Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Umwelttechnologe/-technologin - Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Was ist Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst und in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. öffentlicher Dienst oder Industriebetriebe): im Freien, in Hallen, Verbrennungsanlagen, Maschinenhallen, LaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in Lauingen (Bayern):Staatliche Berufsschule Lauingenfür die Länder Bremen und Niedersachsen in Oldenburg (Niedersachsen):Bildungszentrum für Technik und Gestaltung der Stadt OldenburgQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst und in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft stellen sicher, dass Abfälle jeglicher Art angenommen, sortiert, wiederaufbereitet oder fachgerecht entsorgt werden. In der Städtereinigung organisieren sie z.B. den Fahrzeugeinsatz der Müllabfuhr, optimieren Touren und sorgen an Sammelstellen für die Aufstellung und regelmäßige Leerung von Containern zur Mülltrennung. In Abfallwirtschaftsbetrieben, Wertstoffhöfen, Recycling- oder Aufbereitungsanlagen steuern sie alle Abläufe der Abfallbehandlung. Sie weisen Arbeitskräfte ein, beurteilen, welche Abfälle wiederverwertet und welche entsorgt werden müssen, und überwachen Sortier-, Trennungs- und Verbrennungsanlagen. Regelmäßig inspizieren sie Deponien für die Lagerung von Sonderabfällen, analysieren Sickerwasser und Böden und führen Messungen durch, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft finden Beschäftigung bei privaten und öffentlichen Abfallbeseitigungsbetrieben, in Müllverbrennungsanlagen sowie bei Recyclingfirmen und -höfen.Arbeitsorte:Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtsc...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungUmwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und AbfallwirtschaftBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft stellen sicher, dass Abfälle jeglicher Art angenommen, sortiert, wiederaufbereitet oder fachgerecht entsorgt werden. In der Städtereinigung organisieren sie z.B. den Fahrzeugeinsatz der Müllabfuhr, optimieren Touren und sorgen an Sammelstellen für die Aufstellung und regelmäßige Leerung von Containern zur Mülltrennung. In Abfallwirtschaftsbetrieben, Wertstoffhöfen, Recycling- oder Aufbereitungsanlagen steuern sie alle Abläufe der Abfallbehandlung. Sie weisen Arbeitskräfte ein, beurteilen, welche Abfälle wiederverwertet und welche entsorgt werden müssen, und überwachen Sortier-, Trennungs- und Verbrennungsanlagen. Regelmäßig inspizieren sie Deponien für die Lagerung von Sonderabfällen, analysieren Sickerwasser und Böden und führen Messungen durch, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen.Wo arbeitet man?Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft finden Beschäftigung bei privaten und öffentlichen Abfallbeseitigungsbetrieben, in Müllverbrennungsanlagen sowie bei Recyclingfirmen und -höfen.WeitereBerufe im Umwelt- und NaturschutzBerufe in der Ver- und Entsorgung
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan1. - 12. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:gemeinsame Qualifikationen aller umwelttechnischen Berufe:Erstellen und Anwenden von UnterlagenDurchführen von qualitätssichernden MaßnahmenHerstellen und Trennen von StoffgemischenBeurteilen von ökologischen Kreisläufen und Anwenden von HygienemaßnahmenLagern, Bearbeiten und nachhaltiges Anwenden von Werk-, Hilfs- und GefahrstoffenErkennen von elektrischen Gefahren und Einleiten von MaßnahmenAuswählen und Handhaben von Werkzeugen und MaschinenBetreiben von technischen Systemen1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:am Arbeitsplatz sicher arbeitenArbeitsstoffe handhabenökologische Kreisläufe schützen und Belastungen minimierenumwelttechnische Anlagen und Leitungsnetze betreibenAbfälle einstufen, sammeln und transportierenAbfälle chemisch-physikalisch und mechanisch behandelnAbfälle biologisch behandeln13.-36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:berufsspezifische Fachqualifikationen:Beraten von Kunden und Kundinnen und Erstellen von AngebotenZuführen von Abfällen und Wertstoffen zu Kreislaufsystemen unter Aspekten der NachhaltigkeitBeurteilen von und Arbeiten mit gefährlichen Gütern, Stoffen u...