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Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung

Vermessungstechniker/in - Vermessung

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 31212

Was ist Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung?

Was macht man in diesem Beruf?Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung realisieren vor Ort Geländevermessungen, z.B. für Bauvorhaben oder um den Verlauf von Grundstücksgrenzen zu klären. Für großräumige Vermessungen setzen sie auch Drohnen ein. Im Innendienst überführen sie die vor Ort gewonnenen Geodaten, aber auch vorhandenes Daten- bzw. Kartenmaterial, am Computer u.a. in Planungsunterlagen, Liegenschaftskataster, Geobasisinformationssysteme, Stadt(teil)pläne oder dreidimensionale Darstellungen z.B. von Gebäuden oder Straßenzügen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung finden Beschäftigung in Landesvermessungs-, kommunalen Kataster- und Vermessungsämternin Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaftenin Vermessungs- und IngenieurbürosArbeitsorte:Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung arbeiten in erster Linieim Freienin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [45.0%]45Hochschulreife [53.0%]53*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [47.0%]47Hochschulreife [47.0%]47Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen von Vermessungen, beim fehlerfreien Ablesen und Dokumentieren von Messergebnissen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Übertragen von Daten in grafische Darstellungen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Positionieren und Bedienen vermessungstechnischer Messgeräte an wechselnden Messpunkten)Trittsicherheit und gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten in schwierigem Gelände)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächen und Höhen zu berechnen)Erdkunde/Geografie (z.B. um Karten und Luftbilder zu interpretieren)Werken/Technik (z.B. um Bebauungspläne anzufertigen und Karten zu aktualisieren)Physik (z.B. um elektrische Messungen im Gelände durchzuführen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 € (Ingenieurbüros), 1.368 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 € (Ingenieurbüros), 1.418 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 € (Ingenieurbüros), 1.464 € (öffentlicher Dienst)

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Vermessungsämter oder Vermessungs- und Ingenieurbüros): im Freien, BüroräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung realisieren vor Ort Geländevermessungen, z.B. für Bauvorhaben oder um den Verlauf von Grundstücksgrenzen zu klären. Für großräumige Vermessungen setzen sie auch Drohnen ein. Im Innendienst überführen sie die vor Ort gewonnenen Geodaten, aber auch vorhandenes Daten- bzw. Kartenmaterial, am Computer u.a. in Planungsunterlagen, Liegenschaftskataster, Geobasisinformationssysteme, Stadt(teil)pläne oder dreidimensionale Darstellungen z.B. von Gebäuden oder Straßenzügen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung finden Beschäftigung in Landesvermessungs-, kommunalen Kataster- und Vermessungsämternin Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaftenin Vermessungs- und IngenieurbürosArbeitsorte:Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung arbeiten in erster Linieim Freienin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungVermessungstechniker/in der Fachrichtung VermessungWas macht man in diesem Beruf?Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung realisieren vor Ort Geländevermessungen, z.B. für Bauvorhaben oder um den Verlauf von Grundstücksgrenzen zu klären. Für großräumige Vermessungen setzen sie auch Drohnen ein. Im Innendienst überführen sie die vor Ort gewonnenen Geodaten, aber auch vorhandenes Daten- bzw. Kartenmaterial, am Computer u.a. in Planungsunterlagen, Liegenschaftskataster, Geobasisinformationssysteme, Stadt(teil)pläne oder dreidimensionale Darstellungen z.B. von Gebäuden oder Straßenzügen.Wo arbeitet man?Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung finden Beschäftigung in Landesvermessungs-, kommunalen Kataster- und Vermessungsämternin Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaftenin Vermessungs- und IngenieurbürosWeitereBerufe in der Vermessung und Geoinformation

