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Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin

Bauwerksabdichter/in

Ausbildung Kunst, Kunstwissenschaft KldB B 33232

Was ist Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin?

Was macht man in diesem Beruf?Bauwerksabdichter/innen schützen mit verschiedenen Verfahren Bauwerke vor Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Sicker- und Grundwasser. Sie dichten Flächen an und in Bauwerken, Dächer und Terrassen sowie Flächen für den Verkehr, z.B. im Brücken- und Tunnelbau, ab. Auch bei der Anlage von Deponien nehmen sie Abdichtungsmaßnahmen vor. Sie bewerten die abzudichtenden Untergründe und stellen Schutzschichten und Beläge her. Beispielsweise bauen sie mithilfe von Gasbrennern, Bitumenschmelzkochern, Schweißautomaten und Abreißprüfgeräten Dämmstoffe ein und prüfen die Abdichtungsarbeiten auf Zweckmäßigkeit und Qualität.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bauwerksabdichter/innen finden Beschäftigungin Betrieben der Bau- bzw. Ausbauwirtschaft, z.B. in Spezialbetrieben für Abdichtungstechnik, Flachdachisolierung, Bautenschutz oder -sanierung, Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegereiim Straßen-, Brücken-, Tunnel- oder WasserbauArbeitsorte:Bauwerksabdichter/innen arbeiten in erster Linie in Baugruben in Rohbautenan Verkehrswegen auf dem DachDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch unter Tage, z.B. bei Abdichtungsarbeiten für U-Bahn-Schächte.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [20.0%]20Hauptschulabschluss* [40.0%]40mittlerer Bildungsabschluss [20.0%]20Sonstige [20.0%]20*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [40.0%]40Sonstige [60.0%]60*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Prüfen von Konstruktionen zur Absicherung gegen drückendes Wasser) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Rissen und Unregelmäßigkeiten in Bauuntergründen und Bitumenbahnen)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Montieren von Kuppeln und Regenrinnen)Schwindelfreiheit (z.B. beim Arbeiten auf Gerüsten und Arbeitsbühnen) Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Freien oder beim Tragen schwerer Bauteile)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächenaufteilungen und den Materialbedarf zu berechnen)Werken/Technik (z.B. um Abdichtungsstoffe zu verarbeiten)Chemie (z.B. um Temperatur und Feuchte von Abdichtungsunterlagen zu prüfen)Physik (z.B. um Bewegungsfugen und Hilfskonstruktionen für Wandanschlüsse herzustellen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handel sowie im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Kunst, Kunstwissenschaft →

Der Beruf Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Kunst, Kunstwissenschaft:

Detaillierte Informationen

▶ Lernorte

Bauwerksabdichter/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Bauwirtschaft): Betriebshöfe, BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Nürnberg (Bayern):Stadt Nürnberg Berufliche Schule Direktorat 11Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

▶ Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handel sowie im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Bauwerksabdichter/innen schützen mit verschiedenen Verfahren Bauwerke vor Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Sicker- und Grundwasser. Sie dichten Flächen an und in Bauwerken, Dächer und Terrassen sowie Flächen für den Verkehr, z.B. im Brücken- und Tunnelbau, ab. Auch bei der Anlage von Deponien nehmen sie Abdichtungsmaßnahmen vor. Sie bewerten die abzudichtenden Untergründe und stellen Schutzschichten und Beläge her. Beispielsweise bauen sie mithilfe von Gasbrennern, Bitumenschmelzkochern, Schweißautomaten und Abreißprüfgeräten Dämmstoffe ein und prüfen die Abdichtungsarbeiten auf Zweckmäßigkeit und Qualität.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bauwerksabdichter/innen finden Beschäftigungin Betrieben der Bau- bzw. Ausbauwirtschaft, z.B. in Spezialbetrieben für Abdichtungstechnik, Flachdachisolierung, Bautenschutz oder -sanierung, Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegereiim Straßen-, Brücken-, Tunnel- oder WasserbauArbeitsorte:Bauwerksabdichter/innen arbeiten in erster Linie in Baugruben in Rohbautenan Verkehrswegen auf dem DachDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch unter Tage, z.B. bei Abdichtungsarbeiten für U-Bahn-Schächte.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In d...