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Stoffe und Stoffgemische unterscheidet und kennzeichnet und Stoffgemische herstellt und trenntwie man Umweltbelastungen der Luft, des Wassers und des Bodens erkennt und Maßnahmen zu deren Vermeidung einleitetWerkzeuge, Maschinen und Arbeitsmittel auszuwählen, zu handhaben und betriebsbereit zu haltenwie man Kunden und Kundinnen zu Abfallarten und Abfallvermeidung berät, über das betriebliche Leistungsangebot informiert, Angebote und Rechnungen erstelltwie man Abfälle und Wertstoffe auf Herkunft, Aufkommen, Art und Zusammensetzung durch Probenanalyse prüft und zur Wiederverwendung, Verwertung und Beseitigung trennt und den Kreislaufsystemen zuführtwie man Abfallbehandlungsanlagen einstellt, bestückt, steuert, überwacht und justiert sowie Aufbereitungs- und Verwertungstechnologien unter Beachtung des nachhaltigen Einsatzes von Energie, Betriebsmitteln und Ressourcen anwendetwie man Geräte, Maschinen und Anlagen auf Funktionsfähigkeit überprüft, wartet, Fehler erkennt und bei Störungen Maßnahmen zur Behebung, z.B. defekte Teile reinigen, reparieren oder austauschen, veranlasstwie man den Einsatz von Sammelsystemen und Fahrzeugen unter Beachtung des Einsatzes von Energie, Betriebsmitteln und Ressourcen plant, kalkuliert und dokumentiertDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit oder digitalisierte...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Glascontainer aufstellen, Müllsortiermaschinen überwachen, Proben z.B. aus Kompostieranlagen nehmen, Deponien inspizieren, Boden- oder Sickerwasserproben nehmenUmgebung: Witterungseinflüsse im Freien, Gerüche auf Deponien, z.T. Lärm in Abfallsammelstellen, wechselnde ArbeitsorteKleidung: Schutzkleidung (z.B. Handschuhe, Helm, Schutzbrillen, Arbeitsanzüge)Anforderungen:Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Ein- und Ausbauen von Anlagenteilen, bei Wartungsarbeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei der Abfalltrennung, beim Umgang mit Sondermüll und wertvollen Recyclingstoffen)Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. für das schnelle Eingreifen bei Störungen) An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel öffentlicher Dienst (kommunale Arbeitgeber) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €Quelle:TVAöD-BBiG, Stand Mai 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Entsorgungskosten zu berechnenChemie/Physik/Biologie: z.B. um Gefahren für die Umwelt einzuschätzenWerken/Technik: z.B. um Pressen und Förderbänder zu reparieren
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft an:Bereich Ver- und EntsorgungUmwelttechnologe/Umwelttechnologin für AbwasserbewirtschaftungUmwelttechnologe/Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und IndustrieanlagenUmwelttechnologe/Umwelttechnologin für WasserversorgungGemeinsamkeit:technische Anlagen in der Ver- und Entsorgung steuern und überwachenBereich Umwelt- und NaturschutzFachkraft für WasserwirtschaftGemeinsamkeit:Probenahme und Analyse von Stoffen und Stoffgemischen und Einschätzen von Umweltauswirkungen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1984:Schaffung des Ausbildungsberufs Ver- und Entsorger/in2002:Inkrafttreten der Verordnung über die Berufsausbildung in den umwelttechnischen Berufen nach dem BerufsbildungsgesetzStaatliche Anerkennung des Ausbildungsberufs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft Berücksichtigung neuer Rahmenbedingungen im Umweltschutz und notwendiger emissionsschutztechnischer Kenntnisse Aufhebung des Vorläuferberufs Ver- und Entsorger/Ver- und Entsorgerin Fachrichtung Abfall2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2023:Veröffentlichung der neuen, modernisierten Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung zum/zur Umwelttechnologen/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.Inkrafttreten der neuen, modernisierten Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung zum/zur Umwelttechnologen/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Stärkere Berücksichtigun...
