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Verfahrenstechnik (weiterführend)

Weiterbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 25104

Was ist Verfahrenstechnik (weiterführend)?

Als **fortgeschrittene Prozessingenieure** spielen Sie in Deutschland eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung, Optimierung und Verwaltung industrieller Produktionsprozesse. Sie formen und verbessern die gesamte Produktionskette – vom Rohmaterialeingang bis zum Endproduktaustritt – kontinuierlich nach den Prinzipien der Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Ihr Aufgabenbereich ist sehr breit gefächert; Sie können in vielen Bereichen arbeiten, von der Planung neuer Anlagen bis zur Verbesserung bestehender Systeme in Sektoren wie Chemie, Pharmazie, Lebensmittel, Energie und Umwelttechnologien. Sie führen Prozessanalysen durch, prognostizieren potenzielle Probleme mithilfe von Simulationssoftware und entwickeln Lösungen. Darüber hinaus spielen Sie eine aktive Rolle bei der Automatisierung von Produktionsprozessen, der Integration von Qualitätskontrollsystemen und der Minimierung von Umweltauswirkungen. Ihre Arbeitsumgebung wechselt in der Regel zwischen Büros, Laboren und den Kontrollräumen oder Standorten der Produktionsanlagen; CAD-Software, Simulationsprogramme und verschiedene Messgeräte gehören zu Ihren am häufigsten verwendeten Werkzeugen.

Um diesen Beruf zu ergreifen, ist in der Regel ein **Hochschulstudium** im Ingenieurwesen erforderlich; insbesondere ein Bachelor- oder Master-Abschluss in Chemieingenieurwesen, Maschinenbau oder direkt in Verfahrenstechnik bildet eine gute Grundlage für die Spezialisierung in diesem Bereich. Der Begriff "Weiterbildung" bezieht sich in diesem Kontext oft auf den Erwerb vertiefter Kenntnisse und Fähigkeiten durch postgraduale Kurse, spezielle Zertifikatsprogramme oder Promotionsstudien. Entsprechende Masterstudiengänge oder spezielle Fachausbildungen, die an deutschen Hochschulen angeboten werden, sind wichtige Schritte auf diesem Weg.

Für internationale Studierende und Fachkräfte bietet eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland sehr attraktive Möglichkeiten. Der Prozess der **Anerkennung (Denklik)** von Ingenieurdiplomen aus dem Ausland in Deutschland ist wichtig und wird in der Regel über Anerkennungsstellen abgewickelt. **Deutschkenntnisse** (mindestens B2-Niveau) sind entscheidend für die Jobsuche und die Integration in den Alltag.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Verfahrenstechnik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Pflichtmodule, z.B.:BioprozesskinetikChemische VerfahrenstechnikComputergestützte Fluiddynamik (CFD)Life Science EngineeringMechanische VerfahrenstechnikModellierung technischer SystemeNumerik/OptimierungProjektmanagement/PersonalführungTransportprozesseVerfahrenstechnische ProzesseWahlpflichtmodule, z.B.:Alternative EnergietechnikenLasermesstechnikPhysikalische FestkörperchemieRheologieStrom- und WärmeversorgungsanlagenPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Industriebetrieben)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Praktische Übungen: z.B. im Labor Versuche zu verfahrenstechnischen Prozessen durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Industriebetrieben oder an der Hochschule), Berufseinstieg vorbereiten

Studium im Ausland

Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:PolenBinationaler deutsch-polnischer Masterstudiengang "Process Engineering"Hochschulen: Hochschule Offenburg, Universität OlsztynAbschluss: Master of Science (M.Sc.), Doppelabschluss möglichWeitere Informationen: Hochschule Offenburg: Internationaler Masterstudiengang Process Engineering

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Verfahrenstechnik (weiterführend) sein:Bereich Entwicklung, Konstruktion und CADMaschinenbau (weiterführend)Konstruktionstechnik (weiterführend)Energietechnik (weiterführend)Automatisierungstechnik (weiterführend)Chemieingenieurwesen (weiterführend)Physikingenieurwesen (weiterführend)Batterietechnik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Produktionsanlagen, Anlagen zur Energiegewinnung und -speicherung bzw. verfahrenstechnische Anlagen projektieren, berechnen und überwachenTechnologien der Metallbearbeitung, der Elektro- und Automatisierungstechnik einsetzenBereich Metallerzeugung und GießereiMetallurgie, Hüttenwesen (weiterführend)Werkstoffwissenschaft, -technik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Herstellungs- und Stoffumwandlungsverfahren entwickeln bzw. optimieren und den Betrieb informationstechnisch simulierenverfahrenstechnische Anlagen konstruieren und überwachen

