderungen und Gestaltungsmerkmalen auswähltwie dem Kunden Gebrauchs- und Pflegeanleitungen erläutert werdenwie Profile für Treppen angebracht werdenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Instandhalten und Instandsetzen eines Fußbodens, Prüfen und Vorbereiten eines Baustellenestrichs)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Verlegemuster planen, Estriche glätten, Klebstoffe auftragenUmgebung: wechselnde Einsatzorte (in Rohbauten, in Wohn- und Geschäftsräumen)Kleidung: Schutzkleidung (z.B. Knieschoner, Arbeitshandschuhe, Atemschutz, ggf. Gehörschutz)Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Zuschneiden und Einpassen von Teppichbodenbahnen oder Kunststoffplatten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verlegen von Bodenbelägen auf Treppen oder auf winkeligen Flächen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Erstellen von Verlegeplänen)Gute körperliche Konstitution (z.B. Arbeit auf Knien über längere Zeiträume, z.T. Heben und Tragen schwerer Teppichrollen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Parkett- und Bodenlegerhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 940 €2. Ausbildungsjahr: 990 €3. Ausbildungsjahr: 1.060 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Flächen oder Materialbedarf zu berechnenWerken/Technik: z.B. um Korkoberflächen schleifen und Maschinen bedienen zu können Physik: z.B. im Bereich Wärmelehre

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Bodenleger/in an:Bereich AusbauParkettleger/ParkettlegerinEstrichleger/EstrichlegerinFliesen-, Platten- und Mosaikleger/Fliesen-, Platten- und MosaiklegerinGemeinsamkeit:Bodenbeläge verlegen bzw. Fußböden bautechnisch herstellen

Entwicklung der Ausbildung

2002:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Bodenleger/in tritt in Kraft2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Bodenleger/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie. Die Ausbildung findet auch im Handwerk statt.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungBodenleger/Bodenlegerin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Bodenleger/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Bodenleger/innen im Ausbaugewerbe, z.B. in Betrieben, die Fußböden oder Parkett verlegen, bei Raumausstattern oder in Trockenbauunternehmen, aber auch in Fachgeschäften für Bodenbeläge oder im Messebau.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Bodenlegerei bis hin zu Klebtechniken.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Parkettlegermeister/in abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Innenarchitektur erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Bodenlegerbetrieb, einem Fachhandel für Bodenbeläge oder durch Übernahme eines Dienstleistungsbetriebes für Gebäude.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es in den Ausbildungsbereichen Handwerk sowie Industrie und Handel insgesamt 183 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 52 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 23 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 15 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. 7 Prozent verfügten über die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [15.0%]15Hauptschulabschluss* [52.0%]52mittlerer Bildungsabschluss [23.0%]23Hochschulreife [7.0%]7Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Bodenleger/zur Bodenlegerin (BodenlAusbV) vom 17.06.2002 (BGBl. I S. 1861)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bodenleger/Bodenlegerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14.05.2002)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Bodenleger/Bodenlegerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Bodenleger/Bodenlegerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Bodenleger/innen statten Räume mit Teppich-, Linoleum-, PVC- und Korkböden oder Belägen aus anderem Material wie Laminat oder Fertigparkett aus. Sie berechnen den Materialbedarf und transportieren Platten oder Rollen zum Verlegeort. Gegebenenfalls beraten sie auch Kunden bei der Auswahl von Bodenbelägen. Vor dem Auslegen prüfen sie den Untergrund, glätten ihn, gleichen ihn aus und stellen z.B. Unterbodenkonstruktionen her. Anschließend schneiden sie Beläge zu und kleben diese auf den Untergrund. Elastische Beläge wie Kunststoffplatten verschweißen sie thermisch oder chemisch oder fugen sie aus. Bei Bedarf reinigen und versiegeln sie die Böden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bodenleger/innen finden Beschäftigung in erster Liniein Betrieben, die Fußböden oder Parkett verlegenin Firmen des Raumausstatterhandwerksin Trockenbauunternehmenim MessebauArbeitsorte:Bodenleger/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin Wohn- und Geschäftsräumen oder in Rohbautenauf MessenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin VerkaufsräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [15.0%]15Hauptschulabschluss* [52.0%]52mittlerer Bildungsabschluss [23.0%]23Hochschulreife [7.0%]7Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Zuschneiden und Einpassen von Teppichbodenbahnen oder Kunststoffplatten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verlegen von Bodenbelägen auf Treppen oder auf winkeligen Flächen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Erstellen von Verlegeplänen)Gute körperliche Konstitution (z.B. Arbeit auf Knien über längere Zeiträume, z.T. Heben und Tragen schwerer Teppichrollen)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächen oder Materialbedarf zu berechnen)Werken/Technik (z.B. um Korkoberflächen schleifen und Maschinen bedienen zu können)Physik (z.B. Verständnis von Grundlagen der Wärmelehre beim Einbau von Dämmstoffen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 € (Baugewerbe), 940 € (Handwerk)2. Ausbildungsjahr: 1.351 € (Baugewerbe), 990 € (Handwerk)3. Ausbildungsjahr: 1.610 € (Baugewerbe), 1.060 € (Handwerk)

Ist Bodenleger/Bodenlegerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Bodenleger/Bodenlegerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Bodenleger/Bodenlegerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Bodenleger/Bodenlegerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Bodenleger/Bodenlegerin in Deutschland typischerweise?

Bodenleger/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Ausbaugewerbes): Rohbauten, GebäudeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein in Stade (Niedersachsen):Jobelmann-Schule Berufsbildende Schulen I Stadefür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen in Plauen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum (BSZ) e.o.plauenQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Bodenleger/Bodenlegerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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