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften; Normen und StandardsGrundlagen der GeoinformationstechnologieEinzelprozesse des GeodatenmanagementsAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Betriebe der Geoinformationstechnologie vorstellen Geodaten unterscheiden und bewerten Geodaten erfassen und bearbeitenGeodaten in Geoinformationssystemen verwenden und präsentierenZwischenprüfung zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Ganzheitliche Prozesse des Vermessungswesens und des GeodatenmanagementsAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Referenzpunkte bestimmenObjekte geometrisch erfassen und visualisierenGeoinformationssysteme einrichten und nutzenBauabsteckungen durchführen3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Liegenschaftskataster und GrundbuchBauordnung, Bodenordnung und GrundstückswertermittlungDurchführen von technischen VermessungenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Liegenschaftskataster und Grundbuch verwendenLiegenschaftsvermessungen durchführen Planungsunterlagen erstellen Bodenordnungen b...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Grundlagen des Raumbezugs, der Fotogrammetrie und Fernerkundungsmethoden unterscheidetwie vermessungstechnische Methoden und Geräte unterschieden und angewendet werdenwie Geodaten auf Aktualität, Genauigkeit, Korrektheit, Vollständigkeit und Plausibilität überprüft werden wie sich Geodaten in Plänen, Karten und Datenmodellen konstruieren und darstellen lassen und wie man mehrdimensionale Objekte und Modelle daraus ableiten, darstellen und auswerten kannwie Metadateninformationssysteme unterschieden und genutzt werden und wie man Geodaten modelliert, harmonisiert, integriert und interpretiert sowie sie in andere Bezugssysteme transformiert, klassifiziert, generalisiert und aktualisiertwie Geodaten visualisiert und in Geoinformationssystemen bearbeitet, verwaltet, ausgewertet und interpretiert werdenwie die Grundlagen der Bodenschätzung zu unterscheiden und Erhebungsdaten für die Übernahme in das Liegenschaftskataster zu qualifizieren sindwie man Planungsgeometrien beurteilt und vermessungstechnisch umsetztwie bauordnungs- und planungsrechtliche Gesetze und Vorschriften angewendet und bauordnungsrechtliche Unterlagen vorbereitet werdenwie man Vermessungen hoher Genauigkeit durchführt und die Ergebnisse unter Berücksichtigung interdisziplinärer Anforderungen visualisiertDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation de...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Messgeräte auswählen und bereitstellen, Lage- und Höhenmessungen ausführen und am Rechner auswerten Umgebung: Bildschirmarbeit in Büroräumen, Witterungseinflüsse im Freien (bei Vermessungen), wechselnde ArbeitsorteKleidung: z.T. Schutzkleidung (z.B. Helm, Warnweste)Anforderungen:Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen von Vermessungen, beim fehlerfreien Ablesen und Dokumentieren von Messergebnissen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Übertragen von Daten in grafische Darstellungen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Arbeiten mit vermessungstechnischen Messgeräten, beim exakten Positionieren und Bedienen von Vermessungsgeräten an wechselnden Messpunkten)Trittsicherheit und gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten in schwierigem Gelände)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Ingenieur-, Architektur- und Planungsbüros (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 €2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 €3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 €Die Empfehlung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Beispiel öffentlicher Dienst (kommunale Arbeitgeber) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Flächen und Höhen zu berechnen Erdkunde/Geografie: z.B. um Karten und Luftbilder zu interpretierenWerken/Technik: z.B. um Bebauungspläne anzufertigen und Karten zu aktualisierenPhysik: z.B. um elektrische Messungen im Gelände durchzuführen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Vermessungstechniker/in der Fachrichtung Vermessung an:Bereich Vermessung und GeoinformationGeomatiker/GeomatikerinVermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung BergvermessungGemeinsamkeit:Vermessungen durchführen bzw. Geodaten beschaffen, Vermessungs- bzw. Geodaten erfassen, verarbeiten und verwaltenBereich Entwicklung, Konstruktion und CADBautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin Fachrichtung ArchitekturBautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin Fachrichtung IngenieurbauBautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin Fachrichtung Tief-, Verkehrswege- und LandschaftsbauBauzeichner/BauzeichnerinFachkraft für Straßen- und VerkehrstechnikFachkraft für WasserwirtschaftGemeinsamkeit:Vermessungen durchführen, Daten visualisieren bzw. in Pläne umsetzen

Entwicklung der Ausbildung

1976:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Vermessungstechniker/in tritt in Kraft1994:Modernisierung der Ausbildungsordnung unter Berücksichtigung der verstärkten EDV-Anwendung2010:Ausbildungsberuf wird neu geordnet und in den Beruf Vermessungstechniker/in mit den Fachrichtungen Vermessung und Bergvermessung überführtAufhebung des Vorläuferberufs Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin (ohne Fachrichtungen)2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Vermessungstechniker/in der Fachrichtung Vermessung ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungVermessungstechniker/Vermessungstechnikerin - Fachrichtung Vermessung

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung im öffentlichen Dienst in Landesvermessungs- oder kommunalen Kataster- und Vermessungsämtern sowie in Vermessungs- und Ingenieurbüros oder Industriebetrieben.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Vermessungstechnik bis hin zu Computer Aided Design (CAD).Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Vermessungstechnik zu absolvieren.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Vermessungstechnik erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es im Ausbildungsbereich öffentlicher Dienst 636 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 53 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 45 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 2 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [45.0%]45Hochschulreife [53.0%]53*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstIm Ausbildungsbereich Industrie und Handel gab es 129 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 47 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss bzw. die Hochschulreife. 2 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [47.0%]47Hochschulreife [47.0%]47Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie vom 30.05.2010 (BGBl. I S. 694)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2010)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung realisieren vor Ort Geländevermessungen, z.B. für Bauvorhaben oder um den Verlauf von Grundstücksgrenzen zu klären. Für großräumige Vermessungen setzen sie auch Drohnen ein. Im Innendienst überführen sie die vor Ort gewonnenen Geodaten, aber auch vorhandenes Daten- bzw. Kartenmaterial, am Computer u.a. in Planungsunterlagen, Liegenschaftskataster, Geobasisinformationssysteme, Stadt(teil)pläne oder dreidimensionale Darstellungen z.B. von Gebäuden oder Straßenzügen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung finden Beschäftigung in Landesvermessungs-, kommunalen Kataster- und Vermessungsämternin Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaftenin Vermessungs- und IngenieurbürosArbeitsorte:Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung arbeiten in erster Linieim Freienin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [45.0%]45Hochschulreife [53.0%]53je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [47.0%]47Hochschulreife [47.0%]47Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen von Vermessungen, beim fehlerfreien Ablesen und Dokumentieren von Messergebnissen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Übertragen von Daten in grafische Darstellungen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Positionieren und Bedienen vermessungstechnischer Messgeräte an wechselnden Messpunkten)Trittsicherheit und gute körperliche Konstitution (z.B. bei Arbeiten in schwierigem Gelände)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Flächen und Höhen zu berechnen)Erdkunde/Geografie (z.B. um Karten und Luftbilder zu interpretieren)Werken/Technik (z.B. um Bebauungspläne anzufertigen und Karten zu aktualisieren)Physik (z.B. um elektrische Messungen im Gelände durchzuführen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 € (Ingenieurbüros), 1.368 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 € (Ingenieurbüros), 1.418 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 € (Ingenieurbüros), 1.464 € (öffentlicher Dienst)

Ist Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung in Deutschland typischerweise?

Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Vermessungsämter oder Vermessungs- und Ingenieurbüros): im Freien, BüroräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Wie hoch ist das typische Gehalt für Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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