Zum Inhalt springen

Wasserbauer/Wasserbauerin

Wasserbauer/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 32262

Was ist Wasserbauer/Wasserbauerin?

Was macht man in diesem Beruf?Wasserbauer/innen pflegen die Bausubstanz von Dämmen, Regelungsbauwerken und Ufersicherungen sowie von Anlagen des Küsten- und Inselschutzes. Sie inspizieren Wehre, Schleusen, Stauseen und andere Staubauwerke, führen kleinere Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten aus oder veranlassen größere Reparaturen. Regelmäßig messen sie die Wasserstände und -tiefen, beseitigen Verkehrshindernisse wie Treibgut oder halten die Fahrrinne frei und stellen Schifffahrtszeichen auf. Bei Katastrophengefahr sorgen sie für den Schutz der Wasserwege und Küstenbauwerke. Außerdem überwachen und betreuen sie größere Bauvorhaben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Wasserbauer/innen finden Beschäftigungbei Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Betrieben des gewerblichen WasserbausArbeitsorte:Wasserbauer/innen arbeiten in erster Linieim Freien an und auf Binnenwasserstraßen, auf Deichen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Werkstättenin Büroräumenauf schwimmenden FahrzeugenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [14.0%]14mittlerer Bildungsabschluss [68.0%]68Hochschulreife [18.0%]18*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. bei Wartungsarbeiten an Wehren, Schleusen und anderen Wasserbauwerken)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Pflastern und Glätten von Uferbefestigungen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Bezeichnen und Sichern von Fahrrinne und Fahrwasser bzw. beim Arbeiten mit Planierraupen, Pumpen, Schwimmgreifern)Gute Bewegungskoordination und Schwindelfreiheit (z.B. bei Arbeiten auf abschüssigen Böschungen, auf Booten, bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Baustellen einzurichten oder Bauwerksteile herzustellen)Mathematik (z.B. um Sohlengefälle zu berechnen)Physik (z.B. um Messungen von Strömungsgeschwindigkeiten durchzuführen)Chemie (z.B. um Anstrich- und Konservierungsmittel auszuwählen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 € (Baugewerbe), 1.297 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.351 € (Baugewerbe), 1.351 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.610 € (Baugewerbe), 1.401 € (öffentlicher Dienst)

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst und in der gewerblichen Wirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Wasserbauer/Wasserbauerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Wasserbauer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. öffentliche Dienststellen wie Wasser- und Schifffahrtsämter, Insel- und Küstenschutzämter, Umweltämter sowie Betriebe der gewerblichen Wasserwirtschaft): im Freien, in BüroräumenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Kleinmachnow (Brandenburg):Oberstufenzentrum Technik Teltowfür die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein in Koblenz (Rheinland-Pfalz):Carl benz Schule KoblenzQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst und in der gewerblichen Wirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Wasserbauer/innen pflegen die Bausubstanz von Dämmen, Regelungsbauwerken und Ufersicherungen sowie von Anlagen des Küsten- und Inselschutzes. Sie inspizieren Wehre, Schleusen, Stauseen und andere Staubauwerke, führen kleinere Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten aus oder veranlassen größere Reparaturen. Regelmäßig messen sie die Wasserstände und -tiefen, beseitigen Verkehrshindernisse wie Treibgut oder halten die Fahrrinne frei und stellen Schifffahrtszeichen auf. Bei Katastrophengefahr sorgen sie für den Schutz der Wasserwege und Küstenbauwerke. Außerdem überwachen und betreuen sie größere Bauvorhaben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Wasserbauer/innen finden Beschäftigungbei Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Betrieben des gewerblichen WasserbausArbeitsorte:Wasserbauer/innen arbeiten in erster Linieim Freien an und auf Binnenwasserstraßen, auf Deichen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Werkstättenin Büroräumenauf schwimmenden FahrzeugenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschul...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungWasserbauer/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Wasserbauer/innen pflegen die Bausubstanz von Dämmen, Regelungsbauwerken und Ufersicherungen sowie von Anlagen des Küsten- und Inselschutzes. Sie inspizieren Wehre, Schleusen, Stauseen und andere Staubauwerke, führen kleinere Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten aus oder veranlassen größere Reparaturen. Regelmäßig messen sie die Wasserstände und -tiefen, beseitigen Verkehrshindernisse wie Treibgut oder halten die Fahrrinne frei und stellen Schifffahrtszeichen auf. Bei Katastrophengefahr sorgen sie für den Schutz der Wasserwege und Küstenbauwerke. Außerdem überwachen und betreuen sie größere Bauvorhaben.Wo arbeitet man?Wasserbauer/innen finden Beschäftigungbei Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Betrieben des gewerblichen WasserbausWeitereBerufe im TiefbauBerufe rund um das Schiff und die Schifffahrt