▶ Die Ausbildung im Überblick
Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst und in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnung Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft z.B. bei kommunalen oder gewerblichen Betreibern von Abfalldeponien, in Verbrennungs- und Recyclinganlagen oder in Betrieben, die Sonderabfälle entsorgen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Abfallwirtschaft bis hin zu Umweltrecht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Meister/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Abfall-, Entsorgungstechnik erwerben.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 105 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 52 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, jeweils 24 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss bzw. die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [24.0%]24mittlerer Bildungsabschluss [52.0%]52Hochschulreife [24.0%]24*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelIm Ausbildungsbereich öffentlicher Dienst gab es 42 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 57 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 29 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 14 Prozent verfügten über die Hochschulreife. 7 Prozent der Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen hatten vor Ausbildungsbeginn eine Berufsfachschule absolviert. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [29.0%]29mittlerer Bildungsabschluss [57.0%]57Hochschulreife [14.0%]14*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Umwelttechnologen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und zur Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (Kreislauf- und Abfallwirtschaftsumwelttechnologen-Ausbildungsverordnung - KrAbfWUTechAusbV), verkündet als Artikel 3 der Verordnung vom 20.12.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 395)Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung und Umwelttechnologin für Abwasserbewirtschaftung, Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen und Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen, Umwelttechnologe für Wasserversorgung und Umwelttechnologin für Wasserversorgung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.09.2023)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten
Wer über eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem der anderen umwelttechnischen Berufe Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung, Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung, Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetz- und Industrieanlagen verfügt, ist von Teil 1 der Abschlussprüfung befreit. Die Berufsausbildung wird außerdem im Umfang von 18 Monaten auf die Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft angerechnet, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft stellen sicher, dass Abfälle jeglicher Art angenommen, sortiert, wiederaufbereitet oder fachgerecht entsorgt werden. In der Städtereinigung organisieren sie z.B. den Fahrzeugeinsatz der Müllabfuhr, optimieren Touren und sorgen an Sammelstellen für die Aufstellung und regelmäßige Leerung von Containern zur Mülltrennung. In Abfallwirtschaftsbetrieben, Wertstoffhöfen, Recycling- oder Aufbereitungsanlagen steuern sie alle Abläufe der Abfallbehandlung. Sie weisen Arbeitskräfte ein, beurteilen, welche Abfälle wiederverwertet und welche entsorgt werden müssen, und überwachen Sortier-, Trennungs- und Verbrennungsanlagen. Regelmäßig inspizieren sie Deponien für die Lagerung von Sonderabfällen, analysieren Sickerwasser und Böden und führen Messungen durch, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft finden Beschäftigung bei privaten und öffentlichen Abfallbeseitigungsbetrieben, in Müllverbrennungsanlagen sowie bei Recyclingfirmen und -höfen.Arbeitsorte:Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten in erster Linie im Freien auf Deponien sowie in geschlossenen oder halb offenen Räumen an Betriebsanlagen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [24.0%]24mittlerer Bildungsabschluss [52.0%]52Hochschulreife [24.0%]24je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss [29.0%]29mittlerer Bildungsabschluss [57.0%]57Hochschulreife [14.0%]14*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Ein- und Ausbauen von Anlagenteilen, bei Wartungsarbeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei der Abfalltrennung)Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. für das schnelle Eingreifen bei Störungen) Schulfächer:Mathematik (z.B. um Entsorgungskosten zu berechnen)Chemie/Physik/Biologie (z.B. um Gefahren für die Umwelt einzuschätzen)Werken/Technik (z.B. um Pressen und Förderbänder zu reparieren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €
Ist Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in Deutschland typischerweise? ▼
Umwelttechnologen und -technologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. öffentlicher Dienst oder Industriebetriebe): im Freien, in Hallen, Verbrennungsanlagen, Maschinenhallen, LaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in Lauingen (Bayern):Staatliche Berufsschule Lauingenfür die Länder Bremen und Niedersachsen in Oldenburg (Niedersachsen):Bildungszentrum für Technik und Gestaltung der Stadt OldenburgQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.