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Verfahrenstechnik (grundständig)Automatisierungstechnik (grundständig)Konstruktionstechnik (grundständig)Maschinenbau (grundständig)Produktionstechnik (grundständig)Umwelttechnik (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:ZeitmanagementPräsentationstechnikAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule wie z.B. Bioreaktortechnik können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika z.B. in Industriebetrieben oder an der Hochschule bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das kann z.B. der Themenbereich Chemie- und Energietechnik sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Verfahrenstechnik abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Verfahrenstechnik gibt es auch als Fern- und Teilzeitstudiengang.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleBio-, Pharma- und Prozesstechnik (Master)Chemical and Energy Engineering (Master)Nachhaltige Verfahrens- und Umwelttechnik (Master)Process Energy and Environmental Systems Engineering (Master)Process Engineering (Master)Process Engineering and Energy Technology (Master)Prozesstechnik (Master)Rechnergestütze Verfahrenstechnik (Master)Verfahrenstechnik (Master)Verfahrenstechnik - Prozessintensivierung (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Verfahrenstechnik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Qualitätssicherung, -management oder Verfahrens-, Produktentwicklung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

20. Jahrhundert:Begründung des Begriffs Verfahrenstechnik, Fokus: Entwicklung verfahrenstechnischer Anlagen für chemische, physikalische oder biologische Abläufe1950er-Jahre:Etablierung der Verfahrenstechnik als eigenständiger Studiengang1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Engineering (M.Eng.)Master of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Verfahrenstechnik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Verfahrenstechnik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Verfahrenstechnik (weiterführend) in Deutschland?

Als fortgeschrittene Prozessingenieure spielen Sie in Deutschland eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung, Optimierung und Verwaltung industrieller Produktionsprozesse. Sie formen und verbessern die gesamte Produktionskette – vom Rohmaterialeingang bis zum Endproduktaustritt – kontinuierlich nach den Prinzipien der Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Ihr Aufgabenbereich ist sehr breit gefächert; Sie können in vielen Bereichen arbeiten, von der Planung neuer Anlagen bis zur Verbesserung bestehender Systeme in Sektoren wie Chemie, Pharmazie, Lebensmittel, Energie und Umwelttechnologien. Sie führen Prozessanalysen durch, prognostizieren potenzielle Probleme mithilfe von Simulationssoftware und entwickeln Lösungen. Darüber hinaus spielen Sie eine aktive Rolle bei der Automatisierung von Produktionsprozessen, der Integration von Qualitätskontrollsystemen und der Minimierung von Umweltauswirkungen. Ihre Arbeitsumgebung wechselt in der Regel zwischen Büros, Laboren und den Kontrollräumen oder Standorten der Produktionsanlagen; CAD-Software, Simulationsprogramme und verschiedene Messgeräte gehören zu Ihren am häufigsten verwendeten Werkzeugen.

Um diesen Beruf zu ergreifen, ist in der Regel ein Hochschulstudium im Ingenieurwesen erforderlich; insbesondere ein Bachelor- oder Master-Abschluss in Chemieingenieurwesen, Maschinenbau oder direkt in Verfahrenstechnik bildet eine gute Grundlage für die Spezialisierung in diesem Bereich. Der Begriff "Weiterbildung" bezieht sich in diesem Kontext oft auf den Erwerb vertiefter Kenntnisse und Fähigkeiten durch postgraduale Kurse, spezielle Zertifikatsprogramme oder Promotionsstudien. Entsprechende Masterstudiengänge oder spezielle Fachausbildungen, die an deutschen Hochschulen angeboten werden, sind wichtige Schritte auf diesem Weg.

Für internationale Studierende und Fachkräfte bietet eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland sehr attraktive Möglichkeiten. Der Prozess der Anerkennung (Denklik) von Ingenieurdiplomen aus dem Ausland in Deutschland ist wichtig und wird in der Regel über Anerkennungsstellen abgewickelt. Deutschkenntnisse (mindestens B2-Niveau) sind entscheidend für die Jobsuche und die Integration in den Alltag.

Ist Verfahrenstechnik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Verfahrenstechnik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Verfahrenstechnik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Verfahrenstechnik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.

Wo arbeiten Verfahrenstechnik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Verfahrenstechnik (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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