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen: Anwenden von Informationssystemen und KommunikationstechnikenPlanen, Vorbereiten und Steuern von Arbeitsabläufen, Arbeiten im TeamEinrichten, Sichern und Räumen von Baustellen in und an GewässernAnfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen, Durchführen von VermessungenHerstellen von BauwerksteilenHandhaben von Werkzeugen, Bedienen von Geräten und MaschinenHerstellen, Kontrollieren und Instandhalten von Bauwerken in und an GewässernHerstellen, Kontrollieren und Instandhalten von Ufersicherungen und UnterhaltungswegenDurchführen von Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung von GewässernHerstellen, Kontrollieren und Instandhalten von Bauwerken für den Insel- und KüstenschutzDurchführen von Unterhaltungs- und Kontrollmaßnahmen des Gewässerbettes, Bezeichnen und Sichern von Fahrrinne und FahrwasserDurchführen von gewässerkundlichen MessungenDurchführen von Maßnahmen des Hochwasserschutzes sowie der Hochwasser- und EisabwehrFühren von schwimmenden Fahrzeugen und Bedienen von schwimmenden GerätenBetreiben und Unterhalten von Talsperren, Speichern und RückhaltebeckenDurchführen von qualitätssichernden Maßnahmen1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufs...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:was bei der Arbeit mit technischen Unterlagen zu beachten ist und wie man Vermessungsarbeiten sowie gewässerkundliche Messungen durchführt und dokumentiertwelche Arten von Wasserbauwerken es gibt, wie Unterhaltsarbeiten an Deichen und Dämmen sowie Maßnahmen der Flussregelung und der Ufersicherung durchgeführt werdenwelche ökologischen Gesichtspunkte und Vorschriften bei der Gestaltung und Unterhaltung von Gewässern zu beachten sindwie technische Regelwerke, Rechtsvorschriften und Betriebsanweisungen anzuwenden und Informationssysteme und Anwendersoftware einzusetzen sindwie man Regelungsbauwerke herstellt und unterhält, Maßnahmen zur Trockenlegung von Bauwerken sowie Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchführtnach welchen Kriterien, Normen und Richtlinien Bauwerke überwacht, Bauwerksschäden festgestellt und dokumentiert werden und wie man Messdienste durchführtwie man Böden sowie Bitumen und Asphalt prüft, Beton- und Stahlbetonteile saniert, Anstrich- und Konservierungsstoffe anwendetwie Bauwerke des Insel- und Küstenschutzes hergestellt und instand gehalten werden und wie man weitere Maßnahmen des Insel- und Küstenschutzes durchführtwelche Maßnahmen des Hochwasserschutzes und der Hochwasser- und Eisabwehr es gibt und wie diese durchzuführen sindwelche Aufgaben bei der Unterhaltung von Talsperren und Speichern anfallen und wie man die Regelungs- und Steuerungseinrichtungen bedientDarüber hinaus werden währen...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Baumaterialien transportieren, Bodenmassen mit Spezialfahrzeugen bewegen, Ufer und Böschungen begrünenUmgebung: Witterungseinflüsse im Freien, wechselnde Baustellen, MaschinenlärmKleidung: Schutzkleidung (z.B. Helm, Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Warnweste, Gehörschutz)Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. bei Wartungsarbeiten an Wehren, Schleusen und anderen Wasserbauwerken)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Pflastern und Glätten von Uferbefestigungen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Bezeichnen und Sichern von Fahrrinne und Fahrwasser bzw. beim Arbeiten mit Planierraupen, Pumpen, Schwimmgreifern)Gute Bewegungskoordination und Schwindelfreiheit (z.B. bei Arbeiten auf abschüssigen Böschungen, auf Booten, bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten)An der BerufsschuleUnterricht als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel öffentlicher Dienst (Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.297 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.401 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Baustellen einzurichten oder Bauwerksteile herzustellenMathematik: z.B. um Sohlengefälle zu berechnenPhysik: z.B. um Messungen von Strömungsgeschwindigkeiten durchzuführenChemie: z.B. um Anstrich- und Konservierungsmittel auszuwählen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Wasserbauer/in an:Bereich TiefbauBrunnenbauer/BrunnenbauerinKanalbauer/KanalbauerinKanalbauer/Kanalbauerin für InfrastrukturtechnikSpezialtiefbauer/SpezialtiefbauerinLeitungsbauer/Leitungsbauerin für InfrastrukturtechnikRohrleitungsbauer/RohrleitungsbauerinGemeinsamkeit:Tiefbauarbeiten ausführen

