Umweltwissenschaft (weiterführend)
Was ist Umweltwissenschaft (weiterführend)?
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist ein Bachelor- oder Masterabschluss in einem relevanten Studienfach (z.B. Umweltingenieurwesen, Biologie, Chemie oder Geografie) erforderlich, gefolgt von der Teilnahme an Weiterbildungs- oder Spezialisierungsprogrammen, die als "Weiterbildung" bezeichnet werden. Diese Weiterbildungen ermöglichen in der Regel eine vertiefte Spezialisierung in einem bestimmten Umweltbereich, bauen auf vorhandenem akademischem Wissen auf und erhöhen die Kompetenz zur Lösung komplexerer Probleme. Für internationale Studierende sollte die Gleichwertigkeit der Hochschulabschlüsse aus dem Heimatland über die Anabin-Datenbank überprüft werden, und fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) sind wichtig. Aufgrund des steigenden Bedarfs im Bereich der Umweltwissenschaften ist das Beschäftigungspotenzial hoch, und die Karriere- und Einkommenserwartungen sind, abhängig von Spezialisierung und Erfahrung, ebenfalls positiv.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Umweltwissenschaft (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Pflichtmodule, z.B.:BiochemieGeowissenschaftenGewässerschutzMikrobiologieNaturschutzÖkologieUmweltbiologie/UmweltökologieUmweltchemie/UmwelttoxikologieUmweltphysikUmweltrechtWahlpflichtmodule, z.B.:AbwassertechnikKreislaufwirtschaft und AbfalltechnikUmweltinformatik/-informationssysteme Umweltkommunikation/-mediationUmwelt-/NachhaltigkeitsmanagementPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Umweltämtern, ggf. auch im Ausland), Forschungsprojekte
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Praktische Übungen: z.B. im Labor umweltchemische Übungen durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. bei Organisationen, Behörden oder Verbänden des Natur- und Umweltschutzes), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studium im Ausland
Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:Verschiedene LänderMasterstudiengang "Environmental Science - Soil, Water and Biodiversity"Hochschulen: Universität Hohenheim und Partneruniversitäten z.B. in Dänemark, Schweden und ÖsterreichAbschluss: Master of Science (M.Sc.), DoppelabschlussWeitere Informationen: Universität Hohenheim: Doppelmaster Environmental Science - Soil, Water and Biodiversity
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Umweltwissenschaft (weiterführend) sein:Bereich Umwelt- und NaturschutzLandschaftsökologie, Naturschutz (weiterführend)Nachhaltigkeitsmanagement (weiterführend)Umweltinformatik (weiterführend)Umwelttechnik (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Physik und Chemie, Ökologie, Mikrobiologie, Geologie und Mathematik sowie in Umweltrecht erwerbenBereich GeowissenschaftenGeoökologie (weiterführend)Geophysik (weiterführend)Geowissenschaften (weiterführend)Meteorologie (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Physik und Chemie, Ökologie, Mikrobiologie, Geologie und Mathematik sowie in Umweltrecht erwerbenBereich WirtschaftswissenschaftenEnergie-, Ressourcenmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeit:technische Voraussetzungen für die Bereitstellung und Verteilung von Energie schaffen, Systeme zur Energieeinsparung, z.B. in Heizungsanlagen oder Motoren, entwickeln
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Umweltwissenschaft (grundständig)Biowissenschaften, Life Sciences (grundständig)Energie-, Ressourcenmanagement (grundständig)Geowissenschaften (grundständig)Landschaftsökologie, Naturschutz (grundständig)Umwelttechnik (grundständig)Biologie (grundständig)Geoökologie (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Betriebs- und VolkswirtschaftRhetorikPräsentationAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule wie z.B. Umweltinformatik/-informationssysteme können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika z.B. bei Organisationen, Behörden oder Verbänden des Natur- und Umweltschutzes bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. Klima- und Umweltwandel oder Biodiversität und Naturschutz sein. Daneben gibt es auch Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Umweltwissenschaft abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Umweltwissenschaft gibt es auch als Fern- oder Teilzeitstudiengang.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleBiodiversität und Naturschutz (Master)Climate Change Management (Master)Ecology (Master)Ecosystem Services (Master)Environment, Climate Change and Health (Master)Global Change Ecology (Master)Klima- und Umweltwandel (Master)Ökologie, Evolution und Naturschutz (Master)Umweltsysteme und Nachhaltigkeit (Monitoring, Modellierung und Management) (Master)Umweltwissenschaft (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen der Umweltwissenschaft bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft und im öffentlichen Dienst an, z.B. Umweltberatung, -management, Gutachter-, Sachverständigentätigkeit oder Verbraucherberatung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
Um 1900:erste Beschäftigung mit Fragen des Umweltschutzes durch spezielle Anstalten für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung1960er-Jahre:Entwicklung des neuzeitlichen Umweltschutzbewusstseinsumweltbezogene Inhalte zunächst als Teilbereich vieler Studiengänge, z.B. Agrarwirtschaft, Geophysik oder Ökologie1980er- bis 1990er-Jahre:Neueinrichtung von Studiengängen im Bereich Umweltschutz, Umweltschutztechnik oder UmweltschutzingenieurwesenEtablierung des eigenständigen Studiengangs Umweltwissenschaft1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Umweltwissenschaft vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Umweltwissenschaft (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Umweltwissenschaft (weiterführend) in Deutschland? ▼
Der Beruf Umweltwissenschaften (Vertiefte Spezialisierung) in Deutschland beschreibt Fachkräfte, die über fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Schutz der natürlichen Umwelt, Gewährleistung der Nachhaltigkeit und Entwicklung wissenschaftlicher Lösungen für Umweltprobleme verfügen. Diese Expertinnen und Experten analysieren globale und lokale Umweltprobleme wie Klimawandel, Umweltverschmutzung und Verlust der Biodiversität, führen Umweltverträglichkeitsprüfungen durch und entwickeln Risikomanagementstrategien. Zu ihren Aufgabenbereichen gehören Datenerfassung, Laboranalysen, Modellierungen mittels Geografischer Informationssysteme (GIS), Management von Umweltprojekten und die Erarbeitung von Politikempfehlungen; sie arbeiten typischerweise in Forschungseinrichtungen, Behörden, Umweltberatungsfirmen oder in den Umweltabteilungen von Industrieunternehmen.
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist ein Bachelor- oder Masterabschluss in einem relevanten Studienfach (z.B. Umweltingenieurwesen, Biologie, Chemie oder Geografie) erforderlich, gefolgt von der Teilnahme an Weiterbildungs- oder Spezialisierungsprogrammen, die als "Weiterbildung" bezeichnet werden. Diese Weiterbildungen ermöglichen in der Regel eine vertiefte Spezialisierung in einem bestimmten Umweltbereich, bauen auf vorhandenem akademischem Wissen auf und erhöhen die Kompetenz zur Lösung komplexerer Probleme. Für internationale Studierende sollte die Gleichwertigkeit der Hochschulabschlüsse aus dem Heimatland über die Anabin-Datenbank überprüft werden, und fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel C1-Niveau) sind wichtig. Aufgrund des steigenden Bedarfs im Bereich der Umweltwissenschaften ist das Beschäftigungspotenzial hoch, und die Karriere- und Einkommenserwartungen sind, abhängig von Spezialisierung und Erfahrung, ebenfalls positiv.
Ist Umweltwissenschaft (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Umweltwissenschaft (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Umweltwissenschaft (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Umweltwissenschaft vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Wo arbeiten Umweltwissenschaft (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Umweltwissenschaft (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.