▶ BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungBauwerksabdichter/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Bauwerksabdichter/innen schützen mit verschiedenen Verfahren Bauwerke vor Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Sicker- und Grundwasser. Sie dichten Flächen an und in Bauwerken, Dächer und Terrassen sowie Flächen für den Verkehr, z.B. im Brücken- und Tunnelbau, ab. Auch bei der Anlage von Deponien nehmen sie Abdichtungsmaßnahmen vor. Sie bewerten die abzudichtenden Untergründe und stellen Schutzschichten und Beläge her. Beispielsweise bauen sie mithilfe von Gasbrennern, Bitumenschmelzkochern, Schweißautomaten und Abreißprüfgeräten Dämmstoffe ein und prüfen die Abdichtungsarbeiten auf Zweckmäßigkeit und Qualität.Wo arbeitet man?Bauwerksabdichter/innen finden Beschäftigungin Betrieben der Bau- bzw. Ausbauwirtschaft, z.B. in Spezialbetrieben für Abdichtungstechnik, Flachdachisolierung, Bautenschutz oder -sanierung, Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegereiim Straßen-, Brücken-, Tunnel- oder WasserbauWeitereBerufe im Ausbau

▶ Ausbildungsdauer

3 Jahre

▶ Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Aufstellen und Prüfen von Arbeits- und Schutzgerüsten, Prüfen von Baugruben und GräbenLesen und Anfertigen von Skizzen, Zeichnungen und Verlegeplänen, Durchführen von MessungenPrüfen von Bau- und Bauhilfsstoffen nach Art und Menge, Lagern und TransportierenBereitstellen von Bau- und Bauhilfsstoffen, Werkzeugen und Baugeräten, Inbetriebnehmen und WartenAusführen von Holzarbeiten sowie von Mauer-, Putz-, Beton- und StemmarbeitenVerarbeiten von Abdichtungs- und DämmstoffenVorbereiten der Abdichtungsarbeiten auf der BaustelleAbdichten gegen Bodenfeuchtigkeit, gegen nichtdrückendes und gegen drückendes WasserAbdichten von DächernAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:MathematikPhysikChemieTechnologie der BautechnikFachzeichnenAuswählen und Prüfen von AbdichtungsstoffenAbdichten gegen BodenfeuchtigkeitAbdichten gegen nichtdrückendes WasserAbdichten gegen drückendes WasserZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. AusbildungsjahrAbdichten von Verkehrsflächen, insbesondere von BrückentafelnAnfertigen von Bauberichten...

▶ Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

▶ Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Bau- und Hilfsstoffe prüft und bereitstellt wie man Holz-, Mauer-, Putz-, Beton- und Stemmarbeiten ausführtArbeitsabläufe zu planen sowie Arbeitsunterlagen anzuwenden und zu erstellen Nahtverbindungen festzulegen und herzustellen durch Quellschweißen, Warmgasschweißen, Heizkeilschweißen oder Klebenwie man Abdichtungsarbeiten auf der Baustelle vorbereitet und die Baustelle gegen Bodenfeuchtigkeit sowie drückendes bzw. nichtdrückendes Wasser abdichtet wie man Dachabdichtungen herstelltBewegungsfugen durch Verstärkungen und Fugenflanschkonstruktionen herzustellenwie man Verkehrsflächen, insbesondere Brückentafeln, abdichtetwie man Bauberichte und Aufmaßskizzen anfertigtwie man Qualitätskontrollen durchführtDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Technologie der Bautechnik, Fachzeichnen, Auswählen und Prüfen von Abdichtungsstoffen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

▶ Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Bitumen- und Kunststoffbahnen verkleben und verschweißen, Spachtelmassen auftragen, Bewegungsfugen herstellenUmgebung: wechselnde Baustellen, z.T. im Freien bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen, Baustaub, BauchemikalienKleidung: Schutzkleidung (z.B. Arbeitshandschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzhelm)Arbeitszeit: z.T. längere Abwesenheit vom Wohnort, Schichtbetrieb auf GroßbaustellenAnforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Prüfen von Konstruktionen zur Absicherung gegen drückendes Wasser) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Rissen und Unregelmäßigkeiten in Bauuntergründen und Bitumenbahnen)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Montieren von Kuppeln und Regenrinnen)Schwindelfreiheit (z.B. beim Arbeiten auf Gerüsten und Arbeitsbühnen) Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Freien oder beim Tragen schwerer Bauteile)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

▶ Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

▶ Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

▶ Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Flächenaufteilungen und den Materialbedarf zu berechnenWerken/Technik: z.B. um Abdichtungsstoffe zu verarbeitenChemie: z.B. um Temperatur und Feuchte von Abdichtungsunterlagen zu prüfenPhysik: z.B. um Bewegungsfugen und Hilfskonstruktionen für Wandanschlüsse herzustellen