Entwicklung der Ausbildung

1942:Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in KraftAnerkennung des Berufs Wasserbauwerker/in 1974:Ausbildung nur im öffentlichen Dienst1991:Anerkennung des Berufs Wasserbauer/in Aufhebung des Vorläuferberufs Wasserbauwerker/Wasserbauwerkerin2004:Neuordnung der AusbildungSchwerpunktsetzung im Bereich der Bauüberwachung und -betreuungAusbildung in der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Dienst2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Wasserbauer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst und in der gewerblichen Wirtschaft (Ausbildungsbereich Industrie).

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungWasserbauer/Wasserbauerin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Wasserbauer/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Wasserbauer/innen bei Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen sowie in Betrieben des gewerblichen Wasserbaus.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Grund-, Wasser- und Felsbau bis hin zu Bausanierung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Wasserbaumeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es in den Ausbildungsbereichen öffentlicher Dienst sowie Industrie und Handel insgesamt 132 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 68 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 18 Prozent besaßen die Hochschulreife. 14 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [14.0%]14mittlerer Bildungsabschluss [68.0%]68Hochschulreife [18.0%]18*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Wasserbauer/zur Wasserbauerin (Wabau-AusbV) vom 26.05.2004 (BGBl. I S. 1078)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Wasserbauer/Wasserbauerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 30.04.2004)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.Für den Zugang zur Ausbildung wird in der Regel das Freischwimmerzeugnis oder ein vergleichbarer Nachweis über Schwimmkenntnisse gefordert.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Wasserbauer/Wasserbauerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Wasserbauer/Wasserbauerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Wasserbauer/innen pflegen die Bausubstanz von Dämmen, Regelungsbauwerken und Ufersicherungen sowie von Anlagen des Küsten- und Inselschutzes. Sie inspizieren Wehre, Schleusen, Stauseen und andere Staubauwerke, führen kleinere Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten aus oder veranlassen größere Reparaturen. Regelmäßig messen sie die Wasserstände und -tiefen, beseitigen Verkehrshindernisse wie Treibgut oder halten die Fahrrinne frei und stellen Schifffahrtszeichen auf. Bei Katastrophengefahr sorgen sie für den Schutz der Wasserwege und Küstenbauwerke. Außerdem überwachen und betreuen sie größere Bauvorhaben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Wasserbauer/innen finden Beschäftigungbei Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Betrieben des gewerblichen WasserbausArbeitsorte:Wasserbauer/innen arbeiten in erster Linieim Freien an und auf Binnenwasserstraßen, auf Deichen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Werkstättenin Büroräumenauf schwimmenden FahrzeugenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [14.0%]14mittlerer Bildungsabschluss [68.0%]68Hochschulreife [18.0%]18*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. bei Wartungsarbeiten an Wehren, Schleusen und anderen Wasserbauwerken)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Pflastern und Glätten von Uferbefestigungen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Bezeichnen und Sichern von Fahrrinne und Fahrwasser bzw. beim Arbeiten mit Planierraupen, Pumpen, Schwimmgreifern)Gute Bewegungskoordination und Schwindelfreiheit (z.B. bei Arbeiten auf abschüssigen Böschungen, auf Booten, bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Baustellen einzurichten oder Bauwerksteile herzustellen)Mathematik (z.B. um Sohlengefälle zu berechnen)Physik (z.B. um Messungen von Strömungsgeschwindigkeiten durchzuführen)Chemie (z.B. um Anstrich- und Konservierungsmittel auszuwählen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 € (Baugewerbe), 1.297 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.351 € (Baugewerbe), 1.351 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.610 € (Baugewerbe), 1.401 € (öffentlicher Dienst)

Ist Wasserbauer/Wasserbauerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Wasserbauer/Wasserbauerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Wasserbauer/Wasserbauerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Wasserbauer/Wasserbauerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Wasserbauer/Wasserbauerin in Deutschland typischerweise?

Wasserbauer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. öffentliche Dienststellen wie Wasser- und Schifffahrtsämter, Insel- und Küstenschutzämter, Umweltämter sowie Betriebe der gewerblichen Wasserwirtschaft): im Freien, in BüroräumenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Kleinmachnow (Brandenburg):Oberstufenzentrum Technik Teltowfür die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein in Koblenz (Rheinland-Pfalz):Carl benz Schule KoblenzQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Wasserbauer/Wasserbauerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.