▶ Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

▶ Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Bauwerksabdichter/in an:Bereich AusbauAsphaltbauer/AsphaltbauerinHolz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin Fachrichtung BautenschutzDachdecker/DachdeckerinGemeinsamkeit:Abdichtungs- und Bautenschutzarbeiten ausführen

▶ Entwicklung der Ausbildung

1940:Anerkennung des Berufs Klebeabdichter/in (2-jähriger Ausbildungsberuf)1997:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Bauwerksabdichter/in tritt in KraftAufhebung des Vorläuferberufs Klebeabdichter/Klebeabdichterin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

▶ Die Ausbildung im Überblick

Bauwerksabdichter/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel. Die Ausbildung findet auch im Handwerk statt.

▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungBauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin

▶ Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Bauwerksabdichter/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Bauwerksabdichter/innen in Spezialbetrieben für Abdichtungstechnik oder Flachdachisolierung sowie im Brücken- und Tunnelbau.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Bauwerksabdichtung bis hin zu Putzarbeiten.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Isolierung abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Unternehmen für Bauisolierungen und -abdichtungen.

▶ Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es im Ausbildungsbereich Handwerk 15 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 40 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, jeweils 20 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen bzw. besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [20.0%]20Hauptschulabschluss* [40.0%]40mittlerer Bildungsabschluss [20.0%]20Sonstige [20.0%]20*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkIm Ausbildungsbereich Industrie und Handel gab es 15 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 40 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. 20 Prozent der Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen hatten vor Ausbildungsbeginn ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [40.0%]40Sonstige [60.0%]60*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Bauwerksabdichter/zur Bauwerksabdichterin vom 24.04.1997 (BGBl. I S.946)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bauwerksabdichter/in (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14.03.1997)

▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin in Deutschland? ▼

Was macht man in diesem Beruf?Bauwerksabdichter/innen schützen mit verschiedenen Verfahren Bauwerke vor Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Sicker- und Grundwasser. Sie dichten Flächen an und in Bauwerken, Dächer und Terrassen sowie Flächen für den Verkehr, z.B. im Brücken- und Tunnelbau, ab. Auch bei der Anlage von Deponien nehmen sie Abdichtungsmaßnahmen vor. Sie bewerten die abzudichtenden Untergründe und stellen Schutzschichten und Beläge her. Beispielsweise bauen sie mithilfe von Gasbrennern, Bitumenschmelzkochern, Schweißautomaten und Abreißprüfgeräten Dämmstoffe ein und prüfen die Abdichtungsarbeiten auf Zweckmäßigkeit und Qualität.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bauwerksabdichter/innen finden Beschäftigungin Betrieben der Bau- bzw. Ausbauwirtschaft, z.B. in Spezialbetrieben für Abdichtungstechnik, Flachdachisolierung, Bautenschutz oder -sanierung, Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegereiim Straßen-, Brücken-, Tunnel- oder WasserbauArbeitsorte:Bauwerksabdichter/innen arbeiten in erster Linie in Baugruben in Rohbautenan Verkehrswegen auf dem DachDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch unter Tage, z.B. bei Abdichtungsarbeiten für U-Bahn-Schächte.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [20.0%]20Hauptschulabschluss* [40.0%]40mittlerer Bildungsabschluss [20.0%]20Sonstige [20.0%]20je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss [40.0%]40Sonstige [60.0%]60*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Prüfen von Konstruktionen zur Absicherung gegen drückendes Wasser) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Rissen und Unregelmäßigkeiten in Bauuntergründen und Bitumenbahnen)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Montieren von Kuppeln und Regenrinnen)Schwindelfreiheit (z.B. beim Arbeiten auf Gerüsten und Arbeitsbühnen) Gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten im Freien oder beim Tragen schwerer Bauteile)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächenaufteilungen und den Materialbedarf zu berechnen)Werken/Technik (z.B. um Abdichtungsstoffe zu verarbeiten)Chemie (z.B. um Temperatur und Feuchte von Abdichtungsunterlagen zu prüfen)Physik (z.B. um Bewegungsfugen und Hilfskonstruktionen für Wandanschlüsse herzustellen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Ist Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin qualifiziert werden? ▼

In Deutschland folgt "Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin in Deutschland typischerweise? ▼

Bauwerksabdichter/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Bauwirtschaft): Betriebshöfe, BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Nürnberg (Bayern):Stadt Nürnberg Berufliche Schule Direktorat 11Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin in Deutschland? ▼

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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